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Neuigkeiten aus Zoo und Verein


Ökostrom für Pinguinanlage


13. Juli 2020: An den heißen Sommertagen können die gerade eingezogenen Pinguine im Zoo Hoyerswerda mit guten Gewissen ein kühles Bad im Schwimmbecken genießen. Das Wasser des Pinguinbeckens wird mit Ökostrom der Versorgungsbetriebe Hoyerswerda angenehm gekühlt. Nicht nur die Pinguine genießen ihren nachhaltigen Ökostrom, der gesamte Zoo sowie das benachbarte Schloss, die Brigitte-Reimann-Bibliothek, die Musikschule und die Volkshochschule Hoyerswerda setzen nun zu 100 Prozentauf erneuerbare Energie und sparen so ca. 158 Tonnen CO² pro Jahr. Damit leistet die Trägerin dieser Einrichtungen, die ZooKultur Hoyerswerda, einen wertvollen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Der von den VBH bereitgestellte Ökostrom wird zu einem großen Teil aus Wasserkraftwerken erzeugt. Wasserkraft gehört zu den saubersten Energieformen, da sie natürlich vorkommt und dauerhaft verfügbar ist.

 

  • Oekostrom
    Oekostrom

Auch die VBH setzen auf nachhaltigen Klimaschutz und haben sich selbst verpflichtet, für jede verkaufte Kilowattstunde Ökostrom einen festen Beitrag in Ökoprojekte zu investieren. So wurden in den letzten Jahren in und um Hoyerswerda fast 40 Insektenhotels aufgestellt und fast 90 Bäume gepflanzt. Mit dem neuen Ahornbaum an der frisch eingeweihten Leopardenanlage kam vor wenigen Wochen ein weiterer Baum hinzu. Mit dieser Baumspende möchten die VBH über viele Jahre die Parkatmosphäre des Zoos bereichern und weiteres CO² binden.

 


Wegen Erderwärmung auf der Flucht


14. Juli 2020: Welche Auswirkungen hat die globale Erderwärmung auf die Fischer in Mekong-Delta? Welche Sorgen haben die Olivenbauern in Griechenland? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich die Wanderausstellung „Klimaflucht“  der Deutschen KlimaStiftung (DKS). Zwölf lebensgroße Figuren erzählen im Schloss, gleich neben dem Zoo, in Audiobeiträgen über ihre Schicksale, Sorgen und wie der Klimawandel sich auf ihr Leben auswirkt. Diese zwölf realen Geschichten stehen für Menschen aus allen Teilen der Welt. Zum Beispiel die Geschichte der Frau aus Somalia, der es durch die Dürren im Land immer schwerer fällt, Wasser zu finden. Oder die Geschichte der Schülerin aus Kiribati, die fürchtet, dass ihre Heimat durch den steigenden Meeresspiegel verschwinden wird.

  • klimaflucht
    klimaflucht

Die Wanderausstellung bietet den Besuchenden außerdem Hintergrundinformationen zu den Auswirkungen des Klimawandels und der Größe des ökologischen Fußabdrucks in den einzelnen Ländern. So soll Aufmerksamkeit für klimabedingte Flucht und Migration geschaffen werden. Dank der Unterstützung durch die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)  United Nations Association of Germanyist es möglich, dass diese Ausstellung hier im Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda ab dem 18. Juli zu sehen ist.  


Ausstellungsdauer:     18. Juli bis 10. September 2020

Ausstellungsort:          im 2. Obergeschoss des Schloss & Stadtmuseums Hoyerswerda

 

Eine offizielle Eröffnungsveranstaltung entfällt aufgrund der noch geltenden Hygieneauflagen durch Corona und der engen Räumlichkeiten im Schloss. Ein Rahmenprogramm ist in Planung.

 

 

Wieder Pinguine im Zoo


2. Juli 2020: Zehn neue Humboldt-Pinguine betraten zum ersten Mal die neugestaltete Pinguinanlage des Zoo Hoyerswerda. Nach fast zehn Monaten Bauphase konnten die Pinguine aus Halle und Beauval die Anlage erstmalig im Watschelgang erkunden. „Wir freuen uns sehr, endlich wieder eine Pinguingruppe im Zoo Hoyerswerda zu haben. Der Verlust der Gruppe vor anderthalb Jahren schmerzte sehr“, sagt Arthur Kusber, Geschäftsführer der Zoo, Kultur und Bildung gGmbH (ZooKultur).

 

In 2018 war die frühere Gruppe der Humboldt-Pinguine völlig überraschend an einer Pilzinfektion gestorben. Damals beratschlagte sich der Zoo Hoyerswerda mit Forschungsinstituten und anderen Zoos zur Ursache des plötzlichen Pinguinsterbens und plante umfangreiche Baumaßnahmen, um die Haltung der Pinguine noch besser zu gestalten. Umso erfreulicher war das heutige Zusammentreffen der jeweils fünfköpfigen Pinguingruppen auf der neuen Anlage. Obwohl sie sich nicht kannten, waren sie vom ersten Moment des Zusammentreffens an eine Gruppe. Nachdem der erste auch den Sprung ins kühle Nass gewagt hat, folgten ihm die restlichen Vögel. Nur einer nicht, der hat sich die beste Höhle gesichert. Der Zoo Hoyerswerda hofft mit der neuen Humboldt-Pinguingruppe, an die Zuchterfolge der vergangenen Jahre anschließen zu können. Humboldt-Pinguine gehören zu den Pinguinarten, die akut vom Aussterben bedroht sind. Der Zoo unterstützt seit Jahren die Bemühungen des Sphenisco e.V. in dem Brutgebiet der Pinguine in Chile eine Meeresschutzzone zu errichten.

  • Eröffnung Anlage 02072020 (1)
    Eröffnung Anlage 02072020 (1)
  • Eröffnung Anlage 02072020 (7)
    Eröffnung Anlage 02072020 (7)

 

Für Paul, Happy und Co. wartet die neugestaltete Anlage nun mit viel Luxus auf. Mit einer modernen Erdwärmesonde wird das Beckenwasser nun im Sommer gekühlt und im Winter erwärmt und zusätzlich über eine UV-Filtrierung und durch Sand- und Ozonfilter regelmäßig gereinigt. „Wir haben zu dem das Becken etwas flacher gestaltet. So können die Tierpfleger jetzt noch öfter einen gesamten Wasserwechsel durchführen“, erläutert Eugène Bruins, Zoologischer Leiter des Zoo Hoyerswerdas. Zusätzlich übernimmt die Umwälzung der 36.000 Liter Wasser eine Gegenstromanlage, die zugleich auch noch für ausreichend sportliche Aktivität der Wasservögel sorgt. Drei große Sonnensegel sorgen für genügend Schattenplätze. Verschiedene Bodensorten bieten den richtigen Untergrund und verhindern Pfützenbildung in denen sich Bakterien oder Pilze sammeln könnten. Bruthöhlen und Winterquartier sind für eine hygienische Reinigung nochmals beschichtet worden und eine verbesserte Luftzirkulation in den Bruthöhlen verhindert Staunässe. Auch ein erhöhter Beckenrand und ein einseitiger Ausstieg aus dem Wasserbecken sorgen dafür, dass das Gefieder der Pinguine auf dem Weg zu ihren Bruthöhlen trocken kann. „Mein Highlight der Anlage ist das Sprungbrett mit Wasserfall. Das wird nicht nur die Pinguine erfreuen, sondern auch die Besucher des Zoos“, freut sich Wolf-Thomas Hendrich, Geschäftsführer der VBH.

 

Die rund 75.000 Euro teure Umgestaltung der Anlage konnte nur durch großzügige Unterstützung der Versorgungsbetriebe Hoyerswerda GmbH (VBH), dem Verein der Zoofreunde Hoyerswerda e.V. und der Pinguin-Liebhaberin Heike Widanski ermöglicht werden. Insgesamt waren elf Firmen, davon neun aus der Region, an der Umgestaltung der Humboldt-Pinguinanlage beteiligt.

 

Sobald wie möglich soll es für Besucher wieder eine kommentierte Schaufütterung geben, die jetzt noch Corona-bedingt entfallen muss.


Steinkäuze im Sextett


4. Juni 2020: Starrer Blick aus großen Augen und eine Menge flauschiger Federn erwarten die Besucher derzeit im Zoo Hoyerswerdas. Gleich sechs junge Steinkäuze sind vor kurzem geschlüpft. Innerhalb von wenigen Tagen wuchs die Steinkauz-Familie auf acht Mitglieder an.

 

Nun haben die Eltern eine Menge zu tun. Sechs Schnäbel wollen ausreichend versorgt sein und dann muss auch noch die Bruthöhle sauber gehalten werden. Unterstützungen bekommen sie da natürlich von den Tierpflegern. Damit ist die Versorgung mit ausreichend Futter schon einmal gesichert und auch die Reinigung um ein Vielfaches leichter. Wenn die kleinen flügge werden, geht ein Teil in andere tiergärtnerische Einrichtungen und die anderen werden, wie die Geschwister im vergangenen Jahr, ausgewildert. Vermutlich im Herbst heißt es dann: Umzug nach Brandenburg. Im dortigen Naturpark Nuthe-Nieplitz nehmen sie an einem Wiederansiedlungsprojekt für Steinkäuze teil.

 

Die Zahl der Steinkäuze ist in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen, weil es den Vögeln an Lebensraum und Nahrung mangelt. Streuobstwiesen und alte, für die Brut geeignete Bäume wie Kopfweiden gibt es immer weniger und die so wichtigen alten Gebäude werden oft saniert. Außerdem sterben viele Käuze durch den Straßenverkehr. "Technische Fallen" wie Wasserbehälter mit steile Wänden, hohe hohle Objekte, Netze oder Fenster, die die Landschaft spiegeln, verursachen ein Viertel der Todesfälle. Steinkäuze gehören zur Familie der Eigentlichen Eulen und sind mit einer Körperlänge von rund 22 Zentimetern relativ klein. Sie siedeln sich am liebsten in kaum bewachsenen und offenen Gebieten an und machen Jagd auf Vögel, Nager und größere Insekten.


  • Steinkäuze im Zoo Hoyerswerda
    Steinkäuze im Zoo Hoyerswerda


 

Dritter Internationaler Zooförderer-Tag


31. Mai 2020: An diesem Pfingstmontag, 1. Juni 2020, findet zum dritten Mal der Internationale Zooförderer-Tag statt. Die Gemeinschaft der Zooförderer e.V. (GDZ) hat diesen Tag im Jahr 2018 ins Leben gerufen, um auf das vielfältige ehrenamtliche Engagement der Freunde und Förderer von Zoos, Tier- und Wildparks aufmerksam zu machen.


Der Dachverband der Fördervereine von Zoos, Tier- und Wildparks hat über 60 Mitgliedsvereine, in denen über 100.000 Menschen Mitglied sind. Die Fördervereine investieren jährlich 15 Millionen Euro zusammen. Darüber hinaus arbeiten über 5.500 Menschen ehrenamtlich in den Fördervereinen. Dies sind über 30.000 Stunden im Monat und damit entspricht dies eine jährliche Arbeitsleistung von über drei Millionen Euro. Fördervereine von Zoos fühlen sich auch dem Artenschutz verpflichtet und haben in den letzten Jahren mit über vier Millionen Euro Artenschutzprojekte unterstützt.

Die finanziellen Möglichkeiten der Zoos, Tierparks und Wildparks sind oft eingeschränkt, sodass sich ehrenamtlich viele Besucherinnen und Besucher in örtlichen Fördervereinen zusammengefunden haben, um die wichtige zoologische Arbeit zu fördern, so wie im Verein der Zoofreunde Hoyerswerda.

„Als Förderverein vom Zoo Hoyerswerda sind wir Teil einer großen Zoofamilie und engagieren uns in diesem Rahmen auch überregional für den Natur- und Artenschutz. Das ehrenamtliche Engagement in unserem Förderverein ist eine unbezahlbare Bereicherung für den Zoo“, so Karsten Bormann, Vorsitzender vom Verein der Zoofreunde Hoyerswerda.


Jede Verbesserung der Tierhaltung, jede Investition in einen Zoo, Tier- oder Wildpark bedarf zusätzlicher finanzieller Mittel. Daher ist es wichtig, dass Menschen sich in ihrer Freizeit ideell und materiell für den Ausbau und die Weiterentwicklung der Zoolandschaft in ihren Fördervereinen engagieren. Dies stellt einen wesentlichen Beitrag in der gesellschaftlichen Verantwortung für unsere Natur dar und bereichert das bürgerschaftliche Engagement.

