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Neuigkeiten aus Zoo und Verein


Kolkraben im Zoo und in der Sage


15. August 2019: Zoochef Eugène Bruins und der Geschäftsführer der KRABAT-Mühle Schwarzkollm gGmbH, Tobias Zschieschick, enthüllten gemeinsam eine ganz besondere Infotafel am Gehege der Kolkraben im Zoo Hoyerswerda. Neben der Gehegetafel informiert nun auch eine Infotafel über die besondere Rolle der schwarzen Raben in der KRABAT-Sage und weckt die Neugier auf einem Besuch der KRABAT-Mühle Schwarzkollm, um mehr über den Krabat zu erfahren und zu erleben.


Auf dem Gelände der KRABAT-Mühle Schwarzkollm finden die Besucher nun eine zoopädagogische Infotafel über die Kolkraben und erfahren zweisprachig auf Sorbisch und Deutsch Informatives über Verbreitung, Nahrung und das Sozialverhalten dieser spannenden Vögel. Zudem enthält diese Tafel wiederum den Hinweis, dass die echten Kolkraben im Zoo Hoyerswerda besucht werden können. Beide Freizeiteinrichtungen sind bequem per Fahrrad und Auto erreichbar und auch direkt über die Stadtlinie 1 miteinander verbunden.


„Ich kenne die Krabat-Sage seit 2,5 Jahre und bin von der Geschichte und der Mühle begeistert. Dies ist auch der Grund, warum ich die Kolkraben in den Zoo Hoyerswerda geholt habe, erklärt Zoochef Eugène Bruins. „Umso mehr freuen wir uns, dass sich diese intelligenten Tiere bei uns so wohl fühlen, dass Sie schon für Nachwuchs gesorgt haben.“


„Ich habe mich über die Idee von Zoochef Eugène zur Vernetzung von Zoo und KRABAT-Mühle Schwarzkollm sehr gefreut. Es ist schön, wenn wir Gemeinsamkeiten entdecken und daraus etwas machen“, freut sich Tobias Zschieschick. Beide möchten künftig auch bei Führungen auf die jeweils andere Einrichtung hinweisen.


Mit dieser Kooperation vertiefen KRABAT-Mühle und Zoo Hoyerswerda ihre Zusammenarbeit. Bereits seit einigen Jahren läuft die gemeinsame Werbekampagne „Familienzeit in Hoyerswerda“ in welcher die beiden als besonders familienfreundlich ausgezeichneten Freizeiteinrichtungen gemeinsam mit dem Stadtmuseum, dem Lausitzbad, dem ZCOM und dem Jump Up gezielt Touristen für einen Ausflug nach Hoyerswerda begeistern wollen.

 

 

 

 

Tobias Zschieschick und Eugène Bruins


Jubiläumsschau und Sonderheft


7. Juli 2019: Ein besonderer Jahrestag kann in Hoyerswerda begangen werden. Der Zoo besteht 60 Jahre. Und viele Bürger der Stadt haben Anteil daran, dass dieses Erholungsgebiet neben dem Schloss sich entwickeln und wachsen konnte und weiter gedeiht. Das wird in einer Sonderausstellung gezeigt, die seit dem 7. Juli im Schloss Hoyerswerda besucht werden kann.

 

 

Die wissenschaftliche Leiterin des Museums, Boglarka Ilona Szücz, und Eugène Bruins freuen sich über die gelungene Sonderausstellung und die vielen Gäste zur Eröffnung.

Sie gibt Einblick über die einzelnen Entwicklungsetappen. In Text und vielen historischen Aufnahmen können sich Interessierte einen Überblick vom Werden des einstigen Tiergartens und jetzigen Zoos verschaffen, dessen Gründer der Museumsdirektor Günter Peters war. Er kümmerte sich darum, dass im Umfeld des Schlosses erste Tiergehege entstanden und 1959 der Tiergarten eröffnet werden konnte. Günter Peters, der selbst malte, sorgte dafür, dass der Zoo auch ein Ort der Kunst wurde. Verschiedene Kunstwerke, so von Jürgen von Woyski, sorgen bis in die Gegenwart für ein besonderes Flair auf dem sechs Hektar großen Areal. Und Kunstwerke  bereichern auch die Sonderausstellung. So sind dort 15 Ölgemälde von Günter Peters zu sehen. Boglarka Ilona Szücz, wissenschaftliche Leiterin des Museums, in deren Verantwortung die Gestaltung der Sonderschau lag, bedankte sich bei allen, die zu deren Gelingen beitrugen, etwa durch Leihgaben oder durch Spenden, so dass die Bilder von Günter Peters gerahmt werden konnten.


Die Eröffnung der Sonderausstellung ging einher mit dem Vorstellen des Sonderhefts "60 Jahre Zoo Hoyerswerda". Wie hat es angefangen? Welche Stationen wurden gemeistert? Wer kümmert sich heute um das einzigartige Areal am Schloss? Auf diese und viele andere Fragen gibt es Antworten. Zudem ist dieses außergewöhnliche Geschichtsheft reich bebildert.

Oberbürgermeister Stefan Skora schreibt im Vorwort: "Es waren unzählige Hoyerswerdaer Bürgerinnen und Bürger, Handwerker und Helfer, welche die visionäre Idee des damaligen Museumsdirektors Günter Peters mitt Einsatz, Begeisterung und Tatkraft verwirklichten, Stück für Stück, Stein für Stein, Gehege für Gehege bauten die Hoyerswerdaer ihren Tiergarten selbst auf."  


Seit 1991 engagiert sich der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda mit seinen ehrenamtlich tätigen Mitgliedern für den Zoo. Traditionen werden bewahrt, fortgeführt und es kann Neues geschaffen werden. Damit der Zoo inmitten der Stadt einzigartig ist und bleibt.    


Die Sonderausstellung kann bis zum 10. November im Schloss Hoyerswerda besucht werden.

