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Neuigkeiten aus Zoo und Verein


Das große Zählen im Zoo Hoyerswerda

 

30. Januar 2020: Der Zoo Hoyerswerda blickt auf ein "liebesreiches Jahr 2019" zurück. Gleich bei vier Arten hat es gefunkt. Insgesamt können die Besucher aktuell 792 Tiere in 123 Arten erleben. Das hat die diesjährige Inventur ergeben, bei der die Mitarbeiter in den vergangenen Wochen alle Zoobewohner unter die Lupe genommen und statistisch erfasst haben.

 

Im Vergleich zum Jahr 2018 sind es sechs Arten und 146 Individuen weniger im Zoo Hoyerswerda. „Das hängt vor allem mit dem Amazonasbecken zusammen“, erklärt Eugène Bruins. Die Anzahl der Fischarten und Individuen schwankt immer wieder, da nach Arten gesucht wird, die optimal zur WG mit den Jesus-Echsen und Stechrochen im Amazonasbecken passen. Inzwischen wurde eine passende Gruppe Fische zusammengestellt. Hinzu kamen aber als eine völlig neue Art das Baumstachlerpaar Monty und Mandy. Eine von mehreren geglückten Partnervermittlungen im Zoo Hoyerswerda im Jahr 2019. Neben Monty lernten auch Faultier Carlo, Gürteltier Günther und China-Leopard San ihrer Partnerinnen kennen und lieben. Einziges Weibchen in der Vermittlungsbörse ist die Erdmännchen-Dame Heidi. Sie bekam gleich zwei Männchen aus Frankfurt, Frank und Kurt, und hat als Königin die Qual der Wahl. Nun hofft der Zoo auf Nachwuchs der einzelnen Tierpaare.

 

Nachzuchten gab es bei insgesamt dreizehn Arten. Sehr erfolgreich war die Zucht bei den Bennett-Kängurus. Gleich fünf kleine Hüpfer hatten die Kängurudamen des Zoos im Beutel. Nachzuchten gab es ebenso bei den Felsenhörnchen (7), Igeltanreks (5), Kolkraben (2), Mandschurenkranichen (2), Steinböcken (3), Kaiserschnurrbart-tamarinen (1), Totenkopfäffchen (3), Afrikanischen Zwergziegen (2), Steinkäuzen (4), Riesenlaubfröschen (sehr viele) und Hühnern.  

Viele der Nachzuchten bereichern nun andere Zoos. So leben beispielsweise auch die fünf Kubakrokodile (Nachzucht 2018) jetzt in England und in den Niederlanden. Im März 2019 verließen die kleinen Krokodile den Zoo Hoyerswerda. „Auch andere Nachzuchten haben jetzt ein neues Zuhause in Deutschland, Frankreich, England und den Niederlanden gefunden“, sagt Eugène Bruins.

 

Leider gab es 2019 auch einige Abgänge zu verzeichnen. So betrauert der Zoo den Verlust eines Nandus und eines Lamas. Auch die Königin der zwölfköpfigen Erdmännchengruppe ist altersbedingt verstorben. Die Gruppe wurde aufgelöst und die Tiere an andere Zoos abgegeben. Da Erdmännchen im Familienverband leben, hätte kein fremdes Weibchen die Position übernehmen können und alle anderen Erdmännchen waren miteinander verwandt.

 

Im Jubiläumsjahr des Zoo Hoyerswerdas ist auch baulich einiges passiert. Anfang des Jahres wurde das Schildkrötenhaus komplett saniert und die Außenanlage an bessere Zuchtbedingungen angepasst. Ebenfalls saniert wurde das Flamingohaus. Das Baumstachlerpaar Monty & Mandy bezog ihre attraktive Anlage direkt hinter der Rattenküche.

 

Für den Naturschutz hat sich der Zoo Hoyerswerda auch im vergangenen Jahr stark gemacht. So kann die Naturschutzstation Neschwitz wieder mit einer Spende unterstützt werden. Der Zoo beteiligte sich wieder als Bronze-Förderer an der Kampagne Zootier des Jahres. Die gesammelten Spenden gehen an zwei Gibbonprojekte in Laos und Vietnam. Außerdem sind vier Hoyerswerdaer Steinkauz-Jungtiere Teil eines Auswilderungsprojektes im Naturschutzpark Nuthe-Nieplitz in Brandenburg.

 

Für die Zooschule war das Jahr 2019 ebenfalls sehr erfolgreich. Doppelt so viele Besucher wie im Vorjahr interessierten sich für Bildungs- und Privatangebote, wie Kindergeburtstag und Führungen. Im September starteten mit acht Kindern die Zoo Kids. Sie lernen alles über die heimische und exotische Flora und Fauna. Hauptprojekt ist Ökozoonien ein Platz für heimische Vögel, Amphiben und Kleinsäugern mit Nist- und Unterschlupfmöglichkeiten.

 

Ausblick auf 2020: Neue Gruppe Humboldt-Pinguine auf modernisierte Anlage. An der Neugestaltung und Modernisierung der Pinguinanlage wird seit September 2019 gearbeitet. Mit einer effektiven Filteranlage, Sonnensegel und verbesserter Beckenstruktur ist die Anlage optimal auf die Bedürfnisse der Pinguine ausgerichtet.  Neue Anlage für Leopardenpärchen San & BaoBao. Die Bauarbeiten für die neue Leopardenanlage, die dank vieler Spenden errichtet werden kann, sind seit dem Baubeginn Anfang Juli 2019 weit vorangeschritten. Mittlerweile ist sie fast bezugsfertig und wartet nur noch auf den Feinschliff und die Gehegeeinrichtung. Einzigartig wird die Insektenlounge, die über den Sächsischen Mitmachfonds finanziert wird. In dem überdimensionalen Insektenhotel können sich die Besucher auf einer Wellnessliege von dem Summen und Brummen heimischer Arten verwöhnen lassen.



Zoo sucht jemanden mit grünem Daumen

 

24. Januar 2020: Zoogärtnerin Marlen Marre geht im Sommer diesen Jahres in den wohlverdienten Ruhestand. Fünfzehn Jahre lang kümmerte sie sich um die grüne Oase mitten in Hoyerswerda. Nun ist der Zoo Hoyerswerda auf der Suche nach einem Nachfolger, der durchaus auf besondere Anforderungen gefasst sein muss.

 

Warum es bei ihrem Job so ist und manchmal von Vorteil wäre sogar zwei, anstatt nur einen grünen Daumen zu haben, kann die gelernte Gartenbau-Ingenieurin ganz einfach erklären: „Die Theorie beschränkt sich meist auf das Zusammenwirken Mensch und Pflanze, aber nicht unbedingt auf das mit Tieren.“ Als sie hier begann, musste sie sich viel neues Wissen aus Erfahrungen, Gesprächen mit Tierpflegern oder aus Fachliteratur aneignen. Welche Pflanze kann in welche Anlage gepflanzt werden, ohne dass sie für die Bewohner schädlich ist oder verspeist wird? Eine alltägliche Frage, die sich Marlen Marre stellt: „Besonders die exotischen Tiere bringen Herausforderungen mit sich, denn die sind meist mit der heimischen Fauna nicht vertraut und für die Tiere vielleicht giftig“. Da kann es auch mal vorkommen, dass die Anlage komplett neu bepflanzt werden muss. Nicht nur um die Begrünung der Anlagen und Gehege kümmert sie sich, ihr Arbeitsfeld ist noch weit Vielschichtiger. Auch die ganzen Kübelpflanzen, Bäume, Zierpflanzen, Stauden und Sträucher auf dem gesamten sechs Hektar großen Zoogelände müssen versorgt werden. Das alles so schön blüht und grünt, ist harte Arbeit, denn Pflanzenschutz und Dünger kann Marlen Marre nur sehr sparsam einsetzen und so kann es sein, dass auch die Pflanzen einmal in Quarantäne müssen. Hinzu zum ganzen Außengelände kommt noch das Tropenhaus, das mit den freilaufenden Tieren ganz andere Anforderungen an die Arbeit stellt: „Es kam schon vor, dass ich mich auf einmal Auge in Auge mit Faultier Carlo befand oder er saß plötzlich auf dem Boden. Dann erschrecken wir uns beide“ berichtet die Zoogärtnerin amüsiert. Wenn sie ein Lieblingstier wählen müsste, dann wäre es das Faultierpärchen Carla & Carlo. Dieses ganz besondere Zusammenspiel mit den Tieren wird sie in ihrem Ruhestand vermissen. Auch wenn einige Arbeiten durchaus gefährlich anmuten könnten, denn die Bepflanzung der Beete zwischen Gehege und Besucherabsperrung kann Marlen Marre nur betreten, wenn die Tiere in ihren Innenställen verbleiben. Sonst könnten Leopard, Tiger und Co. durchaus versuchen nach ihr zu greifen.

  • Zoogärtnerin Marlen Marre
    Zoogärtnerin Marlen Marre

 

Auch im Ruhestand wird sich Marlen Marre weiter der Gärtnerei widmen. In ihrem Kleingarten hat sie als Kontrastprogramm zu den ganzen Zier- und Blühpflanzen überwiegend Nutzpflanzen. Aber auch die ein oder andere exotische Art, die sie ohne ihren Job im Zoo Hoyerswerda wahrscheinlich nicht kennengelernt hätte. Einen Tipp hat sie noch für ihren Nachfolger: „Während der Arbeit nicht die Tiere füttern, um sich mit ihnen gutzustellen, denn dann möchten sie immer etwas und weichen einem nicht mehr von der Seite. So schön das auch ist, aber seine Arbeit schafft man so nicht.“

 

Weitere Informationen gibt es hier: www.zookultur.de


Erneut Plus bei Besuchern

  

22. Januar 2020: Zoo und Schloss Hoyerswerda haben im Jahr 2019 ein erneut starkes Besucherplus verzeichnet. Insgesamt konnten 140.123 Besuche gezählt werden. Das ist das beste Ergebnis seit dem Zoo & Schloss 2011 in die Zoo, Kultur & Bildung Hoyerswerda gGmbH eingegliedert wurden. Im Vergleich zum Jahr 2018 stieg die Anzahl der Besuche um knapp 15.000 - eine Steigerung von zwölf  Prozent.


Nicht nur das 60jährige Zoo-Jubiläum und die neuen tierischen Liebespaare lockten die Besucher in Zoo & Schloss, sondern auch die zwei komplett neugestalteten Dauerausstellungen des Stadtmuseums und zahlreiche Veranstaltungen der beiden zusammengehörigen Einrichtungen. Die Zoopädagogik und die Museumspädagogik konnten sich ebenfalls über verstärkten Zulauf bei Kita- und Schulprojekten sowie privaten Feierlichkeiten freuen. 

 

Viele Besucher kamen, um sich das Faultierpärchen Carla & Carlo, das im Tropenhaus des Zoo Hoyerswerdas zuhause ist, anzusehen und ein bisschen typische Faultier-Gelassenheit mit nach Hause zu nehmen. Auch Gwendolyn & Günther die beiden Südlichen Kugelgürteltiere sind gern besuchte Zoobewohner. Eine weitere neue Art im Zoo Hoyerswerda ist das Baumstachlerpaar Mandy & Monty. Beide haben Anfang des Jahres ihre neue und großzügige Anlage bezogen und zeigen gerne ihre Kletterkünste, denen sie ihren Namen verdanken. Mit dieser Anlage und der Sanierung der Schildkrötenanlage und des Flamingohauses konnte der Zoo Hoyerswerda weiter an Attraktivität gewinnen. Großveranstaltungen, wie der Stadtkindertag, „Historica – Mittelalter trifft Barock“, das Tiergartenfest und Halloween erwiesen sich als Besuchermagnete. Hinzu kam das außergewöhnlich gute Wetter. Der milde Winter und die vielen Sonnentage bis weit in den Herbst hinein lockten viele Gäste ins Freie und machten Lust auf einen Bummel durch Zoo und Schloss. 

  • Baumstachler
    Baumstachler

 

Im Schloss & Stadtmuseum begeistern die zwei modernen und interaktiven Dauerausstellungen, die spannende Zeitreisen durch die Vergangenheit erlauben, auch weiterhin die Besucher für Geschichte. Das 12. Internationale Bildhauersymposium im Juni unter dem Motto „Humaninal – Mensch – Seele – Tier“ bot nicht nur Kunstinteressierten einen spannenden Blick auf die Arbeit der Bildhauer. Außerdem lud das Schloss 2019 zu fünf Sonderausstellungen – darunter auch die Ausstellung „Ein Tiergarten entsteht“, die die Entstehungszeit vom Zoo Hoyerswerdas und den Wirkungsbereich Günter Peters zeigte, ein. Mit der Sanierung des Schlossaufganges wurde außerdem der Zugang für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, erleichtert und verbessert.

 

Im Jahr 2020 können sich Besucher auf neue Anziehungspunkte in Zoo und Schloss Hoyerswerda freuen. So wird unter anderem die neue Anlage für die China Leoparden San und BaoBao bezugsfertig und eine neue Gruppe Humboldt-Pinguine zieht im Frühjahr auf ihre modernisierte Anlage. Mit der einzigartigen Insektenlounge können Besucher demnächst auf Tuchfühlung mit heimischen Arten gehen. Eine der nächsten Sonderausstellungen im Schloss beschäftigt sich mit der Wirkungs- und Schaffenszeit Brigitte Reimanns. Mittelalterfans können sich im Mai wieder auf „Historica – Mittelalter trifft Barock“ freuen.

  

Informativer Jahresausklang


11. Dezember 2019: Zu einem informativen Nachmittag zum Jahresausklang hat der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda in das Schloss eingeladen. Bevor in dem Museumssaal mit einem hohen und hübsch geschmückten Weihnachtsbaum zu Kaffee und Kuchen sowie einer Fülle an Informationen eingeladen wurde, hatten Vereinsvorsitzender Karsten Bormann und der Zooleiter Eugène Bruins die Teilnehmer begrüßt. Anschließend startete eine etwa einstündige Führung durch den Zoo. Eugène Bruins führte seine Zuhörer zur Pinguinanlage, die derzeit saniert wird, stellte ihnen die Insektenlounge vor, die derzeit aufgebaut wird und die beghabar sein soll, und gewährte natürlich Einblick in die neue Leopardenanlage, an der am 12. Dezember die Abnahme der Spezialnetze erfolgte. Bezugsfertig ist das neue Gehege wahrscheinlich Ende Januar/Anfang Februar.


Nach dem Rundgang, bei dem auch in das künftige Leopardenhaus geschaut werden konnte, erhielten die Teilnehmer der Weihnachtsfeier weitere Informationen zur Naturschutzarbeit des Vereins der zoologischen Gärten, des Zoos Hoyerswerda und zum Projekt Leopardenanlage. Eugène Bruins danke den Zoofreunden noch mal für die großzügige Unterstützung. Der Verein hatte 60 000 Euro für die Leopardenanlage und die Sanierung des Pinguingeheges zur Verfügung gestellt.


Zudem war Gelegenheit, sich die Urkunde und die Günter-Peters-Ehrennadel anzusehen. Sie waren dem Verein der Zoofreunde vor wenigen Tagen für sein außerordentliches Engagement überreicht worden. Zum Abschluss des Nachmittags wurde ein alter Film gezeigt. Er gewährte Einblick in die Aufbaujahre des Zoos und ermöglichte ein Wiedersehen mit dem unvergessenen ersten Tiergartenleiter Günter Peters. Den Zoo Hoyerswerda gibt es seit 60 Jahren.


60 Jahre Zoo gefeiert


6. Dezember 2019: Im Schloss Hoyerswerda fand eine Festveranstaltung aus Anlass 60 Jahre Zoo Hoyerswerda statt.  Arthur Kusber, Geschäftsführer der Zoo, Kultur & Bildung Hoyerswerda gGmbH, freute sich, dass an diesem Tag auch das jüngste Projekt des Zoos, die neue Leopardenanlage, der Öffentlichkeit präsentiert werden kann, nachdem am Vortag Gerüste abgebaut werden konnten. Damit ist wieder eine entscheidende Etappe in der Entwicklung des Zoos geschafft, der seit Mai 1959 besteht.


Volker Homes, Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten, verwies auf die große Bedeutung der Zoos in einer für den Artenschutz schwierigen Zeit. Derzeit vollziehe sich das größte Artensterben auf der Welt seit dem Ende der Dinosaurier. Die Zoos leisten einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz, zur Forschung zum Erhalt von bedrohten Arten und zur Bildung der Bevölkerung. Die Mitgliedszoos der VdZ investieren nach seiner Aussage jährlich vier Millionen Euro in nationale und internationale Natur- und Artenschutzprogramme. Ohne Zoos, so Homes, wären viele Arten schon ausgestorben. Er würdigte auch das Engagement des Zoos Hoyerswerda, etwa für die Auswilderung von Steinkäuzen. 


Darauf ging auch der Hoyerswerdaer Zooleiter Eugène Bruins ein. Der Zoo ist in 22 Zuchtprogramme eingebunden. Dazu gehören auch die China-Leoparden, deren neues Domizil gerade entsteht und Anfang des kommenden Jahres bezugsfertig sein soll. Der Zoo Hoyerswerda ist einer von zwei Zoos in Deutschland, der China-Leoparden züchten darf.

Nach der Festveranstaltung im Schloss war Gelegenheit, sich vom Bauzustand der großzügigen Leopardenanlage zu überzeugen. Zudem wurde den Unterstützern gedankt. Dazu gehört auch der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda. Er sei eine der Säulen für dieses Projekt.


Zu den Gästen der Veranstaltung gehörten auch Vertreter von mehreren Zoos. So gratulierte Ariel Jacken, Seniorkurator im Zoo Leipzig, Eugène Bruins zu 60 Jahre Zoo Hoyerswerda. Auf den anderen Bildern sind Volker Homes während der Festveranstaltung im Schloss sowie die Besichtigung der neuen Anlage für die China-Leoparden zu sehen.



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Verein mit Ehrennadel geehrt 


5. Dezember 2019: Der Verein der Zoofreunde hat am Tag des Ehrenamtes, 5. Dezember, die Günter-Peters-Ehrennadel erhalten. Das hatte der Stadtrat entschieden. 


