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Neuigkeiten aus Zoo und Verein



Seit 30 Jahren


22. September 2021: In wenigen Tagen, am 26. September, besteht der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda 30 Jahre. Gegründet wurde er von 38 Personen als Verein der Tiegartenfreunde Hoyerswerda.


Sie einte das Ziel, den Tiergarten Hoyerswerda als eine wertvoille kulturelle Einrichtung, als Erholungs- und Bildungsstätte unserer Stadt mit Tatkraft und Initiative zu fördern und zu unterstützen. Die Gründungsversammlung erfolgte im Vereinszimmer des Ratskellers.Zu Gast waren dort auch Vertreterv des Fördervereins vom Alpenzoo Innsbruck in Österreich. Sie standen dem Verein der Tiergartenfreunde in der Anfangsphase mit Rat und Tat zur Seite. Dafür gebührt ihnen auch heute Dank.


Erster Vorsitzender wurde Viktor Strzodka.  Am 17. Dezember 1991 wurde der Verein in das Vereinsregister eingetragen.

Viktor Strzodka führte den Verein bis 2002. Er übergab das Amt an Thomas Gröbe. Auf ihn folgte 2011 Karsten Bormann.


Freude über 30 Jahre Zooverein
Freude über 30 Jahre Zooverein



Seit zehn Jahren wird der Verein der Zoofreunde von Karsten Bormann geführt. Er freut sich über diesen besonderen Jahrestag und erklärt dazu: Dieses Jahr begeht unser „Verein der Zoofreunde e.V.“ sein 30-jähriges Bestehen. Das sind 30 Jahre ehrenamtliches Engagement für unseren Zoo in Hoyerswerda und unserer Stadt.


Zoofreunde Hoyerswerda_1
Zoofreunde Hoyerswerda_1

Vor gut 30 Jahren trafen sich engagierte Bürgerinnen und Bürger, um einen Förderverein für unseren Bürgerzoo zu gründen. In einer Zeit des Umbruchs in allen Bereichen des Lebens wollte der Verein ein sicherer und verlässlicher Partner des damaligen Tierparks sein. Im Laufe der Jahre konnte der Verein durch die engagierte Arbeit seiner Mitglieder, den Zoo in vielfältigster Art unterstützen. Durch unsere Arbeit konnte der Verein im Zoo viel Neues entstehen lassen und Bewährtes weiterführen und erhalten wie


- die traditionelle Frühjahrs- und Herbstputz-Aktionen,

- die Maßnahmen der Aktion 55, in der ältere Frauen und Männer einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen konnten;

- die personelle und finanzielle Unterstützung bei Veranstaltungen,

- regelmäßige Baumpflanzaktionen im Zoo.


Ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war der Bau der Bärenanlage, die durch den Verein aus Spendengeldern finanziert wurde und die ein Besuchermagnet geworden ist. Auch am Neubau der Erdmännchen-, Pinguin- und Leopardenanlage beteiligte sich der Verein mit Spendengeldern. Diese Vereinsarbeit ist nur durch die engagierte Arbeit der Mitglieder möglich gewesen und wird auch in Zukunft in enger Zusammenarbeit mit unserem Zoo so sein.

Karsten Bormann
Karsten Bormann


Wir wünschen uns für die nächsten Jahre, dass auch Sie, liebe Leser der Internetseite und Besucher unseres Zoos in Hoyerswerda die Möglichkeit nutzen, und Mitglied werden in unserem „Verein der Zoofreunde Hoyerswerda e.V.“ Bringen Sie sich ein mit Ihren Ideen und Anregungen. Unterstützen Sie mit Ihrer Mitgliedschaft unseren Zoo in Hoyerswerda und werden Sie somit aktiver Förderer einer Bildungs-, Erholungs-, Kulturstätte und einer dem Artenschutz, Naturschutz und Umweltschutz verbundenen Einrichtung der Stadt Hoyerswerda, bittet Karsten Bormann um aktive Mitarbeit.



Aus Anlass des Jahrestags ist aus auch Eugène Bruins, Zoologischer Leiter, eine Herzensangelegenheit, sich dazu zu äußern:

Eugène Bruins
Eugène Bruins


Aus meiner Anfangszeit als Zooleiter werde ich ein Bild niemals vergessen: Die erste Begegnung mit den Mitgliedern des Zoovereins. Als ich 2016 nach Hoyerswerda kam, hatte ich ehrlich gesagt keine Ahnung, was ein Zooverein ist und was er so macht. Ich wusste nicht, was mich erwartet, als ich kurz darauf erstmals beim gemeinsamen Herbstputz teilnehmen durfte. Und dann stehen da plötzlich über 40 gutgelaunte und unglaublich fleißige Leute und packen an. Sie packen an für ihren Zoo. Ich war sprachlos und überwältigt, so etwas kannte ich von meinen früheren Stationen nicht. An diesem Tag habe ich verstanden, warum der Zoo Hoyerswerda ein „Bürgerzoo“ ist.


Dieses Bild der über 40 Helferinnen und Helfer begleitet mich jeden Tag, wenn ich meine Runde durch den Zoo gehe. Ich gehe am neugestalteten Zooteich vorbei und sehe Sie, liebe Zoovereinsmitglieder, wie Sie mit über 5.000 Schilfpflanzen ein Biotop für heimische Amphibien gestalten. Ich höre die Schilfrohrsänger, die Ihnen ihr neues zu Hause verdanken. Ich laufe vorbei an den unzähligen Blumenbeeten, welche Sie mit 25.000 Blumenzwiebeln zum neuen Leben erweckt haben. Ich sehe Else Schulz und den Zooverein, wenn ich die Braunbären Björn und Bengt auf ihrer wunderschönen Anlage beim Buddeln, Klettern und Baden beobachte. Ich sehe die Erdmännchenbabys zum ersten Mal, wie sie ihr naturnahes Gehege erkunden, wo vorher eine eher traurige Betonanlage stand.  Egal wo ich hingehe, ich sehe das Wirken und das großartige Engagement des Zoovereins.


Wenn ich heute durch den Zoo gehe, sehe ich jedoch noch viel mehr. Ich sehe Giraffen durch eine große Anlage spazieren, ich höre das Brüllen der Löwen wieder durch die Altstadt hallen. Ich sehe viele neue, moderne Anlagen, welche die besten Haltungsbedingungen für unsere Tiere, aber auch deutlich bessere Arbeitsbedingungen für unsere großartigen Tierpflegerinnen und Tierpfleger bieten. Ich sehe den Zoo der Zukunft.


Ich danke Ihnen von Herzen für alles, was Sie in diesem Zoo Hoyerswerda ermöglicht haben und ich lade Sie herzlich ein, diesen Weg zum Zoo der Zukunft weiterhin in so enger und vertrauensvoller Partnerschaft gemeinsam zu gehen, damit wir noch viele gemeinsame Erinnerungen und Erfolge teilen dürfen, erklärte

Eugène Bruins




Endlich wieder Erfahrungsaustausch


12. September 2021: Der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda war vom 10. bis zum 12. September bei der 18. Tagung der Gemeinschaft der Zooförderer In Leipzig vertreten. Es war das erste Treffen nach fast zwei Jahren. In der Zwischenzeit waren Präsenzveranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich. Unter dem Motto "Zooförderer auf Zukunftskurs" wurde unter anderem darüber gesprochen, wie auf Folgen der Pandemie in der Vereinsarbeit reagiert werden kann. Die Interessen der Hoyerswerdaer hat in Leipzig Vorstandsmitglied Frank Grommisch vertreten. Die Anregungen aus Leipzig werden die Arbeit des Vorstands des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda beeinflussen. 


Der Gemeinschaft der Zooförderer gehören inzwischen 67 Vereine aus fünf Ländern an.

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Nachwuchs bei Familie Erdmann


11. September 2021:Süßer Nachwuchs zeigt sich seit kurzem auf der Erdmännchen-Anlage im Zoo Hoyerswerda. Vier Jungtiere brachte Familienoberhaupt Heidi bereits Mitte August zur Welt. Erstmals gezeigt haben sie sich allerdings erst jetzt. Lauthals und tapsig erkunden die vier kleinen Erdmännchen ihre Anlage. Dabei bleiben sie immer in sicherer Nähe ihrer Familie. Während ein Wächter die Lage im Blick hat, kümmern sich die restlichen Familienmitglieder rund um die Uhr um den Nachwuchs. Welches Geschlecht die vier Jungtiere haben, wird erst ermittelt, wenn sie etwas älter sind. Dann sollen die kleinen Nesthocker auch einen Namen bekommen. Bis dahin genießen sie die volle Aufmerksamkeit des Clans und die warmen Sonnenstunden des Spätsommers. Sollten sie nicht gleich beim ersten Blick auf der Anlage zu sehen sein, lohnt es sich während des Zoobesuchs erneut auf die Anlage zu schauen.

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Erfolgreiche Feriensaison


11. September 2021: Mit fast 40.000 Besuchern endet die erfolgreichste Feriensaison der letzten drei Jahre. Da sind über zwei Drittel der Gesamtbesucher 2021. „Nach langer Schließzeit und ständig ändernden Verordnungen ist das für uns ein hervorragendes Ergebnis. Nun hoffen wir, auch den Rest des Jahres geöffnet bleiben zu können“, äußert sich Arthur Kusber, Geschäftsführer der Zoo, Kultur und Bildung Hoyerswerda gGmbH. „Es freut uns sehr, dass Zoo & Schloss Hoyerswerda bei Touristen und daheim Gebliebenen ein beliebtes Ausflugsziel im Lausitzer Seenland sind und hoffentlich auch weiterhin sein wird“, erläutert er weiter.


Zoo trauert um Pinguine


9. September 2021: Der Zoo Hoyerswerda betrauert den Verlust von vier Humboldt-Pinguinen. Seit dem 18. August verstarben die Vögel plötzlich und unerwartet innerhalb kurzer Abständen nacheinander. Nur einer der Pinguine zeigte erkennbare Anzeichen von Schwäche und Appetitlosigkeit und wurde sofort medizinisch behandelt. Vorsorglich wurde nach dem ersten Todesfall die gesamte Pinguingruppe mit Fungizid und Antibiotika behandelt.

Um die Todesursache zu klären, wurden drei Pinguine sofort an die Landesuntersuchungsanstalt in Dresden geschickt. Während bei einem Pinguin eine bakterielle Infektion und bei einem anderen Pinguin eine Pilzinfektion als Todesursache diagnostiziert wurde, konnte beim dritten Pinguin auch nach der Obduktion keine eindeutige Ursache festgestellt werden. Auch der vierte Pinguin wird nun schnellstmöglich zur Ursachenbestimmung obduziert.

Die verbleibenden fünf Pinguine zeigen äußerlich keinerlei Anzeichen einer Infektion. Sie werden engmaschig durch Tierpflege und Tierarzt überwacht und bekommen weiterhin Fungizid und Antibiotika verabreicht. Die Pinguine befinden sich derzeit in der Mauser, einer Phase, in welcher sie durch den natürlichen Federwechsel geschwächt und daher besonders anfällig für Infektionen sind. Um eine Verbreitung der Bakterien, welche bei einem Pinguin festgestellt wurden, zu vermeiden, wurde das Wasser im Pinguinbecken chloriert. Zudem wurden an verschiedenen Stellen der Pinguinanlage Proben entnommen, die derzeit noch auf Bakterienbefall untersucht werden.


In 2018 war die frühere Gruppe der Humboldt-Pinguine völlig überraschend an einer Pilzinfektion gestorben. Damals beratschlagte sich der Zoo Hoyerswerda mit Forschungsinstituten und anderen Zoos zur Ursache des plötzlichen Pinguinsterbens und plante umfangreiche Baumaßnahmen, um die Haltung der Pinguine noch besser zu gestalten. In der 2020 fertiggestellten neuen Pinguinanlage wird nun mit einer modernen Erdwärmesonde das Beckenwasser im Sommer gekühlt und im Winter erwärmt und zusätzlich über eine UV-Filtrierung und durch Sand- und Ozonfilter regelmäßig gereinigt. Das Becken wurde etwas flacher gestaltet, um zusätzlich zur Reinigung noch öfter einen gesamten Wasserwechsel durchführen zu können. Zusätzlich übernimmt die Umwälzung der 36.000 Liter Wasser eine Gegenstromanlage. Drei große Sonnensegel sorgen für genügend Schattenplätze. Verschiedene Bodensorten bieten den richtigen Untergrund und verhindern Pfützenbildung, in denen sich Bakterien oder Pilze sammeln könnten. Bruthöhlen und Winterquartier sind für eine hygienische Reinigung nochmals beschichtet worden und eine verbesserte Luftzirkulation in den Bruthöhlen verhindert Staunässe. Auch ein erhöhter Beckenrand und ein einseitiger Ausstieg aus dem Wasserbecken sorgen dafür, dass das Gefieder der Pinguine auf dem Weg zu ihren Bruthöhlen trocknen kann.



Tigerin Irina lebt nicht mehr

23. Juli 2021: Die Tigerin Irina im Zoo Hoyerswerda ist am 23. Juli verstorben. Das gesamte Zoo-Team ist tief betroffen über diesen Verlust. Sie musste  nach intensiver Abwägung mit dem behandelnden Tierarzt aufgrund eines akuten Nierenversagens eingeschläfert werden.

Irina war seit fünf Jahren wegen einer Nierenanfälligkeit in tierärztlicher Behandlung und erhielt eine spezielle Medikation. In den vergangenen Tagen verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand jedoch zunehmend. Die Tiger-Dame zeigte weder Appetit noch Bewegungsdrang. Nachdem erste medizinische Maßnahmen keine Besserung zeigten, wurde die Tigerin am Mittwoch in Narkose gelegt, um ein genaueres Bild ihrer Erkrankung zu bekommen. Die dabei entnommene Blutprobe wies auf ein akutes Nierenversagen hin. „Da Katzen reine Fleischfresser sind, sind sie leider äußerst anfällig für Nierenprobleme. Daher ist diese Diagnose keine untypische Erkrankung für Tiger“, erklärt Zootierarzt DVM Holger Metting.

Irina wurde im Jahr 2007 als eine der Tigerdrillinge hier im Zoo Hoyerswerda geboren. Sie war einer der  Besucherlieblinge und auch für die Tierpfleger*innen ein besonderes Tier. „Ich und einige andere aus dem Zoo-Team waren damals bei der Geburt der Drillinge dabei, haben Irina aufwachsen sehen und sie all die Jahre im Zoo begleitet. Wenn man ein so enges Verhältnis zu einem seiner Schützlinge hat, dann schmerzt ein solcher Verlust noch mehr“, erzählt Reviertierpflegerin Heidi Sladek.
Für den Zoo Hoyerswerda endet mit dem Tod der Tigerin auch die 36-jährige Haltung dieser Raubtierart im Zoo. Künftig wird das Gehege nach einem anpassenden Umbau den China Leoparden mit zur Verfügung stehen.



Zwergflusspferd Paula verstorben

 

19. Juli 2021: Der Zoo Hoyerswerda betrauert den Verlust der Zwergflusspferd-Dame Paula. In der Nacht von Samstag zu Sonntag ist das 45 Jahre alte Tier verstorben.

 

Seit längerem zeigte Paula alterstypische Symptome und war deshalb in ständiger medizinischer Behandlung. In letzter Zeit zeigte das Zwergflusspferd-Weibchen eine Verschlechterung der Bewegungsfähigkeit und wenig Appetit. In Abstimmung mit dem Tierarzt wurde eine für sie passende zusätzliche Therapie begonnen. Trotz aller medizinischer Maßnahmen verstarb Paula dennoch an ihren Altersleiden.


Zwergflusspferd Paula_Foto_Stefanie Jürß
Zwergflusspferd Paula_Foto_Stefanie Jürß

Das Zwergflusspferd kam im Oktober 2017 aus Arnheim nach Hoyerswerda. Mit einem damaligen Alter von bereits 41 Jahren war die Flusspferd-Dame schon im gesetzten Alter und verbrachte hier ihren Lebensabend. Paula lebte mit ihrem Partner Hombori (36) im Tropenhaus des Zoos Hoyerswerda. Da die bedrohten Zwergflusspferde Einzelgänger sind, lebten beide bislang in getrennten Abteilen. Der Zoo plant nun ohne neue Partnerin für Hombori, stattdessen soll das Flusspferd-Männchen die gesamte Anlage allein nutzen können.

 


Hundert Gramm mit Panzer

15. Juli 2021: Mit noch geschlossenen Augen kam am Mittwoch vergangener Woche ein kleines Kugelgürteltier im Zoo Hoyerswerda auf die Welt. Mama Gwendolyn kümmert sich vorbildlich um die Mini-Kugel. Es ist der zweite im Zoo Hoyerswerda je geborene Nachwuchs der Südlichen Kugelgürteltiere.