Der Präsident der Gemeinschaft der Zooförderer, Bruno Hensel, würdigt dieses Engagement: „Der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda hat in den zurückliegenden Jahren einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung vom Zoo Hoyerswerda geleistet. Dass Menschen in ihrer Freizeit, ihr Wissen und ihr Können für den Zoo Hoyerswerda und damit für die gesamte Zoowelt einbringen, ist nicht selbstverständlich.“


Eigentlich geht der Zooförderertag einher mit Aktionen im Zoo, wie im vergangenen Jahr auch in Hoyerswerda. Aufgrund der Corona-Krise ist das diesmal nicht möglich. Doch möglich ist es jederzeit, den Verein der Zoofreunde Hoyerswerda und damit den Zoo zu unterstützen, durch Mitarbeit in einer Gemeinschaft Gleichgesinnter bzw. durch Spenden.

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Überblick zu den Forschungen


29. Mai 2020: Es sind mehr als 1.000 Beiträge zum besseren Verständnis von Wildtieren: Der Verband der Zoologischen Gärten, dem auch der Zoo Hoyerswerda angehört, hat erstmals eine Erhebung über die Forschungsleistungen seiner Mitglieder vorgelegt. In der Broschüre „Forschungsort Zoo“ finden sich neben Informationen über die Beiträge auch zahlreiche Beispiele zur praktischen Anwendbarkeit. „Durch die Studien an unseren Zootieren kann Forschung gelingen, die ansonsten unmöglich wäre“, sagt Dr. Julia Kögler, stellvertretende Geschäftsführerin des Verbandes. „Letztlich haben alle Beteiligten in unseren gemeinsamen Artenschutzbemühungen bessere Chancen, die bedrohte Biodiversität zu erhalten, weil die Zoos  seit vielen Jahren relevante wissenschaftliche Daten sammeln.“ Und diese Erkenntnisse können dazu beitragen, Schutzmaßnahmen für Tierarten in menschlicher Obhut und in der Wildnis gezielter zu planen und umzusetzen.


Im Zeitraum von 2008 bis 2018 waren die Mitglieder des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ) an insgesamt 1.058 wissenschaftlichen Publikationen beteiligt. Diese erfolgten in 284 unterschiedlichen Wissenschaftsjournalen und wurden anschließend 8.991 Mal zitiert. Dabei erstreckten sich die Forschungsprojekte über alle Tiergruppen und eine Vielzahl von Fachgebieten. So konnte unter anderem ein wichtiger Beitrag zur stressfreien Entnahme von Blutproben bei Wildtieren geleistet werden. Ein umfangreiches Forschungsprojekt untersuchte, welche blutsaugenden Wanzenarten sich dafür eignen. Des Weiteren konnte vor dem Hintergrund der Bedrohung wildlebender Königspinguine durch die steigende Erderwärmung mittels einer groß angelegten Studie in 12 europäischen und amerikanischen Zoos nachgewiesen werden, dass die Anzahl gelegter Eier pro Tier steigt, je mehr der Vögel pro Quadratmeter zusammenleben.


„Die wertvollen Tierbestände und Datenbanken der Zoos sind von großer Bedeutung für den wissenschaftlichen Kenntnisstand“, sagt Kögler. „Man muss sich nur vor Augen führen, dass von den schätzungsweise 10 bis 15 Millionen Pflanzen- und Tierarten auf diesem Planeten nicht einmal die rund 100.000 Spezies umfassend erforscht sind, die von der Weltnaturschutzunion IUCN hinsichtlich ihres Bedrohungsstatus‘ überwacht werden. Unsere Mitglieder sind unverzichtbar, wenn es darum geht, bestehende Wissenslücken über Tierarten zu schließen.“

  • VdZ-Forschungsbroschüre (1)
    VdZ-Forschungsbroschüre (1)



Nachwuchs bei den Baumstachlern


19. Mai 2020: Ein putziger Stachler macht jetzt die Anlage der Baumstachler im Zoo Hoyerswerda unsicher. Vor etwas über einer Woche wurde das Jungtier geboren und ist der erste Baumstachler-Nachwuchs im Zoo überhaupt und auch für das Baumstachler-Paar Mandy & und Monty das erste Jungtier.

 

Gerade einmal 25 Zentimeter lang ist der kleine Stachler und macht seinem Namen schon alle Ehre. Auch wenn er wie ein kleiner Flauscheball mit Knubbelnase aussieht, ist er ganz schön stachelig, denn die Stacheln hat er schon von Geburt an. Seine ersten Klettertouren wagt er bereits in sicherer Nähe zu seiner Baumhöhle. Mandy & Monty sind mit zwei Jahren sehr früh Eltern geworden. Baumstachler werden circa mit 18 Monaten geschlechtsreif und haben für Nagetiere eine lange Tragzeit um die 200 Tage. Erst Anfang letzten Jahres sind Mandy aus Cottbus und Monty aus Hamburg in den Zoo Hoyerswerda gezogen. Bis jetzt sind sie sehr entspannte Eltern und lassen den Nachwuchs die Anlage auch schon mal allein erkunden. Besucher haben also eine gute Chance, den kleinen Stachler in Aktion zu sehen, wenn er nicht unterwegs sein sollte, schläft er gern mit Mama Mandy in der vordersten Baumhöhle.

 

Baumstachler (Erethizon dorsatum) werden auch als Ursons oder Neuweltstachelschweine bezeichnet. Sie stammen aus Nordamerika und sind dort von Alaska und dem Norden Kanadas bis nach Nordmexiko zu finden. Die Art gilt als sehr anpassungsfähig und lebt in Misch-und Nadelwäldern, aber auch in offenem Kulturland und in der Tundra. Die Baumbewohner ernähren sich  vorwiegend von Laub, jungen Trieben und Früchten. Im Winter fressen sie auch Baumrinde. Die Neuweltstachelschweine werden bis zu 15 Kilogramm schwer und gelten als sehr gute Kletterer. Trotzdem fallen sie häufig herunter:  Etwa 35 Prozent aller Skelette in Museen zeigen geheilte Knochenbrüche. Bei Gefahr stellen die Nager ihr Stachelkleid auf und schlagen mit dem Schwanz. An den mehr als 30.000 Stacheln haben die Tiere winzige Widerhaken, die dafür sorgen, dass sich die Stacheln in ihren Gegnern hängen bleiben. Bei jeder Bewegung des Feindes bohren sie sich noch tiefer in den Körper.


  • Bei den Baumstachlern: Mama Mandy mit dem Nachwuchs
    Bei den Baumstachlern: Mama Mandy mit dem Nachwuchs



Wer saß auf berühmten Rücken?


Wer saß schon auf dem Rücken Bronze-Ziegen im Zoo Hoyerswerda? Das wohl bekannteste Foto-Motiv im Zoo soll in einer neuen Sonderausstellung gewürdigt werden. Es handelt sich um die Bronzeplastik "Die Ziegengruppe" der Künstlerin Dorothea von Philipsborn, die seit 1960 im Zoo steht. Der Aufruf lautet deshalb: Senden Sie uns Fotos, wie Sie als Kind oder wie jetzt Ihre Kinder oder Eltern oder Oma und Opa oder die Klasse oder die Freunde auf diesen Ziegen sitzen.

Bis zum 10. Juni werden so viele Fotos wie nur möglich gesucht. Schließlich hat doch fast jeder Hoyerswerdaer mindestens einmal darauf gesessen hat. Stimmt das?


Digitale Zusendungen entweder per E-Mail an: info@museum-hy.de

Analoge Bilder können gern im Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda gebracht werden: "Hier scannen wir das Foto ein, so dass das Original beim Besitzer bleiben kann. Abgabe immer Montag bis Freitag von 9 bis 10 Uhr aufgrund der noch coronabedingten Schließung des Museums.

Wer uns ein Foto für dieses einmalige Ausstellungsprojekt zur Verfügung stellen möchte, soll bitte auch auf die Internetseite von Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda www.museum-hy.de unter Kontakt schauen:
Hier ist ein Downloadlink (https://kurzelinks.de/Bildrechte) mit einem Dokument bzgl. der Bildrechte, das unbedingt mit ausfüllt werden müsste, wenn das Foto zur Verfügung gestellt wird.


Jedes Foto zählt und wird ausgestellt!

  • Aufruf SchlossHY_klein
    Aufruf SchlossHY_klein



Ein Dino zieht im Zoo ein


14. Mai 2020: Seit diesem Tag lebt ein Dinosaurier in der Wohngemeinschaft von Emu-Hilde und den Bennett-Kängurus im Zoo Hoyerswerda. Er wird künftig die nahe Verwandtschaft zu Emu-Dame Hilde erklären. Ein Dromiceiomimus, ein Theropode Dinosaurier, ist nun für Besucher ein pädagogisch wertvoller Zeitgenosse. Künftig wird er, neben Emu Hilde eine wichtige pädagogische Rolle spielen und erklären, dass es immer noch Dinos auf der Welt gibt: nämlich die Vögel. Nur mit der Unterstützung des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda e.V. konnte diese imposante Plastik angeschafft werden.

 

Aufgebaut auf einem Stahlgerüst, mit Kaninchendraht in Form gebracht und einer stabilisierenden Gipsschicht wiegt die mit Polyester verkleidete Plastik des Dromiceiomimus ganze 100 kg. Mit einer Länge von 3 Metern und einer Höhe von 2,70 Meter ist der Dino nun der größte Bewohner in der WG der Bennett-Kängurus und Emu Hilde. Der Künstler Thomas Stern hat bei der Ausarbeitung der Plastik viel Wert auf Details und naturgetreue Gestaltung gelegt. Insgesamt hat er sechs Monate für die Fertigung benötigt. Schon lang wünschte sich der Zoologische Leiter Eugène Bruins diese Plastik in der Nähe von Laufvögeln: „Ich bin sehr glücklich, diesen Wunsch jetzt in Hoyerswerda realisieren zu können“, betont er.

 

Angereist aus Leutersdorf über die B 96 und mit achtfacher Frauen- und Manneskraft wurde der Dromiceiomimus  auf seinem Platz abgestellt. Künftig wird er den Bennett-Kängurus und vor allem Emu-Dame Hilde Gesellschaft leisten. Sie ist auch der Grund, warum jetzt ein Dinosaurier im Zoo Hoyerswerda zu finden ist. Denn Dromiceiomimus heißt übersetzt „Emu-Ähnliche“. Emus und alle anderen Vögel stammen genauso wie der Dromiceiomimus von den Theropoden ab. Sie sind also nahe Verwandte und die Ähnlichkeit ist nicht zu verkennen. Während der Dromiceiomimus und andere Dinosaurier ausgestorben sind, leben die Vögel noch heute unter uns und somit die Nachfahren der Dinosaurier.

  • von links nach rechts_ Brigitte Trunte, Vorstand Zooverein; Thomas Stern, Künstler; Eugène Bruins, Zoologischer Leiter
    von links nach rechts_ Brigitte Trunte, Vorstand Zooverein; Thomas Stern, Künstler; Eugène Bruins, Zoologischer Leiter




Einzigartige Insektenlounge Zoo

 

12. Mai 2020: Seit dieser Woche können sich Besucher in der weltgrößten Insektenlounge vom Summen und Brummen heimischer Arten im Zoo Hoyerswerda verwöhnen lassen. Unzählige Insekten finden in dem in Art und Umfang einzigartigen Insektenhotel Platz. Auch wenn dem einen oder anderem Insekten lästig sind, sind sie dennoch sehr nützlich und agieren als ökologische Schädlingsbekämpfung.

 

Das Insektenhotel misst im Durchmesser etwa vier Meter und ist zweieinhalb Meter hoch. Nicht ohne Grund: „Ich hoffe natürlich, mit der Insektenlounge unsere Besucher auch auf den Schutz der Insekten und die derzeitigen Insektenkrisen, vor allem bei den Bienen, hinzuweisen“, erläutert der Zoologische Leiter und Initiator der Insektenlounge Eugène Bruins. Es sollen vor allem viele Arten Solitärbienen und Wespen, Schmetterlinge, Florfliegen, Blumenwanzen, Schwebfliegen, Ohrenkneifer und Marienkäfern einen Unterschlupf und Nistmöglichkeiten finden. Zooschulpädagogin Silke Kühn hat in den vergangenen Wochen die einzelnen Hotelzimmer des Insektenhotels mit Bambus, Schilf, Totholz und angebohrtem Holz sowie Strangfalzziegel und Tannenzapfen gut bestückt. Aber auch Lehm und Schneckenhäuser, in denen manche Bienen leben, bieten künftig unzähligen Insekten einen Lebensraum.

„Das Projekt zeigt, dass man auch auf eine ganz simple Art und Weise heimischen Naturschutz betreiben kann.“, betont Christoph Biele, Projektleiter des Sächsischen Mitmachfonds. Im vergangenem Jahr wurde die Ideen der einzigartigen Insektenlounge vom Sächsischen Mitmachfonds Prämiert und mit einem Preisgeld von 10.000dotiert.