 

 

Der jetzige Zooleiter Eugène Bruins und der frühere Zoodirektor Dr. Werner Jorga schauen sich das Sonderheft zum runden Jahrestag an.

Wo gibt es die Festschrift?

 

7. Juli 2019: Anlässlich des 60. Geburtstages des Zoo Hoyerswerda wurde eine Festschrift herausgegeben. Sie kann jetzt im Zooshop, dem Museumsshop im Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda, in der Touristinformation und beim Buch- & Musikhaus Sygusch käuflich erworben werden.

 

Die neue Festschrift

Die 60-seitige Festschrift bietet einen Blick hinter die Zoo-Kulissen und blickt zurück auf die spannende Entstehungszeit. Von Aufbauhelfer und Freiluftatelier über Artenschutz und Zooschule bietet die Broschüre interessante Geschichten und wissenswerte Fakten aus 60 Jahren Zoo-Geschichte. Mitarbeiter berichten über ihren Arbeitsalltag, erzählen Kuriositäten und verraten ihre Lieblingstiergeschichten. Tierischen Stars, wie die Bärenbrüder Björn und Bengt oder Emu-Dame-Hilde, stellen sich ebenso vor wie die tatkräftigen Unterstützer des Zoos.


 

 

 

 


Tiefe Trauer um Viktor Strzodka

 

 



14. Juni 2019: Der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda hat eins seiner engagiertesten Mitglieder verloren. Am 14. Juni starb Viktor Strzodka. Er zählte zu den Gründern des Vereins und war viele Jahre dessen erster Vorsitzender. Mit seiner ehrenamtlichen Arbeit für den Zoo und die Stadt hat er Maßstäbe gesetzt. Wir werden ihn stets in dankbarer Erinnerung behalten.  




Für uns eine Premiere 

 

10. Juni 2019: Zum ersten Mal hat sich der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda am Internationalen Tag der Zooförderer beteiligt. Aus diesem Anlass sind wir am Pfingstmontag, 10. Juni, an unserem Stand zwischen Tropenhaus und dem Zoo-Restaurant "Sambesi" mit etlichen Besuchern ins Gespräch gekommen, um ihnen von der ehrenamtlichen Arbeit für den Zoo Hoyerswerda, aber auch in der Gemeinschaft der Zooförderer (GDZ) zu berichten.

Anliegen des Tages ist es mitzuhelfen, dass Menschen sich in ihrer Freizeit ideell und materiell für den Ausbau und die Entwicklung der Zoolandschaft und der Fördervereine engagieren und dieser Einsatz auch öffentlich gewürdigt  bzw. einem breiten Publikum bekannt gemacht wird.

Die Plakate mit dem Zootier des Jahres, dem stark bedrohten Gibbon, waren am Montag rasch vergriffen. Auch die GDZ-Postkarten für den Artenschutz wurden gern mitgenommen, wobei Besucher Interesse hatten, mehr über die bedrohten Tierarten zu erfahren. Und natürlich griffen Zoogäste auch gern Flyern zur Arbeit der GDZ und des Vereins der Zoofreunde.

Der Pfingstmontag war im Zoo Hoyerswerda vor allen Dingen ein Tag für Familien. Die Gäste ließen sich dabei auch nicht vom Nieselregen zur Mittagszeit abhalten.

Danke für das Interesse und vielleicht trifft man sich demnächst wieder, bei der ehrenamtlichen Arbeit im Sinne der GDZ und des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda. Den Internationalen Tag der Zooförderer gibt es seit 2018, jeweils am Pfingstmontag.  



Es ist was los in den "Kinderstuben"


8. Juni 2019: Tierisch viel Nachwuchs können Besucher derzeit im Zoo Hoyerswerda entdecken. Ob pelzig oder gefiedert: Bei mehreren Arten sind Jungtiere zu bestaunen.  

 

Kleiner Igeltanrek

Besonders niedlich sind die kleinen Igeltanreks im Tropenhaus. Gemeinsam mit Mama und Papa leben die fünf stacheligen Gesellen in einem der Terrarien. Noch bleiben sie am liebsten in der Nähe ihrer Eltern, aber schon bald geht es zwischen Baumrinden und Pflanzen auf Entdeckungstour. Zwei der fünf jungen Kängurus haben ihr Gehege hingegen schon erobert. Munter hopst der Nachwuchs in der ausgefallenen WG zwischen den sieben ausgewachsenen Benettkängurus und Europas zahmster Emu-Dame Hilde umher.

 

Ganz besonders freut sich der Zoo Hoyerswerda auch über vierfachen Nachwuchs bei den Steinkäuzen. Bereits im Herbst 2018 war es Zooleiter Eugène Bruins in Kooperation mit einem Auswilderungsprojekt im Harz gelungen, einen jungen Steinkauz in die freie Natur zu entlassen. Auch die vier kleinen Käuze sollen ausgewildert werden, sobald sie groß genug sind. Noch mehr gefiederten Nachwuchs gibt es bei den Mandschurenkranichen. Das Federkleid der beiden Vögel, die im April geschlüpft sind, ist noch braun. Aber die zwei sind schon kräftig gewachsen und stolzieren neben ihren eleganten Eltern in der Anlage umher. So farbenprächtig wie die Elterntiere werden auch die vier frisch geschlüpften Küken der Rotohrbülbüls einmal sein, die im Tropenhaus leben. Zum ersten Mal gab es in diesem Frühjahr Nachwuchs bei den Kolkraben, die neu im Zoo sind. Das letzte Jungtier ist noch bis zum 12. Juni in seiner Voliere zu beobachten und wird danach abgegeben. Die verschiedenen Küken mit ihrem ganz unterschiedlichen Gefieder, die derzeit im Hühnerhof scharren und picken, sind dagegen noch etwas länger zu sehen.