 

Nachwuchs Kugelgürteltie_Foto Stefanie Jürß
Nachwuchs Kugelgürteltie_Foto Stefanie Jürß

Gerade einmal 56 Gramm leicht war das kleine Gürteltier bei der Geburt und hat mittlerweile sein Gewicht schon verdoppelt und auch die Augen geöffnet. Die Mini-Panzerkugel ist schon ein vollwertiges Gürteltier nur in Miniaturformat. Es kann sofort laufen und ist mit drei Monaten schon selbstständig. Der schützende Panzer härtet erst nach ein paar Tagen aus. Reviertierpflegerin Carolin Adler weiß auch schon das Geschlecht des Kleinen: „So wie es aussieht, ist es ein Männchen. Ob er nach seinem Papa Günther kommt und genauso aufgeweckt und neugierig ist, wird sich noch rausstellen.“

Bei Kugelgürteltieren lässt sich die Trächtigkeit äußerlich schwer erkennen und deshalb ist ein Jungtier quasi auch immer eine kleine Überraschung. Um aber eine mögliche Schwangerschaft erahnen zu können, wird das Gürteltier-Weibchen regelmäßig gewogen. Doch bei einem Geburtsgewicht um die 50 Gramm, gibt auch das keinen eindeutigen Beweis. Deshalb lebt das Gürteltierpaar Gwendolyn & Günther im Zoo Hoyerswerda in Teilzeitehe. 100 Tage (die Tragezeit beträgt im Schnitt 120 Tage) verbringen sie immer gemeinsam, bevor beide für kurze Zeit getrennte Wege gehen. Für den Nachwuchs ist allein das Weibchen zuständig. „Wir freuen uns riesig, dass es erneut mit der Nachzucht bei den Südlichen Kugelgürteltieren geklappt hat. Der Verlust der Erstnachzucht im März diesen Jahres war schon ein Schock für uns“, erzählt Eugène Bruins, Zoologischer Leiter.

Mitte März war das sechs Monate alte Kugelgürteltier-Männchen überraschend an einer Lungenentzündung verstorben. Umso behüteter und mit Argusaugen beobachtet wird nun der zweite Nachwuchs. Für die Besucher ist er momentan noch nicht zu sehen. Mutter Gwendolyn und ihr Sohn sollen die erste Zeit so stressfrei wie möglich verbringen.

Seit 2018 lebt das Südliche Kugelgürteltier Günther im Tropenhaus des Zoos. Ein Jahr später zog seine Partnerin Gwendolyn zu ihm. Die Art wurde vorher noch nicht im Zoo Hoyerswerda beherbergt.

Südliche Kugelgürteltiere sind im südlichen Südamerika beheimatet. Dort hält es sich am liebsten in Erdbauten auf. Mit seinen kräftigen Vorderpfoten gelangt er mühelos an seine bevorzugte Nahrung: Insekten. Der schützende ledrige Rückenpanzer von Gürteltieren, ist zu vergleichen mit dem Panzer der Schildkröten, er ist aber flexibler. Kugelgürteltiere sind die einzigen Gürteltiere, die sich bei Gefahr komplett zusammenrollen können. Die Panzer von Kopf, Körper und Schwanz passen ganz genau ineinander. In ihrer Heimat stehen Gürteltiere auch auf dem Speiseplan des Menschen. Die Bejagung und der Verlust ihres Lebensraumes führte dazu, dass sie mittlerweile als bedroht geführt wird. Das Südliche Kugelgürteltier kann bis zu fünfzehn Jahre alt werden.



Blühende Exoten und zwei neue Arten

27. Mai 2021:Über 250 Pflanzen in 150 Arten blühen und gedeihen jetzt zusätzlich im Tropenhaus des Zoo Hoyerswerdas. Möglich machte die grüne Pracht der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda e.V. Er spendete die Summe für die Anschaffung der Pflanzen. Aber auch zwei neue Bewohner gibt es im Tropenhaus des Zoos zu entdecken: In einem Gemeinschaftsterrarium wohnen nun ein Kurzohrrüsselspringerpärchen und Spaltenschildkröten zusammen. Seit Samstag können Besucherinnen und Besucher sowohl die exotischer Blüher, als auch die afrikanischen Neubewohner besuchen.

Gerade einmal 50 Gramm leicht ist der nun kleinste Tropenhausbewohner des Zoo Hoyerswerda. Der Kurzohrrüsselspringer mit seiner markanten langen und namensgebenden Nase kann dank seiner kräftigen Hinterbeine bis zu 20 Kilometer pro Stunde schnell werden. Zwar ähneln sie Mäuse optisch, sind aber tatsächlich näher verwandt an Elefanten und Seekühe. Seit Mitte Mai bewohnt das junge Rüsselspringerpärchen nun schon das Terrarium im Tropenhaus des Zoos. Ganz frisch dazu gekommen ist allerdings ihr neuer Mitbewohner die Spaltenschildkröte. Wie alle Schildkröten hat auch sie einen Panzer. Jedoch ist er flacher und weicher. Selbst bei der Atmung bewegt er sich mit. Eins haben die zwei ungewöhnlichen Bewohner gemeinsam: sie verstecken sich gern in Felsspalten. Die bieten sowohl den Kurzohrrüsselspringern, als auch den Spaltenschildkröten Schutz vor Fressfeinden und der heißen Sonne Afrikas. Nun müssen sich beide Arten nur einig werden, wer welche Nische für sich beanspruchen darf.

Während die neuen Tiere des Tropenhauses eher einfarbig daher kommen, präsentieren sich die blühenden Exoten in vielen verschieden Farben. Sie haben bunte Blüten, sind grün-, gelb- oder rotblättrig und stammen aus vier Kontinenten mit tropischen Regionen. Allein 25 Arten der in Südamerika heimischen Bromelie zeigen sich in den verschiedensten Ausführungen. Ob als Meter großer Luftwurzler oder als Erdpflanze und kleinste ihrer Art, dem fünf bis acht Zentimeter kleinem Erdstern, für alle hat Zoogärtner Tim Garbrecht den idealen Pflanzbereich geschaffen. Die größte der Pflanzen in den neuen Beeten ist die aus Indochina stammende Fischschwanzpalme mit viereinhalb Metern. Eine besondere Rarität ist der Korallenhibiskus. Er ist sehr selten und nur noch schwer in seiner Heimat Afrika zu finden. Aber auch Nutzpflanzen wie Papaya, Kaffee arabica, Ananas oder Maracuja sind im Tropenhaus des Zoos zu finden. Oder der Indische Maulbeerbaum, dessen große weiße Früchte nach Käse riechen. Mit dem Monkey Face, einer kleinen Art der Monstera, zieht sogar die erste Trendpflanze in den Zoo Hoyerswerda ein. Der Bodhi-Baum, oder auch Pappel-Feige genannt, ist die Lieblingspflanze des Zoogärtners. „Er ist der heilige Baum im Buddhismus. Unter ihm soll Siddhartha Gautama (Buddha) sein Erwachen erlebt haben“, erklärt Zoogärtner Tim Garbrecht. Er freut sich schon darauf bald Führungen durch sein Pflanzenreich für Hobby-Gärtner oder die, die es werden wollen, geben zu können.



Zoobesucher helfen Naturschutzstation

26. Mai 2021: Mit einer Spende in Höhe von fast 1.500 Euro haben die Besucher des Zoos Hoyerswerda die Arbeit der Naturschutzstation Neschwitz e.V. unterstützt. Das Geld war letztes und vorletztes Jahr im Spendenkegel des Tropenhauses gesammelt worden. Zooleiter Eugène Bruins überbrachte die gute Nachricht an Vereinschefin Angelika Schröter während einer Schutzaktion für Amphibien. Der Verein engagiert sich vornehmlich für den Erhalt und Schutz seltener Arten, die in der Lausitz heimisch sind.

"Wir freuen uns sehr, dass so viele Zoobesucher die Naturschutzstation großzügig unterstützt haben, denn der Arten- und Naturschutz in der Region liegen uns sehr am Herzen", betont Eugène Bruins. Der Zoo Hoyerswerda beteiligt sich an verschiedenen Projekten rund um den Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten und kooperiert seit mehreren Jahren mit dem Neschwitzer Verein. Unterstützend zur Seite stand der Zoo Hoyerswerda der Naturschutzstation auch bei der diesjährigen Amphibienwanderung Ende April. Insgesamt 10 km Amphibienschutzzaun an 25 Stellen sind in diesem Jahr schon an stark befahrenen Straßen angebracht worden. Eine Vielzahl verschiedener Amphibien wird so das Erreichen ihre Fortpflanzungsplätze erst ermöglicht, darunter auch die Erdkröten, Knoblauchkröte, Gras-und Moorfrosch oder die Rotbauchunke. Allein im letzten Jahr konnten so bei den jährlichen Amphibienwanderungen in der Region 13.300 Tiere über die Straße gesetzt werden.

Mit Hilfe der Spenden sollen unter anderem Vogelvolieren der Station wieder Instand gesetzt werden. Auch das diesjährige Geld will die Naturschutzstation eigenen Angaben zufolge wieder für die Betreuung und Aufwendungen der Wildvogelpflegestation verwenden. Dort werden in jedem Jahr etwa 100 verletzte oder geschwächte Vögel wie Mäusebussard, Mauersegler, Rauch- und Mehlschwalbe, Amsel und Sperling aufgenommen. In der Wildvogelpflegestation werden die Tiere betreut und nach ihrer Genesung wieder ausgewildert.

Foto: von links nach rechts Eugène Bruins, Madlena Mitschke (Mitarbeiterin Naturschutzstation Neschwitz), Angelika Schröter, Olivia Wirth (FÖJ Zoo Hoyerswerda) und Marie Zenker (FÖJ Zoo Hoyerswerda); Fotografin: Cornelia Kobalz, Naturschutzzentrale Bautzen


Amphibienwanderung
Amphibienwanderung



Lockerungen dringend erforderlich

21. Mai 2021: Mit einem offenen Brief an Ministerpräsident Michael Kretschmer und Staatsministerin Petra Köpping bittet der Zoo Hoyerswerda die sächsische Staatsregierung die Schnelltestpflicht für den Zoobesuch bei einer 7-Tage-Inzidenz unter 100 ab dem 01.06.2021 abzuschaffen, um weitere schwere wirtschaftliche Schäden von den sächsischen Zoos und Tierparks abzuwenden.

In dem vom Geschäftsführer der Zoo, Kultur und Bildung Hoyerswerda gGmbH, Arthur Kusber, unterschriebenen Brief heißt es:


"Nach  der großen Freude über die inzidenzunabhängige Öffnung folgte die harte Ernüchterung, durch die mit der Öffnung verbundene  Schnelltestpflicht.  Die  Untersagung  der  Eigendokumentation  eines  Selbsttests  hat die Lage nochmals deutlich verschärft. Die Folge sind massive Einbrüche der Besucherzahlen auf nur 57 Prozent des ohnehin schon pandemiebelasteten Frühjahres 2020. Selbst ein Testzentrum in unmittelbarer Nähe des Zoos bringt in der Regel kaum mehr Besucher, da dieses, wie die meisten Testzentren, an den beliebtesten Zootagen, den Sonn-und Feiertagen, geschlossen ist. Wir  können,    wie  unsere  Besucher*innen,  nicht  nachvollziehen, aus welchen  wissenschaftlichen Erkenntnissen  heraus,  der  Spaziergang  an  der  freien  Luft  innerhalb  und  außerhalb  eines  Zoos  von  der sächsischen Staatsregierung unterschiedlich bewertet wurde.

Durch diese fehlende Nachvollziehbarkeit der Schnelltestpflicht  in  Zoos  entsteht  bei  uns  wie  bei  den  Bürger*innen

unweigerlich  der  Eindruck, dass der Zoobesuch  missbraucht  wird,  um  die  allgemeine  Testbereitschaft  in  der  Bevölkerung  zu  erhöhen. Sofern dies tatsächlich der Beweggrund für diese Entscheidung war, können wir anhand unserer o. g. Einbrüche bei den Besucherzahlen  nur  beklagen,  dass  dieses politische Ziel  weit  verfehlt  wurde.  Vielmehr  wird  den sächsischen   Zoos hierdurch   ein   schwerer   Schaden entstehen,   der   sich an den   Pfingstfeiertagen drastisch erhöhen wird.

Wir bitten die sächsische Staatsregierung, die Schnelltestpflicht für den Zoobesuch bei einer Inzidenz unter 100 ab dem 01. Juni 2021abzuschaffen, um so weiteren Schaden von Zoos und Tierparks abzuwenden."



Gratulation sowie Hilfe für den Zoo

7. Mai 2021: Gleich zu zwei angenehmen Anlässen trafen sich Mitglieder des Vorstands vom Verein der Zoofreunde Hoyerswerda und Zooleiter Eugen Bruins. Zum einen wollten sie Brigitte Trunte (langjährige Schatzmeisterin des Zoovereins) zu ihrem 75. Geburtstag gratulieren. Die Mitglieder des Vorstands Karl-Heinz Seitz und Karsten Bormann sowie Zooleiter Eugene Bruins wünschten ihr viel Gesundheit und Glück.

Zoofreunde Brigitte Trunte
Zoofreunde Brigitte Trunte


Der andere Anlass war, dass der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda aus Spendengeldern und Mitgliederbeiträgen rund 5000,00€ für die Neubepflanzung des Tropenhauses zur Verfügung stellen kann. So wird durch den Verein der Zoofreunde ein weiterer  Beitrag zur Attraktivität unseres Zoo in Hoyerswerda geleistet.


Soraya ist die Dritte im Bunde

15. April 2021: Die zweijährige Trampeltier-Stute Soraya wohnt im Zoo Hoyerswerda. Sie ergänzt das bisherige Duo der beiden Kamel-Damen Jeanine und Gerda. „Ich habe schon lange nach einem weiteren Weibchen für unseren Zoo gesucht und war sehr erfreut, dass dieses wunderschöne Trampeltier noch nicht vergeben war“, erzählt Eugène Bruins, Zoologischer Leiter, begeistert.

Am Vormittag traf die junge Dame aus dem Zoo Dierenrijk Nuenen, Niederlande, ein. Zum Erstaunen der anderen fuhr sie direkt mit dem Transportwagen an ihren zukünftigen Stall. Dort wird sie die ersten Woche zur Eingewöhnung verbringen. Und erst, wenn alle notwendigen tierärztlichen Kontrollen erfolgt sind, wird Soraya die Außenanlage erkunden können. Ein erstes Beschnuppern mit Jeanine und Gerda erfolgte bereits, denn ihre beiden Innenställe liegen direkt nebeneinander und sind nur durch eine halbhohe Mauer getrennt.

Noch vor kurzem bewohnte der junge Hengst Rashid diesen Stall. Er war Anfang Januar aus Görlitz in den Zoo Hoyerswerda gekommen, um mit Gerda oder Jeanine für Nachwuchs zu sorgen. Ob sein Besuch für die Zucht erfolgreich war, wird sich erst im nächsten Jahr zeigen, denn die Tragezeit bei Trampeltieren beträgt gut 13 Monate. Vor zwei Wochen verließ Rashid den Zoo wieder in Richtung Heimat.

Trampeltiere gehören genauso wie Dromedare, Lamas und Alpakas zur Familie der Kamelartigen. Alle sind gut erkennbar an der gespalten Oberlippe. Mit ihr kann die doch recht karge blattreiche Kost problemlos von dem harten und dornigen Geäst gelöst werden. Beheimatet ist die domestizierte Art in Nordafrika, im Nahen Osten und Zentralasien, wo sie noch zahlreich vorkommen. Das Wildkamel jedoch ist stark vom Aussterben bedroht. Es gibt nur noch wenige Hunderte, die in Innerasien in kleinen Herden leben. Im Jahr 2018 unterstütze der Zoo Hoyerswerda ein Naturschutzprojekt zum Schutz der Wildkamele in der Mongolei.


Soraya (2)
Soraya (2)


Zoo Hoyerswerda öffnet wieder

10. März 2021: Nach 134 Tagen Schließzeit hat der Zoo Hoyerswerda ab dem 15. März 2021 wieder geöffnet. „Wir freuen uns, endlich wieder Besucher*innen durch unseren Zoo spazieren zu sehen. Tier und Menschen mussten lange darauf warten. Besonders freuen wir uns den Familien nach den entbehrungsreichen Monaten Abwechslung, Spaß und Erholung bieten zu können.“, freut sich der Zoologische Leiter Eugène Bruins über die Wiedereröffnung des Zoo Hoyerswerdas.