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Die feierliche Übergabe erfolgte am späten Donnerstagnachmittag im Café "Auszeit". Oberbürgermeister Stefan Skora erinnerte daran, dass die Ehrung jene erhalten, die Außergewöhnliches leisten, wie einst Günter Peters, der als Museumsdirektor, Tierparkchef, Maler und natürlich engagierter Hoyerswerdaer Maßstäbe gesetzt hat.


Der Verein der Zoofreunde, so Stefan Skora, genieße in Hoyerswerda "einen hohen Bekanntheitsgrad". Seit seiner Gründung im September 1991 habe der Förderverein die Entwicklung der Freizeitoase Nummer eins in Hoyerswerda intensiv unterstützt und begleitet. So auch jetzt. Denn der Verein stellte 60 000 Euro für den Bau der Leopardenanlage und für die Sanierung des Pinguingeheges zur Verfügung.


 Frank Grommisch, der als Gründungsmitglied die Auszeichnung stellvertretend für den Verein vom Oberbürgermeister mit großer Dankbarkeit in Empfang nahm. erklärte: "Wir haben uns in der gesamten Zeit darum bemüht, unseren Beitrag zu leisten, dass der Zoo Hoyerswerda eine gute Adresse ist und bleibt und ein verlässlicher Partner sind." Eine öffentliche Anerkennung wie diese wirke motorisierend. Die Ehrung sei Beleg, dass "unser Engagement an der richtigen Stelle geschieht".


Mit Elan beim Herbstputz 


9. November 2019: Sie haben gern zugepackt, die Mitglieder des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda und die Freunde des Zoos, die sich am Morgen des 9. November zu Herbstputz trafen. Der Zoologische Leiter Eugène Bruins und seine Mitarbeiter freuten sich über die tatkräftige Hilfe von über 30 Leuten, um in den folgenden Stunden für einige Veränderungen im Zoo zu sorgen.

Die Festwiese gegenüber vom Zoo-Restaurant "Sambesi" wurde vom vielen Laub befreit. Mit Unterstützung der Zooschulkinder unter Leitung von Silke Kühn wurde damit begonnen, an der Fasanerie "Ökozonien" zu schaffen, ein Projekt, das wahrscheinlich bis zum Ende des Schuljahres verwirklicht werden kann. Zu den nächsten Aufgaben wird gehören, dass Unterschlupfgelegenheiten für Igel geschaffen werden. In anderen Bereichen des Zoos wurde ebenfalls Laub beseitigt, so bei den Kranichen und neben dem Gehege der Kängurus. Aufgeräumt wurde im Bärengehege, da die beiden Bewohner dort kräftig gewühlt hatten. Auf der Baustelle für das neue Leopardengehege verschwanden alte Holzverkleidungen von einer Wand. Und Ivo Fuchs von der Firma SysCoFox kümmerte sich um das Wasserbecken im Schildkrötenhaus. Der Zooverein kümmerte sich um eine Stärkung zwischendurch und lud zum Abschluss auch zu einem Imbiss ein. 


Leider hielt das Wetter nicht bis zum Schluss. Gegen 11.30 Uhr setzte Regen ein.


Danke allen, die am Sonnabend so fleißig waren und aktiv ihren Beitrag für einen schönen Zoo Hoyerswerda geleistet haben.



Erinnerungen an Günter Peters

   

21. Oktober 2019: Eine Zeitreise in die Vergangenheit wurde im Schloss Hoyerswerda unternommen. Im Erzählsalon, den Christian Völker-Kieschnick moderierte, ging es um die Frage „Wie ich einmal Günter Peters begegnete“. Was ist in Erinnerung geblieben vom Gründer des Hoyerswerdaer Tiergartens, der 1987 starb? Über verschiedene Seiten seines Lebens wurden im Laufe des interessanten Abends von seinem Neffen Dr. Werner Peplowski, sowie  Dr. Werner Tschirch, ehemaliger Tierarzt des Zoos, und seiner Frau Hannelore berichtet. "Die Vielfalt des Mannes ist unbeschreiblich", sagte Werner Peplowski, der dem Engagement von Günter Peters für das Museum, den Tiergarten und die Malerei großen Respekt zollte. 

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Vor dem Erzählsalon war zu einer Führung durch die Sonderausstellung im Museum aus Anlass des 60-jährigen Bestehens vom Zoo Hoyerswerda eingeladen worden. Die Museumswissenschaftliche Leiterin Boglárka Ilona Szücs führte etwa 25 Interessierte durch die Sonderschau. Dabei ging sie sowohl auf die Aufbauarbeit im damals neuen Tiergarten am Schloss als auch auf das künstlerische Schaffen von Günter Peters ein.




Leoparden gemeinsam auf der Anlage

 

 17. Oktober 2019: Die China-Leoparden San und BaoBao sind endlich in trauter Zweisamkeit. Nach langem Warten, ist nun die vor zwei Wochen begonnene Zusammenführung der beiden Leoparden im Zoo Hoyerswerda, erfolgreich abgeschlossen. Zum ersten Mal seit ihrer Ankunft zeigte BaoBao Anzeichen von Rolligkeit. „Darauf haben wir lange gewartet. Für eine mögliche Zusammenführung der beiden Leoparden ist die Rolligkeit des Weibchens ein entscheidender Aspekt. Ohne diese wäre die Zusammenführung zu riskant, die Tiere hätten sich verletzen oder gar töten können“, erklärt Eugène Bruins, Zoologischer Leiter des Zoos. 

  

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    San und BaoBao (2)

Im Sommer des vergangenen Jahres kam das China Leoparden-Weibchen BaoBao aus Paris in den Zoo Hoyerswerda. Ende September diesen Jahres zeigte das Weibchen die ersten Anzeichen von Rolligkeit. Der beste Zeitpunkt, um mit einer stückweisen Zusammenführung zu beginnen. Vorab haben sich San und BaoBao abwechselnd auf der Anlage aufgehalten und nur durch ein sogenanntes „Schmusegitter“ beschnuppert. Nun wurden sie erst stundenweise und immer unter Beobachtung zusammen auf die Anlage gelassen. Die gemeinsame Zeit wurde dann Schritt für Schritt immer weiter verlängert.

Als die Schieber für beide das erste Mal gemeinsam aufgingen, war die Aufregung der Tierpfleger genauso groß, wie die der Raubkatzen. Unter gespannten Augen des Zoo-Teams verlief das Kennenlernen ruhig aber auch stürmisch, denn es kam gleich zu mehreren Paarungen des Pärchens. „Wir sind sehr glücklich über die gelungene Zusammenführung. Es hätte auch anders kommen können. Nun hoffen wir natürlich auf baldigen Nachwuchs“, betont Eugène Bruins. Jetzt sind San und BaoBao, tagsüber immer zusammen auf der Anlage zu sehen.

 

Der Zoo Hoyerswerda hat die Zuchtempfehlung für China-Leoparden bereits im letzten Jahr erhalten. Hoyerswerda ist damit 2019 einer von nur zwei europäischen Zoos, die Nachwuchs bei dieser Art züchten dürfen. Ende des Jahres soll die neue Leoparden-Anlage fertig sein, sodass ein Umzug der Tiere Anfang 2020 möglich wäre. Sollte sich bei dem Leoparden-Weibchen doch Nachwuchs ankündigen, würde das Männchen die neue Anlage erstmal allein beziehen, um dem trächtigen Weibchen keinen unnötigen Stress zuzumuten. Der Bau des neuen großzügigen Geheges kostet rund 165.000 Euro und wird mit Unterstützung des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda,  aus Spenden, Sponsoring und Eigenmittel der ZooKultur finanziert. Neben der schon jetzt erfolgreichen Gehegepatenaktion kamen weitere Mittel durch eine Crowdfundingaktion auf www.99Funken.de sowie einige weitere anonyme Privatspenden zusammen.


 



"Ein süßes Pärchen"


9. Oktober 2019: Vor etwas über einem Monat zog die einjährige Zweifingerfaultierdame Carla ins Tropenhaus des Zoos Hoyerswerda. Für Eugène Bruins, Zoologischer Leiter des Zoo, lief die Zusammenführung von Faultierdame Carla mit Besucherliebling Carlo sehr erfolgreich. „Sie sind ein süßes Pärchen. Carlo ist sehr vorsichtig im Umgang mit Carla.“

Über ein Jahr hatte der Zoo Hoyerswerda nach einer geeigneten Partnerin gesucht „Viele Zoos und Tierparks suchen ein Faultierweibchen, dass wir dann Carla so kurzfristig zugewiesen bekommen haben, ist für uns ein Glücksfall “, zeigt sich Eugène Bruins begeistert über die schnelle Partnervermittlung. Mit der Eingewöhnung der jungen Faultierdame in Hoyerswerda ist er sehr zufrieden. Auch die problemlose Vergesellschaftung mit dem Faultiermännchen Carlo überrascht ihn „Das sich beide manchmal nicht riechen können ist ganz normal, aber das sie sogar schon gemeinsam fressen und sich gelegentlich einen Schlafplatz teilen, ist nach so kurzer Zeit außergewöhnlich.“


Der zweijährige Carlo stellte sich gentlemanlike vor und gab Carla alle Zeit der Welt zur Eingewöhnung. Anfangs noch recht schüchtern, zeigte Carla schnell wer nun das Sagen im Tropenhaus hat. Die vielen Ruhe-und Liegeplätze hatte sie bald für sich entdeckt und Carlo hatte so manches Mal das Nachsehen. Pünktlich um 14.30 Uhr treffen sich die beiden zur täglichen Fütterung. Anschließend können Carla und Carlo auch, für Faultiere eher untypisch, recht flott unterwegs sein. Denn wer zuerst kommt, erwischt den besten und nahesten Platz für das Verdauungsschläfchen. Sollten sich Carla und Carlo doch mal nicht einig sein, reicht ein kurzes Fauchen und der Andere zieht sich langsam zurück.

Die vom Apenheuler Affenzoo, in dem Carla geboren wurde, angekündigten launischen Stimmungsschwankungen zeigte die junge Damen im Zoo Hoyerswerda noch nicht. Mit ihren Tierpflegern hat sie schnell Freundschaft geschlossen.

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Carla und Carlo haben noch viel Zeit, sich besser kennenzulernen, denn mit etwas über einem Jahr ist Carla, wie der zweijährige Carlo, noch nicht geschlechtsreif. Mit Nachwuchs kann der Zoo frühesten in zwei Jahren rechnen.

Hoyerswerdsche Faultierfans sollten jetzt noch bis zum 31.10. die Möglichkeit nutzen, die reduzierte Jubiläumsjahreskarte anlässlich 60 Jahre Zoo Hoyerswerda zu erwerben. Anstatt der üblichen 29 € kostet sie nur 23 €. Damit können Carla und Carlo ein ganzes Jahr lang täglich besucht und ihre Entwicklung selbst miterlebt werden. Die reduzierte Jubiläumsjahreskarte kann nur unter Vorlage eines gültigen Ausweises als Nachweis auf den Wohnort Hoyerswerda ausgestellt werden und gilt nicht für Jahreskartengutscheine.



Ehre für engagierten Hoyerswerdaer


21.September 2019: Die Gemeinschaft der Zooförderer (GdZ) hat in ihrer Mitgliederversammlung am 21. September in Berlin dem langjährigen Vorsitzenden des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda, Viktor Strzodka, in einer Schweigeminute gedacht. Viktor Strzodka, der im Juni verstorben ist, habe wesentlichen Anteil an der erfolgreichen Arbeit der GdZ, für die er sich auch in schwierigen Zeiten engagiert eingesetzt habe, würdigte Präsident Bruno Hensel. Sein Wirken werde nicht vergessen. Die Gemeinschaft der Zooförderer besteht seit 25 Jahren.

 

In der Mitgliederversammlung, in der auch der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda durch Frank Grommisch vertreten war, erfolgte die Wahl des Vorstands für die nächsten vier Jahre. Als Präsident wurde erneut Bruno Hensel aus Wuppertal einstimmig bestätigt. 1. Stellvertreter ist Klaus Kohlmann aus Nürnberg und 2. Stellvertreter Ralf Leidel aus Dresden. Auch die anderen Mitglieder des Führungsgremiums wurden einhellig in ihren Ämtern bestätigt.

"Um unsere eigene Öffentlichkeitsarbeit und unsere Anliegen zur Entwicklung der Zoologischen Einrichtungen und für den Artenschutz zu verstärken, haben wir 2018 erstmals des Internationalen Zooförderer-Tag (Immer am Pfingstmontag) ins Leben gerufen", stellte Bruno Hensel in der Mitgliederversammlung fest. Hoyerswerda hat sich 2019 erstmals daran beteiligt. Bruno Hensel: "An den bisherigen Tagen haben jeweils mehr als 20 Vereine teilgenommen. Die GdZ unterstützt dabei. Der Präsident verwies auf die großen finanziellen Unterstützungen der Zoovereine für die zoologischen Einrichtungen. In den 64 Fördervereinen, die inzwischen der GdZ angehören, schenken täglich mehrere Tausende Ehrenamtliche ihr Engagement und ihre Zeit ihren Zoos, wurde anerkannt. 


Zu den aktuellen Projekten des Vereins der Zoofreunde in Hoyerswerda  gehört die finanzielle Unterstützung beim Bau der Leopardenanlage und die Sanierung der des Pinguingeheges.


Die mehrtägige Tagung der GdZ in Berlin wurde diesmal von den Freunden der Hauptstadtzoos ausgerichtet. Tagungsort war das Rote Rathaus. Zum Besuchsprogramm gehörte auch eine Visite im Tierpark Berlin.

Dort gehört die junge Eisbärin Hertha zu den Bewohnern, die auf großes Interesse bei den Gästen stieß.


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Großer Trubel bei einem 60-Jährigen


1. September 2019: Der Zoo Hoyerswerda besteht 2019 immerhin 60 Jahre. Diesem Anlass war am 1. September das Tiergartenfest gewidmet. Hier gab es auch Gelegenheit, etwas Rückschau zu halten. Besonders interessant dürfte es für etliche Zoobesucher gewesen sein, den Gründer des Zoos, Günter Peters, in einer historischen Tonaufnahme zu hören, als er davon berichtete, wie der einstige Tiergarten entstanden ist. Nicht mit Blumen ließen sich die Hoyerswerdaer locken, sondern erst, als die ersten Tiere eingestallt waren, wuchs das Interesse an dem Neuen und dem Museum im Schloss. Viele Freiwillige fanden sich, um dabei zu unterstützen. Erinnert wurde an alle Zoodirektoren, die seitdem ihre Spuren in Hoyerswerda hinterlassen haben.


Den Bogen in die Gegenwart schlugen der Zooleiter Eugène Bruins und der Vorsitzende des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda, Karsten Bormann. Jüngstes Projekt ist die neue Leopardenanlage. Vor zwei Wochen, so berichtete Eugène Bruins, haben die Bauarbeiten begonnen. Er hofft, dass sie vielleicht im November oder Dezember abgeschlossen werden können.  Länger, möglicherweise bis Ostern, wird die Sanierung der Pinguinanlage dauern. Beide Vorhaben werden vom Verein der Zoofreunde unterstützt. Karsten Bormann überreichte an Eugène Bruins einen symbolischen Scheck über 60 000 Euro. Vom Publikum gab es dafür großen Applaus. Möglich sind die Veränderungen dank eines engagierten Zooteams und des ehrenamtlichen Einsatzes der Mitglieder vom Verein der Zoofreunde Hoyerswerda, hoben beide hervor.


Während die beiden Männer in einem Interview vor der Bühne Rede und Antwort standen, wurde die große Geburtstagstorte mit einzigartigen Tiermotiven vom Tortendesign von Sarah Gierig verteilt. Eugène Bruins und Karsten Bormann hatten das Kunstwerk zuvor angeschnitten. Dann war der Andrang groß. Viele wollten davon etwas abhaben und kosten. Sie konnten anschließend die Torte zur Musik von Schlagersänger Frank Schöbel genießen. Er und seine Band ließen viele seiner bekannten Lieder erklingen. Sie sorgten für Begeisterung ebenso wie seine lockerere Moderation. Bei über 30 Grad Celsius verriet Frank Schöbel neben anderem, dass nächste Woche die Produktion der Weihnachtssendung beginnt, die traditionell Heiligabend ausgestrahlt wird.


Zur Mittagszeit hatte übrigens das Orchester Lausitzer Braunkohle musiziert. Es besteht wie der Zoo seit 60 Jahren.

 

 

 

 

60 Jahre Zoo


 

Kolkraben im Zoo und in der Sage


15. August 2019: Zoochef Eugène Bruins und der Geschäftsführer der KRABAT-Mühle Schwarzkollm gGmbH, Tobias Zschieschick, enthüllten gemeinsam eine ganz besondere Infotafel am Gehege der Kolkraben im Zoo Hoyerswerda. Neben der Gehegetafel informiert nun auch eine Infotafel über die besondere Rolle der schwarzen Raben in der KRABAT-Sage und weckt die Neugier auf einem Besuch der KRABAT-Mühle Schwarzkollm, um mehr über den Krabat zu erfahren und zu erleben.


Auf dem Gelände der KRABAT-Mühle Schwarzkollm finden die Besucher nun eine zoopädagogische Infotafel über die Kolkraben und erfahren zweisprachig auf Sorbisch und Deutsch Informatives über Verbreitung, Nahrung und das Sozialverhalten dieser spannenden Vögel. Zudem enthält diese Tafel wiederum den Hinweis, dass die echten Kolkraben im Zoo Hoyerswerda besucht werden können. Beide Freizeiteinrichtungen sind bequem per Fahrrad und Auto erreichbar und auch direkt über die Stadtlinie 1 miteinander verbunden.


„Ich kenne die Krabat-Sage seit 2,5 Jahre und bin von der Geschichte und der Mühle begeistert. Dies ist auch der Grund, warum ich die Kolkraben in den Zoo Hoyerswerda geholt habe, erklärt Zoochef Eugène Bruins. „Umso mehr freuen wir uns, dass sich diese intelligenten Tiere bei uns so wohl fühlen, dass Sie schon für Nachwuchs gesorgt haben.“


„Ich habe mich über die Idee von Zoochef Eugène zur Vernetzung von Zoo und KRABAT-Mühle Schwarzkollm sehr gefreut. Es ist schön, wenn wir Gemeinsamkeiten entdecken und daraus etwas machen“, freut sich Tobias Zschieschick. Beide möchten künftig auch bei Führungen auf die jeweils andere Einrichtung hinweisen.