Für den richtigen Wellnessfaktor steht in der Lounge eine Wellnessliege aus Holz, auf der es sich die Besucher des Zoo Hoyerswerdas bequem machen können. Der Bereich um das Hotel wird mit insektenfreundlichen und nützlichen Pflanzen verschönert. Hilfreich sind auch die vier Schilder neben der Lounge, die dem Besucher durch einfache Tipps erklären, wie man seinen heimischen Garten für Insekten unkompliziert gestalten kann.

 

4. Mai: Der Zoo Hoyerswerda hat nach der Zwangspause aufgrund der Corona-Pandemie wieder geöffnet. Es gibt natürlich noch Einschränkungen. Bitte beachten Sie beim Besuch die Abstands- und die Hygieneregeln. Bleiben Sie gesund!



Zoo-Bummel per Kamera


28. März 2020: Interessantes, Amüsantes und Einzigartiges bietet die neue Folge von "Unterwegs in Sachsen" vom MDR-Fernsehen. Mit Moderatorin Beate Werner und Zooleiter Eugène Bruins können Interessierte auf eine Entdeckungsreise im Zoo gehen, vor dem heimischen Computer oder Fernseher, und so etwas die Zeit überbrücken, bis die öffentlichen Einrichtungen wieder Besucher empfangen können. Auf dem Rundgang wird Station gemacht bei den Lamas, bei den Eseln, den Galapagos-Riesenschildkröten, den Totenkopfäffchen, den Fischottern, bei den Mädchen und Jungen der Zooschule und ihr Projekt Ökozoonien, bei den Braunbären, bei Airbrusher Uwe Krasel, im Museum im Schloss, bei Bauarbeiten an der zu erneuernden Pinguinanlage, auf der neuen Anlage für die China-Leoparden, bei den Erdmännchen, bei den Alpensteinböcken (im Bild), bei Tierpaten, bei Zoogärtnerin Marlen Marre sowie im Tropenhaus, in dem auch die beiden Faultiere Carla und Carlo leben. Gute Unterhaltung und etwas Entspannung in der schweren Zeit. 

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Link zur Sendung: https://www.mdr.de/…/video-395544_zc-12fce4ab_zs-6102e94c.h…




Das große Zählen im Zoo Hoyerswerda

 

30. Januar 2020: Der Zoo Hoyerswerda blickt auf ein "liebesreiches Jahr 2019" zurück. Gleich bei vier Arten hat es gefunkt. Insgesamt können die Besucher aktuell 792 Tiere in 123 Arten erleben. Das hat die diesjährige Inventur ergeben, bei der die Mitarbeiter in den vergangenen Wochen alle Zoobewohner unter die Lupe genommen und statistisch erfasst haben.

 

Im Vergleich zum Jahr 2018 sind es sechs Arten und 146 Individuen weniger im Zoo Hoyerswerda. „Das hängt vor allem mit dem Amazonasbecken zusammen“, erklärt Eugène Bruins. Die Anzahl der Fischarten und Individuen schwankt immer wieder, da nach Arten gesucht wird, die optimal zur WG mit den Jesus-Echsen und Stechrochen im Amazonasbecken passen. Inzwischen wurde eine passende Gruppe Fische zusammengestellt. Hinzu kamen aber als eine völlig neue Art das Baumstachlerpaar Monty und Mandy. Eine von mehreren geglückten Partnervermittlungen im Zoo Hoyerswerda im Jahr 2019. Neben Monty lernten auch Faultier Carlo, Gürteltier Günther und China-Leopard San ihrer Partnerinnen kennen und lieben. Einziges Weibchen in der Vermittlungsbörse ist die Erdmännchen-Dame Heidi. Sie bekam gleich zwei Männchen aus Frankfurt, Frank und Kurt, und hat als Königin die Qual der Wahl. Nun hofft der Zoo auf Nachwuchs der einzelnen Tierpaare.

 

Nachzuchten gab es bei insgesamt dreizehn Arten. Sehr erfolgreich war die Zucht bei den Bennett-Kängurus. Gleich fünf kleine Hüpfer hatten die Kängurudamen des Zoos im Beutel. Nachzuchten gab es ebenso bei den Felsenhörnchen (7), Igeltanreks (5), Kolkraben (2), Mandschurenkranichen (2), Steinböcken (3), Kaiserschnurrbart-tamarinen (1), Totenkopfäffchen (3), Afrikanischen Zwergziegen (2), Steinkäuzen (4), Riesenlaubfröschen (sehr viele) und Hühnern.  

Viele der Nachzuchten bereichern nun andere Zoos. So leben beispielsweise auch die fünf Kubakrokodile (Nachzucht 2018) jetzt in England und in den Niederlanden. Im März 2019 verließen die kleinen Krokodile den Zoo Hoyerswerda. „Auch andere Nachzuchten haben jetzt ein neues Zuhause in Deutschland, Frankreich, England und den Niederlanden gefunden“, sagt Eugène Bruins.

 

Leider gab es 2019 auch einige Abgänge zu verzeichnen. So betrauert der Zoo den Verlust eines Nandus und eines Lamas. Auch die Königin der zwölfköpfigen Erdmännchengruppe ist altersbedingt verstorben. Die Gruppe wurde aufgelöst und die Tiere an andere Zoos abgegeben. Da Erdmännchen im Familienverband leben, hätte kein fremdes Weibchen die Position übernehmen können und alle anderen Erdmännchen waren miteinander verwandt.

 

Im Jubiläumsjahr des Zoo Hoyerswerdas ist auch baulich einiges passiert. Anfang des Jahres wurde das Schildkrötenhaus komplett saniert und die Außenanlage an bessere Zuchtbedingungen angepasst. Ebenfalls saniert wurde das Flamingohaus. Das Baumstachlerpaar Monty & Mandy bezog ihre attraktive Anlage direkt hinter der Rattenküche.

 

Für den Naturschutz hat sich der Zoo Hoyerswerda auch im vergangenen Jahr stark gemacht. So kann die Naturschutzstation Neschwitz wieder mit einer Spende unterstützt werden. Der Zoo beteiligte sich wieder als Bronze-Förderer an der Kampagne Zootier des Jahres. Die gesammelten Spenden gehen an zwei Gibbonprojekte in Laos und Vietnam. Außerdem sind vier Hoyerswerdaer Steinkauz-Jungtiere Teil eines Auswilderungsprojektes im Naturschutzpark Nuthe-Nieplitz in Brandenburg.

 

Für die Zooschule war das Jahr 2019 ebenfalls sehr erfolgreich. Doppelt so viele Besucher wie im Vorjahr interessierten sich für Bildungs- und Privatangebote, wie Kindergeburtstag und Führungen. Im September starteten mit acht Kindern die Zoo Kids. Sie lernen alles über die heimische und exotische Flora und Fauna. Hauptprojekt ist Ökozoonien ein Platz für heimische Vögel, Amphiben und Kleinsäugern mit Nist- und Unterschlupfmöglichkeiten.

 

Ausblick auf 2020: Neue Gruppe Humboldt-Pinguine auf modernisierte Anlage. An der Neugestaltung und Modernisierung der Pinguinanlage wird seit September 2019 gearbeitet. Mit einer effektiven Filteranlage, Sonnensegel und verbesserter Beckenstruktur ist die Anlage optimal auf die Bedürfnisse der Pinguine ausgerichtet.  Neue Anlage für Leopardenpärchen San & BaoBao. Die Bauarbeiten für die neue Leopardenanlage, die dank vieler Spenden errichtet werden kann, sind seit dem Baubeginn Anfang Juli 2019 weit vorangeschritten. Mittlerweile ist sie fast bezugsfertig und wartet nur noch auf den Feinschliff und die Gehegeeinrichtung. Einzigartig wird die Insektenlounge, die über den Sächsischen Mitmachfonds finanziert wird. In dem überdimensionalen Insektenhotel können sich die Besucher auf einer Wellnessliege von dem Summen und Brummen heimischer Arten verwöhnen lassen.



Zoo sucht jemanden mit grünem Daumen

 

24. Januar 2020: Zoogärtnerin Marlen Marre geht im Sommer diesen Jahres in den wohlverdienten Ruhestand. Fünfzehn Jahre lang kümmerte sie sich um die grüne Oase mitten in Hoyerswerda. Nun ist der Zoo Hoyerswerda auf der Suche nach einem Nachfolger, der durchaus auf besondere Anforderungen gefasst sein muss.

 

Warum es bei ihrem Job so ist und manchmal von Vorteil wäre sogar zwei, anstatt nur einen grünen Daumen zu haben, kann die gelernte Gartenbau-Ingenieurin ganz einfach erklären: „Die Theorie beschränkt sich meist auf das Zusammenwirken Mensch und Pflanze, aber nicht unbedingt auf das mit Tieren.“ Als sie hier begann, musste sie sich viel neues Wissen aus Erfahrungen, Gesprächen mit Tierpflegern oder aus Fachliteratur aneignen. Welche Pflanze kann in welche Anlage gepflanzt werden, ohne dass sie für die Bewohner schädlich ist oder verspeist wird? Eine alltägliche Frage, die sich Marlen Marre stellt: „Besonders die exotischen Tiere bringen Herausforderungen mit sich, denn die sind meist mit der heimischen Fauna nicht vertraut und für die Tiere vielleicht giftig“. Da kann es auch mal vorkommen, dass die Anlage komplett neu bepflanzt werden muss. Nicht nur um die Begrünung der Anlagen und Gehege kümmert sie sich, ihr Arbeitsfeld ist noch weit Vielschichtiger. Auch die ganzen Kübelpflanzen, Bäume, Zierpflanzen, Stauden und Sträucher auf dem gesamten sechs Hektar großen Zoogelände müssen versorgt werden. Das alles so schön blüht und grünt, ist harte Arbeit, denn Pflanzenschutz und Dünger kann Marlen Marre nur sehr sparsam einsetzen und so kann es sein, dass auch die Pflanzen einmal in Quarantäne müssen. Hinzu zum ganzen Außengelände kommt noch das Tropenhaus, das mit den freilaufenden Tieren ganz andere Anforderungen an die Arbeit stellt: „Es kam schon vor, dass ich mich auf einmal Auge in Auge mit Faultier Carlo befand oder er saß plötzlich auf dem Boden. Dann erschrecken wir uns beide“ berichtet die Zoogärtnerin amüsiert. Wenn sie ein Lieblingstier wählen müsste, dann wäre es das Faultierpärchen Carla & Carlo. Dieses ganz besondere Zusammenspiel mit den Tieren wird sie in ihrem Ruhestand vermissen. Auch wenn einige Arbeiten durchaus gefährlich anmuten könnten, denn die Bepflanzung der Beete zwischen Gehege und Besucherabsperrung kann Marlen Marre nur betreten, wenn die Tiere in ihren Innenställen verbleiben. Sonst könnten Leopard, Tiger und Co. durchaus versuchen nach ihr zu greifen.

  • Zoogärtnerin Marlen Marre
    Zoogärtnerin Marlen Marre

 

Auch im Ruhestand wird sich Marlen Marre weiter der Gärtnerei widmen. In ihrem Kleingarten hat sie als Kontrastprogramm zu den ganzen Zier- und Blühpflanzen überwiegend Nutzpflanzen. Aber auch die ein oder andere exotische Art, die sie ohne ihren Job im Zoo Hoyerswerda wahrscheinlich nicht kennengelernt hätte. Einen Tipp hat sie noch für ihren Nachfolger: „Während der Arbeit nicht die Tiere füttern, um sich mit ihnen gutzustellen, denn dann möchten sie immer etwas und weichen einem nicht mehr von der Seite. So schön das auch ist, aber seine Arbeit schafft man so nicht.“

 

Weitere Informationen gibt es hier: www.zookultur.de


Erneut Plus bei Besuchern

  

22. Januar 2020: Zoo und Schloss Hoyerswerda haben im Jahr 2019 ein erneut starkes Besucherplus verzeichnet. Insgesamt konnten 140.123 Besuche gezählt werden. Das ist das beste Ergebnis seit dem Zoo & Schloss 2011 in die Zoo, Kultur & Bildung Hoyerswerda gGmbH eingegliedert wurden. Im Vergleich zum Jahr 2018 stieg die Anzahl der Besuche um knapp 15.000 - eine Steigerung von zwölf  Prozent.


Nicht nur das 60jährige Zoo-Jubiläum und die neuen tierischen Liebespaare lockten die Besucher in Zoo & Schloss, sondern auch die zwei komplett neugestalteten Dauerausstellungen des Stadtmuseums und zahlreiche Veranstaltungen der beiden zusammengehörigen Einrichtungen. Die Zoopädagogik und die Museumspädagogik konnten sich ebenfalls über verstärkten Zulauf bei Kita- und Schulprojekten sowie privaten Feierlichkeiten freuen. 