Ein Zoobesuch ist nur mit einer vorherigen Terminanmeldung möglich. Diese erfolgt über www.terminland.de/zoohy/. Dort stehen bestimmte Zeitfenster zur Verfügung, wenn die Höchstzahl an Besuchern*innen für eines dieser Fenster erreicht ist, entfällt dieser Termin zur Buchung. Die Eintrittskarten werden weiterhin an der Zookasse vor Ort bezahlt. Wichtig für Besucher*innen ist nur, den gebuchten Termin an der Zookasse vorzulegen und sich mit dem Personalausweis auszuweisen. Für Personen die nicht die Möglichkeit haben einen Termin über das Buchungsprotal zu buchen, können dies ab dem 11. März von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 12 Uhr unter der 03571/20937701. Besitzer*innen einer Jahreskarte für Zoo & Schloss Hoyerswerda müssen sich ebenfalls einen Termin buchen. Der Eintritt bleibt für Besitzer*innen einer gültigen Jahreskarte natürlich auch bei gebuchten Terminen frei. Alle Jahreskarten, die mit Beginn der coronabedingten Schließung im November noch gültig waren, werden automatisch um die Schließzeit verlängert.

Des Weiteren gelten strenge Hygienevorschriften während des Zoobesuches. Der Zutritt des Zoos ist ausschließlich mit einer Mund-Nasen-Bedeckung zulässig. Die Pflicht zum Tragen dieses Schutzes besteht jedoch nur innerhalb des Kassengebäudes, in welches die Gäste zudem nur einzeln bzw. nur mit Personen aus dem eigenen Haushalt eintreten dürfen. Das Tropenhaus muss vorerst  geschlossen bleiben und auch der Wasser-Matsch-Spielplatz bleibt aufgrund von Baumaßnahmen gesperrt. Schaufütterungen und Führungen sind vorerst nicht gestattet. Innerhalb des gesamten Zoogeländes ist der Abstand zu haushaltsfremden Personen von mind. 1,5m einzuhalten. Die gastronomische Versorgung  ist auch bei geschlossenem Restaurantgebäude gesichert.



Zoo bittet um Spendenaktion

 

12. Februar 2021: Der Zoo Hoyerswerda sucht Bienenschützer und Hoffnungssäer. Ab sofort erhalten Spender*innen des Zoos als Dank eine kleine Samentüte, die mit einer speziellen „Zoo-Samenmischung“ gefüllt ist. Diese Samenmischung wurde nach den Bedürfnissen von Wildbienen und heimische Insektenarten vom Zoologischen Leiter des Zoos und Entomologen, Eugène Bruins, zusammengestellt. Mit dieser Spendenaktion möchte der Zoo nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz in der Region beitragen, sondern hofft gleichzeitig auch auf weitere Spenden, um die schwierigen Monate der pandemiebedingten Schließung zu überstehen.

 

Die Samenmischung ist geeignet für eine Fläche von 2-3.5 Quadratmeter. Ausgesät werden kann diese im heimischen Garten oder im Zoo auf der Schmetterlingswiese oder entlang des Zaunes am Zooparkplatz. Die dafür vorgesehenen Stellen sind mit einem Schild kenntlich gemacht. „Durch Kultivierung und eintönige Landschaften fehlen vielen Tieren Lebensraum und Nahrungsangebot. Die menschgemachte Insekten-Ödnis führt zum Artensterben in der Tier- und Pflanzenwelt. Die kleinsten unter den Lebewesen: die Insekten, werden dabei schnell übersehen. Doch sind sie meist ganz am Anfang einer Nahrungskette, fungieren als ökologische Schädlingsbekämpfer, sind Nahrungslieferant und als Bestäuber unglaublich wichtig für andere Arten“, klärt Entomologe Eugène Bruins auf.

 

Durch die anhaltende Schließung brechen dem Zoo weithin sämtliche Einnahmen aus Eintrittsgeldern, Merchandising und Gastronomie weg. Gleichzeitig bleiben die Ausgaben für die Versorgung der Tiere, Tierarztkosten und natürlich die Personalkosten für die Tierpflege unverändert bestehen. „An den Haltungsbedingungen für die Tiere in unserer Obhut können und wollen wir nicht sparen“, informiert ZooKultur-Geschäftsführer Arthur Kusber.

 

Bleibt der Zoo noch bis Ende Februar geschlossen, belaufen sich die Einnahmeausfälle (Eintrittsgelder, Zooshop und Gastronomie) seit November auf 133.600 Euro. Jeder weitere Monat der Schließung bringt höhere Verluste. „Allein der März würde uns, basierend auf den 2019-er Zahlen, weitere 52.000 Euro Einnahmen kosten“, weist Arthur Kusber, Geschäftsführer der Zoo, Kultur und Bildung Hoyerswerda gGmbH (ZooKultur) auf die derzeitigen Lage hin. „Wird die Schließung noch lange über den Zoo-Saisonbeginn hinaus aufrechterhalten, wird es kritisch“, informiert er weiter.

 

Bereits Ende letzten Jahres konnte der Zoo Hoyerswerda 24.085 Euro durch die Spendenaktion „Spenden statt Böllern“ einnehmen. „Der Erfolg dieser Spendenaktion hat uns völlig überwältigt, niemals hätten wir mit diese Summe gerechnet.“, zeigt sich Eugène Bruins begeistert. Mit dieser Spendenaktion konnten über ein Drittel der damaligen Einnahmeausfälle ausgeglichen werden. Mit der Aktion „Bienenschützer und Hoffnungssäer“ hofft der Zoo Hoyerswerda nun auf weitere Spender*innen, um die weiter steigenden Verluste während der coronabedingten Schließung teilweise ausgleichen zu können. Unterstützen kann man den Zoo Hoyerswerda durch Online-Spenden direkt über die Website (www.kulturzoo-hy.de). Für Fragen steht das Zoo-Team gern unter der 03571/20937700 oder zoo@zookultur.de zur Verfügung.



Das große Zählen im Zoo

 

29. Januar 2021: Der Zoo Hoyerswerda blickt auf ein erfolgreiches Zuchtjahr 2020 zurück. Bei 21 von 120 Arten gab es Nachwuchs. Insgesamt leben derzeit 910 Individuen im Zoo Hoyerswerda. Das hat die diesjährige Inventur ergeben, bei der die Mitarbeiter in den vergangenen Wochen alle Zoobewohner unter die Lupe genommen und statistisch erfasst haben. Dabei wird auch gemessen, gewogen und der Gesundheitszustand der tierischen Bewohner überprüft.

 

Im Vergleich zum Jahr 2019 sind es drei Arten weniger und 114 Individuen mehr im Zoo Hoyerswerda. „Das liegt vor allem an den erfolgreichen Nachzuchten im vergangenen Jahr und auch am Zugang der zehnköpfigen Humboldt-Pinguingruppe“, erklärt Eugène Bruins. Leopardenjungtier Nala war die Erfolgsnachzucht im Zoo Hoyerswerda. Das China Leopardenmädchen war die einzige Nachzucht diese Art im vergangenen Jahr in Deutschland. Aber auch bei den Südlichen Kugelgürteltieren Gwendolyn & Günther sowie beim Baumstachlerpärchen Mandy & Monty gab es Nachwuchs. Beides Arten die überhaupt erst seit 2019 im Zoo Hoyerswerda leben.

 

Nachzuchten gab es unter anderem bei den Bennett-Kängurus. Drei kleine Hüpfer hatten die Kängurudamen des Zoos im Beutel. Genauso lebhaft war das Geschwisterpärchen bei den Erdmännchen. Gleich mehrfachen Nachwuchs gab es bei den Felsenhörnchen (9), Igeltanreks (6) und Steinkäuzen (6). Jungtiere zogen auch auf die Mandschurenkranichen (2), Steinböcken (3), Totenkopfaffen (1), Afrikanischen Zwergziegen (4), Ouessantschafe (3), Schönhörnchen (2), Tropenhausvögel (3), Königspythons (4), Sinaloa Milchschlange (1), Riesenlaubfröschen (sehr viele) und Hühnern.

 

Viele der Nachzuchten bereichern nun andere Zoos. So leben beispielsweise auch die zwei Mandschurenkraniche in Tschechien und Deutschland und die drei Kängurus sind innerhalb Sachsens umgezogen. „Aber auch Nachzuchten, die noch bei uns im Zoo leben, haben bereits ein Zuhause, wenn sie dann erwachsen sind. Wie der Steinbock-Bock zieht nach Österreich und seine Schwestern bleiben in Deutschland“, sagt Eugène Bruins.

 

Neue Partnerinnen haben das Schneeeulen-Männchen Harry und Kolkrabe Krabat bekommen und für die Mongolische Steinadler-Dame Tshari gab es ebenfalls einen neuen Partner.

 

Leider gab es 2020 auch einige Abgänge zu verzeichnen. So betrauert der Zoo unter anderem den Verlust einer Rappenantilope, Esel Sternchen und Schneeeulen-Dame Hedwig. Alle haben im Zoo Hoyerswerda ihren Lebensabend verbracht.

 

In 2020 ist auch baulich im Zoo Hoyerswerdas einiges passiert. Im Mai konnte China Leoparden-Männchen San seine neue großzügige Anlage beziehen. Ein Bau, der ohne zahlreiche Großsponsoren und privaten Spendern nicht möglich gewesen wäre. Genauso wie die Sanierung und Neugestaltung der Pinguin-Anlage. Komplett neu im Zoo ist die durch den Sächsischen Mitmachfonds geförderte Insektenlounge. Sie bietet zahlreichen heimischen Insektenarten ein Zuhause. Auch ein Dinosaurier ist im Zoo Hoyerswerda eingezogen. Die naturgetreue Plastik steht in der Anlage von Emu-Hilde und den Bennett-Kängurus und hat neben Emu Hilde eine wichtige pädagogische Rolle. Sie erklärt, dass es immer noch Dinos auf der Welt gibt: nämlich die Vögel.

 

Inventur bei den Kragenechsen
Inventur bei den Kragenechsen

Für den Naturschutz hat sich der Zoo Hoyerswerda auch im vergangenen Jahr stark gemacht. So kann die Naturschutzstation Neschwitz wieder mit einer Spende unterstützt werden. Der Zoo beteiligte sich als Bronze-Förderer an der Kampagne Zootier des Jahres. Außerdem sind vier Hoyerswerdaer Steinkauz-Jungtiere Teil eines Auswilderungsprojektes im Naturschutzpark Nuthe-Nieplitz in Brandenburg.

 

Für die Zooschule war das Jahr 2020 ein Jahr der Einschränkungen. Trotzdem nutzen insgesamt 1.544 Besucher die Bildungs- und Privatangebote, wie Kindergeburtstag und Führungen. Im September startete mit acht Kindern die zweite Gruppe der Zoo-AG, die Zoo-Teens. Die Zoo-Kids und Zoo-Teens lernen innerhalb der Zoo-AG alles über die heimische und exotische Flora und Fauna. Hauptprojekte sind Ökozoonien ein Platz für heimische Vögel, Amphiben und Kleinsäugern mit Nist- und Unterschlupfmöglichkeiten und die Insektenlounge.

 

Ausblick auf 2021:

Vergrößerung der Serval-Anlage. An der Neugestaltung der Serval-Anlage wird seit Dezember 2020 gearbeitet. Die beiden kleinen Raubkatzen erhalten ein größeres Areal. Ihre jetzige Anlage wird nach vorn hin fast um das doppelte vergrößert und erhält ein Badebecken.

Neue Voliere für das Kolkrabenpärchen. Die Bauarbeiten für die neue Voliere haben ebenfalls im Dezember schon begonnen. Die Anlage entsteht auf dem ehemaligen Areal der Kolkraben und des Rosakakadus in der Fasanerie. Mit einem Rohrstecksystem und Volieren-Netz wird das neue Zuhause der Raben dreimal so groß sein wie die bisherige Anlage.

 

Zusammenfassende Tabelle:

 

2020

2019

2018

2020

2019

2018

 

Arten

Arten

Arten

Tiere

Tiere

Tiere

Wirbel-lose

8

10

11

162

202

217

Fische

24

29

31

294

257

380

Amphi-bien

1

1

1

113

16

16

Reptilien

20

18

18

51

47

50

Vögel

30

29

31

113

105

112

Säugetiere

37

36

37

177

165

163

Total

120

123

129

910

792

938

 

 



Zoo ist Silber-Förderer für „Zootier des Jahres“

 

28. Januar 2021: Zoo Hoyerswerda unterstützt die Naturschutz-Initiative „Zootier des Jahres“ in diesem Jahr als Silber-Förderer in Höhe von 1.500 Euro. Im Jahr 2021 steht das Krokodil im Blickfeld der Kampagne der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP).

 

Bild_Aufkleber ZdJ 2021_groß
Bild_Aufkleber ZdJ 2021_groß

Der größte Feind der Wasserraubtiere ist der Mensch. Immer weiter dringt er in den Lebensraum der Krokodile ein und zerstört ihn. Für die Parfümherstellung (Moschusdrüse) und Modeindustrie (Leder) werden die großen gepanzerten Echsen gewildert. Der Mensch jagt sie zum Verzehr und räubert seine Eier. Die Fischer sehen sie als Futterkonkurrenten an. Ihr Image könnte nicht schlechter sein.


Dabei haben Krokodile, wie viele andere Beutegreifer auch eine äußerst wichtige Aufgabe für ihre Umwelt: Da sie unter anderem Aas fressen, reinigen sie die Gewässer und anliegende Landflächen von Kadavern. Wenn sie jagen, haben sie es besonders auf schwache, verletzte und kranke Tiere abgesehen. Sie regulieren zudem die Bestände räuberischer Welse oder Piranhas, die sich ihrerseits von für den Menschen bedeutenden Speisefischen ernähren. Entfernt man Krokodile aus diesem Kreislauf, gerät das ökologische Gleichgewicht aus den Fugen. Durch den Ausfall der großen Jäger nehmen die Populationen der Raubfische zu und viele andere Organismen wie Bakterien, Algen, Krebstiere, Weichtiere oder Wasserinsekten verschwinden, weil sie auf die Hinterlassenschaften der Krokodile spezialisiert sind.

Kubakrokodil Jaco
Kubakrokodil Jaco

 

Bei der diesjährigen Kampagne sollen mit den gesammelten Geldern vorrangig drei Projekte unterstützt werden, die sich um den Erhalt der Kuba-, Siam- und Philippinenkrokodile kümmern. Für letztere sollen Nachzuchtstationen in Auswilderungsgebieten finanziert werden. Zur besseren Erforschung, kontrollierter Auswilderung und zum Schutz vor Wilderei, erhalten die Kubakrokodile, bei denen die Nachzuchtbemühungen schon erfolgreich verliefen, GPS-Sender. Siamkrokodile existieren nur noch in kleinen Populationen in Kambodscha, Laos und Thailand. Derzeit wird ein weiteres Restvorkommen auf Borneo vermutet, was nun mittels Umwelt-DNA aufgedeckt und so noch rechtzeitig Schutzmaßnahmen eingeleitet werden sollen. Weitere Informationen zur Kampagne gibt es im Internet unter www.zootierdesjahres.de.

 

Im Zoo Hoyerswerda leben die beiden Kubakrokodile Jaco (im Bild) und Primos seit 1986 und kamen vom Staatszirkus der DDR nach Hoyerswerda. Beide sind für die Zucht sehr wertvoll. Es wird vermutet, dass sie artreine und keine hybriden Kubakrodile sind. Bereits 2013, erstmalig in Deutschland, und 2018 hat das Pärchen erfolgreich gezüchtet. Einer der Mini-Krokodile von 2018 ist sogar Bildgeber für die Kampagne.


Der Zoo Hoyerswerda unterstützt die Initiative „Zootier des Jahres“ seit längerer Zeit. Die Kampagne wurde 2016 mit dem Ziel ins Leben gerufen, sich für gefährdete Tierarten einzusetzen, deren Bedrohung bisher nicht oder kaum im Fokus der Öffentlichkeit steht. Bisher waren der Beo, Gibbon, Leopard, Kakadu und die Schildkröte bereits „Zootier des Jahres.“

 

Alles Gute für 2021!

31. Dezember 2020: Ein sehr schwieriges Jahr geht zu Ende. Danke an alle, die den Verein der Zoofreunde unterstützten, sich in ihm engagieren und ein großes Herz für den Zoo haben. Dessen Mitarbeiter gilt besondere Anerkennung, da sie in dieser außergewöhnlichen Zeit stets für die Tiere zur Stelle waren. Für 2021 wünschen wir das Allerbeste und hoffen auf einen günstigeren Jahresverlauf, der Vereinsarbeit in größerem Umfang ermöglicht und natürlich auch wieder unbeschwerte Zoobesuche. Halten Sie dem Zoo und uns weiterhin die Treue. Alles Gute für das neue Jahr.