Mit dieser Kooperation vertiefen KRABAT-Mühle und Zoo Hoyerswerda ihre Zusammenarbeit. Bereits seit einigen Jahren läuft die gemeinsame Werbekampagne „Familienzeit in Hoyerswerda“ in welcher die beiden als besonders familienfreundlich ausgezeichneten Freizeiteinrichtungen gemeinsam mit dem Stadtmuseum, dem Lausitzbad, dem ZCOM und dem Jump Up gezielt Touristen für einen Ausflug nach Hoyerswerda begeistern wollen.

 

 

 

 

Tobias Zschieschick und Eugène Bruins


Jubiläumsschau und Sonderheft


7. Juli 2019: Ein besonderer Jahrestag kann in Hoyerswerda begangen werden. Der Zoo besteht 60 Jahre. Und viele Bürger der Stadt haben Anteil daran, dass dieses Erholungsgebiet neben dem Schloss sich entwickeln und wachsen konnte und weiter gedeiht. Das wird in einer Sonderausstellung gezeigt, die seit dem 7. Juli im Schloss Hoyerswerda besucht werden kann.

 

 

Die wissenschaftliche Leiterin des Museums, Boglarka Ilona Szücz, und Eugène Bruins freuen sich über die gelungene Sonderausstellung und die vielen Gäste zur Eröffnung.

Sie gibt Einblick über die einzelnen Entwicklungsetappen. In Text und vielen historischen Aufnahmen können sich Interessierte einen Überblick vom Werden des einstigen Tiergartens und jetzigen Zoos verschaffen, dessen Gründer der Museumsdirektor Günter Peters war. Er kümmerte sich darum, dass im Umfeld des Schlosses erste Tiergehege entstanden und 1959 der Tiergarten eröffnet werden konnte. Günter Peters, der selbst malte, sorgte dafür, dass der Zoo auch ein Ort der Kunst wurde. Verschiedene Kunstwerke, so von Jürgen von Woyski, sorgen bis in die Gegenwart für ein besonderes Flair auf dem sechs Hektar großen Areal. Und Kunstwerke  bereichern auch die Sonderausstellung. So sind dort 15 Ölgemälde von Günter Peters zu sehen. Boglarka Ilona Szücz, wissenschaftliche Leiterin des Museums, in deren Verantwortung die Gestaltung der Sonderschau lag, bedankte sich bei allen, die zu deren Gelingen beitrugen, etwa durch Leihgaben oder durch Spenden, so dass die Bilder von Günter Peters gerahmt werden konnten.


Die Eröffnung der Sonderausstellung ging einher mit dem Vorstellen des Sonderhefts "60 Jahre Zoo Hoyerswerda". Wie hat es angefangen? Welche Stationen wurden gemeistert? Wer kümmert sich heute um das einzigartige Areal am Schloss? Auf diese und viele andere Fragen gibt es Antworten. Zudem ist dieses außergewöhnliche Geschichtsheft reich bebildert.

Oberbürgermeister Stefan Skora schreibt im Vorwort: "Es waren unzählige Hoyerswerdaer Bürgerinnen und Bürger, Handwerker und Helfer, welche die visionäre Idee des damaligen Museumsdirektors Günter Peters mitt Einsatz, Begeisterung und Tatkraft verwirklichten, Stück für Stück, Stein für Stein, Gehege für Gehege bauten die Hoyerswerdaer ihren Tiergarten selbst auf."  


Seit 1991 engagiert sich der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda mit seinen ehrenamtlich tätigen Mitgliedern für den Zoo. Traditionen werden bewahrt, fortgeführt und es kann Neues geschaffen werden. Damit der Zoo inmitten der Stadt einzigartig ist und bleibt.    


Die Sonderausstellung kann bis zum 10. November im Schloss Hoyerswerda besucht werden.

 

 

Der jetzige Zooleiter Eugène Bruins und der frühere Zoodirektor Dr. Werner Jorga schauen sich das Sonderheft zum runden Jahrestag an.

Wo gibt es die Festschrift?

 

7. Juli 2019: Anlässlich des 60. Geburtstages des Zoo Hoyerswerda wurde eine Festschrift herausgegeben. Sie kann jetzt im Zooshop, dem Museumsshop im Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda, in der Touristinformation und beim Buch- & Musikhaus Sygusch käuflich erworben werden.

 

Die neue Festschrift

Die 60-seitige Festschrift bietet einen Blick hinter die Zoo-Kulissen und blickt zurück auf die spannende Entstehungszeit. Von Aufbauhelfer und Freiluftatelier über Artenschutz und Zooschule bietet die Broschüre interessante Geschichten und wissenswerte Fakten aus 60 Jahren Zoo-Geschichte. Mitarbeiter berichten über ihren Arbeitsalltag, erzählen Kuriositäten und verraten ihre Lieblingstiergeschichten. Tierischen Stars, wie die Bärenbrüder Björn und Bengt oder Emu-Dame-Hilde, stellen sich ebenso vor wie die tatkräftigen Unterstützer des Zoos.


 

 

 

 


Tiefe Trauer um Viktor Strzodka

 

 



14. Juni 2019: Der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda hat eins seiner engagiertesten Mitglieder verloren. Am 14. Juni starb Viktor Strzodka. Er zählte zu den Gründern des Vereins und war viele Jahre dessen erster Vorsitzender. Mit seiner ehrenamtlichen Arbeit für den Zoo und die Stadt hat er Maßstäbe gesetzt. Wir werden ihn stets in dankbarer Erinnerung behalten.  




Für uns eine Premiere 

 

10. Juni 2019: Zum ersten Mal hat sich der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda am Internationalen Tag der Zooförderer beteiligt. Aus diesem Anlass sind wir am Pfingstmontag, 10. Juni, an unserem Stand zwischen Tropenhaus und dem Zoo-Restaurant "Sambesi" mit etlichen Besuchern ins Gespräch gekommen, um ihnen von der ehrenamtlichen Arbeit für den Zoo Hoyerswerda, aber auch in der Gemeinschaft der Zooförderer (GDZ) zu berichten.

Anliegen des Tages ist es mitzuhelfen, dass Menschen sich in ihrer Freizeit ideell und materiell für den Ausbau und die Entwicklung der Zoolandschaft und der Fördervereine engagieren und dieser Einsatz auch öffentlich gewürdigt  bzw. einem breiten Publikum bekannt gemacht wird.

Die Plakate mit dem Zootier des Jahres, dem stark bedrohten Gibbon, waren am Montag rasch vergriffen. Auch die GDZ-Postkarten für den Artenschutz wurden gern mitgenommen, wobei Besucher Interesse hatten, mehr über die bedrohten Tierarten zu erfahren. Und natürlich griffen Zoogäste auch gern Flyern zur Arbeit der GDZ und des Vereins der Zoofreunde.

Der Pfingstmontag war im Zoo Hoyerswerda vor allen Dingen ein Tag für Familien. Die Gäste ließen sich dabei auch nicht vom Nieselregen zur Mittagszeit abhalten.

Danke für das Interesse und vielleicht trifft man sich demnächst wieder, bei der ehrenamtlichen Arbeit im Sinne der GDZ und des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda. Den Internationalen Tag der Zooförderer gibt es seit 2018, jeweils am Pfingstmontag.  



Es ist was los in den "Kinderstuben"


8. Juni 2019: Tierisch viel Nachwuchs können Besucher derzeit im Zoo Hoyerswerda entdecken. Ob pelzig oder gefiedert: Bei mehreren Arten sind Jungtiere zu bestaunen.  

 

Kleiner Igeltanrek

Besonders niedlich sind die kleinen Igeltanreks im Tropenhaus. Gemeinsam mit Mama und Papa leben die fünf stacheligen Gesellen in einem der Terrarien. Noch bleiben sie am liebsten in der Nähe ihrer Eltern, aber schon bald geht es zwischen Baumrinden und Pflanzen auf Entdeckungstour. Zwei der fünf jungen Kängurus haben ihr Gehege hingegen schon erobert. Munter hopst der Nachwuchs in der ausgefallenen WG zwischen den sieben ausgewachsenen Benettkängurus und Europas zahmster Emu-Dame Hilde umher.

 

Ganz besonders freut sich der Zoo Hoyerswerda auch über vierfachen Nachwuchs bei den Steinkäuzen. Bereits im Herbst 2018 war es Zooleiter Eugène Bruins in Kooperation mit einem Auswilderungsprojekt im Harz gelungen, einen jungen Steinkauz in die freie Natur zu entlassen. Auch die vier kleinen Käuze sollen ausgewildert werden, sobald sie groß genug sind. Noch mehr gefiederten Nachwuchs gibt es bei den Mandschurenkranichen. Das Federkleid der beiden Vögel, die im April geschlüpft sind, ist noch braun. Aber die zwei sind schon kräftig gewachsen und stolzieren neben ihren eleganten Eltern in der Anlage umher. So farbenprächtig wie die Elterntiere werden auch die vier frisch geschlüpften Küken der Rotohrbülbüls einmal sein, die im Tropenhaus leben. Zum ersten Mal gab es in diesem Frühjahr Nachwuchs bei den Kolkraben, die neu im Zoo sind. Das letzte Jungtier ist noch bis zum 12. Juni in seiner Voliere zu beobachten und wird danach abgegeben. Die verschiedenen Küken mit ihrem ganz unterschiedlichen Gefieder, die derzeit im Hühnerhof scharren und picken, sind dagegen noch etwas länger zu sehen.

 

Absolute Lieblinge sind zur Zeit die beiden Zicklein, die gemeinsam mit den anderen Zwergziegen im Streichelgehege herumtoben. Tierisch süß sind auch die Mini-Lämmer der kleinsten Schafrasse der Welt: Gleich dreimal gab es in diesem Jahr Nachwuchs bei den Ouessantschafen. Die fünf jungen Felsenhörnchen klettern ebenfalls munter durch ihr Gehege und bei den Schönhörnchen gibt es noch ein Jungtier zu entdecken. Die anderen beiden haben bereits ein neues Zuhause gefunden. Affenstarker Nachwuchs hat sich auch bei den Kaiserschnurrbarttamarinen und Totenkopfaffen eingestellt. Zwei Jungtiere der letzteren Affenart sind bereits über das Zuchtprogramm in einen Zoo in Frankreich umgezogen. Erst wenige Tage alt ist ein kleiner Steinbock und ein weiteres Jungtier wird bei dieser Art in Kürze noch erwartet.

 

Am zahlreichsten ist auch in diesem Jahr der Nachwuchs bei den Riesenlaubfröschen vertreten. Im Tropenhaus tummeln sich noch viele Kaulquappen und mehr als 200 Stück wurden dieses Jahr bereits abgegeben. Allein von 2017 bis 2019 haben mehr als 600 Laubfrösche aus dem Zoo Hoyerswerda ein neues Zuhause gefunden, unter anderem in den Zoos in Berlin, Leipzig, Dresden, Stuttgart, Neuwied, Hamburg, Frankfurt und Antwerpen.

 

Auch wenn der Zoo Hoyerswerda sich in diesem Jahr über tierisch viel Nachwuchs freuen kann: Bei den Hornvögeln hofft das Team noch. Das Hornvogel-Weibchen hat sich schon vor mehreren Wochen eingemauert und wird seither von ihrem Männchen versorgt. Das erwartete Jungtier soll später an den Vogelpark Marlow gehen.


 

 

 

 

Nachwuchs bei den Steinkauzen


Viele haben geholfen

13. April 2019:
Beim Frühjahrsputz am 13. April haben 45 Mitglieder bzw. Freunde des Zoos kräftig zugepackt und für die Verschönerung des Areals gesorgt. Die Arbeiten begannen bereits gegen 9 Uhr. Zuvor zeigte sich das Wetter gar nicht so frühlingshaft, sogar ein paar Schneeflocken waren gefallen. 

Vor allem fällt die Aktion der Initiative Stadtwunder ins Auge, die rund 650 Ostereier aufhängte bzw. Osterdekorationen aufstellte, einige davon wurden noch mit zusätzlichen Handarbeiten verziert. Und umhäkelte Ostereier können auch bestaunt werden. Ein toller Schmuck für unseren Zoo.

Der Vorsitzende des Vereins der Zoofreunde, Karsten Bormann, und der Zoologische Leiter Eugène Bruins lobten den Arbeitseifer der Beteiligten am Sonnabendvormittag ausdrücklich. So wurde die ehemalige Kamelanlage gesäubert. Damit sind wesentliche Vorarbeiten für das nächste Bildhauersymposium geschaffen, das für den Juni geplant ist. Außerdem wurden im Bereich der Känguru-Anlage das Areal am Außenzaun von Laub, aber auch von Unrat gesäubert, der offenbar von Unvernünftigen über den Zaun geworfen wird. Dort kamen etliche Flaschen, aber auch Verpackungen aus Plaste zum Vorschein. Auf dem Mara-Gehege neben dem Teich war schubkarrenweise Erde zu bewegen, um Höhenunterschiede auszugleichen und für einen besseren Wasserabfluss zu sorgen. Gestrichen wurden Teile des Außenzauns an der Straße Am Haag. Kraft benötigten die Männer, die sich um das Pflanzen von drei Bäumen kümmerten. Dazu gehört die Flatter-Ulme, der Baum des Jahres 2019. Er hat seinen Standplatz auf der Zebraanlage bekommen. 

Eugène Bruins wies die Teilnehmer auf die Jungtiere hin, die derzeit im Zoo in verschiedenen Gehegen zu entdecken sind, nicht allein bei den Kängurus, sondern auch bei den Kolkraben und den Schafen zum Beispiel. Zu dem größten Vorhaben im 60. Jahr des Bestehens des Zoos, den Bau einer neuen Leopardenanlage informierte er, dass auf die  Baugenehmigung gewartet wird. Zudem äußerte er erneut seine Anerkennung für den großartigen Einsatz beim Herbstputz, als tausende Blumenzwiebeln gesetzt wurden.  Derzeit können Narzissen am Bärengehege und Tulpen am Domizil der Flamingos bestaunt werden.

Der Termin für den Herbstputz 2019, bei dem wieder viele fleißige Helfer werden, ist für den 2. November, den ersten Sonnabend in dem Monat, angekündigt. Der Verein der Zoofreunde bittet, sich dieses Datum bereits vorzumerken. Aber zuvor gibt es im Zoo etliche andere Veranstaltungen und es ist immer etwas zu entdecken. Das Motto lautet: Ein Besuch lohnt immer.     


Früjahrsputz 2019



 

 

 


"Geburtstagsgeschenk" für den Zoo


4. April 2019: Der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda hat am 

3. April in seiner Mitgliederversammlung im Schloss entschieden, zwei Vorhaben des Zoos mit insgesamt 60 000 Euro zu unterstützen. Alle Anwesenden stimmten dafür, dass für den Neubau der Leopardenanlage im Zoo und für die Umgestaltung der Pinguinanlage diese fünfstellige Summe zur Verfügung gestellt wird.

 

 

 

Vorsitzender Karsten Bormann während des Rechenschaftsberichts

Damit leistet der Förderverein im 60.Jahr des Bestehens der zoologischen Einrichtung einen weiteren großen Beitrag für deren Entwicklung. Darauf hatte Vorsitzender Karsten Bormann auch im Rechenschaftsbericht des Vorstands hingewiesen. Er erinnerte neben anderem an die Bären- sowie die Erdmännchenanlage. "Sie sind gute Beispiele unserer erfolgreichen Arbeit, die es weiterzuführen gilt." Daneben wird der Zoo auch auf andere Weise unterstützt, etwa durch den Frühjahrsputz des Vereins, der am 13. April um 9 Uhr beginnen soll.


Der zoologische Leiter Eugène Bruins hatte in der Jahresmitgliederversammlung die beiden Großprojekte ausführlich erläutert und um Zustimmung gebeten. Vorgesehen ist, dass sowohl die Leopardenanlage als auch der Umbau des Pinguingeheges in diesem Jahr erfolgen. Der Zoo sprach am Donnerstag aus Anlass der Entscheidung des Fördervereins von "einem großartigen Geburtstagsgeschenk"  zum 60-jährigen Bestehen des Zoos. 


Im 27. Jahr des Bestehens des Vereins werden finanziell und Personell unterstützt der Frühjahrsputz, der Stadtkindertag, das Tiergartenfest, die Halloween-Nachtführung, der Herbstputz und die Weihnachtsführung. 


Auszüge aus dem Rechenschaftsbericht stehen unter der Rubrik "Mitgliederversammlungen"  



Zoobesucher unterstützen Naturschutzstation 

 

8. März 2019: Mit einer Spende in Höhe von fast 1 900 Euro haben die Besucher des Zoos Hoyerswerda die Arbeit der Naturschutzstation Neschwitz unterstützt. Das Geld war letztes Jahr im Spendenkegel des Tropenhauses gesammelt worden. Zooleiter Eugène Bruins übergab am Donnerstag, 7. März 2019, offiziell den Spendenscheck an Vereinschefin Angelika Schröter. Der Verein engagiert sich vornehmlich für den Erhalt und Schutz seltener Arten, die in der Lausitz heimisch sind. 