 

Absolute Lieblinge sind zur Zeit die beiden Zicklein, die gemeinsam mit den anderen Zwergziegen im Streichelgehege herumtoben. Tierisch süß sind auch die Mini-Lämmer der kleinsten Schafrasse der Welt: Gleich dreimal gab es in diesem Jahr Nachwuchs bei den Ouessantschafen. Die fünf jungen Felsenhörnchen klettern ebenfalls munter durch ihr Gehege und bei den Schönhörnchen gibt es noch ein Jungtier zu entdecken. Die anderen beiden haben bereits ein neues Zuhause gefunden. Affenstarker Nachwuchs hat sich auch bei den Kaiserschnurrbarttamarinen und Totenkopfaffen eingestellt. Zwei Jungtiere der letzteren Affenart sind bereits über das Zuchtprogramm in einen Zoo in Frankreich umgezogen. Erst wenige Tage alt ist ein kleiner Steinbock und ein weiteres Jungtier wird bei dieser Art in Kürze noch erwartet.

 

Am zahlreichsten ist auch in diesem Jahr der Nachwuchs bei den Riesenlaubfröschen vertreten. Im Tropenhaus tummeln sich noch viele Kaulquappen und mehr als 200 Stück wurden dieses Jahr bereits abgegeben. Allein von 2017 bis 2019 haben mehr als 600 Laubfrösche aus dem Zoo Hoyerswerda ein neues Zuhause gefunden, unter anderem in den Zoos in Berlin, Leipzig, Dresden, Stuttgart, Neuwied, Hamburg, Frankfurt und Antwerpen.

 

Auch wenn der Zoo Hoyerswerda sich in diesem Jahr über tierisch viel Nachwuchs freuen kann: Bei den Hornvögeln hofft das Team noch. Das Hornvogel-Weibchen hat sich schon vor mehreren Wochen eingemauert und wird seither von ihrem Männchen versorgt. Das erwartete Jungtier soll später an den Vogelpark Marlow gehen.


 

 

 

 

Nachwuchs bei den Steinkauzen


Viele haben geholfen

13. April 2019:
Beim Frühjahrsputz am 13. April haben 45 Mitglieder bzw. Freunde des Zoos kräftig zugepackt und für die Verschönerung des Areals gesorgt. Die Arbeiten begannen bereits gegen 9 Uhr. Zuvor zeigte sich das Wetter gar nicht so frühlingshaft, sogar ein paar Schneeflocken waren gefallen. 

Vor allem fällt die Aktion der Initiative Stadtwunder ins Auge, die rund 650 Ostereier aufhängte bzw. Osterdekorationen aufstellte, einige davon wurden noch mit zusätzlichen Handarbeiten verziert. Und umhäkelte Ostereier können auch bestaunt werden. Ein toller Schmuck für unseren Zoo.

Der Vorsitzende des Vereins der Zoofreunde, Karsten Bormann, und der Zoologische Leiter Eugène Bruins lobten den Arbeitseifer der Beteiligten am Sonnabendvormittag ausdrücklich. So wurde die ehemalige Kamelanlage gesäubert. Damit sind wesentliche Vorarbeiten für das nächste Bildhauersymposium geschaffen, das für den Juni geplant ist. Außerdem wurden im Bereich der Känguru-Anlage das Areal am Außenzaun von Laub, aber auch von Unrat gesäubert, der offenbar von Unvernünftigen über den Zaun geworfen wird. Dort kamen etliche Flaschen, aber auch Verpackungen aus Plaste zum Vorschein. Auf dem Mara-Gehege neben dem Teich war schubkarrenweise Erde zu bewegen, um Höhenunterschiede auszugleichen und für einen besseren Wasserabfluss zu sorgen. Gestrichen wurden Teile des Außenzauns an der Straße Am Haag. Kraft benötigten die Männer, die sich um das Pflanzen von drei Bäumen kümmerten. Dazu gehört die Flatter-Ulme, der Baum des Jahres 2019. Er hat seinen Standplatz auf der Zebraanlage bekommen. 

Eugène Bruins wies die Teilnehmer auf die Jungtiere hin, die derzeit im Zoo in verschiedenen Gehegen zu entdecken sind, nicht allein bei den Kängurus, sondern auch bei den Kolkraben und den Schafen zum Beispiel. Zu dem größten Vorhaben im 60. Jahr des Bestehens des Zoos, den Bau einer neuen Leopardenanlage informierte er, dass auf die  Baugenehmigung gewartet wird. Zudem äußerte er erneut seine Anerkennung für den großartigen Einsatz beim Herbstputz, als tausende Blumenzwiebeln gesetzt wurden.  Derzeit können Narzissen am Bärengehege und Tulpen am Domizil der Flamingos bestaunt werden.

Der Termin für den Herbstputz 2019, bei dem wieder viele fleißige Helfer werden, ist für den 2. November, den ersten Sonnabend in dem Monat, angekündigt. Der Verein der Zoofreunde bittet, sich dieses Datum bereits vorzumerken. Aber zuvor gibt es im Zoo etliche andere Veranstaltungen und es ist immer etwas zu entdecken. Das Motto lautet: Ein Besuch lohnt immer.     


Früjahrsputz 2019


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"Geburtstagsgeschenk" für den Zoo


4. April 2019: Der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda hat am 

3. April in seiner Mitgliederversammlung im Schloss entschieden, zwei Vorhaben des Zoos mit insgesamt 60 000 Euro zu unterstützen. Alle Anwesenden stimmten dafür, dass für den Neubau der Leopardenanlage im Zoo und für die Umgestaltung der Pinguinanlage diese fünfstellige Summe zur Verfügung gestellt wird.