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Mini-Kugelgürteltier im Tropenhaus

 

9. Oktoner 2020: Der Nachwuchs der Südlichen Kugelgürteltiere Gwendolyn & Günther ist in dieser Woche ins Tropenhaus vom Zoo Hoyerswerdas gezogen. Arthur, wie das Jungtier mittlerweile heißt, wohnt  jetzt mit seiner Mama Gwendolyn in der Anlage von Papa Günther. Besucher können sich nun vom Mini-Gürteltier abschauen, wie das mit der Ganzkörperkugel so funktioniert.

 

Für den Umzug musste das männliche Elterntier allerdings ausziehen. „Für Günther wäre der Nachwuchs eher ein Konkurrent und das Zusammenleben würde für alle drei Gürteltiere Stress bedeuten“, erklärt Reviertierpflegerin Carolin Adler.


Für den Einzug von Mutter und Kind wurde die Anlage noch einmal auf Vordermann gebracht und mit kleinen Leckerbissen – Mehlwürmer – im frischen Sand bestückt. Mama Gwendolyn hatte deshalb auch gar keine Augen mehr für den Nachwuchs und so ging Arthur munter auf Erkundungstour und tauchte regelrecht im Sand ab. Die Mehlwürmer jedoch interessierten ihn recht wenig, denn noch wird das einen Monat alte Jungtier gesäugt. Erst mit zehn Wochen wird er langsam entwöhnt und ist mit drei Monaten schon ein selbstständiges Gürteltier. Die vielen neuen Gerüche fand Arthur sehr spannend und nach kurzer Zeit war die neue Schlafhöhle erobert. Der Nachwuchs wiegt schon 385 Gramm und hat damit sein Geburtsgewicht mehr als verdreifacht. Er ist die Erstnachzucht dieser Art im Zoo Hoyerswerda. Die Elterntiere leben selbst erst zwei Jahre im Zoo Hoyerswerda.

 

Für Besucher des Jungtieres der Südlichen Kugelgürteltiere gilt es Geduld zu haben, denn noch gewöhnt er sich ein und ruht sehr gern in seiner Schlafhöhle. Beim Zoospaziergang lohnt sich daher ein mehrmaliger Halt an der Anlage im Tropenhaus.

Gürteltier-Nachwuchs Arthur
Gürteltier-Nachwuchs Arthur

 


Erdmännchen-Nachwuchs heißt Stefan

30. September 2020: Zu einer etwas anderen Namenstaufe lud die Zoo, Kultur und Bildung Hoyerswerda gGmbH (ZooKultur) den Oberbürgermeister der Stadt Hoyerswerda, Stefan Skora, in den Zoo Hoyerswerda. Er durfte den aktuellen Erdmännchen-Nachwuchs des Zoos taufen. Eines der beiden Jungtiere vom August trägt jetzt den Namen Stefan.

 

„Wir wollten unseren Dank für die langjährige Unterstützung der fünf Einrichtungen der ZooKultur auf eine besondere Weise ausdrücken“, betont Arthur Kusber, Geschäftsführer der ZooKultur. „Wir wissen, dass dem OB unsere Zootiere besonders am Herzen liegen und freuen uns deshalb, einen unserer Besucherlieblinge nach ihm zu benennen“, führt er weiter aus. Und damit auch das Jungtier Bescheid weiß, wurde den Erdmännchen der Name mit kleinen und großen Köstlichkeiten persönlich vom Namensgeber überreicht. Doch ehe die Jungen sich über das Buffet her machen konnten, schauten erst die Großen nach dem besten Leckerbissen. Ganz nach Erdmännchen-Manier wurde dann fleißig gebuddelt und die Erde aus dem frisch angepflanzten Weizen-Namen umgegraben. Ganz vorne mit dabei das kleine Erdmännchen-Jungtier Stefan, dem der Buddelspaß anschließend merklich anzusehen war. „Ich freue mich schon sehr darauf, Stefan jetzt öfter im Zoo Hoyerswerda zu besuchen und bin gespannt auf seine weitere Entwicklung“, sagt Stefan Skora freudig.


Oberbürgermeister Stefan Skora bei der Erdmännchen-Taufe
Oberbürgermeister Stefan Skora bei der Erdmännchen-Taufe
Erdmännchen inspizieren Taufgeschenke, auf dem Baumstamm das Jungtier Stefan
Erdmännchen inspizieren Taufgeschenke, auf dem Baumstamm das Jungtier Stefan


Schulterschluss für Letzten ihrer Art


28. September 2020: Der Verband der Zoologischen Gärten, dem auch der Zoo Hoyerswerda angehört, ist dem Bündnis für Biodiversität der Europäischen Kommission beigetreten. Ziel dieser weltweiten Kampagne ist es, das Bewusstsein für die anhaltende Naturzerstörung, durch die unter anderem die Artenvielfalt immer stärker bedroht ist, zu erhöhen. Um diesen Schulterschluss für die letzten ihrer Art zu realisieren, hatte sich die Europäische Kommission im Frühling per Appell direkt an  zoologische Gärten, Nationalparks und Naturkundemuseen gewandt. Auf dem erstmals am 30. September stattfindenden Gipfel der Vereinten Nationen für Biodiversität wird der Kampf gegen den zunehmenden Artenschwund das zentrale Thema sein.

 

„Ich freue mich sehr darüber, dass die EU-Kommission unsere Rolle als Botschafter im Kampf gegen die schwindende Biodiversität derartig wertschätzt“, sagt der Präsident des Verbandes der Zoologischen Gärten, Prof. Jörg Junhold, gleichzeitig Direktor des Zoos in Leipzig. „Als zoologische Gärten engagieren wir uns schon seit Langem mithilfe unserer Tiere für ihre wildlebenden Artgenossen. Deswegen entspricht diese neue große Initiative für mehr Wissen darüber, wie groß die vorrangig menschgemachte Bedrohung für unsere Tierwelt ist, unserem Selbstverständnis. Wir sind dem Ruf der EU-Kommission sehr gern gefolgt. Gleichzeitig ersuchen wir die Mitglieder der Zoogemeinschaft, ebenfalls diesem Bündnis beizutreten.“

 

„Unser Beitrag für die bedrohten Spezies ist unersetzbar, wir konnten schon viele Arten vor dem Aussterben bewahren“, sagt der Geschäftsführer des Verbandes, Volker Homes. „Wenn wir uns als weltweite Zoogemeinschaft bedrohter Arten annehmen, hat dies einen nachweisbaren Effekt auf die Populationen: In vielen Fällen schützen wir die letzten Exemplare ihrer Art und bringen sie – wenn es sinnvoll ist – wieder in die Natur. Wenn es unsere modernen Zoos nicht bereits gäbe, müsste man sie erfinden.“

 

Die 71 Zoos des Verbands der Zoologischen Gärten wurden in den vergangenen Jahren regelmäßig von mehr als 40 Millionen Menschen besucht. Sie engagieren sich mit der Erhaltung und Zucht bedrohter Arten, eigenen Projekten in der Wildnis und der Bildungsarbeit  in den Zooschulen gegen die anhaltende Naturzerstörung.


Mehr zum Bündnis für Biodiversität:


https://ec.europa.eu/environment/nature/biodiversity/coalition/index_en.htm

United for #Biodiversity

 


Noch tapsig, aber ziemlich munter


11. September 2020: Süßer Nachwuchs erobert seit kurzem die Erdmännchen-Anlage im Zoo Hoyerswerda. Zwei Jungtiere brachte Familienoberhaupt Heidi bereits Anfang August zur Welt. Erstmals gezeigt haben sie sich allerdings erst jetzt. Noch etwas tapsig und immer nur für kurze Zeit erkunden die etwa vier Wochen alten Erdmännchen ihre Anlage. Dabei entfernen sie sich nie weit vom sicheren Bau. Es ist der erste Nachwuchs für Heidi. Erst Anfang des Jahres hat sie männliche Gesellschaft aus Frankfurt bekommen. Ob sich Heidi für Frank oder Kurt entschieden hat, ist noch nicht ganz sicher. Aber so viel steht fest: Beide werden von allen drei Familienmitgliedern liebevoll versorgt. Das Geschlecht des Nachwuchses ist noch nicht bekannt und wird erst ermittelt, wenn die Jungtiere etwas älter sind. Sollten sie nicht gleich beim ersten Blick auf der Anlage zu sehen sein, lohnt es sich während des Zoobesuchs erneut auf die Anlage zu schauen.


Gepanzert und geschuppt sind hingegen die Jungtiere im Tropenhaus. Sowohl das kleine Mini-Kugelgürteltier als auch die zwei Sinaloa-Milchschlangen sind kleine Miniaturausgaben ihrer Eltern. Während die Schlangen schon mit der Geburt auf sich allein gestellt sind, ist der Gürteltier-Nachwuchs mit vier Monaten erst selbstständig unterwegs. Momentan ist die Mini-Kugel mit Mama Gwendolyn noch hinter den Kulissen und wird erst in zwei Wochen für die Besucher zu sehen sein. Noch in der Warteschlange ist der Nachwuchs bei den Königspythons. Sie werden erst Anfang Oktober schlüpfen.

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Ökostrom für Pinguinanlage


13. Juli 2020: An den heißen Sommertagen können die gerade eingezogenen Pinguine im Zoo Hoyerswerda mit gutem Gewissen ein kühles Bad im Schwimmbecken genießen. Das Wasser des Pinguinbeckens wird mit Ökostrom der Versorgungsbetriebe  Hoyerswerda angenehm gekühlt. Nicht nur die Pinguine genießen ihren nachhaltigen Ökostrom, der gesamte Zoo sowie das benachbarte Schloss, die Brigitte-Reimann-Bibliothek, die Musikschule und die Volkshochschule Hoyerswerda setzen nun zu 100 Prozentauf erneuerbare Energie und sparen so ca. 158 Tonnen CO² pro Jahr. Damit leistet die Trägerin dieser Einrichtungen, die ZooKultur Hoyerswerda, einen wertvollen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Der von den VBH bereitgestellte Ökostrom wird zu einem großen Teil aus Wasserkraftwerken erzeugt. Wasserkraft gehört zu den saubersten Energieformen, da sie natürlich vorkommt und dauerhaft verfügbar ist.

 

Oekostrom
Oekostrom

Auch die VBH setzen auf nachhaltigen Klimaschutz und haben sich selbst verpflichtet, für jede verkaufte Kilowattstunde Ökostrom einen festen Beitrag in Ökoprojekte zu investieren. So wurden in den letzten Jahren in und um Hoyerswerda fast 40 Insektenhotels aufgestellt und fast 90 Bäume gepflanzt. Mit dem neuen Ahornbaum an der frisch eingeweihten Leopardenanlage kam vor wenigen Wochen ein weiterer Baum hinzu. Mit dieser Baumspende möchten die VBH über viele Jahre die Parkatmosphäre des Zoos bereichern und weiteres CO² binden.

 



 

Wieder Pinguine im Zoo


2. Juli 2020: Zehn neue Humboldt-Pinguine betraten zum ersten Mal die neugestaltete Pinguinanlage des Zoo Hoyerswerda. Nach fast zehn Monaten Bauphase konnten die Pinguine aus Halle und Beauval die Anlage erstmalig im Watschelgang erkunden. „Wir freuen uns sehr, endlich wieder eine Pinguingruppe im Zoo Hoyerswerda zu haben. Der Verlust der Gruppe vor anderthalb Jahren schmerzte sehr“, sagt Arthur Kusber, Geschäftsführer der Zoo, Kultur und Bildung gGmbH (ZooKultur).

 

In 2018 war die frühere Gruppe der Humboldt-Pinguine völlig überraschend an einer Pilzinfektion gestorben. Damals beratschlagte sich der Zoo Hoyerswerda mit Forschungsinstituten und anderen Zoos zur Ursache des plötzlichen Pinguinsterbens und plante umfangreiche Baumaßnahmen, um die Haltung der Pinguine noch besser zu gestalten. Umso erfreulicher war das heutige Zusammentreffen der jeweils fünfköpfigen Pinguingruppen auf der neuen Anlage. Obwohl sie sich nicht kannten, waren sie vom ersten Moment des Zusammentreffens an eine Gruppe. Nachdem der erste auch den Sprung ins kühle Nass gewagt hat, folgten ihm die restlichen Vögel. Nur einer nicht, der hat sich die beste Höhle gesichert. Der Zoo Hoyerswerda hofft mit der neuen Humboldt-Pinguingruppe, an die Zuchterfolge der vergangenen Jahre anschließen zu können. Humboldt-Pinguine gehören zu den Pinguinarten, die akut vom Aussterben bedroht sind. Der Zoo unterstützt seit Jahren die Bemühungen des Sphenisco e.V. in dem Brutgebiet der Pinguine in Chile eine Meeresschutzzone zu errichten.

Eröffnung Anlage 02072020 (1)
Eröffnung Anlage 02072020 (1)
Eröffnung Anlage 02072020 (7)
Eröffnung Anlage 02072020 (7)

 

Für Paul, Happy und Co. wartet die neugestaltete Anlage nun mit viel Luxus auf. Mit einer modernen Erdwärmesonde wird das Beckenwasser nun im Sommer gekühlt und im Winter erwärmt und zusätzlich über eine UV-Filtrierung und durch Sand- und Ozonfilter regelmäßig gereinigt. „Wir haben zu dem das Becken etwas flacher gestaltet. So können die Tierpfleger jetzt noch öfter einen gesamten Wasserwechsel durchführen“, erläutert Eugène Bruins, Zoologischer Leiter des Zoo Hoyerswerdas. Zusätzlich übernimmt die Umwälzung der 36.000 Liter Wasser eine Gegenstromanlage, die zugleich auch noch für ausreichend sportliche Aktivität der Wasservögel sorgt. Drei große Sonnensegel sorgen für genügend Schattenplätze. Verschiedene Bodensorten bieten den richtigen Untergrund und verhindern Pfützenbildung in denen sich Bakterien oder Pilze sammeln könnten. Bruthöhlen und Winterquartier sind für eine hygienische Reinigung nochmals beschichtet worden und eine verbesserte Luftzirkulation in den Bruthöhlen verhindert Staunässe. Auch ein erhöhter Beckenrand und ein einseitiger Ausstieg aus dem Wasserbecken sorgen dafür, dass das Gefieder der Pinguine auf dem Weg zu ihren Bruthöhlen trocken kann. „Mein Highlight der Anlage ist das Sprungbrett mit Wasserfall. Das wird nicht nur die Pinguine erfreuen, sondern auch die Besucher des Zoos“, freut sich Wolf-Thomas Hendrich, Geschäftsführer der VBH.

 

Die rund 75.000 Euro teure Umgestaltung der Anlage konnte nur durch großzügige Unterstützung der Versorgungsbetriebe Hoyerswerda GmbH (VBH), dem Verein der Zoofreunde Hoyerswerda e.V. und der Pinguin-Liebhaberin Heike Widanski ermöglicht werden. Insgesamt waren elf Firmen, davon neun aus der Region, an der Umgestaltung der Humboldt-Pinguinanlage beteiligt.

 

Sobald wie möglich soll es für Besucher wieder eine kommentierte Schaufütterung geben, die jetzt noch Corona-bedingt entfallen muss.


Steinkäuze im Sextett


4. Juni 2020: Starrer Blick aus großen Augen und eine Menge flauschiger Federn erwarten die Besucher derzeit im Zoo Hoyerswerdas. Gleich sechs junge Steinkäuze sind vor kurzem geschlüpft. Innerhalb von wenigen Tagen wuchs die Steinkauz-Familie auf acht Mitglieder an.

 

Nun haben die Eltern eine Menge zu tun. Sechs Schnäbel wollen ausreichend versorgt sein und dann muss auch noch die Bruthöhle sauber gehalten werden. Unterstützungen bekommen sie da natürlich von den Tierpflegern. Damit ist die Versorgung mit ausreichend Futter schon einmal gesichert und auch die Reinigung um ein Vielfaches leichter. Wenn die kleinen flügge werden, geht ein Teil in andere tiergärtnerische Einrichtungen und die anderen werden, wie die Geschwister im vergangenen Jahr, ausgewildert. Vermutlich im Herbst heißt es dann: Umzug nach Brandenburg. Im dortigen Naturpark Nuthe-Nieplitz nehmen sie an einem Wiederansiedlungsprojekt für Steinkäuze teil.