 

"Wir freuen uns sehr, dass so viele Zoobesucher die Naturschutzstation großzügig unterstützt haben, denn der Arten- und Naturschutz in der Region liegen uns sehr am Herzen", betont Eugène Bruins. Der Zoo Hoyerswerda beteiligt sich an verschiedenen Projekten rund um den Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten und kooperiert seit mehreren Jahren mit dem Neschwitzer Verein. Unterstützend zur Seite steht der Zoo Hoyerswerda der Naturschutzstation auch bei dem jährlich stattfindenden Amphibiencamp Ende April. Zooleiter Eugène Bruins wird im Rahmen des Camps am 25. April einen Vortag mit anschließender Führung zu Amphibien und Reptilien halten. Interessierte Kinder im Alter von acht Jahren können sich gern bei dem Verein melden. Weitere Informationen dazu unter www.naturschutz-neschwitz.org

 

 

 

 

 

Mit Hilfe der Spenden aus dem Jahr 2017 konnten bereits alle Vogelvolieren der Station wieder instand gesetzt werden. Auch das diesjährige Geld will die Naturschutzstation eigenen Angaben zufolge wieder für die Betreuung und Aufwendungen der Wildvogelpflegestation verwenden. Dort werden in jedem Jahr etwa 100 verletzte oder geschwächte Vögel wie Mäusebussard, Mauersegler, Rauch- und Mehlschwalbe, Amsel, Turmfalke, Sperling, Saat- und Nebelkrähe, Storch und Graureiher aufgenommen. In der Wildvogelpflegestation werden die Tiere betreut und nach ihrer Genesung wieder ausgewildert.


Der Verein engagiert sich zusätzlich stark für den Schutz heimischer Amphibien. Insgesamt zehn Kilometer Amphibienschutzzaun an 25 Stellen sind in diesem Jahr schon an stark befahrenen Straßen angebracht worden. Allein im letzten Jahr konnten so bei den jährlichen Amphibienwanderungen in der Region 35 000 Tiere über die Straße gesetzt werden.




Rekord-Besucherzahl

 

6. Februar 2019: Zoo & Schloss Hoyerswerda haben im Jahr 2018 ein starkes Besucherplus verzeichnet. Insgesamt konnten 125 629 Besucher begrüßt werden. Das ist das beste Ergebnis seit dem Zoo & Schloss unter der Regie der Zoo, Kultur & Bildung Hoyerswerda gGmbH stehen. Im Vergleich zum Jahr 2017 stieg die Besucherzahl um rund 20 Prozent. Der wichtigste Grund für den deutlichen Zuwachs ist, dass vor allem das Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda, aber auch der Zoo weiter deutlich an Attraktivität gewonnen haben.

 

Seit 2018 erstrahlt das Schloss nach umfangreichen Investitionen sowohl außen als auch innen in neuem Glanz. Mit dem komplett neugestalteten „LehrReich“ konnte im Juni ein weiterer Teil der ständigen Ausstellung im Stadtmuseum eröffnet werden. Zusammen mit dem „ErlebnisReich“, das 2016 eingeweiht wurde, bietet das Schloss nun zwei moderne und interaktive Dauerausstellungen, die spannende Zeitreisen durch die Vergangenheit erlauben. Damit ist es dem Stadtmuseum gelungen, auch neue Besuchergruppen für das Erlebnis Geschichte zu begeistern. Außerdem lockte das Schloss 2018 mit sechs Sonderausstellungen – darunter auch die Ausstellung „75 x Hoyerswerda“, die anhand von 75 ausgewählten Objekten durch 750 Jahre Stadtgeschichte führt. Im vergangenen Jahr konnten zudem die umfangreichen Sanierungsarbeiten am Schloss erfolgreich abgeschlossen werden. So wurden die Standsicherheit des ältesten Gebäudes von Hoyerswerda aufwendig verbessert und zudem die Fassade erneuert und nahezu alle Fenster modernisiert. Mit der Sanierung der kleinen Brücke über den Schlossgraben wurde außerdem die Verbindung zwischen Schloss und Zoo verbessert. Denn Dank der Neugestaltung kann die Brücke jetzt auch von Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, leichter passiert werden.

 

Auch der Zoo Hoyerswerda hat durch neue Anlagen wie das Tundra-Gehege für die Schneeeulen und das großzügige Areal für die Kamele, Lamas und Esel weiter an Attraktivität gewonnen. Besonders viele Besucher aus nah und fern kamen, um sich den Nachwuchs bei den Kubakrokodilen anzuschauen und Faultier Carlo als neuen Bewohner im Tropenhaus zu entdecken. Großveranstaltungen, wie „Historica – Mittelalter trifft Barock“, der Stadtkindertag, das Tiergartenfest und Halloween erwiesen sich als Besuchermagnete. Hinzu kam das außergewöhnlich gute Wetter. Die vielen Sonnentage von April bis weit in den Herbst hinein lockten viele Gäste ins Freie und machten Lust auf einen Bummel durch Zoo und Schloss.

  

Im Jubiläumsjahr 2019, in dem der Zoo sein 60-jähriges Bestehen feiert, können sich Besucher auf neue Anziehungspunkte in Zoo und Schloss freuen. So wird unter anderem die neue Anlage für die China Leoparden San und BaoBao eingeweiht. Eine der nächsten Sonderausstellungen im Schloss zeigt den Wandel des Zoos in den vergangenen sechs Jahrzehnten und gibt spannende Einblicke in Leben und Werk von Gründervater Günter Peters und dem Initiator der Bildhauersymposien Jürgen von Woyski. Einer der Höhepunkte des Jahres wird das zwölfte Bildhauersymposium, das vom 20. Juni bis 1. Juli mit internationalen Künstlern im Schloss & Zoo Hoyerswerda stattfindet.  




Das große Zählen im Zoo Hoyerswerda


24. Januar 2019: Der Zoo Hoyerswerda blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurück. Bei ihrem Bummel durch die Zoo-Welt können Besucher aktuell 938 Tiere in 129 Arten erleben. Das hat die diesjährige Inventur ergeben, bei der die Mitarbeiter in den vergangenen Wochen alle Zoobewohner unter die Lupe genommen und statistisch erfasst haben.

 

Im Vergleich zum Jahr 2017 gibt es deutlich mehr Arten im Zoo Hoyerswerda zu entdecken. „Vor allem drei neue Vogelarten und vier neue Säugetierarten machen Eindruck“, sagt Eugène Bruins. Neben Faultier Carlo sind die Gürteltiere Günther und sein neues Weibchen Gwendolyn sowie ein Nachtsalmler und ein Schillersalmler im Tropenhaus eingezogen. In der Halle gibt es seit Dezember auch Blaue Riesenskorpione zu sehen und bereits seit dem Frühjahr fliegen Purpurtangare, Dreifarbenglanzstare und Rotohrbülbüls frei herum. Die Anzahl der Fischarten schwankt noch, da nach Arten gesucht wird, die optimal zur WG mit den Jesus-Echsen und Stechrochen im Amazonasbecken passen.

Im vergangenen Jahr sind weiterhin vier Pfauen im Zoo eingezogen, die ab diesem Jahr frei herumlaufen werden. Ein neues Jemenchamäleon ist heute im Frosch-Terrarium eingesetzt worden. Der jüngste Neuzugang ist eine komplett neue Art. Worum es sich handelt, ist bislang geheim, wird aber in Kürze öffentlich vorgestellt. Das neue Außengehege ist fast fertig.

 

Sehr erfolgreich war wieder die Zucht in 2018 mit etwa 20 Arten. Für Schlagzeilen hat im Sommer der krokotastische Nachwuchs bei den Kubakrokodilen gesorgt. Nachzuchten gab es ebenso bei den Sinaloa Milchschlangen (4), Königspythons (4), Stirnlappenbasilisken (7), Mandschurenkranichen (2), Steinböcken (2), Kaiserschnurrbarttamarine (3), Totenkopfäffchen (3), Schönhörnchen (8), Erdmännchen (4), Bankivahühner (6), Pfauen (2), Steinkauz (1), Igeltanreks (6), Maras (2), Riesenlaubfrösche (sehr viele), Ouessantschafen (3) und Hühnern.  


Viele der Nachzuchten bereichern nun andere Zoos. So wurden beispielsweise sieben Bankivahühner und fünf Schönhörnchen in andere Zoos abgegeben. „Unsere Nachzuchten leben jetzt in Deutschland, Frankreich, der Schweiz, der Slowakei, den Niederlanden und Dänemark“, sagt Eugène Bruins.

 

Damit der Zoo auch 2019 weiter erfolgreich züchten kann, gab es für einige Tiere neue Partner. So kam im Sommer China Leoparden-Weibchen BaoBao aus Paris als Partnerin für Männchen San nach Hoyerswerda. Bei den Servalen und Springtamarinen sind jeweils ein neues Weibchen, bei den Schneeeulen und Kängurus jeweils ein neues Männchen hinzugekommen. Neu im Zoo sind ebenfalls ein Haubenkapuzineraffe, der aus dem Tierpark Aschersleben kam und jetzt mit den zwei Weibchen zusammenlebt. Außerdem wurden aus dem Zoo Leipzig etwa 100 Amazonasfische aufgefangen, da das dortige Aquarium renoviert wird. Neu sind ebenso zwei Nashornleguane und ein Pelikan.

 

 

 

 

Inventur im Zoo


 

Im Vergleich zum Jahr 2017 ging die Anzahl der Individuen um 110 zurück. „Das hat vor allem damit zu tun, dass die Anzahl der Garnelen und der Riesenlaubfrösche reduziert wurde“, erklärt Zooleiter Eugène Bruins.

 

Leider gab es 2018 auch einige Abgänge zu verzeichnen. So betrauert der Zoo den Verlust der Pinguin-Gruppe. Die beiden letzten Pinguine sind im Januar verstorben. Im Aquaterrarium haben die Jesusechsen gelernt, ganz effektiv kleine Fische aus dem Wasser zu tauchen und zu fressen. Daher sollen dort künftig größere Fischarten eingesetzt werden, und Arten, die näher am Boden leben. So wurden am heutigen Donnerstag 50 Schwarze Neons und 25 Kirschflecksalmler ins Aquarium gesetzt - zwei relativ kleine Arten, die gut überleben, da sie nah am Boden leben.

 

Zu den besonderen Freuden gehörten die neuen Gehege, die 2018 eingeweiht werden konnten. Los ging es mit der Tundra-Voliere für die Schneeeulen. Kamele und Lama bekamen eine neue Anlage mit Stall und Lama-Badewanne. Im Tropenhaus wurde ein Lebensraum für Faultiere geschaffen. „Nicht nur Carlo, sondern auch die neuen Vögel, fühlen sich dort wohl“, sagt Eugène Bruins. Am Tropenhaus ist ein Gehege für die Hornvögel übernetzt worden. Die Bauarbeiten für die neue Leopardenanlage, die dank vieler Spenden errichtet werden kann, haben begonnen. Mittlerweile ist das alte Löwengehege abgerissen worden und sobald das Wetter es zulässt, wird gebaut.

 

Für den Naturschutz hat sich der Zoo Hoyerswerda auch im vergangenen Jahr stark gemacht. So kann die Naturschutzstation Neschwitz wieder mit einer Spende unterstützt werden und auch an einem  Projekt für gefährdete Wildkamele in der Mongolei hat sich der Zoo beteiligt. Die Erlöse des Pinguinaktionstags kamen einer Initiative für Humboldtpinguine in Chile zu gute. Außerdem konnte erstmals ein Steinkauz-Jungtier, das in Hoyerswerda geboren wurde, im Harz ausgewildert werden.

 


Bronze-Förderer für Zootier des Jahres 


19. Januar 2019: Der Zoo Hoyerswerda unterstützt die Initiative „Zootier des Jahres 2019“ als Bronze-Förderer. Die Spende in Höhe von 500 Euro stammt aus dem Naturschutz-Spendentrichter im Tropenhaus. Diesmal ist der Gibbon von der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) zum „Zootier des Jahres“ ernannt worden. 

 

 

Den Angaben zufolge gelten Gibbons als die bedrohtesten Menschenaffen der Welt. „In China sind allein in den vergangenen 20 Jahren zwei Arten für immer verschwunden, vom Menschen vollständig ausgerottet“, sagt Dr. Sven Hammer von der ZGAP in einer Mitteilung. „Dieses Schicksal wollen wir den verbleibenden Gibbonarten unbedingt ersparen.“ Ziel der Kampagne sei es deshalb, mehr Aufmerksamkeit auf die sogenannten kleinen Menschenaffen zu lenken und die Erhaltungszuchtbemühungen der Zoologischen Gärten sowie die Schutzprojekte in den südostasiatischen Ursprungsländern zu unterstützen. Mit dem Geld, das durch die Artenschutzkampagne gesammelt wird, sollen das Schutzgebiet Nakai-Nam Theun in Laos, in dem Weißwangen-Schopfgibbons leben, sowie das Projekt Kon Plong in Vietnam, zum Schutz von Gelbwangen-Schopfgibbons, unterstützt werden. Weitere Informationen zur Kampagne gibt es im Internet unter www.zootierdesjahres.de.

 

Der Zoo Hoyerswerda unterstützt die Initiative „Zootier des Jahres“ seit längerer Zeit. Im Jahr 2017 war die Einrichtung bereits Bronze-Förderer der Kampagne, bei der damals der Schutz von Rotsteißkakadus und Gelbwangenkakadus im Fokus standen. Zwei Vertreter des aktuellen „Zootier des Jahres“ können Besucher in Hoyerswerda erleben. Die Weißhandgibbons Stevie, der 1993 in Saarbrücken geboren wurde, und die 20-jährige Gipsy turnen munter durch ihr Gehege und sind mit ihrem lauten Rufen und Gesang weit über die Grenzen des Zoos hinaus hörbar. Bereits seit Anfang der 80er-Jahre sind Gibbons auf dem Areal zu Hause. Neben den Weißhand-Gibbons lebten in den 80ern auch zwei Schopfgibbons im Zoo Hoyerswerda.  



Schildkrötenhaus saniert

17. Januar 2019:  Die Schildkröten im Zoo Hoyerswerda können pünktlich zum Jahresanfang in ihr renoviertes Zuhause einziehen. Mit Unterstützung durch regionale Firmen wurde das Schildkrötenhaus in den vergangenen Monaten aufwändig energetisch saniert.


Energisch und schneller als man denkt, liefen die vier Schildkröten des Hoyerswerdaer Zoos in den sanierten Bereich. Natürlich lockte auch das vielfältige Einweihungsmenü in Form einer sechzig. Denn der Zoo Hoyerswerda feiert dieses Jahr sein 60-jähriges Jubiläum. Nach der ausgiebigen Mahlzeit erkundeten die Schildkröten ihr neues altes Zuhause.Schwerpunkt der Sanierung bildete der Einbau einer neuen Be- und Entlüftungsanlage, die für einen optimalen und kontrollierten Luftaustausch im Gebäude sorgt. Im Zuge der Arbeiten ist außerdem das Dach gedämmt sowie abgedichtet worden, die Wände wurden erneuert und Fenster ausgetauscht.  Eine Zoo-Mitarbeiterin hat zudem eine Galápagos-Landschaft auf die Wände gezaubert.

 

Die gepanzerten Tiere bevorzugen kuschelig warme 28 bis 29 Grad in ihrem Gehege. Durch die Sanierungsmaßnahmen, die zu 48,4 % mit Fördermitteln durch das Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst sowie den Kulturraum realisiert wurden, kann der Zoo nun künftig deutlich Energiekosten einsparen. Die Kosten für die Sanierung des Gebäudes belaufen sich auf rund 40.000 Euro.

 

Im Schildkrötenhaus gleich am Eingang des Zoos sind zum einen Bert und Jolante zu Hause. Sie sind das einzige Galápagos-Riesenschildkrötenpaar in Deutschland. Die gefährdeten Galápagos-Riesenschildkröten können bis zu 300 Kilogramm schwer und 170 Jahre alt werden. Außerdem leben im Gehege mehrere Spornschildkröten. Sie verdanken ihren Namen den Spornen an den Oberschenkeln der Hinterbeine, werden mehr als 70 Jahre alt und bringen über 80 Kilogramm auf die Waage.

 

Für eine bessere Belüftung und deutlich geringere Energiekosten wurde auch im Flamingohaus gesorgt. Dort verbringen die Vögel zum Schutz vor Raubtieren die Nächte. Während der kalten Jahreszeit sind neben den Flamingos auch die Pelikane und andere Wasservögel untergebracht. Durch das Wasser und die Wärme herrschte im Haus eine hohe Luftfeuchtigkeit und eine starke Geruchslage. Dank der neuen Lüftungsanlage wird das Gebäude nun optimal durchlüftet und Besucher können die Vögel auch im Winter besser sehen, weil die Scheiben nicht mehr so stark beschlagen. Die Rosa-Flamingos am Schlossgraben gehören zu den Stamm-Bewohnern des Zoos Hoyerswerda. Sechs der Vögel leben schon seit Anfang der 1980er-Jahre auf der Anlage und sind damit die Tiere, die am längsten im Zoo zu Hause sind.



 

 

 

 


Mütter werden getötet

Gibbon ist Zootier des Jahres 2019


17. Januar 2019: Sie spielen neben Gorillas, Schimpansen & Co. in der Öffentlichkeit nur eine kleine Rolle, dabei sind Gibbons genauso bedroht wie ihre größeren Verwandten. Weil ihre Wälder großflächig zerstört werden, weil die Gibbonmütter getötet werden, damit ihr Nachwuchs auf dubiosen Heimtiermärkten verkauft wird und weil sie gelegentlich sogar gegessen werden, sind alle der rund 20 Arten als „bedroht“ bzw. „gefährdet“ eingestuft. Um mehr Aufmerksamkeit auf die sogenannten kleinen Menschenaffen zu lenken, hat die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP) den Gibbon zum „Zootier des Jahres 2019“ gewählt. „In China sind allein in den vergangenen 20 Jahren zwei Arten für immer verschwunden, vom Menschen vollständig ausgerottet“, sagt Dr. Sven Hammer von der ZGAP. „Dieses Schicksal wollen wir den verbleibenden Gibbonarten unbedingt ersparen.“

 

Kräfte bündeln


Ziel der Kampagne ist es, die koordinierten Erhaltungszuchtbemühungen der Zoologischen Gärten und die Schutzprojekte in den südostasiatischen Ursprungsländern zu unterstützen. Dazu sammeln die beteiligten Partner Gelder, um mit konkreten Maßnahmen zum Erhalt der Gibbons beizutragen. Neben der federführenden Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP) arbeiten die Einrichtungen und Mitglieder der Deutschen Tierpark-Gesellschaft e.V. (DTG), des Verbandes der Zoologischen Gärten e.V. (VdZ) und der Gemeinschaft der Zooförderer e.V. (GdZ) eng zusammen. „Wir wollen unsere Kräfte bündeln, um möglichst viel bewirken zu können“, sagt Viktoria Michel, Projektkoordinatorin der „Zootier des Jahres“- Artenschutzkampagne. „Dazu haben wir zwei Projekte ausgewählt, die mit den gesammelten Mitteln den Schutz der Gibbons noch effektiver durchführen können.“

 

Nakai-Nam Theun, Laos - Weißwangen-Schopfgibbons


In Laos ist das Schutzgebiet Nakai-Nam Theun mit 3.500 Quadratkilometern Fläche eines der letzten großen zusammenhängenden Waldgebiete in Südost-Asien. Es beherbergt zahlreiche endemische und stark bedrohte Arten. Hier leben der Nördliche (Nomascus leucogenys) und der Südliche Weißwangen-Schopfgibbons (Nomascus siki). „Project Anoulak“ bietet Hilfe für die seltenen Tierarten in Laos. Um die Wilderei zu reduzieren, patrouillieren in sorgsam ausgewählten Bereichen 24 ausgebildete Ranger durch den Wald, die durch die lokale Regierungsbehörde unterstützt werden.