 

Viele Besucher kamen, um sich das Faultierpärchen Carla & Carlo, das im Tropenhaus des Zoo Hoyerswerdas zuhause ist, anzusehen und ein bisschen typische Faultier-Gelassenheit mit nach Hause zu nehmen. Auch Gwendolyn & Günther die beiden Südlichen Kugelgürteltiere sind gern besuchte Zoobewohner. Eine weitere neue Art im Zoo Hoyerswerda ist das Baumstachlerpaar Mandy & Monty. Beide haben Anfang des Jahres ihre neue und großzügige Anlage bezogen und zeigen gerne ihre Kletterkünste, denen sie ihren Namen verdanken. Mit dieser Anlage und der Sanierung der Schildkrötenanlage und des Flamingohauses konnte der Zoo Hoyerswerda weiter an Attraktivität gewinnen. Großveranstaltungen, wie der Stadtkindertag, „Historica – Mittelalter trifft Barock“, das Tiergartenfest und Halloween erwiesen sich als Besuchermagnete. Hinzu kam das außergewöhnlich gute Wetter. Der milde Winter und die vielen Sonnentage bis weit in den Herbst hinein lockten viele Gäste ins Freie und machten Lust auf einen Bummel durch Zoo und Schloss. 

  • Baumstachler
    Baumstachler

 

Im Schloss & Stadtmuseum begeistern die zwei modernen und interaktiven Dauerausstellungen, die spannende Zeitreisen durch die Vergangenheit erlauben, auch weiterhin die Besucher für Geschichte. Das 12. Internationale Bildhauersymposium im Juni unter dem Motto „Humaninal – Mensch – Seele – Tier“ bot nicht nur Kunstinteressierten einen spannenden Blick auf die Arbeit der Bildhauer. Außerdem lud das Schloss 2019 zu fünf Sonderausstellungen – darunter auch die Ausstellung „Ein Tiergarten entsteht“, die die Entstehungszeit vom Zoo Hoyerswerdas und den Wirkungsbereich Günter Peters zeigte, ein. Mit der Sanierung des Schlossaufganges wurde außerdem der Zugang für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, erleichtert und verbessert.

 

Im Jahr 2020 können sich Besucher auf neue Anziehungspunkte in Zoo und Schloss Hoyerswerda freuen. So wird unter anderem die neue Anlage für die China Leoparden San und BaoBao bezugsfertig und eine neue Gruppe Humboldt-Pinguine zieht im Frühjahr auf ihre modernisierte Anlage. Mit der einzigartigen Insektenlounge können Besucher demnächst auf Tuchfühlung mit heimischen Arten gehen. Eine der nächsten Sonderausstellungen im Schloss beschäftigt sich mit der Wirkungs- und Schaffenszeit Brigitte Reimanns. Mittelalterfans können sich im Mai wieder auf „Historica – Mittelalter trifft Barock“ freuen.

  

Informativer Jahresausklang


11. Dezember 2019: Zu einem informativen Nachmittag zum Jahresausklang hat der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda in das Schloss eingeladen. Bevor in dem Museumssaal mit einem hohen und hübsch geschmückten Weihnachtsbaum zu Kaffee und Kuchen sowie einer Fülle an Informationen eingeladen wurde, hatten Vereinsvorsitzender Karsten Bormann und der Zooleiter Eugène Bruins die Teilnehmer begrüßt. Anschließend startete eine etwa einstündige Führung durch den Zoo. Eugène Bruins führte seine Zuhörer zur Pinguinanlage, die derzeit saniert wird, stellte ihnen die Insektenlounge vor, die derzeit aufgebaut wird und die beghabar sein soll, und gewährte natürlich Einblick in die neue Leopardenanlage, an der am 12. Dezember die Abnahme der Spezialnetze erfolgte. Bezugsfertig ist das neue Gehege wahrscheinlich Ende Januar/Anfang Februar.


Nach dem Rundgang, bei dem auch in das künftige Leopardenhaus geschaut werden konnte, erhielten die Teilnehmer der Weihnachtsfeier weitere Informationen zur Naturschutzarbeit des Vereins der zoologischen Gärten, des Zoos Hoyerswerda und zum Projekt Leopardenanlage. Eugène Bruins danke den Zoofreunden noch mal für die großzügige Unterstützung. Der Verein hatte 60 000 Euro für die Leopardenanlage und die Sanierung des Pinguingeheges zur Verfügung gestellt.


Zudem war Gelegenheit, sich die Urkunde und die Günter-Peters-Ehrennadel anzusehen. Sie waren dem Verein der Zoofreunde vor wenigen Tagen für sein außerordentliches Engagement überreicht worden. Zum Abschluss des Nachmittags wurde ein alter Film gezeigt. Er gewährte Einblick in die Aufbaujahre des Zoos und ermöglichte ein Wiedersehen mit dem unvergessenen ersten Tiergartenleiter Günter Peters. Den Zoo Hoyerswerda gibt es seit 60 Jahren.


60 Jahre Zoo gefeiert


6. Dezember 2019: Im Schloss Hoyerswerda fand eine Festveranstaltung aus Anlass 60 Jahre Zoo Hoyerswerda statt.  Arthur Kusber, Geschäftsführer der Zoo, Kultur & Bildung Hoyerswerda gGmbH, freute sich, dass an diesem Tag auch das jüngste Projekt des Zoos, die neue Leopardenanlage, der Öffentlichkeit präsentiert werden kann, nachdem am Vortag Gerüste abgebaut werden konnten. Damit ist wieder eine entscheidende Etappe in der Entwicklung des Zoos geschafft, der seit Mai 1959 besteht.


Volker Homes, Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten, verwies auf die große Bedeutung der Zoos in einer für den Artenschutz schwierigen Zeit. Derzeit vollziehe sich das größte Artensterben auf der Welt seit dem Ende der Dinosaurier. Die Zoos leisten einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz, zur Forschung zum Erhalt von bedrohten Arten und zur Bildung der Bevölkerung. Die Mitgliedszoos der VdZ investieren nach seiner Aussage jährlich vier Millionen Euro in nationale und internationale Natur- und Artenschutzprogramme. Ohne Zoos, so Homes, wären viele Arten schon ausgestorben. Er würdigte auch das Engagement des Zoos Hoyerswerda, etwa für die Auswilderung von Steinkäuzen. 


Darauf ging auch der Hoyerswerdaer Zooleiter Eugène Bruins ein. Der Zoo ist in 22 Zuchtprogramme eingebunden. Dazu gehören auch die China-Leoparden, deren neues Domizil gerade entsteht und Anfang des kommenden Jahres bezugsfertig sein soll. Der Zoo Hoyerswerda ist einer von zwei Zoos in Deutschland, der China-Leoparden züchten darf.

Nach der Festveranstaltung im Schloss war Gelegenheit, sich vom Bauzustand der großzügigen Leopardenanlage zu überzeugen. Zudem wurde den Unterstützern gedankt. Dazu gehört auch der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda. Er sei eine der Säulen für dieses Projekt.


Zu den Gästen der Veranstaltung gehörten auch Vertreter von mehreren Zoos. So gratulierte Ariel Jacken, Seniorkurator im Zoo Leipzig, Eugène Bruins zu 60 Jahre Zoo Hoyerswerda. Auf den anderen Bildern sind Volker Homes während der Festveranstaltung im Schloss sowie die Besichtigung der neuen Anlage für die China-Leoparden zu sehen.



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Verein mit Ehrennadel geehrt 


5. Dezember 2019: Der Verein der Zoofreunde hat am Tag des Ehrenamtes, 5. Dezember, die Günter-Peters-Ehrennadel erhalten. Das hatte der Stadtrat entschieden. 


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Die feierliche Übergabe erfolgte am späten Donnerstagnachmittag im Café "Auszeit". Oberbürgermeister Stefan Skora erinnerte daran, dass die Ehrung jene erhalten, die Außergewöhnliches leisten, wie einst Günter Peters, der als Museumsdirektor, Tierparkchef, Maler und natürlich engagierter Hoyerswerdaer Maßstäbe gesetzt hat.


Der Verein der Zoofreunde, so Stefan Skora, genieße in Hoyerswerda "einen hohen Bekanntheitsgrad". Seit seiner Gründung im September 1991 habe der Förderverein die Entwicklung der Freizeitoase Nummer eins in Hoyerswerda intensiv unterstützt und begleitet. So auch jetzt. Denn der Verein stellte 60 000 Euro für den Bau der Leopardenanlage und für die Sanierung des Pinguingeheges zur Verfügung.


 Frank Grommisch, der als Gründungsmitglied die Auszeichnung stellvertretend für den Verein vom Oberbürgermeister mit großer Dankbarkeit in Empfang nahm. erklärte: "Wir haben uns in der gesamten Zeit darum bemüht, unseren Beitrag zu leisten, dass der Zoo Hoyerswerda eine gute Adresse ist und bleibt und ein verlässlicher Partner sind." Eine öffentliche Anerkennung wie diese wirke motorisierend. Die Ehrung sei Beleg, dass "unser Engagement an der richtigen Stelle geschieht".


Mit Elan beim Herbstputz 


9. November 2019: Sie haben gern zugepackt, die Mitglieder des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda und die Freunde des Zoos, die sich am Morgen des 9. November zu Herbstputz trafen. Der Zoologische Leiter Eugène Bruins und seine Mitarbeiter freuten sich über die tatkräftige Hilfe von über 30 Leuten, um in den folgenden Stunden für einige Veränderungen im Zoo zu sorgen.

Die Festwiese gegenüber vom Zoo-Restaurant "Sambesi" wurde vom vielen Laub befreit. Mit Unterstützung der Zooschulkinder unter Leitung von Silke Kühn wurde damit begonnen, an der Fasanerie "Ökozonien" zu schaffen, ein Projekt, das wahrscheinlich bis zum Ende des Schuljahres verwirklicht werden kann. Zu den nächsten Aufgaben wird gehören, dass Unterschlupfgelegenheiten für Igel geschaffen werden. In anderen Bereichen des Zoos wurde ebenfalls Laub beseitigt, so bei den Kranichen und neben dem Gehege der Kängurus. Aufgeräumt wurde im Bärengehege, da die beiden Bewohner dort kräftig gewühlt hatten. Auf der Baustelle für das neue Leopardengehege verschwanden alte Holzverkleidungen von einer Wand. Und Ivo Fuchs von der Firma SysCoFox kümmerte sich um das Wasserbecken im Schildkrötenhaus. Der Zooverein kümmerte sich um eine Stärkung zwischendurch und lud zum Abschluss auch zu einem Imbiss ein. 


Leider hielt das Wetter nicht bis zum Schluss. Gegen 11.30 Uhr setzte Regen ein.


Danke allen, die am Sonnabend so fleißig waren und aktiv ihren Beitrag für einen schönen Zoo Hoyerswerda geleistet haben.



Erinnerungen an Günter Peters

   

21. Oktober 2019: Eine Zeitreise in die Vergangenheit wurde im Schloss Hoyerswerda unternommen. Im Erzählsalon, den Christian Völker-Kieschnick moderierte, ging es um die Frage „Wie ich einmal Günter Peters begegnete“. Was ist in Erinnerung geblieben vom Gründer des Hoyerswerdaer Tiergartens, der 1987 starb? Über verschiedene Seiten seines Lebens wurden im Laufe des interessanten Abends von seinem Neffen Dr. Werner Peplowski, sowie  Dr. Werner Tschirch, ehemaliger Tierarzt des Zoos, und seiner Frau Hannelore berichtet. "Die Vielfalt des Mannes ist unbeschreiblich", sagte Werner Peplowski, der dem Engagement von Günter Peters für das Museum, den Tiergarten und die Malerei großen Respekt zollte. 

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Vor dem Erzählsalon war zu einer Führung durch die Sonderausstellung im Museum aus Anlass des 60-jährigen Bestehens vom Zoo Hoyerswerda eingeladen worden. Die Museumswissenschaftliche Leiterin Boglárka Ilona Szücs führte etwa 25 Interessierte durch die Sonderschau. Dabei ging sie sowohl auf die Aufbauarbeit im damals neuen Tiergarten am Schloss als auch auf das künstlerische Schaffen von Günter Peters ein.




Leoparden gemeinsam auf der Anlage

 

 17. Oktober 2019: Die China-Leoparden San und BaoBao sind endlich in trauter Zweisamkeit. Nach langem Warten, ist nun die vor zwei Wochen begonnene Zusammenführung der beiden Leoparden im Zoo Hoyerswerda, erfolgreich abgeschlossen. Zum ersten Mal seit ihrer Ankunft zeigte BaoBao Anzeichen von Rolligkeit. „Darauf haben wir lange gewartet. Für eine mögliche Zusammenführung der beiden Leoparden ist die Rolligkeit des Weibchens ein entscheidender Aspekt. Ohne diese wäre die Zusammenführung zu riskant, die Tiere hätten sich verletzen oder gar töten können“, erklärt Eugène Bruins, Zoologischer Leiter des Zoos. 