 

Die Zahl der Steinkäuze ist in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen, weil es den Vögeln an Lebensraum und Nahrung mangelt. Streuobstwiesen und alte, für die Brut geeignete Bäume wie Kopfweiden gibt es immer weniger und die so wichtigen alten Gebäude werden oft saniert. Außerdem sterben viele Käuze durch den Straßenverkehr. "Technische Fallen" wie Wasserbehälter mit steile Wänden, hohe hohle Objekte, Netze oder Fenster, die die Landschaft spiegeln, verursachen ein Viertel der Todesfälle. Steinkäuze gehören zur Familie der Eigentlichen Eulen und sind mit einer Körperlänge von rund 22 Zentimetern relativ klein. Sie siedeln sich am liebsten in kaum bewachsenen und offenen Gebieten an und machen Jagd auf Vögel, Nager und größere Insekten.


Steinkäuze im Zoo Hoyerswerda
Steinkäuze im Zoo Hoyerswerda


 

Dritter Internationaler Zooförderer-Tag


31. Mai 2020: An diesem Pfingstmontag, 1. Juni 2020, findet zum dritten Mal der Internationale Zooförderer-Tag statt. Die Gemeinschaft der Zooförderer e.V. (GDZ) hat diesen Tag im Jahr 2018 ins Leben gerufen, um auf das vielfältige ehrenamtliche Engagement der Freunde und Förderer von Zoos, Tier- und Wildparks aufmerksam zu machen.


Der Dachverband der Fördervereine von Zoos, Tier- und Wildparks hat über 60 Mitgliedsvereine, in denen über 100.000 Menschen Mitglied sind. Die Fördervereine investieren jährlich 15 Millionen Euro zusammen. Darüber hinaus arbeiten über 5.500 Menschen ehrenamtlich in den Fördervereinen. Dies sind über 30.000 Stunden im Monat und damit entspricht dies eine jährliche Arbeitsleistung von über drei Millionen Euro. Fördervereine von Zoos fühlen sich auch dem Artenschutz verpflichtet und haben in den letzten Jahren mit über vier Millionen Euro Artenschutzprojekte unterstützt.

Die finanziellen Möglichkeiten der Zoos, Tierparks und Wildparks sind oft eingeschränkt, sodass sich ehrenamtlich viele Besucherinnen und Besucher in örtlichen Fördervereinen zusammengefunden haben, um die wichtige zoologische Arbeit zu fördern, so wie im Verein der Zoofreunde Hoyerswerda.

„Als Förderverein vom Zoo Hoyerswerda sind wir Teil einer großen Zoofamilie und engagieren uns in diesem Rahmen auch überregional für den Natur- und Artenschutz. Das ehrenamtliche Engagement in unserem Förderverein ist eine unbezahlbare Bereicherung für den Zoo“, so Karsten Bormann, Vorsitzender vom Verein der Zoofreunde Hoyerswerda.


Jede Verbesserung der Tierhaltung, jede Investition in einen Zoo, Tier- oder Wildpark bedarf zusätzlicher finanzieller Mittel. Daher ist es wichtig, dass Menschen sich in ihrer Freizeit ideell und materiell für den Ausbau und die Weiterentwicklung der Zoolandschaft in ihren Fördervereinen engagieren. Dies stellt einen wesentlichen Beitrag in der gesellschaftlichen Verantwortung für unsere Natur dar und bereichert das bürgerschaftliche Engagement.

Der Präsident der Gemeinschaft der Zooförderer, Bruno Hensel, würdigt dieses Engagement: „Der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda hat in den zurückliegenden Jahren einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung vom Zoo Hoyerswerda geleistet. Dass Menschen in ihrer Freizeit, ihr Wissen und ihr Können für den Zoo Hoyerswerda und damit für die gesamte Zoowelt einbringen, ist nicht selbstverständlich.“


Eigentlich geht der Zooförderertag einher mit Aktionen im Zoo, wie im vergangenen Jahr auch in Hoyerswerda. Aufgrund der Corona-Krise ist das diesmal nicht möglich. Doch möglich ist es jederzeit, den Verein der Zoofreunde Hoyerswerda und damit den Zoo zu unterstützen, durch Mitarbeit in einer Gemeinschaft Gleichgesinnter bzw. durch Spenden.

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Überblick zu den Forschungen


29. Mai 2020: Es sind mehr als 1.000 Beiträge zum besseren Verständnis von Wildtieren: Der Verband der Zoologischen Gärten, dem auch der Zoo Hoyerswerda angehört, hat erstmals eine Erhebung über die Forschungsleistungen seiner Mitglieder vorgelegt. In der Broschüre „Forschungsort Zoo“ finden sich neben Informationen über die Beiträge auch zahlreiche Beispiele zur praktischen Anwendbarkeit. „Durch die Studien an unseren Zootieren kann Forschung gelingen, die ansonsten unmöglich wäre“, sagt Dr. Julia Kögler, stellvertretende Geschäftsführerin des Verbandes. „Letztlich haben alle Beteiligten in unseren gemeinsamen Artenschutzbemühungen bessere Chancen, die bedrohte Biodiversität zu erhalten, weil die Zoos  seit vielen Jahren relevante wissenschaftliche Daten sammeln.“ Und diese Erkenntnisse können dazu beitragen, Schutzmaßnahmen für Tierarten in menschlicher Obhut und in der Wildnis gezielter zu planen und umzusetzen.


Im Zeitraum von 2008 bis 2018 waren die Mitglieder des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ) an insgesamt 1.058 wissenschaftlichen Publikationen beteiligt. Diese erfolgten in 284 unterschiedlichen Wissenschaftsjournalen und wurden anschließend 8.991 Mal zitiert. Dabei erstreckten sich die Forschungsprojekte über alle Tiergruppen und eine Vielzahl von Fachgebieten. So konnte unter anderem ein wichtiger Beitrag zur stressfreien Entnahme von Blutproben bei Wildtieren geleistet werden. Ein umfangreiches Forschungsprojekt untersuchte, welche blutsaugenden Wanzenarten sich dafür eignen. Des Weiteren konnte vor dem Hintergrund der Bedrohung wildlebender Königspinguine durch die steigende Erderwärmung mittels einer groß angelegten Studie in 12 europäischen und amerikanischen Zoos nachgewiesen werden, dass die Anzahl gelegter Eier pro Tier steigt, je mehr der Vögel pro Quadratmeter zusammenleben.


„Die wertvollen Tierbestände und Datenbanken der Zoos sind von großer Bedeutung für den wissenschaftlichen Kenntnisstand“, sagt Kögler. „Man muss sich nur vor Augen führen, dass von den schätzungsweise 10 bis 15 Millionen Pflanzen- und Tierarten auf diesem Planeten nicht einmal die rund 100.000 Spezies umfassend erforscht sind, die von der Weltnaturschutzunion IUCN hinsichtlich ihres Bedrohungsstatus‘ überwacht werden. Unsere Mitglieder sind unverzichtbar, wenn es darum geht, bestehende Wissenslücken über Tierarten zu schließen.“

VdZ-Forschungsbroschüre (1)
VdZ-Forschungsbroschüre (1)



Nachwuchs bei den Baumstachlern


19. Mai 2020: Ein putziger Stachler macht jetzt die Anlage der Baumstachler im Zoo Hoyerswerda unsicher. Vor etwas über einer Woche wurde das Jungtier geboren und ist der erste Baumstachler-Nachwuchs im Zoo überhaupt und auch für das Baumstachler-Paar Mandy & und Monty das erste Jungtier.

 

Gerade einmal 25 Zentimeter lang ist der kleine Stachler und macht seinem Namen schon alle Ehre. Auch wenn er wie ein kleiner Flauscheball mit Knubbelnase aussieht, ist er ganz schön stachelig, denn die Stacheln hat er schon von Geburt an. Seine ersten Klettertouren wagt er bereits in sicherer Nähe zu seiner Baumhöhle. Mandy & Monty sind mit zwei Jahren sehr früh Eltern geworden. Baumstachler werden circa mit 18 Monaten geschlechtsreif und haben für Nagetiere eine lange Tragzeit um die 200 Tage. Erst Anfang letzten Jahres sind Mandy aus Cottbus und Monty aus Hamburg in den Zoo Hoyerswerda gezogen. Bis jetzt sind sie sehr entspannte Eltern und lassen den Nachwuchs die Anlage auch schon mal allein erkunden. Besucher haben also eine gute Chance, den kleinen Stachler in Aktion zu sehen, wenn er nicht unterwegs sein sollte, schläft er gern mit Mama Mandy in der vordersten Baumhöhle.

 

Baumstachler (Erethizon dorsatum) werden auch als Ursons oder Neuweltstachelschweine bezeichnet. Sie stammen aus Nordamerika und sind dort von Alaska und dem Norden Kanadas bis nach Nordmexiko zu finden. Die Art gilt als sehr anpassungsfähig und lebt in Misch-und Nadelwäldern, aber auch in offenem Kulturland und in der Tundra. Die Baumbewohner ernähren sich  vorwiegend von Laub, jungen Trieben und Früchten. Im Winter fressen sie auch Baumrinde. Die Neuweltstachelschweine werden bis zu 15 Kilogramm schwer und gelten als sehr gute Kletterer. Trotzdem fallen sie häufig herunter:  Etwa 35 Prozent aller Skelette in Museen zeigen geheilte Knochenbrüche. Bei Gefahr stellen die Nager ihr Stachelkleid auf und schlagen mit dem Schwanz. An den mehr als 30.000 Stacheln haben die Tiere winzige Widerhaken, die dafür sorgen, dass sich die Stacheln in ihren Gegnern hängen bleiben. Bei jeder Bewegung des Feindes bohren sie sich noch tiefer in den Körper.


Bei den Baumstachlern: Mama Mandy mit dem Nachwuchs
Bei den Baumstachlern: Mama Mandy mit dem Nachwuchs



Wer saß auf berühmten Rücken?


Wer saß schon auf dem Rücken Bronze-Ziegen im Zoo Hoyerswerda? Das wohl bekannteste Foto-Motiv im Zoo soll in einer neuen Sonderausstellung gewürdigt werden. Es handelt sich um die Bronzeplastik "Die Ziegengruppe" der Künstlerin Dorothea von Philipsborn, die seit 1960 im Zoo steht. Der Aufruf lautet deshalb: Senden Sie uns Fotos, wie Sie als Kind oder wie jetzt Ihre Kinder oder Eltern oder Oma und Opa oder die Klasse oder die Freunde auf diesen Ziegen sitzen.

Bis zum 10. Juni werden so viele Fotos wie nur möglich gesucht. Schließlich hat doch fast jeder Hoyerswerdaer mindestens einmal darauf gesessen hat. Stimmt das?


Digitale Zusendungen entweder per E-Mail an: info@museum-hy.de

Analoge Bilder können gern im Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda gebracht werden: "Hier scannen wir das Foto ein, so dass das Original beim Besitzer bleiben kann. Abgabe immer Montag bis Freitag von 9 bis 10 Uhr aufgrund der noch coronabedingten Schließung des Museums.

Wer uns ein Foto für dieses einmalige Ausstellungsprojekt zur Verfügung stellen möchte, soll bitte auch auf die Internetseite von Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda www.museum-hy.de unter Kontakt schauen:
Hier ist ein Downloadlink (https://kurzelinks.de/Bildrechte) mit einem Dokument bzgl. der Bildrechte, das unbedingt mit ausfüllt werden müsste, wenn das Foto zur Verfügung gestellt wird.


Jedes Foto zählt und wird ausgestellt!

Aufruf SchlossHY_klein
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Ein Dino zieht im Zoo ein


14. Mai 2020: Seit diesem Tag lebt ein Dinosaurier in der Wohngemeinschaft von Emu-Hilde und den Bennett-Kängurus im Zoo Hoyerswerda. Er wird künftig die nahe Verwandtschaft zu Emu-Dame Hilde erklären. Ein Dromiceiomimus, ein Theropode Dinosaurier, ist nun für Besucher ein pädagogisch wertvoller Zeitgenosse. Künftig wird er, neben Emu Hilde eine wichtige pädagogische Rolle spielen und erklären, dass es immer noch Dinos auf der Welt gibt: nämlich die Vögel. Nur mit der Unterstützung des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda e.V. konnte diese imposante Plastik angeschafft werden.

 

Aufgebaut auf einem Stahlgerüst, mit Kaninchendraht in Form gebracht und einer stabilisierenden Gipsschicht wiegt die mit Polyester verkleidete Plastik des Dromiceiomimus ganze 100 kg. Mit einer Länge von 3 Metern und einer Höhe von 2,70 Meter ist der Dino nun der größte Bewohner in der WG der Bennett-Kängurus und Emu Hilde. Der Künstler Thomas Stern hat bei der Ausarbeitung der Plastik viel Wert auf Details und naturgetreue Gestaltung gelegt. Insgesamt hat er sechs Monate für die Fertigung benötigt. Schon lang wünschte sich der Zoologische Leiter Eugène Bruins diese Plastik in der Nähe von Laufvögeln: „Ich bin sehr glücklich, diesen Wunsch jetzt in Hoyerswerda realisieren zu können“, betont er.

 

Angereist aus Leutersdorf über die B 96 und mit achtfacher Frauen- und Manneskraft wurde der Dromiceiomimus  auf seinem Platz abgestellt. Künftig wird er den Bennett-Kängurus und vor allem Emu-Dame Hilde Gesellschaft leisten. Sie ist auch der Grund, warum jetzt ein Dinosaurier im Zoo Hoyerswerda zu finden ist. Denn Dromiceiomimus heißt übersetzt „Emu-Ähnliche“. Emus und alle anderen Vögel stammen genauso wie der Dromiceiomimus von den Theropoden ab. Sie sind also nahe Verwandte und die Ähnlichkeit ist nicht zu verkennen. Während der Dromiceiomimus und andere Dinosaurier ausgestorben sind, leben die Vögel noch heute unter uns und somit die Nachfahren der Dinosaurier.

von links nach rechts_ Brigitte Trunte, Vorstand Zooverein; Thomas Stern, Künstler; Eugène Bruins, Zoologischer Leiter
von links nach rechts_ Brigitte Trunte, Vorstand Zooverein; Thomas Stern, Künstler; Eugène Bruins, Zoologischer Leiter




Einzigartige Insektenlounge Zoo

 

12. Mai 2020: Seit dieser Woche können sich Besucher in der weltgrößten Insektenlounge vom Summen und Brummen heimischer Arten im Zoo Hoyerswerda verwöhnen lassen. Unzählige Insekten finden in dem in Art und Umfang einzigartigen Insektenhotel Platz. Auch wenn dem einen oder anderem Insekten lästig sind, sind sie dennoch sehr nützlich und agieren als ökologische Schädlingsbekämpfung.

 

Das Insektenhotel misst im Durchmesser etwa vier Meter und ist zweieinhalb Meter hoch. Nicht ohne Grund: „Ich hoffe natürlich, mit der Insektenlounge unsere Besucher auch auf den Schutz der Insekten und die derzeitigen Insektenkrisen, vor allem bei den Bienen, hinzuweisen“, erläutert der Zoologische Leiter und Initiator der Insektenlounge Eugène Bruins. Es sollen vor allem viele Arten Solitärbienen und Wespen, Schmetterlinge, Florfliegen, Blumenwanzen, Schwebfliegen, Ohrenkneifer und Marienkäfern einen Unterschlupf und Nistmöglichkeiten finden. Zooschulpädagogin Silke Kühn hat in den vergangenen Wochen die einzelnen Hotelzimmer des Insektenhotels mit Bambus, Schilf, Totholz und angebohrtem Holz sowie Strangfalzziegel und Tannenzapfen gut bestückt. Aber auch Lehm und Schneckenhäuser, in denen manche Bienen leben, bieten künftig unzähligen Insekten einen Lebensraum.

„Das Projekt zeigt, dass man auch auf eine ganz simple Art und Weise heimischen Naturschutz betreiben kann.“, betont Christoph Biele, Projektleiter des Sächsischen Mitmachfonds. Im vergangenem Jahr wurde die Ideen der einzigartigen Insektenlounge vom Sächsischen Mitmachfonds Prämiert und mit einem Preisgeld von 10.000dotiert.

Für den richtigen Wellnessfaktor steht in der Lounge eine Wellnessliege aus Holz, auf der es sich die Besucher des Zoo Hoyerswerdas bequem machen können. Der Bereich um das Hotel wird mit insektenfreundlichen und nützlichen Pflanzen verschönert. Hilfreich sind auch die vier Schilder neben der Lounge, die dem Besucher durch einfache Tipps erklären, wie man seinen heimischen Garten für Insekten unkompliziert gestalten kann.