 

 

 

Vorsitzender Karsten Bormann während des Rechenschaftsberichts

Damit leistet der Förderverein im 60.Jahr des Bestehens der zoologischen Einrichtung einen weiteren großen Beitrag für deren Entwicklung. Darauf hatte Vorsitzender Karsten Bormann auch im Rechenschaftsbericht des Vorstands hingewiesen. Er erinnerte neben anderem an die Bären- sowie die Erdmännchenanlage. "Sie sind gute Beispiele unserer erfolgreichen Arbeit, die es weiterzuführen gilt." Daneben wird der Zoo auch auf andere Weise unterstützt, etwa durch den Frühjahrsputz des Vereins, der am 13. April um 9 Uhr beginnen soll.


Der zoologische Leiter Eugène Bruins hatte in der Jahresmitgliederversammlung die beiden Großprojekte ausführlich erläutert und um Zustimmung gebeten. Vorgesehen ist, dass sowohl die Leopardenanlage als auch der Umbau des Pinguingeheges in diesem Jahr erfolgen. Der Zoo sprach am Donnerstag aus Anlass der Entscheidung des Fördervereins von "einem großartigen Geburtstagsgeschenk"  zum 60-jährigen Bestehen des Zoos. 


Im 27. Jahr des Bestehens des Vereins werden finanziell und Personell unterstützt der Frühjahrsputz, der Stadtkindertag, das Tiergartenfest, die Halloween-Nachtführung, der Herbstputz und die Weihnachtsführung. 


Auszüge aus dem Rechenschaftsbericht stehen unter der Rubrik "Mitgliederversammlungen"  



Zoobesucher unterstützen Naturschutzstation 

 

8. März 2019: Mit einer Spende in Höhe von fast 1 900 Euro haben die Besucher des Zoos Hoyerswerda die Arbeit der Naturschutzstation Neschwitz unterstützt. Das Geld war letztes Jahr im Spendenkegel des Tropenhauses gesammelt worden. Zooleiter Eugène Bruins übergab am Donnerstag, 7. März 2019, offiziell den Spendenscheck an Vereinschefin Angelika Schröter. Der Verein engagiert sich vornehmlich für den Erhalt und Schutz seltener Arten, die in der Lausitz heimisch sind. 

 

"Wir freuen uns sehr, dass so viele Zoobesucher die Naturschutzstation großzügig unterstützt haben, denn der Arten- und Naturschutz in der Region liegen uns sehr am Herzen", betont Eugène Bruins. Der Zoo Hoyerswerda beteiligt sich an verschiedenen Projekten rund um den Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten und kooperiert seit mehreren Jahren mit dem Neschwitzer Verein. Unterstützend zur Seite steht der Zoo Hoyerswerda der Naturschutzstation auch bei dem jährlich stattfindenden Amphibiencamp Ende April. Zooleiter Eugène Bruins wird im Rahmen des Camps am 25. April einen Vortag mit anschließender Führung zu Amphibien und Reptilien halten. Interessierte Kinder im Alter von acht Jahren können sich gern bei dem Verein melden. Weitere Informationen dazu unter www.naturschutz-neschwitz.org

 

 

 

 

 

Mit Hilfe der Spenden aus dem Jahr 2017 konnten bereits alle Vogelvolieren der Station wieder instand gesetzt werden. Auch das diesjährige Geld will die Naturschutzstation eigenen Angaben zufolge wieder für die Betreuung und Aufwendungen der Wildvogelpflegestation verwenden. Dort werden in jedem Jahr etwa 100 verletzte oder geschwächte Vögel wie Mäusebussard, Mauersegler, Rauch- und Mehlschwalbe, Amsel, Turmfalke, Sperling, Saat- und Nebelkrähe, Storch und Graureiher aufgenommen. In der Wildvogelpflegestation werden die Tiere betreut und nach ihrer Genesung wieder ausgewildert.


Der Verein engagiert sich zusätzlich stark für den Schutz heimischer Amphibien. Insgesamt zehn Kilometer Amphibienschutzzaun an 25 Stellen sind in diesem Jahr schon an stark befahrenen Straßen angebracht worden. Allein im letzten Jahr konnten so bei den jährlichen Amphibienwanderungen in der Region 35 000 Tiere über die Straße gesetzt werden.




Rekord-Besucherzahl

 

6. Februar 2019: Zoo & Schloss Hoyerswerda haben im Jahr 2018 ein starkes Besucherplus verzeichnet. Insgesamt konnten 125 629 Besucher begrüßt werden. Das ist das beste Ergebnis seit dem Zoo & Schloss unter der Regie der Zoo, Kultur & Bildung Hoyerswerda gGmbH stehen. Im Vergleich zum Jahr 2017 stieg die Besucherzahl um rund 20 Prozent. Der wichtigste Grund für den deutlichen Zuwachs ist, dass vor allem das Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda, aber auch der Zoo weiter deutlich an Attraktivität gewonnen haben.

 

Seit 2018 erstrahlt das Schloss nach umfangreichen Investitionen sowohl außen als auch innen in neuem Glanz. Mit dem komplett neugestalteten „LehrReich“ konnte im Juni ein weiterer Teil der ständigen Ausstellung im Stadtmuseum eröffnet werden. Zusammen mit dem „ErlebnisReich“, das 2016 eingeweiht wurde, bietet das Schloss nun zwei moderne und interaktive Dauerausstellungen, die spannende Zeitreisen durch die Vergangenheit erlauben. Damit ist es dem Stadtmuseum gelungen, auch neue Besuchergruppen für das Erlebnis Geschichte zu begeistern. Außerdem lockte das Schloss 2018 mit sechs Sonderausstellungen – darunter auch die Ausstellung „75 x Hoyerswerda“, die anhand von 75 ausgewählten Objekten durch 750 Jahre Stadtgeschichte führt. Im vergangenen Jahr konnten zudem die umfangreichen Sanierungsarbeiten am Schloss erfolgreich abgeschlossen werden. So wurden die Standsicherheit des ältesten Gebäudes von Hoyerswerda aufwendig verbessert und zudem die Fassade erneuert und nahezu alle Fenster modernisiert. Mit der Sanierung der kleinen Brücke über den Schlossgraben wurde außerdem die Verbindung zwischen Schloss und Zoo verbessert. Denn Dank der Neugestaltung kann die Brücke jetzt auch von Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, leichter passiert werden.