 

Kon Plong, Vietnam – Gelbwangen-Schopfgibbons


In Zentralvietnam leben noch etwa 800 der bedrohten Nördlichen Gelbwangen-Schopfgibbons (Nomascus annamensis). Hier ist es das Ziel, den Lebensraum der Gibbons großflächig unter Schutz zu stellen und so ein Überleben dieser Art dauerhaft zu sichern. Deshalb sollen zwei bestehende Schutzgebiete miteinander verbunden werden und ein weiteres großes und bislang weitgehend unerforschtes Waldgebiet angefügt werden. Als Ergebnis soll ein Gibbon-Schutzgebiet von über 120.000 Hektar Fläche entstehen.

 

 

 

 

 

 


Da wird im Frühjahr was blühen


4. November 2018: Er hätte nicht gedacht, dass es tatsächlich geschafft wird, sagt der Zoologische Leiter Eugène Bruins. Doch da hat er den Arbeitseifer von Mitgliedern des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda und Freunden des Zoos etwas unterschätzt. Sie pflanzen während des Herbstputzes am 3. November sage und schreibe 25 000 Blumenzwiebeln, Krokusse, Tulpen, Narzissen, Blausternchen, Hyazinthen und mehr kommen in den Boden. Bis zum Mittag ist das geschafft. Alle Beteiligten freuen sich riesig, vor allem Eugène Bruins, der sich wie der Verein der Zoofreunde begeistert bei den Freiwilligen bedankt. 


Und das war ja nicht die einzige Aufgabe, die an diesem Tag erfüllt werden musste, den auch dem Laub wurde zu Leibe gerückt und ein weiterer Beitrag zur Verschönerung des Zoos geleistet. Jetzt sind natürlich alle Beteiligten gespannt, in welcher Blütenpracht sich der Zoo im kommenden Frühjahr zeigen wird. Bei 25 000 Zwiebeln, die vom Verein der Zoofreunde Hoyerswerda bezahlt wurden, darf da einiges erwartet werden.


Gestartet wurde der Arbeitseinsatz gegen 9 Uhr. Vereinsvorsitzender Karsten Bormann und Eugène Bruins freuten sich über die tolle Beteiligung. 65 Leute fanden sich dazu ein. Das ist ein neuer Rekord bei den vom Verein und Zoo gemeinsam organisierten Putzaktionen. 


Eugène Bruins wartete noch mit zwei frischen Informationen auf. Zum einen bestehen gute Aussichten, das Faultier Carlo im nächsten Frühjahr eine Partnerin bekommt.  Zum anderen war die  Crowdfundingaktion des Zoos zum Neubau der Leopardenanlage erfolgreich, so dass dieses Projekt verwirklicht werden kann. Weitere Spenden sind natürlich willkommen.


Nach dem Imbiss am Sambesi lud Eugène Bruins die freiwilligen Helfer noch zu einer kleinen Führung in das Tropenhaus ein. Dort fütterte er Faultier Carlo und präsentierte eins der jungen Kuba-Krokodile.



Herbstputz 2018




Bei Freunden zu Gast


7. Oktober: Der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda war bei der 17. Tagung der Europäischen Zooförderer in Innsbruck vertreten. Hauptthema der Zusammenkunft, an der Vertreter von 23 europäischen Zoofördervereinen, aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Estland, teilnahmen, war die Frage: Welche Zukunft hat das Ehrenamt in den zoologischen Fördervereinen? In Fachvorträgen, Diskussionsrunden  und Workshops wurden Erfahrungen ausgetauscht und Ideen entwickelt, die auch in die Arbeit des Hoyerswerdaer Vereins einfließen werden. Der Vorstand wird sich dazu in seiner Sitzung am kommenden Montag verständigen. 


Zu den Gastgebern der Tagung, den Freunden des Alpenzoos, haben die Hoyerswerdaer Zoofreunde eine besondere Bindung. Denn die Innsbrucker haben mit ihren Erfahrungen ermöglicht, dass sich 1991 der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda gründen konnte.


Zu den Attraktionen des Alpenzoos Innsbruck, der ausschließlich Tiere aus der Alpenregion präsentiert, gehört der Waldrapp. Der Zoo kämpft für den Schutz der letzten wildlebenden Tiere der Familie der Ibisvögel und unterstützt Forschungsprojekte zur Wiederansiedlung.     

Familie Waldrapp im Zoo Innsbruck

 

 

 

 


Erlaubnis für Leoparden-Zucht


5. Oktober 2018: Der Zoo Hoyerswerda hat die Zuchtempfehlung für China-Leoparden erhalten. Hoyerswerda ist damit 2019 einer von nur zwei europäischen Zoos, die Nachwuchs bei dieser Art züchten dürfen.


Die Empfehlung kam von dem zuständigen Zuchtbuchkoordinator des European Endangered Species Programm (EEP), in dem der Zoo Hoyerswerda mitwirkt. Über dieses europäische Zuchterhaltungsprogramm war bereits mit China Leoparden-Weibchen Baobao eine geeignete Partnerin für das Männchen San gefunden worden. Im Sommer dieses Jahres kam Baobao aus Paris nach Hoyerswerda. „Natürlich ist so eine Partnervermittlung via Internet nicht ganz so einfach und es bedarf etwas Zeit, ehe ein passendes Weibchen gefunden ist. Der Zuchtbuchkoordinator stellt das Pärchen nur anhand der genetischen Daten, die im Zuchtbuch eingetragen sind, zusammen, ohne die Tiere sehen zu können. Dabei muss er darauf achten, ob die Tiere miteinander verwandt sind und ob die Chemie zwischen beiden stimmen könnte“, erklärt Zooleiter Eugène Bruins.

 

Mit San und Baobao hat der Zoo Hoyerswerda nun ein Pärchen und darf im kommenden Jahr auf Nachwuchs hoffen. „Es gibt in europäischen Zoos nicht unendlich viel Platz für Leopardenwelpen. Der Zuchtbuchkoordinator guckt, wieviel Platz da ist, welchen Bedarf es gibt und welche Pärchen dann am besten für Nachzucht sorgen sollen, sodass die Gruppe China Leoparden in Europa genetisch gesund bleibt“, sagt Eugène Bruins.

 

Um die Lebensbedingungen für das frisch verliebte China Leoparden-Pärchen in Hoyerswerda so optimal wie möglich zu gestalten, baut der Zoo demnächst ein neues Gehege für Baobao und San. Die Gesamtkosten für die moderne, rund 200 Quadratmeter große Leopardenanlage belaufen sich auf etwa 165.000 Euro. Unterstützer, Freunde und Besucher können den Neubau über die Crowdfundingaktion auf www.99Funken.de unterstützen. Als Dankeschön können sich die Sponsoren beispielsweise über ein privates Candle-Light-Dinner am Zooteich oder einen Erlebnistag im Traumjob Tierpfleger freuen. Schon ab einem Betrag von 10 Euro gibt es eine Prämie. Der erste Spender, der sich mit 2222 Euro an der Aktion beteiligt, erhält das exklusive Recht, dem ersten Nachwuchs von San und Baobao einen passenden Name zu geben.

Das Spendenziel der Kampagne beläuft sich auf mindestens 13.000 EUR. Alle Spender erhalten neben der versprochenen Prämie selbstverständlich eine Spendenbescheinigung.

 

 


"Carlo" hängt jetzt ab


11. September 2018: Faultier Carlo hängt ab sofort im Tropenhaus des Hoyerswerdaer Zoos ab. Das junge Zweifingerfaultier ist am 11. September offiziell in sein neues grünes Reich eingezogen.

Carlo wurde am 10. Juli 2017 im Zoo Krefeld geboren. Seine Mutter ist die Zweifinger-Faultierdame Trixi. In seinem bisherigen Zuhause fraß Carlo am liebsten gekochtes Gemüse. Das bekommt er natürlich auch im Hoyerswerdaer Zoo. Die Tierpfleger werden in den nächsten Tagen schauen, womit sie das Faultier noch verwöhnen können.

 

 

 

 

Faultier "Carlo"


In den vergangenen Wochen wurde das Tropenhaus bereits so umgestaltet, dass Carlo hoffentlich immer gut zu sehen ist. Zwischen den Grünpflanzen wurden gemütliche Baumhöhlen angebracht und an dicken Ästen sowie Tauen kann er durch sein neues Revier klettern.  


Faultiere stammen ursprünglich aus den tropischen Wäldern Südamerikas. Sie schlafen viel und bewegen sich sehr langsam. Carlo und seine Artgenossen ernähren sich rein pflanzlich und bevorzugen dabei Blätter sowie ab und zu auch Blüten und Früchte. Etwa einmal pro Woche verlassen Faultiere ihren Platz im Grünen, um am Boden ihr Geschäft zu erledigen.


Carlo ist nun das größte freilaufende Tier im Tropenhaus des Zoos. Das Füttern oder gar Anfassen ist dennoch nicht gestattet.


Bonus für Tierpaten


Der Zoo Hoyerswerda sucht noch einen Paten für Carlo. Mit einer solchen Patenschaft werden die optimalen Haltungsbedingungen unterstützt. Für echte Freunde gibt es natürlich auch einen Bonus: Der Zoo organisiert für den Paten ein Meet & Greet mit Carlo. Interessenten können sich in der Zooverwaltung Am Haag 20 in Hoyerswerda melden.



Überraschender Nachwuchs


3. September: Tierpfleger im Zoo Hoyerswerda haben gestaunt, als sie vor wenigen Tagen vier kleine Königspythons im Tropenhaus entdeckten. Der Nachwuchs ist für das Zooteam eine echte Überraschung, denn die Schlange hatte die Eier so gut versteckt, dass sie bis zum Schluss unentdeckt blieben. Die Tierpfleger hatten sich in den vergangenen Tagen nur über das ungewöhnliche Verhalten der Python gewundert. Diese hatte bei der Fütterung immer wieder aggressiv gezischt und sogar eine der Pflegerinnen leicht in die Hand gebissen. Jetzt ist das Rätsel gelöst: Die Schlange wollte nur ihren Nachwuchs beschützen.

Die vier Mini-Pythons erfreuen sich bester Gesundheit und sind inzwischen in ein eigenes Terrarium umgezogen.



Großer Wunsch zum 60.

 

Eugène Bruins berichtet beim Tiergartengfest über das Projekt.

3. September 2018: Im Zoo gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Eugène Bruins, Zoologischer Leiter, hat während des 40. Tiergartenfestes am 2. September, Neugier geweckt, sich genauer umzusehen. Als größte Veränderung nannte er den Umzug der Kamele, Lamas und Esel. Damit ist der Weg frei, dass ein Wunsch, den es schon viele Jahre gibt, sich erfüllen kann. Der Wirtschaftshof bekommt am Rande des Zoos einen neuen Standort. Und auf dem Areal des Wirtschaftshofes entsteht eine Afrika-Savanne. Das sind tolle Aussichten, die aber auch Unterstützung  erfordern. Darum ist der Zoo dankbar für jede finanzielle Hilfe.

Das gilt auch für das neueste Projekt. Es soll eine neue Leopardenanlage entstehen. Dort, wo einst die Löwen ihr Zuhause hatten, soll das Leopardenpärchen nicht allein leben, sondern auch für Nachwuchs sorgen.  Das sei für das internationale Zuchtprogramm für China-Leoparden super wichtig, erfuhren die Gäste. Darum läuft seit dem letzten August-Tag auf www.99Funken.de eine große Crowdfundingaktion, die sowohl dem Zoo hilft, zum 60. Jahr seines Bestehens, 2019, diesem Ziel näher zu kommen, sondern auch Spendern tolle Erlebnisse bescheren kann, wie wir vor wenigen Tagen auf unserer Facebook-Seite berichteten.

Wie fühlt sich das Fell eines Leoparden an? Eugène Bruins ermöglichte Tierparkfest-Besuchern, mal über ein Fell zu streichen. Außerdem war die Frage gestellt, wie viele Punkte ein Leopard hat?  Das ist ganz schön knifflig. Ein gutes Auge ist gefragt. Und - nur nicht verzählen.



Namen für Krokodil-Nachwuchs


2. September: Seit Sonntag, 2. September, haben die sechs jungen Krokodile im Zoo Hoyerswerda jeweils einen Namen. Die Entscheidung darüber hatte Karsten Bormann, Vorsitzender des Vereins der Zoofreunde, im wahrsten Sinne des Wortes in der Hand. Denn er zog, assistiert vom Zoologischen Leiter Eugène Bruins, aus den Namenvorschlägen, die beim Zoo für jedes kleine Kubakrokodil eingereicht worden waren, jeweils einen. Seitdem heißen die beiden "Mädchen" Jada und Shelly, die vier "Jungen" Yoko, Micky, Keto und Rudi. Viele Besucher nutzten die Möglichkeit, sich den Krokodil-Nachwuchs im Tropenhaus anzusehen. Dort hatte es, wie Eugène Bruins informierte, noch eine weitere Überraschung gegeben. Bei einer Königspython hat sich Nachwuchs eingestellt. Nun ist auch klar, warum die ansonsten zutrauliche Schlange eine Tierpflegerin biss, aber nicht ernsthaft verletzte, denn die Königspython verteidigte ihre Eier, erläuterte der Zoochef dem Publikum. 


Die Entscheidung über die Namen des Krokodilnachwuchses war einer der Programmpunkte beim 40. Tiergartenfest, das an dem ersten September-Sonntag gefeiert werden konnte. Als Stargäste wurden Michael Holm und Andreas Lück begrüßt und gefeiert. Sie schwelgten mit ihrem Publikum im Festzelt in so mancher musikalischen Erinnerung.

Auch die Natur sorgte an dem Tag für eine Besonderheit. Denn nach dem Regen standen nach Wochen wieder mal Pfützen auf Wegen im Zoo. So etwas war schon lange nicht zu sehen gewesen.

 

 

 

 

Tiergartenfest 2018


 

 

 

 

 

Munteres Erdmännchen-Trio

2. September 2018: Das Tropenhaus ist derzeit auch die Kinderstube für vier kleine farbige Sinaloa Milchschlangen. Die Babyschlangen sind der erste Nachwuchs dieser Art im Zoo Hoyerswerda und wurden am 21. August geboren. Die 28 Zentimeter langen Tiere schlüpften nach 60 Tage bei 28°C. Anders als bei den Krokodilen ist das Geschlecht noch nicht bekannt. Bei Schlangen wird das Geschlecht durch Chromosomen geregelt, fast wie bei Menschen.


Im Amazonasbecken im Tropenhaus gibt es ebenfalls Nachwuchs. Sieben kleine Jesus-Echsen wurden von den Tierpflegern zur Sicherheit in ein anderes Becken umgesetzt, damit sie nicht von den anderen Tieren im Aquaterrarium als Beute erlegt werden.

  

Bei den possierlichen Erdmännchen hopst auch wieder Nachwuchs durchs Gehege: Die drei wenige Wochen alten Jungtiere sind inzwischen immer öfter zusammen mit ihrer Familie im Freien zu sehen und erkunden die Anlage. Weitere Nachzuchten gibt es bei den Bankivahühnern und Pfauen. Ein im Zoo geborener Steinkauz wird in Kürze im Harz ausgewildert.


 

 


Gesucht Zeitzeugen und historische Fotos


5. Juli 2018: Im kommenden Jahr feiert der Zoo Hoyerswerda "Geburtstag". Anlässlich des 60-jährigen Bestehens will der Zoo gemeinsam mit Besuchern, Aufbauhelfern und Freunden auf eine Zeitreise in die Vergangenheit gehen.


Gesucht werden Hoyerswerdaer, die beim Aufbau der Gehege mit angepackt und zum Beispiel mit ihren Brigaden Extraschichten geschoben haben, sowie Stammgäste, die dem Zoo seit vielen Jahren verbunden sind. In Interviews sollen Erinnerungen, Anekdoten und Erlebnisse dieser Zeitzeugen festgehalten werden, damit auch künftige Generationen erfahren, wie der Tiergarten in Hoyerswerda einst entstand und zum beliebten Ausflugsziel heranwuchs. Zeitzeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 03571/4763700 oder per E-Mail (zoo@zookultur.de) zu melden.


Eines der begehrtesten Foto-Motive im Zoo Hoyerswerda sind die Bronze-Ziegen, die am Tigergehege stehen. Generationen von Kindern haben auf der Skulptur Platz genommen und die Momentaufnahmen sind in zahlreichen Fotoalben verewigt. Im Rahmen der Feierlichkeiten zu „60 Jahre Zoo“ ist eine Foto-Ausstellung geplant, bei der genau diese Motive aus den vergangenen Jahrzehnten gezeigt werden sollen.

Das Zoo-Team freut sich auf Ihre Ziegen-Bilder ebenso wie auf andere alte Fotos aus dem Zoo. Die Aufnahmen können unter Angabe der Kontaktdaten per E-Mail unter zoo@zookultur.de schicken oder auf dem Postweg an Zoo Hoyerswerda, Am Haag 20 in 02977 Hoyerswerda, gesendet werden.