  

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    San und BaoBao (2)

Im Sommer des vergangenen Jahres kam das China Leoparden-Weibchen BaoBao aus Paris in den Zoo Hoyerswerda. Ende September diesen Jahres zeigte das Weibchen die ersten Anzeichen von Rolligkeit. Der beste Zeitpunkt, um mit einer stückweisen Zusammenführung zu beginnen. Vorab haben sich San und BaoBao abwechselnd auf der Anlage aufgehalten und nur durch ein sogenanntes „Schmusegitter“ beschnuppert. Nun wurden sie erst stundenweise und immer unter Beobachtung zusammen auf die Anlage gelassen. Die gemeinsame Zeit wurde dann Schritt für Schritt immer weiter verlängert.

Als die Schieber für beide das erste Mal gemeinsam aufgingen, war die Aufregung der Tierpfleger genauso groß, wie die der Raubkatzen. Unter gespannten Augen des Zoo-Teams verlief das Kennenlernen ruhig aber auch stürmisch, denn es kam gleich zu mehreren Paarungen des Pärchens. „Wir sind sehr glücklich über die gelungene Zusammenführung. Es hätte auch anders kommen können. Nun hoffen wir natürlich auf baldigen Nachwuchs“, betont Eugène Bruins. Jetzt sind San und BaoBao, tagsüber immer zusammen auf der Anlage zu sehen.

 

Der Zoo Hoyerswerda hat die Zuchtempfehlung für China-Leoparden bereits im letzten Jahr erhalten. Hoyerswerda ist damit 2019 einer von nur zwei europäischen Zoos, die Nachwuchs bei dieser Art züchten dürfen. Ende des Jahres soll die neue Leoparden-Anlage fertig sein, sodass ein Umzug der Tiere Anfang 2020 möglich wäre. Sollte sich bei dem Leoparden-Weibchen doch Nachwuchs ankündigen, würde das Männchen die neue Anlage erstmal allein beziehen, um dem trächtigen Weibchen keinen unnötigen Stress zuzumuten. Der Bau des neuen großzügigen Geheges kostet rund 165.000 Euro und wird mit Unterstützung des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda,  aus Spenden, Sponsoring und Eigenmittel der ZooKultur finanziert. Neben der schon jetzt erfolgreichen Gehegepatenaktion kamen weitere Mittel durch eine Crowdfundingaktion auf www.99Funken.de sowie einige weitere anonyme Privatspenden zusammen.


 



"Ein süßes Pärchen"


9. Oktober 2019: Vor etwas über einem Monat zog die einjährige Zweifingerfaultierdame Carla ins Tropenhaus des Zoos Hoyerswerda. Für Eugène Bruins, Zoologischer Leiter des Zoo, lief die Zusammenführung von Faultierdame Carla mit Besucherliebling Carlo sehr erfolgreich. „Sie sind ein süßes Pärchen. Carlo ist sehr vorsichtig im Umgang mit Carla.“

Über ein Jahr hatte der Zoo Hoyerswerda nach einer geeigneten Partnerin gesucht „Viele Zoos und Tierparks suchen ein Faultierweibchen, dass wir dann Carla so kurzfristig zugewiesen bekommen haben, ist für uns ein Glücksfall “, zeigt sich Eugène Bruins begeistert über die schnelle Partnervermittlung. Mit der Eingewöhnung der jungen Faultierdame in Hoyerswerda ist er sehr zufrieden. Auch die problemlose Vergesellschaftung mit dem Faultiermännchen Carlo überrascht ihn „Das sich beide manchmal nicht riechen können ist ganz normal, aber das sie sogar schon gemeinsam fressen und sich gelegentlich einen Schlafplatz teilen, ist nach so kurzer Zeit außergewöhnlich.“


Der zweijährige Carlo stellte sich gentlemanlike vor und gab Carla alle Zeit der Welt zur Eingewöhnung. Anfangs noch recht schüchtern, zeigte Carla schnell wer nun das Sagen im Tropenhaus hat. Die vielen Ruhe-und Liegeplätze hatte sie bald für sich entdeckt und Carlo hatte so manches Mal das Nachsehen. Pünktlich um 14.30 Uhr treffen sich die beiden zur täglichen Fütterung. Anschließend können Carla und Carlo auch, für Faultiere eher untypisch, recht flott unterwegs sein. Denn wer zuerst kommt, erwischt den besten und nahesten Platz für das Verdauungsschläfchen. Sollten sich Carla und Carlo doch mal nicht einig sein, reicht ein kurzes Fauchen und der Andere zieht sich langsam zurück.

Die vom Apenheuler Affenzoo, in dem Carla geboren wurde, angekündigten launischen Stimmungsschwankungen zeigte die junge Damen im Zoo Hoyerswerda noch nicht. Mit ihren Tierpflegern hat sie schnell Freundschaft geschlossen.

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Carla und Carlo haben noch viel Zeit, sich besser kennenzulernen, denn mit etwas über einem Jahr ist Carla, wie der zweijährige Carlo, noch nicht geschlechtsreif. Mit Nachwuchs kann der Zoo frühesten in zwei Jahren rechnen.

Hoyerswerdsche Faultierfans sollten jetzt noch bis zum 31.10. die Möglichkeit nutzen, die reduzierte Jubiläumsjahreskarte anlässlich 60 Jahre Zoo Hoyerswerda zu erwerben. Anstatt der üblichen 29 € kostet sie nur 23 €. Damit können Carla und Carlo ein ganzes Jahr lang täglich besucht und ihre Entwicklung selbst miterlebt werden. Die reduzierte Jubiläumsjahreskarte kann nur unter Vorlage eines gültigen Ausweises als Nachweis auf den Wohnort Hoyerswerda ausgestellt werden und gilt nicht für Jahreskartengutscheine.



Ehre für engagierten Hoyerswerdaer


21.September 2019: Die Gemeinschaft der Zooförderer (GdZ) hat in ihrer Mitgliederversammlung am 21. September in Berlin dem langjährigen Vorsitzenden des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda, Viktor Strzodka, in einer Schweigeminute gedacht. Viktor Strzodka, der im Juni verstorben ist, habe wesentlichen Anteil an der erfolgreichen Arbeit der GdZ, für die er sich auch in schwierigen Zeiten engagiert eingesetzt habe, würdigte Präsident Bruno Hensel. Sein Wirken werde nicht vergessen. Die Gemeinschaft der Zooförderer besteht seit 25 Jahren.

 

In der Mitgliederversammlung, in der auch der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda durch Frank Grommisch vertreten war, erfolgte die Wahl des Vorstands für die nächsten vier Jahre. Als Präsident wurde erneut Bruno Hensel aus Wuppertal einstimmig bestätigt. 1. Stellvertreter ist Klaus Kohlmann aus Nürnberg und 2. Stellvertreter Ralf Leidel aus Dresden. Auch die anderen Mitglieder des Führungsgremiums wurden einhellig in ihren Ämtern bestätigt.

"Um unsere eigene Öffentlichkeitsarbeit und unsere Anliegen zur Entwicklung der Zoologischen Einrichtungen und für den Artenschutz zu verstärken, haben wir 2018 erstmals des Internationalen Zooförderer-Tag (Immer am Pfingstmontag) ins Leben gerufen", stellte Bruno Hensel in der Mitgliederversammlung fest. Hoyerswerda hat sich 2019 erstmals daran beteiligt. Bruno Hensel: "An den bisherigen Tagen haben jeweils mehr als 20 Vereine teilgenommen. Die GdZ unterstützt dabei. Der Präsident verwies auf die großen finanziellen Unterstützungen der Zoovereine für die zoologischen Einrichtungen. In den 64 Fördervereinen, die inzwischen der GdZ angehören, schenken täglich mehrere Tausende Ehrenamtliche ihr Engagement und ihre Zeit ihren Zoos, wurde anerkannt. 


Zu den aktuellen Projekten des Vereins der Zoofreunde in Hoyerswerda  gehört die finanzielle Unterstützung beim Bau der Leopardenanlage und die Sanierung der des Pinguingeheges.


Die mehrtägige Tagung der GdZ in Berlin wurde diesmal von den Freunden der Hauptstadtzoos ausgerichtet. Tagungsort war das Rote Rathaus. Zum Besuchsprogramm gehörte auch eine Visite im Tierpark Berlin.

Dort gehört die junge Eisbärin Hertha zu den Bewohnern, die auf großes Interesse bei den Gästen stieß.


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Großer Trubel bei einem 60-Jährigen


1. September 2019: Der Zoo Hoyerswerda besteht 2019 immerhin 60 Jahre. Diesem Anlass war am 1. September das Tiergartenfest gewidmet. Hier gab es auch Gelegenheit, etwas Rückschau zu halten. Besonders interessant dürfte es für etliche Zoobesucher gewesen sein, den Gründer des Zoos, Günter Peters, in einer historischen Tonaufnahme zu hören, als er davon berichtete, wie der einstige Tiergarten entstanden ist. Nicht mit Blumen ließen sich die Hoyerswerdaer locken, sondern erst, als die ersten Tiere eingestallt waren, wuchs das Interesse an dem Neuen und dem Museum im Schloss. Viele Freiwillige fanden sich, um dabei zu unterstützen. Erinnert wurde an alle Zoodirektoren, die seitdem ihre Spuren in Hoyerswerda hinterlassen haben.


Den Bogen in die Gegenwart schlugen der Zooleiter Eugène Bruins und der Vorsitzende des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda, Karsten Bormann. Jüngstes Projekt ist die neue Leopardenanlage. Vor zwei Wochen, so berichtete Eugène Bruins, haben die Bauarbeiten begonnen. Er hofft, dass sie vielleicht im November oder Dezember abgeschlossen werden können.  Länger, möglicherweise bis Ostern, wird die Sanierung der Pinguinanlage dauern. Beide Vorhaben werden vom Verein der Zoofreunde unterstützt. Karsten Bormann überreichte an Eugène Bruins einen symbolischen Scheck über 60 000 Euro. Vom Publikum gab es dafür großen Applaus. Möglich sind die Veränderungen dank eines engagierten Zooteams und des ehrenamtlichen Einsatzes der Mitglieder vom Verein der Zoofreunde Hoyerswerda, hoben beide hervor.


Während die beiden Männer in einem Interview vor der Bühne Rede und Antwort standen, wurde die große Geburtstagstorte mit einzigartigen Tiermotiven vom Tortendesign von Sarah Gierig verteilt. Eugène Bruins und Karsten Bormann hatten das Kunstwerk zuvor angeschnitten. Dann war der Andrang groß. Viele wollten davon etwas abhaben und kosten. Sie konnten anschließend die Torte zur Musik von Schlagersänger Frank Schöbel genießen. Er und seine Band ließen viele seiner bekannten Lieder erklingen. Sie sorgten für Begeisterung ebenso wie seine lockerere Moderation. Bei über 30 Grad Celsius verriet Frank Schöbel neben anderem, dass nächste Woche die Produktion der Weihnachtssendung beginnt, die traditionell Heiligabend ausgestrahlt wird.


Zur Mittagszeit hatte übrigens das Orchester Lausitzer Braunkohle musiziert. Es besteht wie der Zoo seit 60 Jahren.

 

 

 

 

60 Jahre Zoo


 

Kolkraben im Zoo und in der Sage


15. August 2019: Zoochef Eugène Bruins und der Geschäftsführer der KRABAT-Mühle Schwarzkollm gGmbH, Tobias Zschieschick, enthüllten gemeinsam eine ganz besondere Infotafel am Gehege der Kolkraben im Zoo Hoyerswerda. Neben der Gehegetafel informiert nun auch eine Infotafel über die besondere Rolle der schwarzen Raben in der KRABAT-Sage und weckt die Neugier auf einem Besuch der KRABAT-Mühle Schwarzkollm, um mehr über den Krabat zu erfahren und zu erleben.


Auf dem Gelände der KRABAT-Mühle Schwarzkollm finden die Besucher nun eine zoopädagogische Infotafel über die Kolkraben und erfahren zweisprachig auf Sorbisch und Deutsch Informatives über Verbreitung, Nahrung und das Sozialverhalten dieser spannenden Vögel. Zudem enthält diese Tafel wiederum den Hinweis, dass die echten Kolkraben im Zoo Hoyerswerda besucht werden können. Beide Freizeiteinrichtungen sind bequem per Fahrrad und Auto erreichbar und auch direkt über die Stadtlinie 1 miteinander verbunden.