 

Auch der Zoo Hoyerswerda hat durch neue Anlagen wie das Tundra-Gehege für die Schneeeulen und das großzügige Areal für die Kamele, Lamas und Esel weiter an Attraktivität gewonnen. Besonders viele Besucher aus nah und fern kamen, um sich den Nachwuchs bei den Kubakrokodilen anzuschauen und Faultier Carlo als neuen Bewohner im Tropenhaus zu entdecken. Großveranstaltungen, wie „Historica – Mittelalter trifft Barock“, der Stadtkindertag, das Tiergartenfest und Halloween erwiesen sich als Besuchermagnete. Hinzu kam das außergewöhnlich gute Wetter. Die vielen Sonnentage von April bis weit in den Herbst hinein lockten viele Gäste ins Freie und machten Lust auf einen Bummel durch Zoo und Schloss.

  

Im Jubiläumsjahr 2019, in dem der Zoo sein 60-jähriges Bestehen feiert, können sich Besucher auf neue Anziehungspunkte in Zoo und Schloss freuen. So wird unter anderem die neue Anlage für die China Leoparden San und BaoBao eingeweiht. Eine der nächsten Sonderausstellungen im Schloss zeigt den Wandel des Zoos in den vergangenen sechs Jahrzehnten und gibt spannende Einblicke in Leben und Werk von Gründervater Günter Peters und dem Initiator der Bildhauersymposien Jürgen von Woyski. Einer der Höhepunkte des Jahres wird das zwölfte Bildhauersymposium, das vom 20. Juni bis 1. Juli mit internationalen Künstlern im Schloss & Zoo Hoyerswerda stattfindet.  




Das große Zählen im Zoo Hoyerswerda


24. Januar 2019: Der Zoo Hoyerswerda blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurück. Bei ihrem Bummel durch die Zoo-Welt können Besucher aktuell 938 Tiere in 129 Arten erleben. Das hat die diesjährige Inventur ergeben, bei der die Mitarbeiter in den vergangenen Wochen alle Zoobewohner unter die Lupe genommen und statistisch erfasst haben.

 

Im Vergleich zum Jahr 2017 gibt es deutlich mehr Arten im Zoo Hoyerswerda zu entdecken. „Vor allem drei neue Vogelarten und vier neue Säugetierarten machen Eindruck“, sagt Eugène Bruins. Neben Faultier Carlo sind die Gürteltiere Günther und sein neues Weibchen Gwendolyn sowie ein Nachtsalmler und ein Schillersalmler im Tropenhaus eingezogen. In der Halle gibt es seit Dezember auch Blaue Riesenskorpione zu sehen und bereits seit dem Frühjahr fliegen Purpurtangare, Dreifarbenglanzstare und Rotohrbülbüls frei herum. Die Anzahl der Fischarten schwankt noch, da nach Arten gesucht wird, die optimal zur WG mit den Jesus-Echsen und Stechrochen im Amazonasbecken passen.

Im vergangenen Jahr sind weiterhin vier Pfauen im Zoo eingezogen, die ab diesem Jahr frei herumlaufen werden. Ein neues Jemenchamäleon ist heute im Frosch-Terrarium eingesetzt worden. Der jüngste Neuzugang ist eine komplett neue Art. Worum es sich handelt, ist bislang geheim, wird aber in Kürze öffentlich vorgestellt. Das neue Außengehege ist fast fertig.

 

Sehr erfolgreich war wieder die Zucht in 2018 mit etwa 20 Arten. Für Schlagzeilen hat im Sommer der krokotastische Nachwuchs bei den Kubakrokodilen gesorgt. Nachzuchten gab es ebenso bei den Sinaloa Milchschlangen (4), Königspythons (4), Stirnlappenbasilisken (7), Mandschurenkranichen (2), Steinböcken (2), Kaiserschnurrbarttamarine (3), Totenkopfäffchen (3), Schönhörnchen (8), Erdmännchen (4), Bankivahühner (6), Pfauen (2), Steinkauz (1), Igeltanreks (6), Maras (2), Riesenlaubfrösche (sehr viele), Ouessantschafen (3) und Hühnern.  


Viele der Nachzuchten bereichern nun andere Zoos. So wurden beispielsweise sieben Bankivahühner und fünf Schönhörnchen in andere Zoos abgegeben. „Unsere Nachzuchten leben jetzt in Deutschland, Frankreich, der Schweiz, der Slowakei, den Niederlanden und Dänemark“, sagt Eugène Bruins.

 

Damit der Zoo auch 2019 weiter erfolgreich züchten kann, gab es für einige Tiere neue Partner. So kam im Sommer China Leoparden-Weibchen BaoBao aus Paris als Partnerin für Männchen San nach Hoyerswerda. Bei den Servalen und Springtamarinen sind jeweils ein neues Weibchen, bei den Schneeeulen und Kängurus jeweils ein neues Männchen hinzugekommen. Neu im Zoo sind ebenfalls ein Haubenkapuzineraffe, der aus dem Tierpark Aschersleben kam und jetzt mit den zwei Weibchen zusammenlebt. Außerdem wurden aus dem Zoo Leipzig etwa 100 Amazonasfische aufgefangen, da das dortige Aquarium renoviert wird. Neu sind ebenso zwei Nashornleguane und ein Pelikan.

 

 

 

 

Inventur im Zoo


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Im Vergleich zum Jahr 2017 ging die Anzahl der Individuen um 110 zurück. „Das hat vor allem damit zu tun, dass die Anzahl der Garnelen und der Riesenlaubfrösche reduziert wurde“, erklärt Zooleiter Eugène Bruins.