 

 

 

 

Bären beim Spielen




Wildkamele in Gefahr


26. Juni 2018: Zoo und Artenschutz gehören zusammen. Das sagt der Zoologische Leiter Eugène Bruins nicht allein, er lebt es auch. Und so hat er bei der Einweihung der neuen Anlage für Kamele, Lamas und Esel im Zoo Hoyerswerda genutzt, um öffentlichkeitswirksam ein Schild zu enthüllen, das auf die bedrohten zweihöckrigen Wildkamele hinweist. Kamele seien nicht allein Dromedare und Trampeltiere, sondern die Wildkamele seien eine dritte Art, die unbedingt geschützt gehört, erfahren die Gäste. 


Lediglich 1000 Tier soll es noch in Zentralasien, vornehmlich in der Mongolei und China, geben. Der Lebensraum der Tiere sei gefährdet, da ihr Weideland eingeschränkt werde und somit auch ihr Zugang zu Wasserressourcen. Die Wildkamele gehören bei den großen Säugetieren zu den bedrohtesten Arten. 


Eugène Bruins hat eine Initiative der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz in Zusammenarbeit mit dem Verein Altweltkamele aufgegriffen. Während der Mitgliederversammlung der ZGAP im vergangenen April in Hoyerswerda verkaufte er Knollen der Teufelszunge. 35 Knollen waren das. Den Erlös stellte er für ein Projekt zur Unterstützung der Wildkamele zur Verfügung. Nun werden auch die Besucher im Zoo Hoyerswerda um Unterstützung gebeten und auf die Gefahren für die imposanten Säugetiere hingewiesen. "Das finde ich sehr wichtig", sagt Eugène Bruins und hofft, dass seine Aktion möglichst viele Unterstützer findet.

 

 

 

 

Eugène Bruins bei der Einweihung des Schildes.

 

 

 

 

 

Mehr als eine Einweihung


26. Juni 2018: Erste die Kamele, dann die Lamas und schließlich die Esel. Sie alle haben am 26. Juni ein neues Gehege im Zoo Hoyerswerda offiziell beziehen können. Der Zoologische Leiter Eugène Bruins begrüßte die beiden Kameldamen mit Möhren. Das Gehege ist großzügig, der neue Stall, der den beiden Trampeltieren und den sieben Lamas ein Zuhause bietet, ebenfalls. Die Lebensbedingungen für die Tiere konnten dadurch verbessert werden, jene für die Tierpfleger ebenfalls. Rund drei Jahre hat es von der Planung bis zur offiziellen Einweihung am Dienstag gedauert. Das bisherige Kamelhaus wird künftig als Unterkunft für die fünf Esel genutzt.

 

 

 

 

Neue für Kamele, Lamas, Esel



Doch die Veränderungen sind weit mehr als eine Einweihung, denn jetzt sind die Voraussetzungen geschaffen, dass auf der bisherigen Kamelanlage der neue Wirtschaftshof des Zoos entstehen kann. Das ist wiederum Grundlage, um bei der Umgestaltung in einen Geo-Zoo voranzukommen, vor allem mit den  Afrika- und Asien-Bereichen, erläuterte Eugène Bruins. Wann mit dem Bau des Wirtschaftshofs begonnen werden kann, dafür gibt es noch keinen Termin. Doch es ist eine wichtige Etappe, dass dafür die Voraussetzungen geschaffen werden konnten.


Daran Anteil haben auch Mitglieder und Freunde des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda. Sie hatten während des Frühjahrsputzes jene Areale in Ordnung gebracht, auf denen jetzt die Tiere ihre Ausläufe haben.


"Sie freuen sich über die großzügigen Anlagen", ist der Zoologische Leiter überzeugt. Er fügt an, dass er keinen Zoo kenne, der seinen Lamas ein Badebecken bieten kann, in dem sie nicht allein mit den Beinen stehen, sondern sich ganz erfrischen können. Am Dienstag, zumindest vor Publikum, hatten die Lamas noch keine Lust auf ein Bad. Da war das frische Grün auf der Anlage interessanter. Und die beiden Kameldamen schauten ihren künftigen Mitbewohnern zu, wie sie die Anlage erkundeten. In einigen Wochen, nach der Eingewöhnungsphase, werden die Tiere, Kamele, Lamas und Esel, die Durchgänge passieren und den gesamten Bereich von immerhin 2300 Quadratmetern nutzen können. 


Die Gehege wurden mit neuen Schildern mit interessanten Informationen versehen. Und Besucher können sich sogar mit den beiden Kameldamen auf einem Selfie verewigen. Dafür steht ein Aufsteller, der die beiden Trampeltiere zeigt, bereit. Die Tiere darauf bewegen sich nicht, so dass zumindest aus der Sicht verwacklungsfreie Bilder garantiert sind. Da muss der Besucher nur noch eine ruhige Hand haben. 


Es gibt also wieder mehrere Gründe, den Zoo Hoyerswerda zu besuchen.



Hilfe für den Wachschutz 

  

Graureiher

31. Mai 2018: Der Wachschutz im Zoo Hoyerswerda hat am Wochenende tierisch starke Unterstützung bekommen. In der Nacht zum Sonntag hatten sich fünf Personen aus dem Raum Hoyerswerda Zutritt zum Zoo verschafft und waren lautstark zwischen den Gehegen herumgelaufen. Daraufhin schlugen die Graureiher, die in den Baumkronen auf dem Zoogelände nisten, vehement Alarm. Ein Mitarbeiter der Zoo, Kultur & Bildung Hoyerswerda gGmbH, der zu diesem Zeitpunkt am Zoo vorbei lief, wurde durch den ungewöhnlichen Lärm der tierischen Alarmanlage aufmerksam, bemerkte die Eindringlinge und verständigte die Polizei. Die Einsatzkräfte griffen die Tatverdächtigen kurz darauf in der Altstadt auf. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei.

 

Wie die Personen in der Nacht auf das Zoogelände gelangten und auf welchem Wege sie es wieder verlassen haben, ist noch unklar. Der Zoo Hoyerswerda wird Anzeige erstatten. Zugleich warnt die Einrichtung mögliche Nachahmer vor: Zoo und Schloss sind alarmgesichert und werden täglich mehrfach in unregelmäßigen Abständen von einem Wachschutz kontrolliert.

 


Interview mit Eugène Bruins 

 

28. Mai 2018: Was gibt es Neues im Zoo Hoyerswerda? Wir unterhielten uns mit dem Zoologischen Leiter Eugène Bruins.


Wie kommen die Tiere mit den hohen Temperaturen zurecht? 

Eugène Bruins

Bruins: Um die hohen Temperaturen für die Zootiere erträglicher zu machen, stellen die Tierpfleger einige Abläufe um und bieten ihren Schützlingen auch das eine oder andere Extra zur Abkühlung. Die wichtigsten Grundregeln sind wie bei uns Menschen auch; möglichst viel Schatten und immer genug trinken. Deswegen bleiben bei vielen Tieren die Türen zum kühlen Innenstall offen und die Tierpfleger achten darauf, dass in Gehegen ohne automatische Tränken immer genug Wasser vorhanden ist. Denn natürlich trinken die Zootiere bei hohen Temperaturen auch mehr als sonst. Bei einigen Tieren wie den Bären oder Ottern ist der erfrischende Pool gleich ins Gehege mit eingebaut worden. Die Pinguine genießen ihr Wasserbecken zwar auch, an richtig heißen Tagen reicht ihnen der Sprung ins kühle Nass aber nicht aus. Dann bekommen sie von den Tierpflegern einen Rasensprenger ins Gehege gestellt, damit sich die gesamte Anlage abkühlt.


Die Lamas machen bei der großen Hitze auch gerne ausgedehnte Pausen. Ihre dicke Wolle hält dabei aber ganz schön warm. Deswegen bekommen sie als besonderen Service ab und an eine kühle Dusche von den Tierpflegern. Außerdem nutzen sie gerne ihre Wasserbottiche als erfrischendes Fußbad. In das neue Gehege, das 26 Juni eröffnet wird, ist sogar ein Badebecken für die Lamas eingebaut, die werden sich freuen. Wie auch Emu "Hilde" sich freut, jedes Mal wenn sie neues Wasser in ihr Badebecken bekommt. Dazu haben wir  ein Video  erhalten von Tierpflegerin  Carolin Adler, das sie uns über Facebook geschickt hat.

https://www.facebook.com/Zoo.HY/videos/1899245440085772/


Die Erdmännchen sind eigentlich echte Sonnenanbeter, die gerne ein ausgedehntes Bad in der Sonne nehmen. Wenn es selbst ihnen zu heiß wird, dann machen sie ein kurzes Nickerchen in ihren kühlen Erdhöhlen oder machen einen Abstecher in den isolierten Stall, um sich an der Snackbar zu bedienen. Als kleine Geheimwaffe gegen heiße Tage geben die Tierpfleger den Raubtieren auch mal ein Eis aus. Die Geschmacksrichtungen sind allerdings gewöhnungsbedürftig. Bei Raubkatzen darf es gerne gefrorenes Blut mit oder ohne Fleischstücke sein, denn Katzen haben kein Interesse an Süßem. Die Bären lieben Eis aus Obst, Nüssen und Fleischbrocken, die in Brühe eingefroren wurden. Eine große Erleichterung für alle sind natürlich auch die großen, alten Bäume im Zoo, die für angenehmen Schatten sorgen.

Die Hitzestrategien von Mensch und Tier unterscheiden sich also recht wenig. Aber über Besuch freuen sich die Zootiere bei jedem Wetter.


Welche Vorhaben stehen derzeit bei Ihnen an erster Stelle?

Bruins: Die letzten Arbeiten laufen an der neuen Kamel/Lama/Esel-Anlage. Die Eröffnung ist, wie erwähnt, für den 26. Juni geplant. Sehr freue ich mich, dass der Verein der Zoofreunde dabei unterstützt, einen Teil der Pinguinanlage für Besucher begehbar zu machen. Ich hoffe sehr, dass wir dieses Projekt noch 2018 verwirklichen können. Sehr wichtig für uns ist, dass wir auf weitere Spenden Spenden hoffen, um den Bau einer Leopardenanlage verwirklichen zu können. Diese würden wir uns gern Anfang 2019 schenken, zum 60-jährigen Bestehen des Zoos Hoyerswerda. Das wäre doch wunderbar, wenn wir das hinbekommen, ein modernes Leopardengehege für San und BaoBao. Außerdem wäre das ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der dieser bedrohten Art. 


Außerdem: Die Schlossbrücke wird gerade saniert. Wahrscheinlich ist sie im August Juni fertig. Möglichst in der zweiten Hälfte im Juni sollen die  Flamingos und Pelikane wieder aus dem Schlossgraben kommen. Wir planen eine Übernetzung vom Flamingogehege. Das würde es möglich machen, dass  die Tiere auch nachts draußen bleiben und dann auch brüten können. Das Schildkrötenhaus wird in diesem Jahr saniert. Auch das wird zu Verbesserungen führen. 


Was sollten sich die Leute derzeit unbedingt ansehen?

Bruins: Alle Jungtiere: Sehr erfreulich ist, in der letzten Woche sind zwei Weißbüscheläffchen im Tropenhaus geboren. Meistens findet man die Elterntiere in drei Meter Höhe auf der Heizung. Weitere Jungtiere gibt es bei den Kranichen (2), bei den Erdmännchen (1), bei den Bankivahühnern (4), bei den Silberfasanen, beim Steinkauz, bei den Quessantschafen (3), bei den maras, den Kängurus, den Kaiserschnurrbarttamarinen (2) und den Igeltanreks (6). Von den Krokodilen gibt es Eier. Hoffentlich gelingt es, die vier Stück auszubrüten. Andere Zoos haben Interesse an Krokodilnachwuchs. 


Gibt es Neuzugänge bei Tieren?

Bruins: Geplant ist eine neue Gruppe von Madagaskar Taggeckos. Nach der Quarantäne ist vorgesehen, ein Männchen und zwei Weibchen zu  den Fidschileguanen zu setzen. Wir haben auch Tiere an andere Zoos abgegeben. Berlin bekam ein Paar von den Bankivahühnern und 50 Laubfrösche, die Wilhelma in Stuttgart 20 Laubfrösche, 50 Kaulquappen und einen Basilisken. Der Schwarzwaldpark hat ein Stachelschwein-Pärchen erhalten. Für uns bedeutet das übrigens, dass es bald wieder junge Stachelschweine geben könnte..

  

Mit Harke, Schere und Schubkarre 

 

 

14. April 2018: Das Wetter am Sonnabendmorgen, 14. April,  ließ noch Zweifel aufkommen. Würde das Vorhaben Frühjahrsputz im Zoo durch den Verein der Zoofreunde verwirklicht werden können? Regen ist nun mal für solch eine Aktion kein guter Begleiter. Doch je näher die Startzeit rückte, umso schöner wurde es. Von Regen keine Spur mehr, die Sonne lachte. Das wirkte sich auf die Stimmung aus, als Vereinsvorsitzender Karsten Bormann und der Zoologische Leiter Eugène Bruins die Teilnehmer begrüßten. 35 Leute fanden sich ein, um ihren Beitrag zur Verschönerung des Zoos zu leisten. Die Aufgaben waren schnell verteilt.

 

Auf der einen Seite des Zoos, unweit des Haupteingangs, war Sichtschutz am Zaun anzubringen, auf der anderen mussten die Reste Wilden Weins und wilde Sträucher weichen, damit auch hier weitere Arbeiten für eine ansprechende Außenansicht fortgeführt werden können. Blumenzwiebeln waren zu stecken, so Gladiolen.  Natürlich waren auch Laub und Winterschmutz zu beseitigen. Vor allem in einem Graben am Lama-Gehege hatte sich reichlich davon angesammelt. Da füllte sich Schubkarre um Schubkarre. Die Lamas fanden das spannend. Immer wieder schauten sie vorbei, wie weit die Arbeiten gediehen waren. Ivo Fuchs bot wieder uneigennützig seine Spezialdienste an, um dem Zoo dabei zu helfen, das Wasserbecken dicht sind. Der Verein hatte zudem drei Bäume gekauft, die in die Erde kommen sollten und nun ihren Platz am Känguru-Gehege oder daneben haben, der Baum des Jahres 2018, eine Esskastanie, sowie eine Platane und eine Kornelkirsche.

 

Sehr zufrieden von dem Arbeitsergebnis zeigten sich Karsten Bormann und Eugène Bruins zu Mittag. Wieder war viel geschafft worden. Stück für Stück werde der Zoo schöner, freute sich Eugène Bruins. Er bedankte sich auf besondere Weise bei den Teilnehmern des Frühjahrsputzes. So erlebten sie nach dem Imbiss am "Sambesi" im Tropenhaus eine Fütterung der Kuba-Krokodile, lernten die Neuzugänge im Tropenhaus kennen und durften in die Kinderstube bei Familie Igeltanrek schauen. Sechs Jungtiere waren hier auch für das Zoopersonal überraschend zur Welt gekommen.

 

Eugène Bruins lud bereits jetzt zum Herbstputz, wahrscheinlich am ersten November-Sonnabend, ein. Da steht viel Arbeit an. Nicht allein wegen des Laubs, das dann womöglich herunter gefallen ist. Es sollen Vorbereitungen für eine Blütenpracht im Frühjahr 2019 getroffen werden. Blumenzwiebeln sind zu stecken. Sie sind bereits geordert: rund 24 000 Stück.

 

 

 

 

Frühjahrsputz im Zoo



 

 

 

Osterführung am Karfreitag

 

25. März 2018: Am Karfreitag, 30. März, wird wieder zum Osterspaziergang in den österlich dekorierten Zoo Hoyerswerda eingeladen. Bei den kommentierten Führungen um 10 und 14 Uhr haben die Besucher die Möglichkeit, allerhand Neues zu erfahren.

 

Erst seit kurzem sind im Tropenhaus wieder die Weißbüschelaffen für den Besucher hautnah zu erleben. Die Schnee-Eulen sind innerhalb des Zoos umgezogen und leben nun in einer großzügigen Voliere direkt neben den Pelikanen. Der erste Nachwuchs des Jahres zeigt sich auch schon. Gleich zwei Jungtiere gab es bei den Kaiserschnurrbarttamarinen, drei kleine Bennett-Kängurus befinden sich in den Beuteln der Mütter, bei den Maras erblickte bereits ein Jungtier das Licht der Welt und ein Pinguinpärchen brütet ein erstes Ei aus.

 

Erdmännchen mit Ei

Natürlich gibt es auch die ein oder andere Geschichte zu den Zoobewohnern. Denn wer möchte nicht gern wissen, was die Bärenbrüder Björn und Bengt zu Ostern so treiben? Oder ob Erdmännchen gerne Ostereier mögen? Und welches Tier legt überhaupt Eier und warum? Antworten auf diese und andere Fragen erhalten die Besucher bei den geführten Rundgängen am Karfreitag. Zudem gibt es  kleine Osterleckereien für Mensch und Tier. Auf Grund des großen Andrangs in den vergangenen Jahren bietet der Zoo wieder zwei Führungen, jeweils um 10 Uhr und 14 Uhr, an.

 

Osterspaziergang im Zoo Hoyerswerda
Start: 10 Uhr und 14 Uhr
Erwachsener 8 Euro, Kind 5 Euro
Familien ab 14 Euro
Treffpunkt: Vor der Tropenhalle


Vorstand ist gewählt

 

 

Karsten Bormann

21. März 2018: Der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda wird auch in den nächsten vier Jahren von Karsten Bormann geführt. Darauf hat sich das Gremium in seiner konstituierenden Sitzung verständigt. Zuvor war den Kandidaten jeweils einstimmig in der Mitgliederversammlung im Schloss Hoyerswerda das Vertrauen ausgesprochen worden. Als Stellvertreter des Vorsitzenden ist weiterhin André Jakubetz tätig, Schatzmeisterin ist Brigitte Trunte, Schriftführerin Evelyn Blut. Als Beisitzer gehören dem Vorstand an Michael Ratzing, Karl-Heinz Seitz, Frank Grommisch und, wie in der Satzung geregelt, der Zoologische Leiter Eugène Bruins. Als Buch- und Kassenprüfer wurden Christian Frank und Thomas Gröbe gewählt.