„Ich kenne die Krabat-Sage seit 2,5 Jahre und bin von der Geschichte und der Mühle begeistert. Dies ist auch der Grund, warum ich die Kolkraben in den Zoo Hoyerswerda geholt habe, erklärt Zoochef Eugène Bruins. „Umso mehr freuen wir uns, dass sich diese intelligenten Tiere bei uns so wohl fühlen, dass Sie schon für Nachwuchs gesorgt haben.“


„Ich habe mich über die Idee von Zoochef Eugène zur Vernetzung von Zoo und KRABAT-Mühle Schwarzkollm sehr gefreut. Es ist schön, wenn wir Gemeinsamkeiten entdecken und daraus etwas machen“, freut sich Tobias Zschieschick. Beide möchten künftig auch bei Führungen auf die jeweils andere Einrichtung hinweisen.


Mit dieser Kooperation vertiefen KRABAT-Mühle und Zoo Hoyerswerda ihre Zusammenarbeit. Bereits seit einigen Jahren läuft die gemeinsame Werbekampagne „Familienzeit in Hoyerswerda“ in welcher die beiden als besonders familienfreundlich ausgezeichneten Freizeiteinrichtungen gemeinsam mit dem Stadtmuseum, dem Lausitzbad, dem ZCOM und dem Jump Up gezielt Touristen für einen Ausflug nach Hoyerswerda begeistern wollen.

 

 

 

 

Tobias Zschieschick und Eugène Bruins


Jubiläumsschau und Sonderheft


7. Juli 2019: Ein besonderer Jahrestag kann in Hoyerswerda begangen werden. Der Zoo besteht 60 Jahre. Und viele Bürger der Stadt haben Anteil daran, dass dieses Erholungsgebiet neben dem Schloss sich entwickeln und wachsen konnte und weiter gedeiht. Das wird in einer Sonderausstellung gezeigt, die seit dem 7. Juli im Schloss Hoyerswerda besucht werden kann.

 

 

Die wissenschaftliche Leiterin des Museums, Boglarka Ilona Szücz, und Eugène Bruins freuen sich über die gelungene Sonderausstellung und die vielen Gäste zur Eröffnung.

Sie gibt Einblick über die einzelnen Entwicklungsetappen. In Text und vielen historischen Aufnahmen können sich Interessierte einen Überblick vom Werden des einstigen Tiergartens und jetzigen Zoos verschaffen, dessen Gründer der Museumsdirektor Günter Peters war. Er kümmerte sich darum, dass im Umfeld des Schlosses erste Tiergehege entstanden und 1959 der Tiergarten eröffnet werden konnte. Günter Peters, der selbst malte, sorgte dafür, dass der Zoo auch ein Ort der Kunst wurde. Verschiedene Kunstwerke, so von Jürgen von Woyski, sorgen bis in die Gegenwart für ein besonderes Flair auf dem sechs Hektar großen Areal. Und Kunstwerke  bereichern auch die Sonderausstellung. So sind dort 15 Ölgemälde von Günter Peters zu sehen. Boglarka Ilona Szücz, wissenschaftliche Leiterin des Museums, in deren Verantwortung die Gestaltung der Sonderschau lag, bedankte sich bei allen, die zu deren Gelingen beitrugen, etwa durch Leihgaben oder durch Spenden, so dass die Bilder von Günter Peters gerahmt werden konnten.


Die Eröffnung der Sonderausstellung ging einher mit dem Vorstellen des Sonderhefts "60 Jahre Zoo Hoyerswerda". Wie hat es angefangen? Welche Stationen wurden gemeistert? Wer kümmert sich heute um das einzigartige Areal am Schloss? Auf diese und viele andere Fragen gibt es Antworten. Zudem ist dieses außergewöhnliche Geschichtsheft reich bebildert.

Oberbürgermeister Stefan Skora schreibt im Vorwort: "Es waren unzählige Hoyerswerdaer Bürgerinnen und Bürger, Handwerker und Helfer, welche die visionäre Idee des damaligen Museumsdirektors Günter Peters mitt Einsatz, Begeisterung und Tatkraft verwirklichten, Stück für Stück, Stein für Stein, Gehege für Gehege bauten die Hoyerswerdaer ihren Tiergarten selbst auf."  


Seit 1991 engagiert sich der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda mit seinen ehrenamtlich tätigen Mitgliedern für den Zoo. Traditionen werden bewahrt, fortgeführt und es kann Neues geschaffen werden. Damit der Zoo inmitten der Stadt einzigartig ist und bleibt.    


Die Sonderausstellung kann bis zum 10. November im Schloss Hoyerswerda besucht werden.

 

 

Der jetzige Zooleiter Eugène Bruins und der frühere Zoodirektor Dr. Werner Jorga schauen sich das Sonderheft zum runden Jahrestag an.

Wo gibt es die Festschrift?

 

7. Juli 2019: Anlässlich des 60. Geburtstages des Zoo Hoyerswerda wurde eine Festschrift herausgegeben. Sie kann jetzt im Zooshop, dem Museumsshop im Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda, in der Touristinformation und beim Buch- & Musikhaus Sygusch käuflich erworben werden.

 

Die neue Festschrift

Die 60-seitige Festschrift bietet einen Blick hinter die Zoo-Kulissen und blickt zurück auf die spannende Entstehungszeit. Von Aufbauhelfer und Freiluftatelier über Artenschutz und Zooschule bietet die Broschüre interessante Geschichten und wissenswerte Fakten aus 60 Jahren Zoo-Geschichte. Mitarbeiter berichten über ihren Arbeitsalltag, erzählen Kuriositäten und verraten ihre Lieblingstiergeschichten. Tierischen Stars, wie die Bärenbrüder Björn und Bengt oder Emu-Dame-Hilde, stellen sich ebenso vor wie die tatkräftigen Unterstützer des Zoos.


 

 

 

 


Tiefe Trauer um Viktor Strzodka

 

 



14. Juni 2019: Der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda hat eins seiner engagiertesten Mitglieder verloren. Am 14. Juni starb Viktor Strzodka. Er zählte zu den Gründern des Vereins und war viele Jahre dessen erster Vorsitzender. Mit seiner ehrenamtlichen Arbeit für den Zoo und die Stadt hat er Maßstäbe gesetzt. Wir werden ihn stets in dankbarer Erinnerung behalten.  




Für uns eine Premiere 

 

10. Juni 2019: Zum ersten Mal hat sich der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda am Internationalen Tag der Zooförderer beteiligt. Aus diesem Anlass sind wir am Pfingstmontag, 10. Juni, an unserem Stand zwischen Tropenhaus und dem Zoo-Restaurant "Sambesi" mit etlichen Besuchern ins Gespräch gekommen, um ihnen von der ehrenamtlichen Arbeit für den Zoo Hoyerswerda, aber auch in der Gemeinschaft der Zooförderer (GDZ) zu berichten.

Anliegen des Tages ist es mitzuhelfen, dass Menschen sich in ihrer Freizeit ideell und materiell für den Ausbau und die Entwicklung der Zoolandschaft und der Fördervereine engagieren und dieser Einsatz auch öffentlich gewürdigt  bzw. einem breiten Publikum bekannt gemacht wird.

Die Plakate mit dem Zootier des Jahres, dem stark bedrohten Gibbon, waren am Montag rasch vergriffen. Auch die GDZ-Postkarten für den Artenschutz wurden gern mitgenommen, wobei Besucher Interesse hatten, mehr über die bedrohten Tierarten zu erfahren. Und natürlich griffen Zoogäste auch gern Flyern zur Arbeit der GDZ und des Vereins der Zoofreunde.

Der Pfingstmontag war im Zoo Hoyerswerda vor allen Dingen ein Tag für Familien. Die Gäste ließen sich dabei auch nicht vom Nieselregen zur Mittagszeit abhalten.

Danke für das Interesse und vielleicht trifft man sich demnächst wieder, bei der ehrenamtlichen Arbeit im Sinne der GDZ und des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda. Den Internationalen Tag der Zooförderer gibt es seit 2018, jeweils am Pfingstmontag.  



Es ist was los in den "Kinderstuben"


8. Juni 2019: Tierisch viel Nachwuchs können Besucher derzeit im Zoo Hoyerswerda entdecken. Ob pelzig oder gefiedert: Bei mehreren Arten sind Jungtiere zu bestaunen.  

 

Kleiner Igeltanrek

Besonders niedlich sind die kleinen Igeltanreks im Tropenhaus. Gemeinsam mit Mama und Papa leben die fünf stacheligen Gesellen in einem der Terrarien. Noch bleiben sie am liebsten in der Nähe ihrer Eltern, aber schon bald geht es zwischen Baumrinden und Pflanzen auf Entdeckungstour. Zwei der fünf jungen Kängurus haben ihr Gehege hingegen schon erobert. Munter hopst der Nachwuchs in der ausgefallenen WG zwischen den sieben ausgewachsenen Benettkängurus und Europas zahmster Emu-Dame Hilde umher.

 

Ganz besonders freut sich der Zoo Hoyerswerda auch über vierfachen Nachwuchs bei den Steinkäuzen. Bereits im Herbst 2018 war es Zooleiter Eugène Bruins in Kooperation mit einem Auswilderungsprojekt im Harz gelungen, einen jungen Steinkauz in die freie Natur zu entlassen. Auch die vier kleinen Käuze sollen ausgewildert werden, sobald sie groß genug sind. Noch mehr gefiederten Nachwuchs gibt es bei den Mandschurenkranichen. Das Federkleid der beiden Vögel, die im April geschlüpft sind, ist noch braun. Aber die zwei sind schon kräftig gewachsen und stolzieren neben ihren eleganten Eltern in der Anlage umher. So farbenprächtig wie die Elterntiere werden auch die vier frisch geschlüpften Küken der Rotohrbülbüls einmal sein, die im Tropenhaus leben. Zum ersten Mal gab es in diesem Frühjahr Nachwuchs bei den Kolkraben, die neu im Zoo sind. Das letzte Jungtier ist noch bis zum 12. Juni in seiner Voliere zu beobachten und wird danach abgegeben. Die verschiedenen Küken mit ihrem ganz unterschiedlichen Gefieder, die derzeit im Hühnerhof scharren und picken, sind dagegen noch etwas länger zu sehen.

 

Absolute Lieblinge sind zur Zeit die beiden Zicklein, die gemeinsam mit den anderen Zwergziegen im Streichelgehege herumtoben. Tierisch süß sind auch die Mini-Lämmer der kleinsten Schafrasse der Welt: Gleich dreimal gab es in diesem Jahr Nachwuchs bei den Ouessantschafen. Die fünf jungen Felsenhörnchen klettern ebenfalls munter durch ihr Gehege und bei den Schönhörnchen gibt es noch ein Jungtier zu entdecken. Die anderen beiden haben bereits ein neues Zuhause gefunden. Affenstarker Nachwuchs hat sich auch bei den Kaiserschnurrbarttamarinen und Totenkopfaffen eingestellt. Zwei Jungtiere der letzteren Affenart sind bereits über das Zuchtprogramm in einen Zoo in Frankreich umgezogen. Erst wenige Tage alt ist ein kleiner Steinbock und ein weiteres Jungtier wird bei dieser Art in Kürze noch erwartet.

 

Am zahlreichsten ist auch in diesem Jahr der Nachwuchs bei den Riesenlaubfröschen vertreten. Im Tropenhaus tummeln sich noch viele Kaulquappen und mehr als 200 Stück wurden dieses Jahr bereits abgegeben. Allein von 2017 bis 2019 haben mehr als 600 Laubfrösche aus dem Zoo Hoyerswerda ein neues Zuhause gefunden, unter anderem in den Zoos in Berlin, Leipzig, Dresden, Stuttgart, Neuwied, Hamburg, Frankfurt und Antwerpen.

 

Auch wenn der Zoo Hoyerswerda sich in diesem Jahr über tierisch viel Nachwuchs freuen kann: Bei den Hornvögeln hofft das Team noch. Das Hornvogel-Weibchen hat sich schon vor mehreren Wochen eingemauert und wird seither von ihrem Männchen versorgt. Das erwartete Jungtier soll später an den Vogelpark Marlow gehen.


 

 

 

 

Nachwuchs bei den Steinkauzen


Viele haben geholfen

13. April 2019:
Beim Frühjahrsputz am 13. April haben 45 Mitglieder bzw. Freunde des Zoos kräftig zugepackt und für die Verschönerung des Areals gesorgt. Die Arbeiten begannen bereits gegen 9 Uhr. Zuvor zeigte sich das Wetter gar nicht so frühlingshaft, sogar ein paar Schneeflocken waren gefallen. 

Vor allem fällt die Aktion der Initiative Stadtwunder ins Auge, die rund 650 Ostereier aufhängte bzw. Osterdekorationen aufstellte, einige davon wurden noch mit zusätzlichen Handarbeiten verziert. Und umhäkelte Ostereier können auch bestaunt werden. Ein toller Schmuck für unseren Zoo.