 

Leider gab es 2018 auch einige Abgänge zu verzeichnen. So betrauert der Zoo den Verlust der Pinguin-Gruppe. Die beiden letzten Pinguine sind im Januar verstorben. Im Aquaterrarium haben die Jesusechsen gelernt, ganz effektiv kleine Fische aus dem Wasser zu tauchen und zu fressen. Daher sollen dort künftig größere Fischarten eingesetzt werden, und Arten, die näher am Boden leben. So wurden am heutigen Donnerstag 50 Schwarze Neons und 25 Kirschflecksalmler ins Aquarium gesetzt - zwei relativ kleine Arten, die gut überleben, da sie nah am Boden leben.

 

Zu den besonderen Freuden gehörten die neuen Gehege, die 2018 eingeweiht werden konnten. Los ging es mit der Tundra-Voliere für die Schneeeulen. Kamele und Lama bekamen eine neue Anlage mit Stall und Lama-Badewanne. Im Tropenhaus wurde ein Lebensraum für Faultiere geschaffen. „Nicht nur Carlo, sondern auch die neuen Vögel, fühlen sich dort wohl“, sagt Eugène Bruins. Am Tropenhaus ist ein Gehege für die Hornvögel übernetzt worden. Die Bauarbeiten für die neue Leopardenanlage, die dank vieler Spenden errichtet werden kann, haben begonnen. Mittlerweile ist das alte Löwengehege abgerissen worden und sobald das Wetter es zulässt, wird gebaut.

 

Für den Naturschutz hat sich der Zoo Hoyerswerda auch im vergangenen Jahr stark gemacht. So kann die Naturschutzstation Neschwitz wieder mit einer Spende unterstützt werden und auch an einem  Projekt für gefährdete Wildkamele in der Mongolei hat sich der Zoo beteiligt. Die Erlöse des Pinguinaktionstags kamen einer Initiative für Humboldtpinguine in Chile zu gute. Außerdem konnte erstmals ein Steinkauz-Jungtier, das in Hoyerswerda geboren wurde, im Harz ausgewildert werden.

 


Bronze-Förderer für Zootier des Jahres 


19. Januar 2019: Der Zoo Hoyerswerda unterstützt die Initiative „Zootier des Jahres 2019“ als Bronze-Förderer. Die Spende in Höhe von 500 Euro stammt aus dem Naturschutz-Spendentrichter im Tropenhaus. Diesmal ist der Gibbon von der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) zum „Zootier des Jahres“ ernannt worden. 

 

 

Den Angaben zufolge gelten Gibbons als die bedrohtesten Menschenaffen der Welt. „In China sind allein in den vergangenen 20 Jahren zwei Arten für immer verschwunden, vom Menschen vollständig ausgerottet“, sagt Dr. Sven Hammer von der ZGAP in einer Mitteilung. „Dieses Schicksal wollen wir den verbleibenden Gibbonarten unbedingt ersparen.“ Ziel der Kampagne sei es deshalb, mehr Aufmerksamkeit auf die sogenannten kleinen Menschenaffen zu lenken und die Erhaltungszuchtbemühungen der Zoologischen Gärten sowie die Schutzprojekte in den südostasiatischen Ursprungsländern zu unterstützen. Mit dem Geld, das durch die Artenschutzkampagne gesammelt wird, sollen das Schutzgebiet Nakai-Nam Theun in Laos, in dem Weißwangen-Schopfgibbons leben, sowie das Projekt Kon Plong in Vietnam, zum Schutz von Gelbwangen-Schopfgibbons, unterstützt werden. Weitere Informationen zur Kampagne gibt es im Internet unter www.zootierdesjahres.de.

 

Der Zoo Hoyerswerda unterstützt die Initiative „Zootier des Jahres“ seit längerer Zeit. Im Jahr 2017 war die Einrichtung bereits Bronze-Förderer der Kampagne, bei der damals der Schutz von Rotsteißkakadus und Gelbwangenkakadus im Fokus standen. Zwei Vertreter des aktuellen „Zootier des Jahres“ können Besucher in Hoyerswerda erleben. Die Weißhandgibbons Stevie, der 1993 in Saarbrücken geboren wurde, und die 20-jährige Gipsy turnen munter durch ihr Gehege und sind mit ihrem lauten Rufen und Gesang weit über die Grenzen des Zoos hinaus hörbar. Bereits seit Anfang der 80er-Jahre sind Gibbons auf dem Areal zu Hause. Neben den Weißhand-Gibbons lebten in den 80ern auch zwei Schopfgibbons im Zoo Hoyerswerda.  



Schildkrötenhaus saniert

17. Januar 2019:  Die Schildkröten im Zoo Hoyerswerda können pünktlich zum Jahresanfang in ihr renoviertes Zuhause einziehen. Mit Unterstützung durch regionale Firmen wurde das Schildkrötenhaus in den vergangenen Monaten aufwändig energetisch saniert.


Energisch und schneller als man denkt, liefen die vier Schildkröten des Hoyerswerdaer Zoos in den sanierten Bereich. Natürlich lockte auch das vielfältige Einweihungsmenü in Form einer sechzig. Denn der Zoo Hoyerswerda feiert dieses Jahr sein 60-jähriges Jubiläum. Nach der ausgiebigen Mahlzeit erkundeten die Schildkröten ihr neues altes Zuhause.Schwerpunkt der Sanierung bildete der Einbau einer neuen Be- und Entlüftungsanlage, die für einen optimalen und kontrollierten Luftaustausch im Gebäude sorgt. Im Zuge der Arbeiten ist außerdem das Dach gedämmt sowie abgedichtet worden, die Wände wurden erneuert und Fenster ausgetauscht.  Eine Zoo-Mitarbeiterin hat zudem eine Galápagos-Landschaft auf die Wände gezaubert.