 

Von den Mitgliedern waren zuvor der Arbeitsbericht des Vorstands und das Ergebnis der Buch- und Kassenprüfung gebilligt worden. Dem Vorstand wurde Entlastung für das zurückliegende Jahr erteilt. Außerdem bestätigte die Mitgliederversammlung den Finanzplan, der auf die weitere Unterstützung des Zoos sowohl bei baulichen Vorhaben als auch bei Veranstaltungen bis hin zum 40.Tiergartenfest ausgerichtet ist.

Karsten Bormann wies darauf hin, dass der Verein auch 2017 maßgeblichen Anteil an der Modernisierung des Zoos getragen und erfolgreiche Projekte abgeschlossen hat. Dazu zählen die Sanierung von Wasserbecken, ein neuer Fußboden in der Besucherhütte an der Bärenanlage und die Umgestaltung des Aquariums in der Tropenhalle.

 

Zu den Besonderheiten im Vereinsleben gehörte der im Dezember organisierte Vortrag, in dem Dr. Dieter Hohmann, der heute in Delitzsch lebt, von seinen Erlebnissen als Direktor vom Zoo Hoyerswerda berichtete. Da auch der einstige Direktor, Dr. Werner Jorga, und der heutige Zoologische Leiter Eugène Bruins daran teilnahmen, konnten den interessierten Besuchern 40 Jahre lebendige Zoogeschichte präsentiert werden. Der Vorsitzende bedankte sich ausdrücklich beim Zoo-Team, das mit viel Engagement neben seiner eigentlichen Arbeit zusätzliche Aufgaben zur Bereicherung des kulturellen Lebens in der Stadt bewältigt habe.

Der Zoologische Leiter Eugène Bruins hatte in der Diskussion mit einer kleinen Video- und Bilddokumentation an das vergangene Jahr erinnert und auf die ersten Wochen 2018 geschaut, die dem Zoo schon einige Jungtiere beschert haben.

 

 

 

 

 

Olaf Zinke

Nach der Mitgliederversammlung referierte Olaf Zinke vom Elementarium in Kamenz zu den Galapagosinseln. Er hatte dabei nicht allein die Besonderheiten in der Tierwelt im Blick, sondern ging auch ausführlich auf die Bedrohungen durch die Menschen, den Tourismus und den Müll ein, Gerade der Abfall bedeutet eine große Gefahr für Fauna und Flora.

 

 

Als nächster Termin im Arbeitsplan des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda ist der 14. April festgehalten. Da wird zum Frühjahrsputz eingeladen. Los geht es um 9 Uhr. Treffpunkt ist wie in den Vorjahren vor dem  Tropenhaus..


 

 Gezählt, gemessen, gewogen

 

8. Februar 2018: Der Zoo Hoyerswerda beherbergt zum Inventurstand (31.12.2017) insgesamt 1048 Tiere in 108 Arten bzw. Haustierrassen. Bei vier Revieren und vielen unterschiedlichen Tieren ist das Zählen nicht so einfach. Am schwersten hat es das Vogelrevier zu dem Fische, Insekten, Amphibien, Reptilien und natürlich die Vögel zählen. Während die Frösche noch teilweise ruhig verharren, dafür sich aber gut tarnen können, sind die Fische recht flink im Wasser unterwegs. Um sie aber dennoch zählen zu können, wird ein Foto gemacht und die Tiere darauf gezählt. Für die drei anderen Reviere, die meist die größeren Säugetiere betreuen, reicht manchmal ein einfacher Blick um zu schauen, ob alle ihre Schützlinge da sind. So wie die zwei Braunbären Björn und Bengt oder die zwei Trampeltierstuten Gerda und Jeannie. Allerdings gibt es auch bei den Säugetieren besonders flinke Kandidaten. Bei den Totenkopfaffen ist deshalb Geduld und ein gutes Auge gefragt. Während sie von einer Klettermöglichkeit zur anderen springen, versuchen die Tierpflege sie nicht nur zu zählen, sondern auch zu unterscheiden.

 

„Zusätzlich zum Zählen bietet sich bei einer Inventur auch gleich die Gelegenheit für einen Gesundheitscheck der Tiere. Wenn es möglich ist, überprüft man auch Gewicht und Größe, die Auskunft über das Wohlbefinden des Tieres geben können.“, erläutert der Zoologische Leiter Eugène Bruins. Bei der Kontrolle der Fidschi Leguane ist das Männchen dem Weibchen immer voraus. Er wiegt zehn Gramm mehr und ist einen Zentimeter länger als seine Partnerin. Sie wiegt normale 140 g und ist 16 cm (ohne Schwanz) lang.

 

Der leichte Rückgang der Individuen erklärt sich mit der planmäßigen Reduzierung von einzelnen Insekten wie Fauchschaben, Rosenkäfern und Gespenstschrecken. Dafür kamen aber bei den Fischen und Säugetieren neue Tiere hinzu. Besonders der Zuchterfolg des letzten Jahres bei insgesamt zwanzig Arten führte zu einem Anstieg der einzelnen Individuen. Darunter drei Kängurus, zwei Stachelschweine, drei Ouessantschafe, vier Totenkopfaffen und vier Erdmännchen. Die größere Anzahl der Tierarten hat vor allem mit dem Aquaterrarium zu tun. Dort wurden insgesamt zehn neue Arten angeschafft wie der Schwarze Teufelsrochen oder der Stirnlappenbasilisk. Aber auch Emudame Hilde, zwei Kolkraben und die Kubafinken sind gänzlich neue Arten in 2017 gewesen.

 

Weitere neue Bewohner im Zoo Hoyerswerda sind unter anderem Fischotter Baltazar, ein Fennekmännchen, ein Marabock, zwei Bennettkänguruweibchen, Zwergflussdame Paula und ein Erdmännchenmann. Aber auch komplette Pärchen fanden hier ihr Zuhause wie Goldfasane, Silberfasane oder Weißbüscheläffchen.

  

 

 

               

 

Individuen

Arten

Wirbellose

361

10

Fische

313

18

Amphibien

36

1

Reptilen

44

18

Vögel

124

28

Säugetiere

170

33

 

 

 

Übrigens: Das älteste Tier im Zoo Hoyerswerda ist die Galápagos-Riesenschildkröte Jolante mit 58 Jahren. Das schwerste Tier ist Trampeltierstute Jeannie mit ca. 500 kg. Die wohl kleinsten Säugetiere im Zoo Hoyerswerda sind die Zwergmäuse. Die jüngsten Zoobewohner sind zwei kleine Kaiserschnurrbarttamarine, die erst Ende Januar geboren wurden. Am längsten leben vier Flamingos in Hoyerswerda, sie kamen bereits 1981 in den Zoo.

Nachwuchs bei Bartträgern

 

6. Februar 2018: Noch keine zwei Wochen alt ist der jüngste Nachwuchs im Zoo Hoyerswerda. Erst vor kurzem erblickten zwei kleine Kaiserschnurrbarttamarine das Licht der Welt. Die nicht einmal zehn Zentimeter großen Krallenaffenjungtiere sind bereits der zweite Nachwuchs des Zuchtpärchens. Das ältere Geschwisterchen kam erst Ende Juli 2017 zur Welt. Noch steht das Geschlecht der Zwillinge nicht fest. In ihrer Anlage direkt hinter den Pinguinen sind sie aber bereits zu sehen.

 

Zurzeit ist der Lieblingsort des Affennachwuchses der Rücken des Papas und das kann auf Dauer ganz schön anstrengend werden. Bis zu sieben Wochen verbringen die Jungtiere auf dem Rücken der Erwachsenen. Erst danach werden sie selbstständiger und erkunden ihre Umwelt. Die Mutter nimmt das Jungtier nur zum Säugen. Für die Aufzucht ist der Rest der kleinen Gruppe verantwortlich. Auch das Jungtier des letzten Jahres übernimmt schon Verantwortung. Den prägnanten weißen Schnurrbart, der an Kaiser Wilhelm erinnert und den Affen ihren Namen gab, ist auch jetzt schon leicht sichtbar.

 

 

 

 

 

Kaiserschnurrbarttamarine sind in den Regenwäldern des Amazonas und seinen Nebenflüssen in Bolivien, Brasilien und Peru beheimatet. Die kleinen Affen ernähren sich hauptsächlich von Früchten, Baumsäften und kleinen Insekten. Tamarine leben in kleinen Gruppen verwandter oder fremder Affen zusammen. Nur das dominante Weibchen pflanzt sich mit allen Männchen fort. Zwillingsgeburten sind bei den kleinen Krallenaffen die Regel. Somit ist die Chance, dass ein Jungtier überlebt größer. Kaiserschnurrbarttamarine können bis zu 20 Jahre alt werden.

 

 

 

Über 100 000 Besucher

 

23. Januar 2018: Zoo und Schloss Hoyerswerda konnten im vergangenen Jahr 106 456 Besucher begrüßen. Zwar liegen die Gesamtbesucherzahlen etwas unter denen des Vorjahres, jedoch trug das erfolgreiche Zoojahr dazu bei, dass der erwartete Rückgang der Besucher auf Grund der Sanierung des Schloss und Stadtmuseums Hoyerswerda und die damit verbundene zeitlich begrenzte Schließung des Schlosses in den Sommermonaten nicht so hoch ausfällt, wie zu befürchten war.

 

Seit Mitte Juni war das Schloss bis Anfang September für die Besucher nicht zugänglich. Mit Beginn der Sanierung im März waren zwar das ErlebnisReich und einige Teilbereiche geöffnet, jedoch musste der gesamte linke Flügel für die Zeit der Baumaßnahmen geschlossen bleiben. Um für die Besucher dennoch attraktive Sonderausstellungen zu ermöglichen, wurden auch auf Räumlichkeiten außerhalb des Museums zurückgegriffen wie im Frühjahr die Postkartenausstellung „Geliebte Sidonie“ im Lichthof des Alten Rathauses. Aber auch das Foyer des Schlosses wurde mit einer interessanten Ausstellung - "Strandkreationen-Strandkreaturen"- im September bestückt. Und auch eine weihnachtliche Sonderpräsentation im Dezember lockte die Besucher ins Museum. Die Besucher der Sonderausstellungen konnten technisch jedoch nicht erfasst werden und finden sich dementsprechend in der Gesamtbesucherzahl auch nicht wieder. Besucherstarke Großveranstaltungen wie Mittelalterfest und Weihnachtsmarkt als auch Hochzeiten und private Feierlichkeiten konnten durch die Sanierung nicht stattfinden. Trotzdem ist man im Schloss und Stadtmuseum mit den Besucherzahlen voll zufrieden. Für dieses Jahr wird mit Fertigstellung des LehrReichs, einem weiteren Teil der neuen Dauerausstellung des Stadtmuseums, eine zusätzliche Attraktion zu sehen sein.

 

Für den Zoo Hoyerswerda war das Jahr 2017 ein gutes Jahr. Neue großzügige Anlange und Veranstaltungen zogen mehr Besucher in den Zoo als im Vorjahr. „Mit unseren neuen Attraktionen und Großveranstaltungen konnten wir dieses Jahr mehr Besucher im Zoo begrüßen, als in den Vorjahren“, äußerte sich ZooKultur Geschäftsführer Arthur Kusber über die positive Entwicklung. Fast 50 % mehr Besucher konnten sowohl das Tiergartenfest als auch die Tierische Halloween-Party verbuchen. Aber auch die neue begehbare Känguruanlage mit der dort wohnenden handzahmen Emudame Hilde, das neue Weißschwanzstachelschweingehege mit Futtertisch oder das neue Aquaterrarium sorgten vor allem in den Sommermonaten Juli bis September für zahlreiche Besucher im Zoo Hoyerswerda. Ein lauer Oktober bescherte ebenfalls besucherstarke Tage. Auch in diesem Jahr erhalten einige Zoobewohner neue und großzügige Anlagen. Bereits im Frühjahr können die Besucher die Schneeeulen in ihrer neuen Voliere direkt neben den Pelikanen besuchen. Für Trampeltiere und Esel heißt es ebenfalls Sachen packen für einen Umzug innerhalb des Zoos. Im Tropenhaus können die Besucher wieder mit freilaufenden Weißbüscheläffchen auf Tuchfühlung gehen.

 

Erfreulich ist auch die Tendenz zu mehr Jahreskarteninhabern. Fast 600 Inhaber besuchten Zoo und Schloss durchschnittlich zehnmal im Jahr und haben damit alles richtig gemacht. Schon ab dem vierten Besuch rechnet sich die Dauerkarte, welche damit vor allem für Hoyerswerdaer ein attraktives Angebot ist. Aber auch der Sparfuchstag (immer montags außer an Feiertagen) erfreut sich immer größerer Beliebtheit unter den Besuchern. Die Anzahl der Sparfüchse, die den Zoo schon ab drei Euro besuchen, stieg um beachtliche 30 Prozent.

 

 

Pate für "Balea"

11. Januar 2018: Der dm-Drogerie-Markt übernimmt für einen Flamingo des Zoos Hoyerswerda eine Patenschaft. Am 11. Januar wurde die Patenschaft offiziell übergeben. Carolin Adler, Leiterin des Vogelreviers, stellte dem neuem Paten den rosafarbenen Schützling vor.

 

Rasant aber trotzdem elegant kamen die Flamingos anlässlich der Patenschaftsübergabe aus ihrem Nachtquartier. Ihr neuer Pate, der direkt gegenüber vom Zoo seinen Sitz hat, wollte sie nämlich kennenlernen. Ende Oktober sammelten die Händler bei einer Geschenktütenaktion zum Filialgeburtstag Geld für einen guten Zweck. Der Erlös ging in Form von einer Patenschaft an den Zoo Hoyerswerda. Für eine Drogerie gab es natürlich kein geeigneteres Tier als den Flamingo, der durch seine schöne Färbung und sein anmutendes Aussehen perfekt zum Drogeriemarkt passt. Einen entsprechenden Namen für den Vogel gibt es auch schon "Balea", der Name einer  hauseignen Marke.

 

Bei einer Tierpatenschaftsübergabe im Zoo Hoyerswerda erfahren die Paten nicht nur mehr über den Charakter der jeweiligen Zoobewohner, sondern auch Wissenswertes zu ihrem Lebensraum und -weise. Eine Tierpatenschaft kommt immer direkt dem Tier zu Gute, denn die daraus gewonnen Mittel werden zur Verbesserung der Haltungsbedienungen genutzt. Insgesamt gibt es im Zoo Hoyerswerda 57 Tierpaten, darunter elf Firmenpatenschaften.

Nähere Infos zu den Tierpatenschaften im Zoo Hoyerswerda gibt es unter www.kulturzoo-hy.de

Auf dem Foto: Carolin Adler (links), Leiterin Vogelrevier und Nadine Kummich, Filialleiterin in Hoyerswerda


 

 

 

 

Großes Interesse

 

27. Dezember 2017: Der Zoologische Leiter Eugène Bruins hatte nicht zu viel versprochen. Bei der Weihnachtsführung am 27. Dezember kamen die Besucher auf ihre Kosten. Sie konnten einmal zusehen, wenn Kuba-Krokdile gefüttert werden. Das geschah in der Nachbarschaft des Amazonas-Aquariums (im Bild). Die Gäste lernten zudem, so es noch nicht geschehen war, die Emu-Dame "Hilde" kennen.

 

Der Andrang war groß. Eine große Besucherschar hörte von den anspruchsvollen Plänen, die verwirklicht werden sollen. Dazu gehört der Aufbau einer Afrika-Savanne, die der zoologischen Einrichtung im Herzen von Hoyerswerda ein neues Gepräge geben wird. Wer diese und weirere Projekte aktiv unterstützen möchte, der kann sich gern dem Verein der Zoofreunde Hoyerswerda anschließen. Er setzt sich mit ganzer Kraft für den Zoo ein.

 

Auskünfte zu neuen Attraktionen 

 

24. Dezember 2017: Der Zoo Hoyerswerda lädt am Mittwoch, 27. Dezember 2017, um 10 Uhr zur traditionellen Weihnachtsführung ein. Nicht nur für alle „Weihnachtsheimkehrer“ bietet sich die Gelegenheit auf einen individuellen Zoorundgang, sondern auch für alle Einheimischen. Die letzten Jahre hat sich der Zoo Hoyerswerda weiter in Richtung Geozoo gewandelt und einige neue Attraktionen eröffnet. Darunter die Erdmännchenanlage, die neue Weißschwanzstachelschweinanlage, das neue Aquaterrarium im Tropenhaus oder die neue begehbare Känguruanlage mit der handzahmen Emudame "Hilde".

Zu der diesjährigen Führung wird es ein besonderes Highlight geben, denn die beiden Kubanischen Rautenkrokodile bekommen ein nachträgliches spannendes Weihnachtsgeschenk in Form von Futter am Spieß. Wer also eine spektakuläre Krokodilfütterung einmal live erleben möchte, sollte sich die Weihnachtsführung nicht entgehen lassen. Zudem gibt es noch ein Treffen mit Emudame "Hilde".

Die Führung, die von Eugène Bruins, Zoologischer Leiter, durchgeführt wird, beginnt wie gewohnt um 10 Uhr. Treffpunkt ist der Bereich vor der Tropenhalle. Die Besucher haben an diesem Tag somit die Möglichkeit, eine individuelle Zooführung zum ganz normalen Eintrittspreis zu erhalten.

 

Hinweis: An Heiligabend, 24. Dezember, bleiben Zoo und Schloss Hoyerswerda geschlossen. Zum Schutz der Tiere vor Feuerwerkskörpern und Lärm bleiben Zoo und Schloss Hoyerswerda zudem auch  Silvester geschlossen. An allen anderen Tagen sind Zoo und Schloss Hoyerswerda wie gewohnt von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

 

Außergewöhnliche Geschichtsstunde

 

13. Dezember 2017: Sein Herz schlägt noch immer für Hoyerswerda. Dr. Dieter Hohmann, Direktor des Tiergartens Hoyerswerda, fühlt sich der zoologischen Einrichtung und der Stadt noch immer sehr verbunden. Und so bekennt er am 13. Dezember im Schloss: "Ich komme immer wieder gern nach Hoyerswerda". Bevor er im Schloss auf Einladung des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda, zu dem er ebenfalls gute Kontakte pflegt, in einem Vortrag einige seiner Erinnerungen preisgibt, hat er natürlich den Zoo besucht. Über dessen heutiges Aussehen äußert er sich anerkennend. "Ich bin sehr zufrieden, wie sich das entwickelt hat."