Der Vorsitzende des Vereins der Zoofreunde, Karsten Bormann, und der Zoologische Leiter Eugène Bruins lobten den Arbeitseifer der Beteiligten am Sonnabendvormittag ausdrücklich. So wurde die ehemalige Kamelanlage gesäubert. Damit sind wesentliche Vorarbeiten für das nächste Bildhauersymposium geschaffen, das für den Juni geplant ist. Außerdem wurden im Bereich der Känguru-Anlage das Areal am Außenzaun von Laub, aber auch von Unrat gesäubert, der offenbar von Unvernünftigen über den Zaun geworfen wird. Dort kamen etliche Flaschen, aber auch Verpackungen aus Plaste zum Vorschein. Auf dem Mara-Gehege neben dem Teich war schubkarrenweise Erde zu bewegen, um Höhenunterschiede auszugleichen und für einen besseren Wasserabfluss zu sorgen. Gestrichen wurden Teile des Außenzauns an der Straße Am Haag. Kraft benötigten die Männer, die sich um das Pflanzen von drei Bäumen kümmerten. Dazu gehört die Flatter-Ulme, der Baum des Jahres 2019. Er hat seinen Standplatz auf der Zebraanlage bekommen. 

Eugène Bruins wies die Teilnehmer auf die Jungtiere hin, die derzeit im Zoo in verschiedenen Gehegen zu entdecken sind, nicht allein bei den Kängurus, sondern auch bei den Kolkraben und den Schafen zum Beispiel. Zu dem größten Vorhaben im 60. Jahr des Bestehens des Zoos, den Bau einer neuen Leopardenanlage informierte er, dass auf die  Baugenehmigung gewartet wird. Zudem äußerte er erneut seine Anerkennung für den großartigen Einsatz beim Herbstputz, als tausende Blumenzwiebeln gesetzt wurden.  Derzeit können Narzissen am Bärengehege und Tulpen am Domizil der Flamingos bestaunt werden.

Der Termin für den Herbstputz 2019, bei dem wieder viele fleißige Helfer werden, ist für den 2. November, den ersten Sonnabend in dem Monat, angekündigt. Der Verein der Zoofreunde bittet, sich dieses Datum bereits vorzumerken. Aber zuvor gibt es im Zoo etliche andere Veranstaltungen und es ist immer etwas zu entdecken. Das Motto lautet: Ein Besuch lohnt immer.     


Früjahrsputz 2019



 

 

 


"Geburtstagsgeschenk" für den Zoo


4. April 2019: Der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda hat am 

3. April in seiner Mitgliederversammlung im Schloss entschieden, zwei Vorhaben des Zoos mit insgesamt 60 000 Euro zu unterstützen. Alle Anwesenden stimmten dafür, dass für den Neubau der Leopardenanlage im Zoo und für die Umgestaltung der Pinguinanlage diese fünfstellige Summe zur Verfügung gestellt wird.

 

 

 

Vorsitzender Karsten Bormann während des Rechenschaftsberichts

Damit leistet der Förderverein im 60.Jahr des Bestehens der zoologischen Einrichtung einen weiteren großen Beitrag für deren Entwicklung. Darauf hatte Vorsitzender Karsten Bormann auch im Rechenschaftsbericht des Vorstands hingewiesen. Er erinnerte neben anderem an die Bären- sowie die Erdmännchenanlage. "Sie sind gute Beispiele unserer erfolgreichen Arbeit, die es weiterzuführen gilt." Daneben wird der Zoo auch auf andere Weise unterstützt, etwa durch den Frühjahrsputz des Vereins, der am 13. April um 9 Uhr beginnen soll.


Der zoologische Leiter Eugène Bruins hatte in der Jahresmitgliederversammlung die beiden Großprojekte ausführlich erläutert und um Zustimmung gebeten. Vorgesehen ist, dass sowohl die Leopardenanlage als auch der Umbau des Pinguingeheges in diesem Jahr erfolgen. Der Zoo sprach am Donnerstag aus Anlass der Entscheidung des Fördervereins von "einem großartigen Geburtstagsgeschenk"  zum 60-jährigen Bestehen des Zoos. 


Im 27. Jahr des Bestehens des Vereins werden finanziell und Personell unterstützt der Frühjahrsputz, der Stadtkindertag, das Tiergartenfest, die Halloween-Nachtführung, der Herbstputz und die Weihnachtsführung. 


Auszüge aus dem Rechenschaftsbericht stehen unter der Rubrik "Mitgliederversammlungen"  



Zoobesucher unterstützen Naturschutzstation 

 

8. März 2019: Mit einer Spende in Höhe von fast 1 900 Euro haben die Besucher des Zoos Hoyerswerda die Arbeit der Naturschutzstation Neschwitz unterstützt. Das Geld war letztes Jahr im Spendenkegel des Tropenhauses gesammelt worden. Zooleiter Eugène Bruins übergab am Donnerstag, 7. März 2019, offiziell den Spendenscheck an Vereinschefin Angelika Schröter. Der Verein engagiert sich vornehmlich für den Erhalt und Schutz seltener Arten, die in der Lausitz heimisch sind. 

 

"Wir freuen uns sehr, dass so viele Zoobesucher die Naturschutzstation großzügig unterstützt haben, denn der Arten- und Naturschutz in der Region liegen uns sehr am Herzen", betont Eugène Bruins. Der Zoo Hoyerswerda beteiligt sich an verschiedenen Projekten rund um den Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten und kooperiert seit mehreren Jahren mit dem Neschwitzer Verein. Unterstützend zur Seite steht der Zoo Hoyerswerda der Naturschutzstation auch bei dem jährlich stattfindenden Amphibiencamp Ende April. Zooleiter Eugène Bruins wird im Rahmen des Camps am 25. April einen Vortag mit anschließender Führung zu Amphibien und Reptilien halten. Interessierte Kinder im Alter von acht Jahren können sich gern bei dem Verein melden. Weitere Informationen dazu unter www.naturschutz-neschwitz.org

 

 

 

 

 

Mit Hilfe der Spenden aus dem Jahr 2017 konnten bereits alle Vogelvolieren der Station wieder instand gesetzt werden. Auch das diesjährige Geld will die Naturschutzstation eigenen Angaben zufolge wieder für die Betreuung und Aufwendungen der Wildvogelpflegestation verwenden. Dort werden in jedem Jahr etwa 100 verletzte oder geschwächte Vögel wie Mäusebussard, Mauersegler, Rauch- und Mehlschwalbe, Amsel, Turmfalke, Sperling, Saat- und Nebelkrähe, Storch und Graureiher aufgenommen. In der Wildvogelpflegestation werden die Tiere betreut und nach ihrer Genesung wieder ausgewildert.


Der Verein engagiert sich zusätzlich stark für den Schutz heimischer Amphibien. Insgesamt zehn Kilometer Amphibienschutzzaun an 25 Stellen sind in diesem Jahr schon an stark befahrenen Straßen angebracht worden. Allein im letzten Jahr konnten so bei den jährlichen Amphibienwanderungen in der Region 35 000 Tiere über die Straße gesetzt werden.




Rekord-Besucherzahl

 

6. Februar 2019: Zoo & Schloss Hoyerswerda haben im Jahr 2018 ein starkes Besucherplus verzeichnet. Insgesamt konnten 125 629 Besucher begrüßt werden. Das ist das beste Ergebnis seit dem Zoo & Schloss unter der Regie der Zoo, Kultur & Bildung Hoyerswerda gGmbH stehen. Im Vergleich zum Jahr 2017 stieg die Besucherzahl um rund 20 Prozent. Der wichtigste Grund für den deutlichen Zuwachs ist, dass vor allem das Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda, aber auch der Zoo weiter deutlich an Attraktivität gewonnen haben.

 

Seit 2018 erstrahlt das Schloss nach umfangreichen Investitionen sowohl außen als auch innen in neuem Glanz. Mit dem komplett neugestalteten „LehrReich“ konnte im Juni ein weiterer Teil der ständigen Ausstellung im Stadtmuseum eröffnet werden. Zusammen mit dem „ErlebnisReich“, das 2016 eingeweiht wurde, bietet das Schloss nun zwei moderne und interaktive Dauerausstellungen, die spannende Zeitreisen durch die Vergangenheit erlauben. Damit ist es dem Stadtmuseum gelungen, auch neue Besuchergruppen für das Erlebnis Geschichte zu begeistern. Außerdem lockte das Schloss 2018 mit sechs Sonderausstellungen – darunter auch die Ausstellung „75 x Hoyerswerda“, die anhand von 75 ausgewählten Objekten durch 750 Jahre Stadtgeschichte führt. Im vergangenen Jahr konnten zudem die umfangreichen Sanierungsarbeiten am Schloss erfolgreich abgeschlossen werden. So wurden die Standsicherheit des ältesten Gebäudes von Hoyerswerda aufwendig verbessert und zudem die Fassade erneuert und nahezu alle Fenster modernisiert. Mit der Sanierung der kleinen Brücke über den Schlossgraben wurde außerdem die Verbindung zwischen Schloss und Zoo verbessert. Denn Dank der Neugestaltung kann die Brücke jetzt auch von Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, leichter passiert werden.

 

Auch der Zoo Hoyerswerda hat durch neue Anlagen wie das Tundra-Gehege für die Schneeeulen und das großzügige Areal für die Kamele, Lamas und Esel weiter an Attraktivität gewonnen. Besonders viele Besucher aus nah und fern kamen, um sich den Nachwuchs bei den Kubakrokodilen anzuschauen und Faultier Carlo als neuen Bewohner im Tropenhaus zu entdecken. Großveranstaltungen, wie „Historica – Mittelalter trifft Barock“, der Stadtkindertag, das Tiergartenfest und Halloween erwiesen sich als Besuchermagnete. Hinzu kam das außergewöhnlich gute Wetter. Die vielen Sonnentage von April bis weit in den Herbst hinein lockten viele Gäste ins Freie und machten Lust auf einen Bummel durch Zoo und Schloss.

  

Im Jubiläumsjahr 2019, in dem der Zoo sein 60-jähriges Bestehen feiert, können sich Besucher auf neue Anziehungspunkte in Zoo und Schloss freuen. So wird unter anderem die neue Anlage für die China Leoparden San und BaoBao eingeweiht. Eine der nächsten Sonderausstellungen im Schloss zeigt den Wandel des Zoos in den vergangenen sechs Jahrzehnten und gibt spannende Einblicke in Leben und Werk von Gründervater Günter Peters und dem Initiator der Bildhauersymposien Jürgen von Woyski. Einer der Höhepunkte des Jahres wird das zwölfte Bildhauersymposium, das vom 20. Juni bis 1. Juli mit internationalen Künstlern im Schloss & Zoo Hoyerswerda stattfindet.  




Das große Zählen im Zoo Hoyerswerda


24. Januar 2019: Der Zoo Hoyerswerda blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurück. Bei ihrem Bummel durch die Zoo-Welt können Besucher aktuell 938 Tiere in 129 Arten erleben. Das hat die diesjährige Inventur ergeben, bei der die Mitarbeiter in den vergangenen Wochen alle Zoobewohner unter die Lupe genommen und statistisch erfasst haben.

 

Im Vergleich zum Jahr 2017 gibt es deutlich mehr Arten im Zoo Hoyerswerda zu entdecken. „Vor allem drei neue Vogelarten und vier neue Säugetierarten machen Eindruck“, sagt Eugène Bruins. Neben Faultier Carlo sind die Gürteltiere Günther und sein neues Weibchen Gwendolyn sowie ein Nachtsalmler und ein Schillersalmler im Tropenhaus eingezogen. In der Halle gibt es seit Dezember auch Blaue Riesenskorpione zu sehen und bereits seit dem Frühjahr fliegen Purpurtangare, Dreifarbenglanzstare und Rotohrbülbüls frei herum. Die Anzahl der Fischarten schwankt noch, da nach Arten gesucht wird, die optimal zur WG mit den Jesus-Echsen und Stechrochen im Amazonasbecken passen.

Im vergangenen Jahr sind weiterhin vier Pfauen im Zoo eingezogen, die ab diesem Jahr frei herumlaufen werden. Ein neues Jemenchamäleon ist heute im Frosch-Terrarium eingesetzt worden. Der jüngste Neuzugang ist eine komplett neue Art. Worum es sich handelt, ist bislang geheim, wird aber in Kürze öffentlich vorgestellt. Das neue Außengehege ist fast fertig.

 

Sehr erfolgreich war wieder die Zucht in 2018 mit etwa 20 Arten. Für Schlagzeilen hat im Sommer der krokotastische Nachwuchs bei den Kubakrokodilen gesorgt. Nachzuchten gab es ebenso bei den Sinaloa Milchschlangen (4), Königspythons (4), Stirnlappenbasilisken (7), Mandschurenkranichen (2), Steinböcken (2), Kaiserschnurrbarttamarine (3), Totenkopfäffchen (3), Schönhörnchen (8), Erdmännchen (4), Bankivahühner (6), Pfauen (2), Steinkauz (1), Igeltanreks (6), Maras (2), Riesenlaubfrösche (sehr viele), Ouessantschafen (3) und Hühnern.  