 

4. Mai: Der Zoo Hoyerswerda hat nach der Zwangspause aufgrund der Corona-Pandemie wieder geöffnet. Es gibt natürlich noch Einschränkungen. Bitte beachten Sie beim Besuch die Abstands- und die Hygieneregeln. Bleiben Sie gesund!



Zoo-Bummel per Kamera


28. März 2020: Interessantes, Amüsantes und Einzigartiges bietet die neue Folge von "Unterwegs in Sachsen" vom MDR-Fernsehen. Mit Moderatorin Beate Werner und Zooleiter Eugène Bruins können Interessierte auf eine Entdeckungsreise im Zoo gehen, vor dem heimischen Computer oder Fernseher, und so etwas die Zeit überbrücken, bis die öffentlichen Einrichtungen wieder Besucher empfangen können. Auf dem Rundgang wird Station gemacht bei den Lamas, bei den Eseln, den Galapagos-Riesenschildkröten, den Totenkopfäffchen, den Fischottern, bei den Mädchen und Jungen der Zooschule und ihr Projekt Ökozoonien, bei den Braunbären, bei Airbrusher Uwe Krasel, im Museum im Schloss, bei Bauarbeiten an der zu erneuernden Pinguinanlage, auf der neuen Anlage für die China-Leoparden, bei den Erdmännchen, bei den Alpensteinböcken (im Bild), bei Tierpaten, bei Zoogärtnerin Marlen Marre sowie im Tropenhaus, in dem auch die beiden Faultiere Carla und Carlo leben. Gute Unterhaltung und etwas Entspannung in der schweren Zeit. 

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Link zur Sendung: https://www.mdr.de/…/video-395544_zc-12fce4ab_zs-6102e94c.h…




Das große Zählen im Zoo Hoyerswerda

 

30. Januar 2020: Der Zoo Hoyerswerda blickt auf ein "liebesreiches Jahr 2019" zurück. Gleich bei vier Arten hat es gefunkt. Insgesamt können die Besucher aktuell 792 Tiere in 123 Arten erleben. Das hat die diesjährige Inventur ergeben, bei der die Mitarbeiter in den vergangenen Wochen alle Zoobewohner unter die Lupe genommen und statistisch erfasst haben.

 

Im Vergleich zum Jahr 2018 sind es sechs Arten und 146 Individuen weniger im Zoo Hoyerswerda. „Das hängt vor allem mit dem Amazonasbecken zusammen“, erklärt Eugène Bruins. Die Anzahl der Fischarten und Individuen schwankt immer wieder, da nach Arten gesucht wird, die optimal zur WG mit den Jesus-Echsen und Stechrochen im Amazonasbecken passen. Inzwischen wurde eine passende Gruppe Fische zusammengestellt. Hinzu kamen aber als eine völlig neue Art das Baumstachlerpaar Monty und Mandy. Eine von mehreren geglückten Partnervermittlungen im Zoo Hoyerswerda im Jahr 2019. Neben Monty lernten auch Faultier Carlo, Gürteltier Günther und China-Leopard San ihrer Partnerinnen kennen und lieben. Einziges Weibchen in der Vermittlungsbörse ist die Erdmännchen-Dame Heidi. Sie bekam gleich zwei Männchen aus Frankfurt, Frank und Kurt, und hat als Königin die Qual der Wahl. Nun hofft der Zoo auf Nachwuchs der einzelnen Tierpaare.

 

Nachzuchten gab es bei insgesamt dreizehn Arten. Sehr erfolgreich war die Zucht bei den Bennett-Kängurus. Gleich fünf kleine Hüpfer hatten die Kängurudamen des Zoos im Beutel. Nachzuchten gab es ebenso bei den Felsenhörnchen (7), Igeltanreks (5), Kolkraben (2), Mandschurenkranichen (2), Steinböcken (3), Kaiserschnurrbart-tamarinen (1), Totenkopfäffchen (3), Afrikanischen Zwergziegen (2), Steinkäuzen (4), Riesenlaubfröschen (sehr viele) und Hühnern.  

Viele der Nachzuchten bereichern nun andere Zoos. So leben beispielsweise auch die fünf Kubakrokodile (Nachzucht 2018) jetzt in England und in den Niederlanden. Im März 2019 verließen die kleinen Krokodile den Zoo Hoyerswerda. „Auch andere Nachzuchten haben jetzt ein neues Zuhause in Deutschland, Frankreich, England und den Niederlanden gefunden“, sagt Eugène Bruins.

 

Leider gab es 2019 auch einige Abgänge zu verzeichnen. So betrauert der Zoo den Verlust eines Nandus und eines Lamas. Auch die Königin der zwölfköpfigen Erdmännchengruppe ist altersbedingt verstorben. Die Gruppe wurde aufgelöst und die Tiere an andere Zoos abgegeben. Da Erdmännchen im Familienverband leben, hätte kein fremdes Weibchen die Position übernehmen können und alle anderen Erdmännchen waren miteinander verwandt.

 

Im Jubiläumsjahr des Zoo Hoyerswerdas ist auch baulich einiges passiert. Anfang des Jahres wurde das Schildkrötenhaus komplett saniert und die Außenanlage an bessere Zuchtbedingungen angepasst. Ebenfalls saniert wurde das Flamingohaus. Das Baumstachlerpaar Monty & Mandy bezog ihre attraktive Anlage direkt hinter der Rattenküche.

 

Für den Naturschutz hat sich der Zoo Hoyerswerda auch im vergangenen Jahr stark gemacht. So kann die Naturschutzstation Neschwitz wieder mit einer Spende unterstützt werden. Der Zoo beteiligte sich wieder als Bronze-Förderer an der Kampagne Zootier des Jahres. Die gesammelten Spenden gehen an zwei Gibbonprojekte in Laos und Vietnam. Außerdem sind vier Hoyerswerdaer Steinkauz-Jungtiere Teil eines Auswilderungsprojektes im Naturschutzpark Nuthe-Nieplitz in Brandenburg.

 

Für die Zooschule war das Jahr 2019 ebenfalls sehr erfolgreich. Doppelt so viele Besucher wie im Vorjahr interessierten sich für Bildungs- und Privatangebote, wie Kindergeburtstag und Führungen. Im September starteten mit acht Kindern die Zoo Kids. Sie lernen alles über die heimische und exotische Flora und Fauna. Hauptprojekt ist Ökozoonien ein Platz für heimische Vögel, Amphiben und Kleinsäugern mit Nist- und Unterschlupfmöglichkeiten.

 

Ausblick auf 2020: Neue Gruppe Humboldt-Pinguine auf modernisierte Anlage. An der Neugestaltung und Modernisierung der Pinguinanlage wird seit September 2019 gearbeitet. Mit einer effektiven Filteranlage, Sonnensegel und verbesserter Beckenstruktur ist die Anlage optimal auf die Bedürfnisse der Pinguine ausgerichtet.  Neue Anlage für Leopardenpärchen San & BaoBao. Die Bauarbeiten für die neue Leopardenanlage, die dank vieler Spenden errichtet werden kann, sind seit dem Baubeginn Anfang Juli 2019 weit vorangeschritten. Mittlerweile ist sie fast bezugsfertig und wartet nur noch auf den Feinschliff und die Gehegeeinrichtung. Einzigartig wird die Insektenlounge, die über den Sächsischen Mitmachfonds finanziert wird. In dem überdimensionalen Insektenhotel können sich die Besucher auf einer Wellnessliege von dem Summen und Brummen heimischer Arten verwöhnen lassen.



Zoo sucht jemanden mit grünem Daumen

 

24. Januar 2020: Zoogärtnerin Marlen Marre geht im Sommer diesen Jahres in den wohlverdienten Ruhestand. Fünfzehn Jahre lang kümmerte sie sich um die grüne Oase mitten in Hoyerswerda. Nun ist der Zoo Hoyerswerda auf der Suche nach einem Nachfolger, der durchaus auf besondere Anforderungen gefasst sein muss.

 

Warum es bei ihrem Job so ist und manchmal von Vorteil wäre sogar zwei, anstatt nur einen grünen Daumen zu haben, kann die gelernte Gartenbau-Ingenieurin ganz einfach erklären: „Die Theorie beschränkt sich meist auf das Zusammenwirken Mensch und Pflanze, aber nicht unbedingt auf das mit Tieren.“ Als sie hier begann, musste sie sich viel neues Wissen aus Erfahrungen, Gesprächen mit Tierpflegern oder aus Fachliteratur aneignen. Welche Pflanze kann in welche Anlage gepflanzt werden, ohne dass sie für die Bewohner schädlich ist oder verspeist wird? Eine alltägliche Frage, die sich Marlen Marre stellt: „Besonders die exotischen Tiere bringen Herausforderungen mit sich, denn die sind meist mit der heimischen Fauna nicht vertraut und für die Tiere vielleicht giftig“. Da kann es auch mal vorkommen, dass die Anlage komplett neu bepflanzt werden muss. Nicht nur um die Begrünung der Anlagen und Gehege kümmert sie sich, ihr Arbeitsfeld ist noch weit Vielschichtiger. Auch die ganzen Kübelpflanzen, Bäume, Zierpflanzen, Stauden und Sträucher auf dem gesamten sechs Hektar großen Zoogelände müssen versorgt werden. Das alles so schön blüht und grünt, ist harte Arbeit, denn Pflanzenschutz und Dünger kann Marlen Marre nur sehr sparsam einsetzen und so kann es sein, dass auch die Pflanzen einmal in Quarantäne müssen. Hinzu zum ganzen Außengelände kommt noch das Tropenhaus, das mit den freilaufenden Tieren ganz andere Anforderungen an die Arbeit stellt: „Es kam schon vor, dass ich mich auf einmal Auge in Auge mit Faultier Carlo befand oder er saß plötzlich auf dem Boden. Dann erschrecken wir uns beide“ berichtet die Zoogärtnerin amüsiert. Wenn sie ein Lieblingstier wählen müsste, dann wäre es das Faultierpärchen Carla & Carlo. Dieses ganz besondere Zusammenspiel mit den Tieren wird sie in ihrem Ruhestand vermissen. Auch wenn einige Arbeiten durchaus gefährlich anmuten könnten, denn die Bepflanzung der Beete zwischen Gehege und Besucherabsperrung kann Marlen Marre nur betreten, wenn die Tiere in ihren Innenställen verbleiben. Sonst könnten Leopard, Tiger und Co. durchaus versuchen nach ihr zu greifen.

Zoogärtnerin Marlen Marre
Zoogärtnerin Marlen Marre

 

Auch im Ruhestand wird sich Marlen Marre weiter der Gärtnerei widmen. In ihrem Kleingarten hat sie als Kontrastprogramm zu den ganzen Zier- und Blühpflanzen überwiegend Nutzpflanzen. Aber auch die ein oder andere exotische Art, die sie ohne ihren Job im Zoo Hoyerswerda wahrscheinlich nicht kennengelernt hätte. Einen Tipp hat sie noch für ihren Nachfolger: „Während der Arbeit nicht die Tiere füttern, um sich mit ihnen gutzustellen, denn dann möchten sie immer etwas und weichen einem nicht mehr von der Seite. So schön das auch ist, aber seine Arbeit schafft man so nicht.“

 

Weitere Informationen gibt es hier: www.zookultur.de


Erneut Plus bei Besuchern

  

22. Januar 2020: Zoo und Schloss Hoyerswerda haben im Jahr 2019 ein erneut starkes Besucherplus verzeichnet. Insgesamt konnten 140.123 Besuche gezählt werden. Das ist das beste Ergebnis seit dem Zoo & Schloss 2011 in die Zoo, Kultur & Bildung Hoyerswerda gGmbH eingegliedert wurden. Im Vergleich zum Jahr 2018 stieg die Anzahl der Besuche um knapp 15.000 - eine Steigerung von zwölf  Prozent.


Nicht nur das 60jährige Zoo-Jubiläum und die neuen tierischen Liebespaare lockten die Besucher in Zoo & Schloss, sondern auch die zwei komplett neugestalteten Dauerausstellungen des Stadtmuseums und zahlreiche Veranstaltungen der beiden zusammengehörigen Einrichtungen. Die Zoopädagogik und die Museumspädagogik konnten sich ebenfalls über verstärkten Zulauf bei Kita- und Schulprojekten sowie privaten Feierlichkeiten freuen. 

 

Viele Besucher kamen, um sich das Faultierpärchen Carla & Carlo, das im Tropenhaus des Zoo Hoyerswerdas zuhause ist, anzusehen und ein bisschen typische Faultier-Gelassenheit mit nach Hause zu nehmen. Auch Gwendolyn & Günther die beiden Südlichen Kugelgürteltiere sind gern besuchte Zoobewohner. Eine weitere neue Art im Zoo Hoyerswerda ist das Baumstachlerpaar Mandy & Monty. Beide haben Anfang des Jahres ihre neue und großzügige Anlage bezogen und zeigen gerne ihre Kletterkünste, denen sie ihren Namen verdanken. Mit dieser Anlage und der Sanierung der Schildkrötenanlage und des Flamingohauses konnte der Zoo Hoyerswerda weiter an Attraktivität gewinnen. Großveranstaltungen, wie der Stadtkindertag, „Historica – Mittelalter trifft Barock“, das Tiergartenfest und Halloween erwiesen sich als Besuchermagnete. Hinzu kam das außergewöhnlich gute Wetter. Der milde Winter und die vielen Sonnentage bis weit in den Herbst hinein lockten viele Gäste ins Freie und machten Lust auf einen Bummel durch Zoo und Schloss. 

Baumstachler
Baumstachler

 

Im Schloss & Stadtmuseum begeistern die zwei modernen und interaktiven Dauerausstellungen, die spannende Zeitreisen durch die Vergangenheit erlauben, auch weiterhin die Besucher für Geschichte. Das 12. Internationale Bildhauersymposium im Juni unter dem Motto „Humaninal – Mensch – Seele – Tier“ bot nicht nur Kunstinteressierten einen spannenden Blick auf die Arbeit der Bildhauer. Außerdem lud das Schloss 2019 zu fünf Sonderausstellungen – darunter auch die Ausstellung „Ein Tiergarten entsteht“, die die Entstehungszeit vom Zoo Hoyerswerdas und den Wirkungsbereich Günter Peters zeigte, ein. Mit der Sanierung des Schlossaufganges wurde außerdem der Zugang für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, erleichtert und verbessert.

 

Im Jahr 2020 können sich Besucher auf neue Anziehungspunkte in Zoo und Schloss Hoyerswerda freuen. So wird unter anderem die neue Anlage für die China Leoparden San und BaoBao bezugsfertig und eine neue Gruppe Humboldt-Pinguine zieht im Frühjahr auf ihre modernisierte Anlage. Mit der einzigartigen Insektenlounge können Besucher demnächst auf Tuchfühlung mit heimischen Arten gehen. Eine der nächsten Sonderausstellungen im Schloss beschäftigt sich mit der Wirkungs- und Schaffenszeit Brigitte Reimanns. Mittelalterfans können sich im Mai wieder auf „Historica – Mittelalter trifft Barock“ freuen.

  

Informativer Jahresausklang


11. Dezember 2019: Zu einem informativen Nachmittag zum Jahresausklang hat der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda in das Schloss eingeladen. Bevor in dem Museumssaal mit einem hohen und hübsch geschmückten Weihnachtsbaum zu Kaffee und Kuchen sowie einer Fülle an Informationen eingeladen wurde, hatten Vereinsvorsitzender Karsten Bormann und der Zooleiter Eugène Bruins die Teilnehmer begrüßt. Anschließend startete eine etwa einstündige Führung durch den Zoo. Eugène Bruins führte seine Zuhörer zur Pinguinanlage, die derzeit saniert wird, stellte ihnen die Insektenlounge vor, die derzeit aufgebaut wird und die beghabar sein soll, und gewährte natürlich Einblick in die neue Leopardenanlage, an der am 12. Dezember die Abnahme der Spezialnetze erfolgte. Bezugsfertig ist das neue Gehege wahrscheinlich Ende Januar/Anfang Februar.


Nach dem Rundgang, bei dem auch in das künftige Leopardenhaus geschaut werden konnte, erhielten die Teilnehmer der Weihnachtsfeier weitere Informationen zur Naturschutzarbeit des Vereins der zoologischen Gärten, des Zoos Hoyerswerda und zum Projekt Leopardenanlage. Eugène Bruins danke den Zoofreunden noch mal für die großzügige Unterstützung. Der Verein hatte 60 000 Euro für die Leopardenanlage und die Sanierung des Pinguingeheges zur Verfügung gestellt.