 

Die gepanzerten Tiere bevorzugen kuschelig warme 28 bis 29 Grad in ihrem Gehege. Durch die Sanierungsmaßnahmen, die zu 48,4 % mit Fördermitteln durch das Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst sowie den Kulturraum realisiert wurden, kann der Zoo nun künftig deutlich Energiekosten einsparen. Die Kosten für die Sanierung des Gebäudes belaufen sich auf rund 40.000 Euro.

 

Im Schildkrötenhaus gleich am Eingang des Zoos sind zum einen Bert und Jolante zu Hause. Sie sind das einzige Galápagos-Riesenschildkrötenpaar in Deutschland. Die gefährdeten Galápagos-Riesenschildkröten können bis zu 300 Kilogramm schwer und 170 Jahre alt werden. Außerdem leben im Gehege mehrere Spornschildkröten. Sie verdanken ihren Namen den Spornen an den Oberschenkeln der Hinterbeine, werden mehr als 70 Jahre alt und bringen über 80 Kilogramm auf die Waage.

 

Für eine bessere Belüftung und deutlich geringere Energiekosten wurde auch im Flamingohaus gesorgt. Dort verbringen die Vögel zum Schutz vor Raubtieren die Nächte. Während der kalten Jahreszeit sind neben den Flamingos auch die Pelikane und andere Wasservögel untergebracht. Durch das Wasser und die Wärme herrschte im Haus eine hohe Luftfeuchtigkeit und eine starke Geruchslage. Dank der neuen Lüftungsanlage wird das Gebäude nun optimal durchlüftet und Besucher können die Vögel auch im Winter besser sehen, weil die Scheiben nicht mehr so stark beschlagen. Die Rosa-Flamingos am Schlossgraben gehören zu den Stamm-Bewohnern des Zoos Hoyerswerda. Sechs der Vögel leben schon seit Anfang der 1980er-Jahre auf der Anlage und sind damit die Tiere, die am längsten im Zoo zu Hause sind.



 

 

 

 


Mütter werden getötet

Gibbon ist Zootier des Jahres 2019


17. Januar 2019: Sie spielen neben Gorillas, Schimpansen & Co. in der Öffentlichkeit nur eine kleine Rolle, dabei sind Gibbons genauso bedroht wie ihre größeren Verwandten. Weil ihre Wälder großflächig zerstört werden, weil die Gibbonmütter getötet werden, damit ihr Nachwuchs auf dubiosen Heimtiermärkten verkauft wird und weil sie gelegentlich sogar gegessen werden, sind alle der rund 20 Arten als „bedroht“ bzw. „gefährdet“ eingestuft. Um mehr Aufmerksamkeit auf die sogenannten kleinen Menschenaffen zu lenken, hat die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP) den Gibbon zum „Zootier des Jahres 2019“ gewählt. „In China sind allein in den vergangenen 20 Jahren zwei Arten für immer verschwunden, vom Menschen vollständig ausgerottet“, sagt Dr. Sven Hammer von der ZGAP. „Dieses Schicksal wollen wir den verbleibenden Gibbonarten unbedingt ersparen.“

 

Kräfte bündeln


Ziel der Kampagne ist es, die koordinierten Erhaltungszuchtbemühungen der Zoologischen Gärten und die Schutzprojekte in den südostasiatischen Ursprungsländern zu unterstützen. Dazu sammeln die beteiligten Partner Gelder, um mit konkreten Maßnahmen zum Erhalt der Gibbons beizutragen. Neben der federführenden Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP) arbeiten die Einrichtungen und Mitglieder der Deutschen Tierpark-Gesellschaft e.V. (DTG), des Verbandes der Zoologischen Gärten e.V. (VdZ) und der Gemeinschaft der Zooförderer e.V. (GdZ) eng zusammen. „Wir wollen unsere Kräfte bündeln, um möglichst viel bewirken zu können“, sagt Viktoria Michel, Projektkoordinatorin der „Zootier des Jahres“- Artenschutzkampagne. „Dazu haben wir zwei Projekte ausgewählt, die mit den gesammelten Mitteln den Schutz der Gibbons noch effektiver durchführen können.“

 

Nakai-Nam Theun, Laos - Weißwangen-Schopfgibbons


In Laos ist das Schutzgebiet Nakai-Nam Theun mit 3.500 Quadratkilometern Fläche eines der letzten großen zusammenhängenden Waldgebiete in Südost-Asien. Es beherbergt zahlreiche endemische und stark bedrohte Arten. Hier leben der Nördliche (Nomascus leucogenys) und der Südliche Weißwangen-Schopfgibbons (Nomascus siki). „Project Anoulak“ bietet Hilfe für die seltenen Tierarten in Laos. Um die Wilderei zu reduzieren, patrouillieren in sorgsam ausgewählten Bereichen 24 ausgebildete Ranger durch den Wald, die durch die lokale Regierungsbehörde unterstützt werden.

 

Kon Plong, Vietnam – Gelbwangen-Schopfgibbons


In Zentralvietnam leben noch etwa 800 der bedrohten Nördlichen Gelbwangen-Schopfgibbons (Nomascus annamensis). Hier ist es das Ziel, den Lebensraum der Gibbons großflächig unter Schutz zu stellen und so ein Überleben dieser Art dauerhaft zu sichern. Deshalb sollen zwei bestehende Schutzgebiete miteinander verbunden werden und ein weiteres großes und bislang weitgehend unerforschtes Waldgebiet angefügt werden. Als Ergebnis soll ein Gibbon-Schutzgebiet von über 120.000 Hektar Fläche entstehen.

 

 

 

 

 

 


Da wird im Frühjahr was blühen


4. November 2018: Er hätte nicht gedacht, dass es tatsächlich geschafft wird, sagt der Zoologische Leiter Eugène Bruins. Doch da hat er den Arbeitseifer von Mitgliedern des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda und Freunden des Zoos etwas unterschätzt. Sie pflanzen während des Herbstputzes am 3. November sage und schreibe 25 000 Blumenzwiebeln, Krokusse, Tulpen, Narzissen, Blausternchen, Hyazinthen und mehr kommen in den Boden. Bis zum Mittag ist das geschafft. Alle Beteiligten freuen sich riesig, vor allem Eugène Bruins, der sich wie der Verein der Zoofreunde begeistert bei den Freiwilligen bedankt. 