Viele der Nachzuchten bereichern nun andere Zoos. So wurden beispielsweise sieben Bankivahühner und fünf Schönhörnchen in andere Zoos abgegeben. „Unsere Nachzuchten leben jetzt in Deutschland, Frankreich, der Schweiz, der Slowakei, den Niederlanden und Dänemark“, sagt Eugène Bruins.

 

Damit der Zoo auch 2019 weiter erfolgreich züchten kann, gab es für einige Tiere neue Partner. So kam im Sommer China Leoparden-Weibchen BaoBao aus Paris als Partnerin für Männchen San nach Hoyerswerda. Bei den Servalen und Springtamarinen sind jeweils ein neues Weibchen, bei den Schneeeulen und Kängurus jeweils ein neues Männchen hinzugekommen. Neu im Zoo sind ebenfalls ein Haubenkapuzineraffe, der aus dem Tierpark Aschersleben kam und jetzt mit den zwei Weibchen zusammenlebt. Außerdem wurden aus dem Zoo Leipzig etwa 100 Amazonasfische aufgefangen, da das dortige Aquarium renoviert wird. Neu sind ebenso zwei Nashornleguane und ein Pelikan.

 

 

 

 

Inventur im Zoo


 

Im Vergleich zum Jahr 2017 ging die Anzahl der Individuen um 110 zurück. „Das hat vor allem damit zu tun, dass die Anzahl der Garnelen und der Riesenlaubfrösche reduziert wurde“, erklärt Zooleiter Eugène Bruins.

 

Leider gab es 2018 auch einige Abgänge zu verzeichnen. So betrauert der Zoo den Verlust der Pinguin-Gruppe. Die beiden letzten Pinguine sind im Januar verstorben. Im Aquaterrarium haben die Jesusechsen gelernt, ganz effektiv kleine Fische aus dem Wasser zu tauchen und zu fressen. Daher sollen dort künftig größere Fischarten eingesetzt werden, und Arten, die näher am Boden leben. So wurden am heutigen Donnerstag 50 Schwarze Neons und 25 Kirschflecksalmler ins Aquarium gesetzt - zwei relativ kleine Arten, die gut überleben, da sie nah am Boden leben.

 

Zu den besonderen Freuden gehörten die neuen Gehege, die 2018 eingeweiht werden konnten. Los ging es mit der Tundra-Voliere für die Schneeeulen. Kamele und Lama bekamen eine neue Anlage mit Stall und Lama-Badewanne. Im Tropenhaus wurde ein Lebensraum für Faultiere geschaffen. „Nicht nur Carlo, sondern auch die neuen Vögel, fühlen sich dort wohl“, sagt Eugène Bruins. Am Tropenhaus ist ein Gehege für die Hornvögel übernetzt worden. Die Bauarbeiten für die neue Leopardenanlage, die dank vieler Spenden errichtet werden kann, haben begonnen. Mittlerweile ist das alte Löwengehege abgerissen worden und sobald das Wetter es zulässt, wird gebaut.

 

Für den Naturschutz hat sich der Zoo Hoyerswerda auch im vergangenen Jahr stark gemacht. So kann die Naturschutzstation Neschwitz wieder mit einer Spende unterstützt werden und auch an einem  Projekt für gefährdete Wildkamele in der Mongolei hat sich der Zoo beteiligt. Die Erlöse des Pinguinaktionstags kamen einer Initiative für Humboldtpinguine in Chile zu gute. Außerdem konnte erstmals ein Steinkauz-Jungtier, das in Hoyerswerda geboren wurde, im Harz ausgewildert werden.

 


Bronze-Förderer für Zootier des Jahres 


19. Januar 2019: Der Zoo Hoyerswerda unterstützt die Initiative „Zootier des Jahres 2019“ als Bronze-Förderer. Die Spende in Höhe von 500 Euro stammt aus dem Naturschutz-Spendentrichter im Tropenhaus. Diesmal ist der Gibbon von der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) zum „Zootier des Jahres“ ernannt worden. 

 

 

Den Angaben zufolge gelten Gibbons als die bedrohtesten Menschenaffen der Welt. „In China sind allein in den vergangenen 20 Jahren zwei Arten für immer verschwunden, vom Menschen vollständig ausgerottet“, sagt Dr. Sven Hammer von der ZGAP in einer Mitteilung. „Dieses Schicksal wollen wir den verbleibenden Gibbonarten unbedingt ersparen.“ Ziel der Kampagne sei es deshalb, mehr Aufmerksamkeit auf die sogenannten kleinen Menschenaffen zu lenken und die Erhaltungszuchtbemühungen der Zoologischen Gärten sowie die Schutzprojekte in den südostasiatischen Ursprungsländern zu unterstützen. Mit dem Geld, das durch die Artenschutzkampagne gesammelt wird, sollen das Schutzgebiet Nakai-Nam Theun in Laos, in dem Weißwangen-Schopfgibbons leben, sowie das Projekt Kon Plong in Vietnam, zum Schutz von Gelbwangen-Schopfgibbons, unterstützt werden. Weitere Informationen zur Kampagne gibt es im Internet unter www.zootierdesjahres.de.

 

Der Zoo Hoyerswerda unterstützt die Initiative „Zootier des Jahres“ seit längerer Zeit. Im Jahr 2017 war die Einrichtung bereits Bronze-Förderer der Kampagne, bei der damals der Schutz von Rotsteißkakadus und Gelbwangenkakadus im Fokus standen. Zwei Vertreter des aktuellen „Zootier des Jahres“ können Besucher in Hoyerswerda erleben. Die Weißhandgibbons Stevie, der 1993 in Saarbrücken geboren wurde, und die 20-jährige Gipsy turnen munter durch ihr Gehege und sind mit ihrem lauten Rufen und Gesang weit über die Grenzen des Zoos hinaus hörbar. Bereits seit Anfang der 80er-Jahre sind Gibbons auf dem Areal zu Hause. Neben den Weißhand-Gibbons lebten in den 80ern auch zwei Schopfgibbons im Zoo Hoyerswerda.  



Schildkrötenhaus saniert

17. Januar 2019:  Die Schildkröten im Zoo Hoyerswerda können pünktlich zum Jahresanfang in ihr renoviertes Zuhause einziehen. Mit Unterstützung durch regionale Firmen wurde das Schildkrötenhaus in den vergangenen Monaten aufwändig energetisch saniert.


Energisch und schneller als man denkt, liefen die vier Schildkröten des Hoyerswerdaer Zoos in den sanierten Bereich. Natürlich lockte auch das vielfältige Einweihungsmenü in Form einer sechzig. Denn der Zoo Hoyerswerda feiert dieses Jahr sein 60-jähriges Jubiläum. Nach der ausgiebigen Mahlzeit erkundeten die Schildkröten ihr neues altes Zuhause.Schwerpunkt der Sanierung bildete der Einbau einer neuen Be- und Entlüftungsanlage, die für einen optimalen und kontrollierten Luftaustausch im Gebäude sorgt. Im Zuge der Arbeiten ist außerdem das Dach gedämmt sowie abgedichtet worden, die Wände wurden erneuert und Fenster ausgetauscht.  Eine Zoo-Mitarbeiterin hat zudem eine Galápagos-Landschaft auf die Wände gezaubert.

 

Die gepanzerten Tiere bevorzugen kuschelig warme 28 bis 29 Grad in ihrem Gehege. Durch die Sanierungsmaßnahmen, die zu 48,4 % mit Fördermitteln durch das Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst sowie den Kulturraum realisiert wurden, kann der Zoo nun künftig deutlich Energiekosten einsparen. Die Kosten für die Sanierung des Gebäudes belaufen sich auf rund 40.000 Euro.

 

Im Schildkrötenhaus gleich am Eingang des Zoos sind zum einen Bert und Jolante zu Hause. Sie sind das einzige Galápagos-Riesenschildkrötenpaar in Deutschland. Die gefährdeten Galápagos-Riesenschildkröten können bis zu 300 Kilogramm schwer und 170 Jahre alt werden. Außerdem leben im Gehege mehrere Spornschildkröten. Sie verdanken ihren Namen den Spornen an den Oberschenkeln der Hinterbeine, werden mehr als 70 Jahre alt und bringen über 80 Kilogramm auf die Waage.

 

Für eine bessere Belüftung und deutlich geringere Energiekosten wurde auch im Flamingohaus gesorgt. Dort verbringen die Vögel zum Schutz vor Raubtieren die Nächte. Während der kalten Jahreszeit sind neben den Flamingos auch die Pelikane und andere Wasservögel untergebracht. Durch das Wasser und die Wärme herrschte im Haus eine hohe Luftfeuchtigkeit und eine starke Geruchslage. Dank der neuen Lüftungsanlage wird das Gebäude nun optimal durchlüftet und Besucher können die Vögel auch im Winter besser sehen, weil die Scheiben nicht mehr so stark beschlagen. Die Rosa-Flamingos am Schlossgraben gehören zu den Stamm-Bewohnern des Zoos Hoyerswerda. Sechs der Vögel leben schon seit Anfang der 1980er-Jahre auf der Anlage und sind damit die Tiere, die am längsten im Zoo zu Hause sind.



 

 

 

 


Mütter werden getötet

Gibbon ist Zootier des Jahres 2019


17. Januar 2019: Sie spielen neben Gorillas, Schimpansen & Co. in der Öffentlichkeit nur eine kleine Rolle, dabei sind Gibbons genauso bedroht wie ihre größeren Verwandten. Weil ihre Wälder großflächig zerstört werden, weil die Gibbonmütter getötet werden, damit ihr Nachwuchs auf dubiosen Heimtiermärkten verkauft wird und weil sie gelegentlich sogar gegessen werden, sind alle der rund 20 Arten als „bedroht“ bzw. „gefährdet“ eingestuft. Um mehr Aufmerksamkeit auf die sogenannten kleinen Menschenaffen zu lenken, hat die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP) den Gibbon zum „Zootier des Jahres 2019“ gewählt. „In China sind allein in den vergangenen 20 Jahren zwei Arten für immer verschwunden, vom Menschen vollständig ausgerottet“, sagt Dr. Sven Hammer von der ZGAP. „Dieses Schicksal wollen wir den verbleibenden Gibbonarten unbedingt ersparen.“

 

Kräfte bündeln


Ziel der Kampagne ist es, die koordinierten Erhaltungszuchtbemühungen der Zoologischen Gärten und die Schutzprojekte in den südostasiatischen Ursprungsländern zu unterstützen. Dazu sammeln die beteiligten Partner Gelder, um mit konkreten Maßnahmen zum Erhalt der Gibbons beizutragen. Neben der federführenden Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP) arbeiten die Einrichtungen und Mitglieder der Deutschen Tierpark-Gesellschaft e.V. (DTG), des Verbandes der Zoologischen Gärten e.V. (VdZ) und der Gemeinschaft der Zooförderer e.V. (GdZ) eng zusammen. „Wir wollen unsere Kräfte bündeln, um möglichst viel bewirken zu können“, sagt Viktoria Michel, Projektkoordinatorin der „Zootier des Jahres“- Artenschutzkampagne. „Dazu haben wir zwei Projekte ausgewählt, die mit den gesammelten Mitteln den Schutz der Gibbons noch effektiver durchführen können.“

 

Nakai-Nam Theun, Laos - Weißwangen-Schopfgibbons


In Laos ist das Schutzgebiet Nakai-Nam Theun mit 3.500 Quadratkilometern Fläche eines der letzten großen zusammenhängenden Waldgebiete in Südost-Asien. Es beherbergt zahlreiche endemische und stark bedrohte Arten. Hier leben der Nördliche (Nomascus leucogenys) und der Südliche Weißwangen-Schopfgibbons (Nomascus siki). „Project Anoulak“ bietet Hilfe für die seltenen Tierarten in Laos. Um die Wilderei zu reduzieren, patrouillieren in sorgsam ausgewählten Bereichen 24 ausgebildete Ranger durch den Wald, die durch die lokale Regierungsbehörde unterstützt werden.

 

Kon Plong, Vietnam – Gelbwangen-Schopfgibbons


In Zentralvietnam leben noch etwa 800 der bedrohten Nördlichen Gelbwangen-Schopfgibbons (Nomascus annamensis). Hier ist es das Ziel, den Lebensraum der Gibbons großflächig unter Schutz zu stellen und so ein Überleben dieser Art dauerhaft zu sichern. Deshalb sollen zwei bestehende Schutzgebiete miteinander verbunden werden und ein weiteres großes und bislang weitgehend unerforschtes Waldgebiet angefügt werden. Als Ergebnis soll ein Gibbon-Schutzgebiet von über 120.000 Hektar Fläche entstehen.