Zudem war Gelegenheit, sich die Urkunde und die Günter-Peters-Ehrennadel anzusehen. Sie waren dem Verein der Zoofreunde vor wenigen Tagen für sein außerordentliches Engagement überreicht worden. Zum Abschluss des Nachmittags wurde ein alter Film gezeigt. Er gewährte Einblick in die Aufbaujahre des Zoos und ermöglichte ein Wiedersehen mit dem unvergessenen ersten Tiergartenleiter Günter Peters. Den Zoo Hoyerswerda gibt es seit 60 Jahren.


60 Jahre Zoo gefeiert


6. Dezember 2019: Im Schloss Hoyerswerda fand eine Festveranstaltung aus Anlass 60 Jahre Zoo Hoyerswerda statt.  Arthur Kusber, Geschäftsführer der Zoo, Kultur & Bildung Hoyerswerda gGmbH, freute sich, dass an diesem Tag auch das jüngste Projekt des Zoos, die neue Leopardenanlage, der Öffentlichkeit präsentiert werden kann, nachdem am Vortag Gerüste abgebaut werden konnten. Damit ist wieder eine entscheidende Etappe in der Entwicklung des Zoos geschafft, der seit Mai 1959 besteht.


Volker Homes, Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten, verwies auf die große Bedeutung der Zoos in einer für den Artenschutz schwierigen Zeit. Derzeit vollziehe sich das größte Artensterben auf der Welt seit dem Ende der Dinosaurier. Die Zoos leisten einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz, zur Forschung zum Erhalt von bedrohten Arten und zur Bildung der Bevölkerung. Die Mitgliedszoos der VdZ investieren nach seiner Aussage jährlich vier Millionen Euro in nationale und internationale Natur- und Artenschutzprogramme. Ohne Zoos, so Homes, wären viele Arten schon ausgestorben. Er würdigte auch das Engagement des Zoos Hoyerswerda, etwa für die Auswilderung von Steinkäuzen. 


Darauf ging auch der Hoyerswerdaer Zooleiter Eugène Bruins ein. Der Zoo ist in 22 Zuchtprogramme eingebunden. Dazu gehören auch die China-Leoparden, deren neues Domizil gerade entsteht und Anfang des kommenden Jahres bezugsfertig sein soll. Der Zoo Hoyerswerda ist einer von zwei Zoos in Deutschland, der China-Leoparden züchten darf.

Nach der Festveranstaltung im Schloss war Gelegenheit, sich vom Bauzustand der großzügigen Leopardenanlage zu überzeugen. Zudem wurde den Unterstützern gedankt. Dazu gehört auch der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda. Er sei eine der Säulen für dieses Projekt.


Zu den Gästen der Veranstaltung gehörten auch Vertreter von mehreren Zoos. So gratulierte Ariel Jacken, Seniorkurator im Zoo Leipzig, Eugène Bruins zu 60 Jahre Zoo Hoyerswerda. Auf den anderen Bildern sind Volker Homes während der Festveranstaltung im Schloss sowie die Besichtigung der neuen Anlage für die China-Leoparden zu sehen.



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Verein mit Ehrennadel geehrt 


5. Dezember 2019: Der Verein der Zoofreunde hat am Tag des Ehrenamtes, 5. Dezember, die Günter-Peters-Ehrennadel erhalten. Das hatte der Stadtrat entschieden. 


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Die feierliche Übergabe erfolgte am späten Donnerstagnachmittag im Café "Auszeit". Oberbürgermeister Stefan Skora erinnerte daran, dass die Ehrung jene erhalten, die Außergewöhnliches leisten, wie einst Günter Peters, der als Museumsdirektor, Tierparkchef, Maler und natürlich engagierter Hoyerswerdaer Maßstäbe gesetzt hat.


Der Verein der Zoofreunde, so Stefan Skora, genieße in Hoyerswerda "einen hohen Bekanntheitsgrad". Seit seiner Gründung im September 1991 habe der Förderverein die Entwicklung der Freizeitoase Nummer eins in Hoyerswerda intensiv unterstützt und begleitet. So auch jetzt. Denn der Verein stellte 60 000 Euro für den Bau der Leopardenanlage und für die Sanierung des Pinguingeheges zur Verfügung.


 Frank Grommisch, der als Gründungsmitglied die Auszeichnung stellvertretend für den Verein vom Oberbürgermeister mit großer Dankbarkeit in Empfang nahm. erklärte: "Wir haben uns in der gesamten Zeit darum bemüht, unseren Beitrag zu leisten, dass der Zoo Hoyerswerda eine gute Adresse ist und bleibt und ein verlässlicher Partner sind." Eine öffentliche Anerkennung wie diese wirke motorisierend. Die Ehrung sei Beleg, dass "unser Engagement an der richtigen Stelle geschieht".


Mit Elan beim Herbstputz 


9. November 2019: Sie haben gern zugepackt, die Mitglieder des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda und die Freunde des Zoos, die sich am Morgen des 9. November zu Herbstputz trafen. Der Zoologische Leiter Eugène Bruins und seine Mitarbeiter freuten sich über die tatkräftige Hilfe von über 30 Leuten, um in den folgenden Stunden für einige Veränderungen im Zoo zu sorgen.

Die Festwiese gegenüber vom Zoo-Restaurant "Sambesi" wurde vom vielen Laub befreit. Mit Unterstützung der Zooschulkinder unter Leitung von Silke Kühn wurde damit begonnen, an der Fasanerie "Ökozonien" zu schaffen, ein Projekt, das wahrscheinlich bis zum Ende des Schuljahres verwirklicht werden kann. Zu den nächsten Aufgaben wird gehören, dass Unterschlupfgelegenheiten für Igel geschaffen werden. In anderen Bereichen des Zoos wurde ebenfalls Laub beseitigt, so bei den Kranichen und neben dem Gehege der Kängurus. Aufgeräumt wurde im Bärengehege, da die beiden Bewohner dort kräftig gewühlt hatten. Auf der Baustelle für das neue Leopardengehege verschwanden alte Holzverkleidungen von einer Wand. Und Ivo Fuchs von der Firma SysCoFox kümmerte sich um das Wasserbecken im Schildkrötenhaus. Der Zooverein kümmerte sich um eine Stärkung zwischendurch und lud zum Abschluss auch zu einem Imbiss ein. 


Leider hielt das Wetter nicht bis zum Schluss. Gegen 11.30 Uhr setzte Regen ein.


Danke allen, die am Sonnabend so fleißig waren und aktiv ihren Beitrag für einen schönen Zoo Hoyerswerda geleistet haben.



Erinnerungen an Günter Peters

   

21. Oktober 2019: Eine Zeitreise in die Vergangenheit wurde im Schloss Hoyerswerda unternommen. Im Erzählsalon, den Christian Völker-Kieschnick moderierte, ging es um die Frage „Wie ich einmal Günter Peters begegnete“. Was ist in Erinnerung geblieben vom Gründer des Hoyerswerdaer Tiergartens, der 1987 starb? Über verschiedene Seiten seines Lebens wurden im Laufe des interessanten Abends von seinem Neffen Dr. Werner Peplowski, sowie  Dr. Werner Tschirch, ehemaliger Tierarzt des Zoos, und seiner Frau Hannelore berichtet. "Die Vielfalt des Mannes ist unbeschreiblich", sagte Werner Peplowski, der dem Engagement von Günter Peters für das Museum, den Tiergarten und die Malerei großen Respekt zollte. 

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Vor dem Erzählsalon war zu einer Führung durch die Sonderausstellung im Museum aus Anlass des 60-jährigen Bestehens vom Zoo Hoyerswerda eingeladen worden. Die Museumswissenschaftliche Leiterin Boglárka Ilona Szücs führte etwa 25 Interessierte durch die Sonderschau. Dabei ging sie sowohl auf die Aufbauarbeit im damals neuen Tiergarten am Schloss als auch auf das künstlerische Schaffen von Günter Peters ein.




Leoparden gemeinsam auf der Anlage

 

 17. Oktober 2019: Die China-Leoparden San und BaoBao sind endlich in trauter Zweisamkeit. Nach langem Warten, ist nun die vor zwei Wochen begonnene Zusammenführung der beiden Leoparden im Zoo Hoyerswerda, erfolgreich abgeschlossen. Zum ersten Mal seit ihrer Ankunft zeigte BaoBao Anzeichen von Rolligkeit. „Darauf haben wir lange gewartet. Für eine mögliche Zusammenführung der beiden Leoparden ist die Rolligkeit des Weibchens ein entscheidender Aspekt. Ohne diese wäre die Zusammenführung zu riskant, die Tiere hätten sich verletzen oder gar töten können“, erklärt Eugène Bruins, Zoologischer Leiter des Zoos. 

  

San und BaoBao (2)
San und BaoBao (2)

Im Sommer des vergangenen Jahres kam das China Leoparden-Weibchen BaoBao aus Paris in den Zoo Hoyerswerda. Ende September diesen Jahres zeigte das Weibchen die ersten Anzeichen von Rolligkeit. Der beste Zeitpunkt, um mit einer stückweisen Zusammenführung zu beginnen. Vorab haben sich San und BaoBao abwechselnd auf der Anlage aufgehalten und nur durch ein sogenanntes „Schmusegitter“ beschnuppert. Nun wurden sie erst stundenweise und immer unter Beobachtung zusammen auf die Anlage gelassen. Die gemeinsame Zeit wurde dann Schritt für Schritt immer weiter verlängert.

Als die Schieber für beide das erste Mal gemeinsam aufgingen, war die Aufregung der Tierpfleger genauso groß, wie die der Raubkatzen. Unter gespannten Augen des Zoo-Teams verlief das Kennenlernen ruhig aber auch stürmisch, denn es kam gleich zu mehreren Paarungen des Pärchens. „Wir sind sehr glücklich über die gelungene Zusammenführung. Es hätte auch anders kommen können. Nun hoffen wir natürlich auf baldigen Nachwuchs“, betont Eugène Bruins. Jetzt sind San und BaoBao, tagsüber immer zusammen auf der Anlage zu sehen.

 

Der Zoo Hoyerswerda hat die Zuchtempfehlung für China-Leoparden bereits im letzten Jahr erhalten. Hoyerswerda ist damit 2019 einer von nur zwei europäischen Zoos, die Nachwuchs bei dieser Art züchten dürfen. Ende des Jahres soll die neue Leoparden-Anlage fertig sein, sodass ein Umzug der Tiere Anfang 2020 möglich wäre. Sollte sich bei dem Leoparden-Weibchen doch Nachwuchs ankündigen, würde das Männchen die neue Anlage erstmal allein beziehen, um dem trächtigen Weibchen keinen unnötigen Stress zuzumuten. Der Bau des neuen großzügigen Geheges kostet rund 165.000 Euro und wird mit Unterstützung des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda,  aus Spenden, Sponsoring und Eigenmittel der ZooKultur finanziert. Neben der schon jetzt erfolgreichen Gehegepatenaktion kamen weitere Mittel durch eine Crowdfundingaktion auf www.99Funken.de sowie einige weitere anonyme Privatspenden zusammen.


 



"Ein süßes Pärchen"


9. Oktober 2019: Vor etwas über einem Monat zog die einjährige Zweifingerfaultierdame Carla ins Tropenhaus des Zoos Hoyerswerda. Für Eugène Bruins, Zoologischer Leiter des Zoo, lief die Zusammenführung von Faultierdame Carla mit Besucherliebling Carlo sehr erfolgreich. „Sie sind ein süßes Pärchen. Carlo ist sehr vorsichtig im Umgang mit Carla.“

Über ein Jahr hatte der Zoo Hoyerswerda nach einer geeigneten Partnerin gesucht „Viele Zoos und Tierparks suchen ein Faultierweibchen, dass wir dann Carla so kurzfristig zugewiesen bekommen haben, ist für uns ein Glücksfall “, zeigt sich Eugène Bruins begeistert über die schnelle Partnervermittlung. Mit der Eingewöhnung der jungen Faultierdame in Hoyerswerda ist er sehr zufrieden. Auch die problemlose Vergesellschaftung mit dem Faultiermännchen Carlo überrascht ihn „Das sich beide manchmal nicht riechen können ist ganz normal, aber das sie sogar schon gemeinsam fressen und sich gelegentlich einen Schlafplatz teilen, ist nach so kurzer Zeit außergewöhnlich.“


Der zweijährige Carlo stellte sich gentlemanlike vor und gab Carla alle Zeit der Welt zur Eingewöhnung. Anfangs noch recht schüchtern, zeigte Carla schnell wer nun das Sagen im Tropenhaus hat. Die vielen Ruhe-und Liegeplätze hatte sie bald für sich entdeckt und Carlo hatte so manches Mal das Nachsehen. Pünktlich um 14.30 Uhr treffen sich die beiden zur täglichen Fütterung. Anschließend können Carla und Carlo auch, für Faultiere eher untypisch, recht flott unterwegs sein. Denn wer zuerst kommt, erwischt den besten und nahesten Platz für das Verdauungsschläfchen. Sollten sich Carla und Carlo doch mal nicht einig sein, reicht ein kurzes Fauchen und der Andere zieht sich langsam zurück.

Die vom Apenheuler Affenzoo, in dem Carla geboren wurde, angekündigten launischen Stimmungsschwankungen zeigte die junge Damen im Zoo Hoyerswerda noch nicht. Mit ihren Tierpflegern hat sie schnell Freundschaft geschlossen.

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  • Carla und Carlo (6)
  • Carla und Carlo (7)


Carla und Carlo haben noch viel Zeit, sich besser kennenzulernen, denn mit etwas über einem Jahr ist Carla, wie der zweijährige Carlo, noch nicht geschlechtsreif. Mit Nachwuchs kann der Zoo frühesten in zwei Jahren rechnen.

Hoyerswerdsche Faultierfans sollten jetzt noch bis zum 31.10. die Möglichkeit nutzen, die reduzierte Jubiläumsjahreskarte anlässlich 60 Jahre Zoo Hoyerswerda zu erwerben. Anstatt der üblichen 29 € kostet sie nur 23 €. Damit können Carla und Carlo ein ganzes Jahr lang täglich besucht und ihre Entwicklung selbst miterlebt werden. Die reduzierte Jubiläumsjahreskarte kann nur unter Vorlage eines gültigen Ausweises als Nachweis auf den Wohnort Hoyerswerda ausgestellt werden und gilt nicht für Jahreskartengutscheine.



Ehre für engagierten Hoyerswerdaer


21.September 2019: Die Gemeinschaft der Zooförderer (GdZ) hat in ihrer Mitgliederversammlung am 21. September in Berlin dem langjährigen Vorsitzenden des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda, Viktor Strzodka, in einer Schweigeminute gedacht. Viktor Strzodka, der im Juni verstorben ist, habe wesentlichen Anteil an der erfolgreichen Arbeit der GdZ, für die er sich auch in schwierigen Zeiten engagiert eingesetzt habe, würdigte Präsident Bruno Hensel. Sein Wirken werde nicht vergessen. Die Gemeinschaft der Zooförderer besteht seit 25 Jahren.

 

In der Mitgliederversammlung, in der auch der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda durch Frank Grommisch vertreten war, erfolgte die Wahl des Vorstands für die nächsten vier Jahre. Als Präsident wurde erneut Bruno Hensel aus Wuppertal einstimmig bestätigt. 1. Stellvertreter ist Klaus Kohlmann aus Nürnberg und 2. Stellvertreter Ralf Leidel aus Dresden. Auch die anderen Mitglieder des Führungsgremiums wurden einhellig in ihren Ämtern bestätigt.

"Um unsere eigene Öffentlichkeitsarbeit und unsere Anliegen zur Entwicklung der Zoologischen Einrichtungen und für den Artenschutz zu verstärken, haben wir 2018 erstmals des Internationalen Zooförderer-Tag (Immer am Pfingstmontag) ins Leben gerufen", stellte Bruno Hensel in der Mitgliederversammlung fest. Hoyerswerda hat sich 2019 erstmals daran beteiligt. Bruno Hensel: "An den bisherigen Tagen haben jeweils mehr als 20 Vereine teilgenommen. Die GdZ unterstützt dabei. Der Präsident verwies auf die großen finanziellen Unterstützungen der Zoovereine für die zoologischen Einrichtungen. In den 64 Fördervereinen, die inzwischen der GdZ angehören, schenken täglich mehrere Tausende Ehrenamtliche ihr Engagement und ihre Zeit ihren Zoos, wurde anerkannt. 


Zu den aktuellen Projekten des Vereins der Zoofreunde in Hoyerswerda  gehört die finanzielle Unterstützung beim Bau der Leopardenanlage und die Sanierung der des Pinguingeheges.