Dr. Dieter Hohmann kam im Jahre 1974 in den Tiergarten Hoyerswerda. Zuvor war er als Umweltbiologe in Schwarze Pumpe tätig. Dass diese neue Arbeitsstelle mal sein ganzes Leben verändern und bestimmen würde, hatte er da noch nicht vermutet. Hier traf er mit berühmten Tiergärtnern zusammen. Die Gäste im Schlosssaal sehen Fotografien, auf denen Dr. Bernhard Grzimek (1909 bis 1987), der weltweit anerkannte Tierarzt, Verhaltensforscher und Direktor des Zoos Frankfurt (Main) durch den Tiergarten Hoyerswerda geht, ebenso Prof. Heinrich Dathe (1910 bis 1991) aus Berlin.

 

Dr. Dieter Hohmann trat offiziell zu Jahresbeginn 1975 in Hoyerswerda die Nachfolge von Günter Peters an, der mit Unterstützung vieler Einwohner und Betriebe den Tiergarten in Nachbarschaft des Schlosses aufgebaut hatte. Er schuf ein Ensemble aus Tieren, Pflanzen und bildender Kunst, beschreibt es Dr. Dieter Hohmann. Er bedankt sich mehrfach bei seinen einstigen Mitstreitern, die im Publikum Platz genommen haben. So bei Tierarzt Dr. Werner Tschirch, der auch viele Jahre dem Vorstand des Vereins der Zoofreunde angehörte. "Ohne diese Leute wäre der Tiergarten nicht das geworden, was er heute ist", sagt der Referent. Und er bekennt: "Ich zehre noch immer von den Dingen, die mir Günter Peters beigebracht hat."  Auf sehr unterhaltsame Weise unternimmt Dr. Dieter Hohmann eine Zeitreise durch seine Arbeit im Tiergarten Hoyerswerda. Dabei würdigt er auch die Leistungen von seinem Nachfolger Dr. Werner Jorga, der ebenfalls anwesend ist, und dem jetzigen zoologischen Leiter Eugène Bruins.

1984 wechselt Dr. Dieter Hohmann als Chef in den Dresdener Zoo. "Ich bin nicht gern aus Hoyerswerda weggegangen, aber die große Aufgabe in Dresden hat mich gereizt." 1990 wird er dann Direktor im Zoo Delitzsch, bis 2007. Dort gehört er auch dem Förderverein an, so dass dieser auf seinen großen Erfahrungsschatz bauen kann.

 

Dr. Dieter Hohmann beendet seinen Vortrag, indem er auf die Bedeutung der zoologischen Einrichtungen verweist. Sie haben eine große Verantwortung für den Artenschutz und die Bildung. Nach der Veranstaltung nutzen ehemalige Hoyerswerdaer Tiergarten-Mitarbeiter im Tiergarten die Gelegenheit, mit dem Wahl-Delitzscher Erinnerungen aufzufrischen.

 

Karsten Bormann, Vorsitzender des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda, war Dr. Dieter Hohmann sehr dankbar für den unterhaltsamen Vortrag. Mit der Nachmittagsveranstaltung verfolgte der Verein der Zoofreunde zwei Ziele. Zum einen bedankte er sich kurz vor Jahresschluss bei aktiven Mitgliedern für ihre Leistungen. Zum anderen bot er durch den Vortrag, der für jedermann zugänglich war, die Möglichkeit, eine besondere Zoo-Geschichtsstunde zu erleben. Darüber freute sich auch Eugène Bruins sehr. Er habe viel über die Zeit des Aufbaus des heutigen Zoos erfahren. Dafür sei er Dr. Dieter Hohmann (im Bild während des Vortrags im Schloss) dankbar.

 

 

 

 

Zoo-Geschichte unterhaltsam


Ehrenmedaille erhalten 

 

5. Dezember 2017: Am Tag des Ehrenamtes wurde Karl-Heinz Seitz in Hoyerswerda mit der Günter-Peters-Ehrenmedaille ausgezeichnet. Gewürdigt wurde damit ein engagierter Hoyerswerdaer, der sich im Vorstand des Vereins der Zoofreunde mit Herzblut seit Jahren für die zoologische Einrichtung im Herzen der Stadt einsetzt und zu den Aktivposten gehört. Außerdem ist er Mitglied im Traditionsverein der Feuerwehr (1969 trat er in die Freiwillige Feuerwehr Hoyerswerda-Altstadt ein), im Angelverein und im Schützenverein "Heideland" Bröthen-Michalken.   

Aus Krakau nach Hoyerswerda

  

16. November 2017: Der Zoo Hoyerswerda hat ein neues Eurasisches Fischottermännchen. Es heißt "Baltazar", ist gerade mal ein Jahr alt und stammt aus Krakau. Er soll nun mit der im Zoo aufgewachsenen Fischotterdame "Fibi" für Nachwuchs sorgen. Beim ersten Kennenlernen zeigte er sich ziemlich neugierig.  Nach einer kurzen Weile erkundeten sie gemeinsam das Wasserbecken und die Flusslandschaft der Anlage. Und sogar eine erste gegenseitige Fellpflege gab es zur Begrüßung. Nun hofft der Zoo Hoyerswerda mit diesen beiden Tieren auf einen Zuchterfolg.

 

Mit ihrem vorherigen Partner "Baba" hatte die Fischotterdame keinen Nachwuchs "Baba" war im März dieses Jahres verstorben. Er bleibt dem Zoo Hoyerswerda aber weiterhin als Wappentier und Maskottchen erhalten.

 

 

Berge an Laub versetzt

 

4. November 2017: Der Herbst steht nicht allein auf der Leiter und malt wie Blätter an, wie es in einem bekannten Lied heißt, sondern er wirft auch mit ihnen um sich. Und so verschwand auch im Zoo Hoyerswerda inzwischen so manches Areal unter einem dicken Laubteppich, dessen Farbe mittlerweile von farbenfroh in tristes Dunkelbraun gewechselt hatte. Dem wurde am 4. November zu Leibe gerückt. Immerhin 43 Mitglieder des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda und Sympathisanten ...trafen sich am Vormittag zum traditionellen Herbstputz. Die einzige Aufgabe an diesem Tag, die der Zoologische Leiter Eugène Bruins gemeinsam mit seinen Zoomitarbeitern ausgab, lautete: Laub harken und abtransportieren.

In mehreren Gruppen gingen die Freiwilligen ans Werk und versetzten wahre Laub-Berge, denn am Außenzaun zur Stadt, im Kranich-Gehege, bei den Kamelen und auf der Grünanlage inmitten des Zoos waren reichlich Blätter gefallen. Mit vereinten Kräften wurden zunächst daraus Berge, die mittels Schubkarren und Wagen in große Container versetzt wurden. Nur einer hatte sich einer anderen Aufgabe gewidmet. Ivo Fuchs von der Firma SysCoFox sorgte mit einem Spezialbaustoff dafür, dass der Teich im Gehege vom Roten Sichlern, Kahnschnabel und anderen dicht wird. Am Ende des Herbstputzes, so bescheinigte Eugène Bruins den Fleißigen bei einer kurzen Auswertung im "Sambesi", im Zoorestaurant war nach getaner Arbeit zu Bockwurst und Getränk eingeladen worden, seien 120 Prozent geschafft zu haben.

Zudem hatte der Zoologische Leiter bei den Teilnehmern noch Neugier geweckt, sich genauer im Zoo umzusehen, denn Nachwuchs gab es in jüngster Zeit nicht allein bei den Erdmännchen, sondern auch bei den Totenkopfäffchen, den Schönhörnchen und den Stirnlappenbasilisken. Eugène Bruins sprach bereits eine Einladung zum Frühjahrsputz 2018 aus. Nach getaner Arbeit werde es eine Krokodilfütterung geben. Das ist etwas, was nicht häufig zu erleben ist.

Der Vorsitzende des Vereins der Zoofreunde, Karsten Bormann, bedankte sich ebenfalls bei den vielen fleißigen Helfern, die gut drei Stunden lang mit Besen, Harken, Schippen, Schubkarren und Wagen hantiert hatten. Zugleich warb er Noch-nicht-Mitglieder für die Mitarbeit im Verein der Zoofreunde, in dem im nächsten Jahr Vorstandswahlen anstehen. Hier sind engagierte Leute, die bereit sind Verantwortung zu übernehmen, besonders willkommen.

 

 

 

 

Herbstputz 2017



Nach der Jagd etwas gruselig

 

29. Oktober 2017: Am 31. Oktober ab 16 Uhr wird es im Zoo Hoyerswerda schaurig schön, wenn kleine Hexen, Geister und Monster bei der jährlichen Halloween-Party ihr Unwesen treiben. Durch Spinnenweben, vorbei an Grimassen ziehenden Kürbissen, riesigen Insekten und vielen Lichteffekten wird die Tour durch den nächtlichen Zoo ein gruseliges Erlebnis. Die Nerven der Besucher werden an diesem Abend gleich mehrmals auf die Probe gestellt. Egal, ob man sich traut kuriose Insekten zu berühren oder in Kästen mit mysteriösem Inhalt zu fassen. Im Gruselkabinett im Schlosssaal wird es besonders unheimlich.

  Zu basteln gibt es natürlich auch etwas und wer möchte, kann sich an diesem Tag ein schaurig schönes Gesicht schminken lassen. All jene, die einfach nur die gespenstische Atmosphäre genießen wollen, können sich am Lagerfeuer ein leckeres Stockbrot zubereiten oder die große Feuershow zum Abschluss, um 18:30 Uhr, auf der Terrasse des "Sambesis" bestaunen. Verkleidungen, Taschenlampen und Laternen sind an diesem Abend ausdrücklich erwünscht. Die Halloween-Party beginnt um 16 Uhr. Der Zoo empfiehlt, die Zookasse bereits ab 15 Uhr zu passieren, da sich vor Veranstaltungsbeginn längere Besucherschlangen bilden können.

 

Vor der Halloween-Party wird 13 bis 16 Uhr im Zoo Hoyerswerda auf die Jagd nach ganz anderen Wesen gegangen. Gemeinsam mit dem Zoologischen Leiter, Eugène Bruins, können besondere Halloween-Pokémons gefangen werden. Dafür spendiert der Zoo wieder mehrere Lock-Module, die um 13 und um 15 Uhr jeweils eine Stunde aktiv sind. In der Pause dazwischen, um 14:15 Uhr, werden die beängstigenden Tyracrocs mit Rattfrätze gefüttert. Ein spannendes Erlebnis nicht nur für Pokémon-Fans!

 

Eintritt: Erwachsene sieben Euro, Kinder fünf Euro, Familien ab 14 Euro

 

"Paula" ist eingezogen

 

25. Oktober 2017: Seit heute hat der Zoo Hoyerswerda ein neues Zuchtpärchen bei den Zwergflusspferden. Hombori, das Männchen des Zoo Hoyerswerdas, hat eine neue Partnerin bekommen. Sie heißt Paula und kommt aus Arnheim. Rücken graulen mag sie besonders gern wie Eugène Bruins, Zoologischer Leiter des Zoo Hoyerswerdas, selbst schon erleben konnte.

 

 

 

 

 

Paula ist da

Mit zehnfacher Manneskraft wurde der Tausch der beiden Damen vollbracht. Jeweils um die 250 Kilogramm Zwergflusspferd mussten vom Transportfahrzeug in die Tropenhalle des Zoos und zurück in das Fahrzeug rangiert werden. Gerade einmal eine Stunde dauerte dieser für die Zucht so wichtige Tausch. Arrangiert wurde er durch das Zuchterhaltungsprogramm EEP und den zuständigen Zuchtbuchkoordinator, denn Zwergflusspferddame Paula und Flusspferdmann Hombori sind für eine Zucht genetisch sehr wertvoll. Durch Zerstörung ihres Lebensraumes und die Bejagung durch den Menschen sind Zwergflusspferde heute stark bedroht. Katka, die vorherige Partnerin, und Hombori haben im Zoo Hoyerswerda nicht gezüchtet. Nun hofft der Zoo mit diesem Pärchen auf einen Zuchterfolgt.

 

Zwergflusspferde gehören zur Familie der Flusspferde und sind nicht wie der Name es vermuten lässt mit den Pferden verwandt, sondern mit den Schweinen. Diese kleine Art der Flusspferde wird gerade einmal 80 cm hoch und kann dafür aber bis zu 250 kg wiegen. Rein optisch sind sie die kompakte Miniatur der großen Verwandten. Kurze, kräftige Beine, großes Maul und ein pummeliger Körper prägen ihr Erscheinungsbild. Beheimatet sind Zwergflusspferde in den tropischen Regen- und Urwäldern Westafrikas. Sie sind Vegetarier und können in Zoos oder Tierparks ein Alter von etwa 40 Jahren erreichen.


Ganz nah dran

 

24. September 2017: Am Sonntag fand ab 14 Uhr der Deutsche Zootag im Zoo Hoyerswerda statt. Besucher hatten die Möglichkeit, Einblick in die tägliche Arbeit eines Tierpflegers zu erhalten und viel über den Zoo und seine Tiere zu erfahren. Leider war das Wetter nicht so toll. Interessierte fanden sich aber dennoch ein, die einen interessanten Nachmittag verlebten. Erläuterungen gab es neben anderem zum Stirnlappenbasilisken.

 

 

Stirnlappenbasilisk

Hilfe für und durch das Zwergfaultier

 

 

 

22. September 2017: Das Zwergfaultier ist auf der zehnten Postkarte für den Artenschutz der Gemeinschaft Deutscher Zooförderer (GDZ) zu sehen. Mit dem Erlös der Karte, die auch im Zoo-Shop in Hoyerswerda zu bekommen ist, werden konkrete und nachweisbare Artenschutzprojekte unterstützt. Zugleich wird auf die Bedrohung der Zwergfaultiere auf der Insel Escudo de Veraguas vor der Nordküste Panamas hingewiesen.

 

Um die Produktion, Herstellung und Kostenübernahme der Tier-Postkarten kümmerte sich erneut der Freundes- und Förderkreis vom Zoo Leipzig, dem die Mitgliedsvereine der GDZ, also auch die Zoofreunde Hoyerswerda, dafür dankbar sind.

 

 

 

 

Postkarte vom Zwergfaultier

 

  

 Besondere Exponate für Umweltschutz 

 

14. September 2017: Im Foyer vom Schloss Hoyerswerda ist eine kleine Sonderschau unter dem Titel „Strandkreationen – Strandkreaturen, die geheime Leidenschaft des Eugène Bruins, Zoodirektor im Zoo Hoyerswerda“ zu sehen. Sie beinhaltet mehr als 30 Kreationen beziehungsweise Kreaturen aus Muscheln, Knochen, Holz und Stein. Eugène Bruins, seit 2016 Leiter des Zoos Hoyerswerda, entdeckte während eines Urlaubs an der Nordsee 2014 seine Leidenschaft für das Fertigen von Figuren aus Naturmaterialien, die er am Strand findet. Die teils seltsam-schaurig, teils aber auch niedlich anmutenden kleinen Kunstwerke haben einen ernsten Hintergrund. Für den Zoodirektor ist es nicht nur ein kreatives Hobby. Er möchte damit auf den Umweltschutz aufmerksam machen und ausdrücken, dass jeder seinen Beitrag leisten kann, die Strände sauber zu halten und keinen Unrat zu hinterlassen.

Die kleine Ausstellung ist im Foyer des Schlosses Hoyerswerda bis zum Ende des Jahres zu sehen. 

 

Eins der Exponate

  

  

Mit Freunden Erfahrungen ausgetauscht

 

3. September 2017: Der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda wurde bei der Mitgliederversammlung der Gemeinschaft Deutscher Zooförderer (GDZ) in Hannover in Niedersachsen vom 1. bis zum 3. September  von Eveline Blut und Frank Grommisch vertreten. Hauptthema des Treffens, organisiert von den Zoofreunden Hannover, waren die unterschiedlichen Aktivitäten von Zoos und Vereinen für den Artenschutz. Dabei wurden neben anderem Möglichkeiten aufgezeigt, wie auch kleine Vereine tatkräftig dabei helfen können, bedrohte Arten vor dem Aussterben zu bewahren. Der Zoo Hannover engagiert sich zum Beispiel für den Nordafrikanischen Rothalsstrauß (Foto).

 

Die Gemeinschaft Deutscher Zooförderer hat sich neben anderem darauf verständigt, dass künftig auch Fördervereine anderer europäischer Länder in ihr mitarbeiten können. Dazu erfolgte eine Satzungsänderung. Die Anregung hierfür kam von Zoofreunden aus dem niederländischen Rotterdam. Absprachen wurden auch für das 25-jährige Bestehen der GDZ getroffen. Das kann im Jahr 2019 im September  gefeiert werden. Zum Programm wird dann auch ein Benefizkonzert in Berlin gehören.   :  

 

Nordafrikanischer Rothalsstrauß

39. Tiergartenfest

 

27. August 2017:  Das 39. Tiergartenfest konnte bei bestem Wetter auf dem Erholungsareal inmitten der Stadt gefeiert werden. Die Palette der künstlerischen Angebote reichte vom Orchester Lausitzer Braunkohle über Countrymusik und Zaubershow bis hin zu Darbietungen von Mädchen und Jungen der Hoyerswerdaer Musikschule. Der zoologische Leiter Eugene Bruins gab zudem Informationen zu den nächsten Entwicklungen. Im nächsten Jahr kann dann das 40. Tiergartenfest gefeiert werden.

 

 Ausflug nach Dresden

 

24. Juni 2017: Der Ausflug des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda führte diesmal in den Zoo Dresden. 35 Mitglieder und Freunde des Vereins gingen gemeinsam auf Tour. In Dresden wurden die von den dortigen Zoofreunden betreut. Danke für die Gastfreundschaft! Ein hoch interessanter Zoo-Bummel wurde geboten. Auch einige Sehenswürdigkeiten in der Elbmetropole wurden besichtigt.

 

 

 

 

Vereinsausflug 2017