Die mehrtägige Tagung der GdZ in Berlin wurde diesmal von den Freunden der Hauptstadtzoos ausgerichtet. Tagungsort war das Rote Rathaus. Zum Besuchsprogramm gehörte auch eine Visite im Tierpark Berlin.

Dort gehört die junge Eisbärin Hertha zu den Bewohnern, die auf großes Interesse bei den Gästen stieß.


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Großer Trubel bei einem 60-Jährigen


1. September 2019: Der Zoo Hoyerswerda besteht 2019 immerhin 60 Jahre. Diesem Anlass war am 1. September das Tiergartenfest gewidmet. Hier gab es auch Gelegenheit, etwas Rückschau zu halten. Besonders interessant dürfte es für etliche Zoobesucher gewesen sein, den Gründer des Zoos, Günter Peters, in einer historischen Tonaufnahme zu hören, als er davon berichtete, wie der einstige Tiergarten entstanden ist. Nicht mit Blumen ließen sich die Hoyerswerdaer locken, sondern erst, als die ersten Tiere eingestallt waren, wuchs das Interesse an dem Neuen und dem Museum im Schloss. Viele Freiwillige fanden sich, um dabei zu unterstützen. Erinnert wurde an alle Zoodirektoren, die seitdem ihre Spuren in Hoyerswerda hinterlassen haben.


Den Bogen in die Gegenwart schlugen der Zooleiter Eugène Bruins und der Vorsitzende des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda, Karsten Bormann. Jüngstes Projekt ist die neue Leopardenanlage. Vor zwei Wochen, so berichtete Eugène Bruins, haben die Bauarbeiten begonnen. Er hofft, dass sie vielleicht im November oder Dezember abgeschlossen werden können.  Länger, möglicherweise bis Ostern, wird die Sanierung der Pinguinanlage dauern. Beide Vorhaben werden vom Verein der Zoofreunde unterstützt. Karsten Bormann überreichte an Eugène Bruins einen symbolischen Scheck über 60 000 Euro. Vom Publikum gab es dafür großen Applaus. Möglich sind die Veränderungen dank eines engagierten Zooteams und des ehrenamtlichen Einsatzes der Mitglieder vom Verein der Zoofreunde Hoyerswerda, hoben beide hervor.


Während die beiden Männer in einem Interview vor der Bühne Rede und Antwort standen, wurde die große Geburtstagstorte mit einzigartigen Tiermotiven vom Tortendesign von Sarah Gierig verteilt. Eugène Bruins und Karsten Bormann hatten das Kunstwerk zuvor angeschnitten. Dann war der Andrang groß. Viele wollten davon etwas abhaben und kosten. Sie konnten anschließend die Torte zur Musik von Schlagersänger Frank Schöbel genießen. Er und seine Band ließen viele seiner bekannten Lieder erklingen. Sie sorgten für Begeisterung ebenso wie seine lockerere Moderation. Bei über 30 Grad Celsius verriet Frank Schöbel neben anderem, dass nächste Woche die Produktion der Weihnachtssendung beginnt, die traditionell Heiligabend ausgestrahlt wird.


Zur Mittagszeit hatte übrigens das Orchester Lausitzer Braunkohle musiziert. Es besteht wie der Zoo seit 60 Jahren.

 

 

 

 

60 Jahre Zoo


 

Kolkraben im Zoo und in der Sage


15. August 2019: Zoochef Eugène Bruins und der Geschäftsführer der KRABAT-Mühle Schwarzkollm gGmbH, Tobias Zschieschick, enthüllten gemeinsam eine ganz besondere Infotafel am Gehege der Kolkraben im Zoo Hoyerswerda. Neben der Gehegetafel informiert nun auch eine Infotafel über die besondere Rolle der schwarzen Raben in der KRABAT-Sage und weckt die Neugier auf einem Besuch der KRABAT-Mühle Schwarzkollm, um mehr über den Krabat zu erfahren und zu erleben.


Auf dem Gelände der KRABAT-Mühle Schwarzkollm finden die Besucher nun eine zoopädagogische Infotafel über die Kolkraben und erfahren zweisprachig auf Sorbisch und Deutsch Informatives über Verbreitung, Nahrung und das Sozialverhalten dieser spannenden Vögel. Zudem enthält diese Tafel wiederum den Hinweis, dass die echten Kolkraben im Zoo Hoyerswerda besucht werden können. Beide Freizeiteinrichtungen sind bequem per Fahrrad und Auto erreichbar und auch direkt über die Stadtlinie 1 miteinander verbunden.


„Ich kenne die Krabat-Sage seit 2,5 Jahre und bin von der Geschichte und der Mühle begeistert. Dies ist auch der Grund, warum ich die Kolkraben in den Zoo Hoyerswerda geholt habe, erklärt Zoochef Eugène Bruins. „Umso mehr freuen wir uns, dass sich diese intelligenten Tiere bei uns so wohl fühlen, dass Sie schon für Nachwuchs gesorgt haben.“


„Ich habe mich über die Idee von Zoochef Eugène zur Vernetzung von Zoo und KRABAT-Mühle Schwarzkollm sehr gefreut. Es ist schön, wenn wir Gemeinsamkeiten entdecken und daraus etwas machen“, freut sich Tobias Zschieschick. Beide möchten künftig auch bei Führungen auf die jeweils andere Einrichtung hinweisen.


Mit dieser Kooperation vertiefen KRABAT-Mühle und Zoo Hoyerswerda ihre Zusammenarbeit. Bereits seit einigen Jahren läuft die gemeinsame Werbekampagne „Familienzeit in Hoyerswerda“ in welcher die beiden als besonders familienfreundlich ausgezeichneten Freizeiteinrichtungen gemeinsam mit dem Stadtmuseum, dem Lausitzbad, dem ZCOM und dem Jump Up gezielt Touristen für einen Ausflug nach Hoyerswerda begeistern wollen.

 

 

 

 

Tobias Zschieschick und Eugène Bruins


Jubiläumsschau und Sonderheft


7. Juli 2019: Ein besonderer Jahrestag kann in Hoyerswerda begangen werden. Der Zoo besteht 60 Jahre. Und viele Bürger der Stadt haben Anteil daran, dass dieses Erholungsgebiet neben dem Schloss sich entwickeln und wachsen konnte und weiter gedeiht. Das wird in einer Sonderausstellung gezeigt, die seit dem 7. Juli im Schloss Hoyerswerda besucht werden kann.

 

 

Die wissenschaftliche Leiterin des Museums, Boglarka Ilona Szücz, und Eugène Bruins freuen sich über die gelungene Sonderausstellung und die vielen Gäste zur Eröffnung.

Sie gibt Einblick über die einzelnen Entwicklungsetappen. In Text und vielen historischen Aufnahmen können sich Interessierte einen Überblick vom Werden des einstigen Tiergartens und jetzigen Zoos verschaffen, dessen Gründer der Museumsdirektor Günter Peters war. Er kümmerte sich darum, dass im Umfeld des Schlosses erste Tiergehege entstanden und 1959 der Tiergarten eröffnet werden konnte. Günter Peters, der selbst malte, sorgte dafür, dass der Zoo auch ein Ort der Kunst wurde. Verschiedene Kunstwerke, so von Jürgen von Woyski, sorgen bis in die Gegenwart für ein besonderes Flair auf dem sechs Hektar großen Areal. Und Kunstwerke  bereichern auch die Sonderausstellung. So sind dort 15 Ölgemälde von Günter Peters zu sehen. Boglarka Ilona Szücz, wissenschaftliche Leiterin des Museums, in deren Verantwortung die Gestaltung der Sonderschau lag, bedankte sich bei allen, die zu deren Gelingen beitrugen, etwa durch Leihgaben oder durch Spenden, so dass die Bilder von Günter Peters gerahmt werden konnten.


Die Eröffnung der Sonderausstellung ging einher mit dem Vorstellen des Sonderhefts "60 Jahre Zoo Hoyerswerda". Wie hat es angefangen? Welche Stationen wurden gemeistert? Wer kümmert sich heute um das einzigartige Areal am Schloss? Auf diese und viele andere Fragen gibt es Antworten. Zudem ist dieses außergewöhnliche Geschichtsheft reich bebildert.

Oberbürgermeister Stefan Skora schreibt im Vorwort: "Es waren unzählige Hoyerswerdaer Bürgerinnen und Bürger, Handwerker und Helfer, welche die visionäre Idee des damaligen Museumsdirektors Günter Peters mitt Einsatz, Begeisterung und Tatkraft verwirklichten, Stück für Stück, Stein für Stein, Gehege für Gehege bauten die Hoyerswerdaer ihren Tiergarten selbst auf."  


Seit 1991 engagiert sich der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda mit seinen ehrenamtlich tätigen Mitgliedern für den Zoo. Traditionen werden bewahrt, fortgeführt und es kann Neues geschaffen werden. Damit der Zoo inmitten der Stadt einzigartig ist und bleibt.    


Die Sonderausstellung kann bis zum 10. November im Schloss Hoyerswerda besucht werden.

 

 

Der jetzige Zooleiter Eugène Bruins und der frühere Zoodirektor Dr. Werner Jorga schauen sich das Sonderheft zum runden Jahrestag an.

Wo gibt es die Festschrift?

 

7. Juli 2019: Anlässlich des 60. Geburtstages des Zoo Hoyerswerda wurde eine Festschrift herausgegeben. Sie kann jetzt im Zooshop, dem Museumsshop im Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda, in der Touristinformation und beim Buch- & Musikhaus Sygusch käuflich erworben werden.

 

Die neue Festschrift

Die 60-seitige Festschrift bietet einen Blick hinter die Zoo-Kulissen und blickt zurück auf die spannende Entstehungszeit. Von Aufbauhelfer und Freiluftatelier über Artenschutz und Zooschule bietet die Broschüre interessante Geschichten und wissenswerte Fakten aus 60 Jahren Zoo-Geschichte. Mitarbeiter berichten über ihren Arbeitsalltag, erzählen Kuriositäten und verraten ihre Lieblingstiergeschichten. Tierischen Stars, wie die Bärenbrüder Björn und Bengt oder Emu-Dame-Hilde, stellen sich ebenso vor wie die tatkräftigen Unterstützer des Zoos.


 

 

 

 


Tiefe Trauer um Viktor Strzodka

 

 



14. Juni 2019: Der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda hat eins seiner engagiertesten Mitglieder verloren. Am 14. Juni starb Viktor Strzodka. Er zählte zu den Gründern des Vereins und war viele Jahre dessen erster Vorsitzender. Mit seiner ehrenamtlichen Arbeit für den Zoo und die Stadt hat er Maßstäbe gesetzt. Wir werden ihn stets in dankbarer Erinnerung behalten.  




Für uns eine Premiere 

 

10. Juni 2019: Zum ersten Mal hat sich der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda am Internationalen Tag der Zooförderer beteiligt. Aus diesem Anlass sind wir am Pfingstmontag, 10. Juni, an unserem Stand zwischen Tropenhaus und dem Zoo-Restaurant "Sambesi" mit etlichen Besuchern ins Gespräch gekommen, um ihnen von der ehrenamtlichen Arbeit für den Zoo Hoyerswerda, aber auch in der Gemeinschaft der Zooförderer (GDZ) zu berichten.

Anliegen des Tages ist es mitzuhelfen, dass Menschen sich in ihrer Freizeit ideell und materiell für den Ausbau und die Entwicklung der Zoolandschaft und der Fördervereine engagieren und dieser Einsatz auch öffentlich gewürdigt  bzw. einem breiten Publikum bekannt gemacht wird.

Die Plakate mit dem Zootier des Jahres, dem stark bedrohten Gibbon, waren am Montag rasch vergriffen. Auch die GDZ-Postkarten für den Artenschutz wurden gern mitgenommen, wobei Besucher Interesse hatten, mehr über die bedrohten Tierarten zu erfahren. Und natürlich griffen Zoogäste auch gern Flyern zur Arbeit der GDZ und des Vereins der Zoofreunde.

Der Pfingstmontag war im Zoo Hoyerswerda vor allen Dingen ein Tag für Familien. Die Gäste ließen sich dabei auch nicht vom Nieselregen zur Mittagszeit abhalten.

Danke für das Interesse und vielleicht trifft man sich demnächst wieder, bei der ehrenamtlichen Arbeit im Sinne der GDZ und des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda. Den Internationalen Tag der Zooförderer gibt es seit 2018, jeweils am Pfingstmontag.  



Es ist was los in den "Kinderstuben"


8. Juni 2019: Tierisch viel Nachwuchs können Besucher derzeit im Zoo Hoyerswerda entdecken. Ob pelzig oder gefiedert: Bei mehreren Arten sind Jungtiere zu bestaunen.  

 

Kleiner Igeltanrek

Besonders niedlich sind die kleinen Igeltanreks im Tropenhaus. Gemeinsam mit Mama und Papa leben die fünf stacheligen Gesellen in einem der Terrarien. Noch bleiben sie am liebsten in der Nähe ihrer Eltern, aber schon bald geht es zwischen Baumrinden und Pflanzen auf Entdeckungstour. Zwei der fünf jungen Kängurus haben ihr Gehege hingegen schon erobert. Munter hopst der Nachwuchs in der ausgefallenen WG zwischen den sieben ausgewachsenen Benettkängurus und Europas zahmster Emu-Dame Hilde umher.

 

Ganz besonders freut sich der Zoo Hoyerswerda auch über vierfachen Nachwuchs bei den Steinkäuzen. Bereits im Herbst 2018 war es Zooleiter Eugène Bruins in Kooperation mit einem Auswilderungsprojekt im Harz gelungen, einen jungen Steinkauz in die freie Natur zu entlassen. Auch die vier kleinen Käuze sollen ausgewildert werden, sobald sie groß genug sind. Noch mehr gefiederten Nachwuchs gibt es bei den Mandschurenkranichen. Das Federkleid der beiden Vögel, die im April geschlüpft sind, ist noch braun. Aber die zwei sind schon kräftig gewachsen und stolzieren neben ihren eleganten Eltern in der Anlage umher. So farbenprächtig wie die Elterntiere werden auch die vier frisch geschlüpften Küken der Rotohrbülbüls einmal sein, die im Tropenhaus leben. Zum ersten Mal gab es in diesem Frühjahr Nachwuchs bei den Kolkraben, die neu im Zoo sind. Das letzte Jungtier ist noch bis zum 12. Juni in seiner Voliere zu beobachten und wird danach abgegeben. Die verschiedenen Küken mit ihrem ganz unterschiedlichen Gefieder, die derzeit im Hühnerhof scharren und picken, sind dagegen noch etwas länger zu sehen.

 

Absolute Lieblinge sind zur Zeit die beiden Zicklein, die gemeinsam mit den anderen Zwergziegen im Streichelgehege herumtoben. Tierisch süß sind auch die Mini-Lämmer der kleinsten Schafrasse der Welt: Gleich dreimal gab es in diesem Jahr Nachwuchs bei den Ouessantschafen. Die fünf jungen Felsenhörnchen klettern ebenfalls munter durch ihr Gehege und bei den Schönhörnchen gibt es noch ein Jungtier zu entdecken. Die anderen beiden haben bereits ein neues Zuhause gefunden. Affenstarker Nachwuchs hat sich auch bei den Kaiserschnurrbarttamarinen und Totenkopfaffen eingestellt. Zwei Jungtiere der letzteren Affenart sind bereits über das Zuchtprogramm in einen Zoo in Frankreich umgezogen. Erst wenige Tage alt ist ein kleiner Steinbock und ein weiteres Jungtier wird bei dieser Art in Kürze noch erwartet.

 

Am zahlreichsten ist auch in diesem Jahr der Nachwuchs bei den Riesenlaubfröschen vertreten. Im Tropenhaus tummeln sich noch viele Kaulquappen und mehr als 200 Stück wurden dieses Jahr bereits abgegeben. Allein von 2017 bis 2019 haben mehr als 600 Laubfrösche aus dem Zoo Hoyerswerda ein neues Zuhause gefunden, unter anderem in den Zoos in Berlin, Leipzig, Dresden, Stuttgart, Neuwied, Hamburg, Frankfurt und Antwerpen.

 

Auch wenn der Zoo Hoyerswerda sich in diesem Jahr über tierisch viel Nachwuchs freuen kann: Bei den Hornvögeln hofft das Team noch. Das Hornvogel-Weibchen hat sich schon vor mehreren Wochen eingemauert und wird seither von ihrem Männchen versorgt. Das erwartete Jungtier soll später an den Vogelpark Marlow gehen.

 

 

 

Nachwuchs bei den Steinkauzen