Und das war ja nicht die einzige Aufgabe, die an diesem Tag erfüllt werden musste, den auch dem Laub wurde zu Leibe gerückt und ein weiterer Beitrag zur Verschönerung des Zoos geleistet. Jetzt sind natürlich alle Beteiligten gespannt, in welcher Blütenpracht sich der Zoo im kommenden Frühjahr zeigen wird. Bei 25 000 Zwiebeln, die vom Verein der Zoofreunde Hoyerswerda bezahlt wurden, darf da einiges erwartet werden.


Gestartet wurde der Arbeitseinsatz gegen 9 Uhr. Vereinsvorsitzender Karsten Bormann und Eugène Bruins freuten sich über die tolle Beteiligung. 65 Leute fanden sich dazu ein. Das ist ein neuer Rekord bei den vom Verein und Zoo gemeinsam organisierten Putzaktionen. 


Eugène Bruins wartete noch mit zwei frischen Informationen auf. Zum einen bestehen gute Aussichten, das Faultier Carlo im nächsten Frühjahr eine Partnerin bekommt.  Zum anderen war die  Crowdfundingaktion des Zoos zum Neubau der Leopardenanlage erfolgreich, so dass dieses Projekt verwirklicht werden kann. Weitere Spenden sind natürlich willkommen.


Nach dem Imbiss am Sambesi lud Eugène Bruins die freiwilligen Helfer noch zu einer kleinen Führung in das Tropenhaus ein. Dort fütterte er Faultier Carlo und präsentierte eins der jungen Kuba-Krokodile.



Herbstputz 2018


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Bei Freunden zu Gast


7. Oktober: Der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda war bei der 17. Tagung der Europäischen Zooförderer in Innsbruck vertreten. Hauptthema der Zusammenkunft, an der Vertreter von 23 europäischen Zoofördervereinen, aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Estland, teilnahmen, war die Frage: Welche Zukunft hat das Ehrenamt in den zoologischen Fördervereinen? In Fachvorträgen, Diskussionsrunden  und Workshops wurden Erfahrungen ausgetauscht und Ideen entwickelt, die auch in die Arbeit des Hoyerswerdaer Vereins einfließen werden. Der Vorstand wird sich dazu in seiner Sitzung am kommenden Montag verständigen. 


Zu den Gastgebern der Tagung, den Freunden des Alpenzoos, haben die Hoyerswerdaer Zoofreunde eine besondere Bindung. Denn die Innsbrucker haben mit ihren Erfahrungen ermöglicht, dass sich 1991 der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda gründen konnte.


Zu den Attraktionen des Alpenzoos Innsbruck, der ausschließlich Tiere aus der Alpenregion präsentiert, gehört der Waldrapp. Der Zoo kämpft für den Schutz der letzten wildlebenden Tiere der Familie der Ibisvögel und unterstützt Forschungsprojekte zur Wiederansiedlung.     

Familie Waldrapp im Zoo Innsbruck

 

 

 

 


Erlaubnis für Leoparden-Zucht


5. Oktober 2018: Der Zoo Hoyerswerda hat die Zuchtempfehlung für China-Leoparden erhalten. Hoyerswerda ist damit 2019 einer von nur zwei europäischen Zoos, die Nachwuchs bei dieser Art züchten dürfen.


Die Empfehlung kam von dem zuständigen Zuchtbuchkoordinator des European Endangered Species Programm (EEP), in dem der Zoo Hoyerswerda mitwirkt. Über dieses europäische Zuchterhaltungsprogramm war bereits mit China Leoparden-Weibchen Baobao eine geeignete Partnerin für das Männchen San gefunden worden. Im Sommer dieses Jahres kam Baobao aus Paris nach Hoyerswerda. „Natürlich ist so eine Partnervermittlung via Internet nicht ganz so einfach und es bedarf etwas Zeit, ehe ein passendes Weibchen gefunden ist. Der Zuchtbuchkoordinator stellt das Pärchen nur anhand der genetischen Daten, die im Zuchtbuch eingetragen sind, zusammen, ohne die Tiere sehen zu können. Dabei muss er darauf achten, ob die Tiere miteinander verwandt sind und ob die Chemie zwischen beiden stimmen könnte“, erklärt Zooleiter Eugène Bruins.

 

Mit San und Baobao hat der Zoo Hoyerswerda nun ein Pärchen und darf im kommenden Jahr auf Nachwuchs hoffen. „Es gibt in europäischen Zoos nicht unendlich viel Platz für Leopardenwelpen. Der Zuchtbuchkoordinator guckt, wieviel Platz da ist, welchen Bedarf es gibt und welche Pärchen dann am besten für Nachzucht sorgen sollen, sodass die Gruppe China Leoparden in Europa genetisch gesund bleibt“, sagt Eugène Bruins.

 

Um die Lebensbedingungen für das frisch verliebte China Leoparden-Pärchen in Hoyerswerda so optimal wie möglich zu gestalten, baut der Zoo demnächst ein neues Gehege für Baobao und San. Die Gesamtkosten für die moderne, rund 200 Quadratmeter große Leopardenanlage belaufen sich auf etwa 165.000 Euro. Unterstützer, Freunde und Besucher können den Neubau über die Crowdfundingaktion auf www.99Funken.de unterstützen. Als Dankeschön können sich die Sponsoren beispielsweise über ein privates Candle-Light-Dinner am Zooteich oder einen Erlebnistag im Traumjob Tierpfleger freuen. Schon ab einem Betrag von 10 Euro gibt es eine Prämie. Der erste Spender, der sich mit 2222 Euro an der Aktion beteiligt, erhält das exklusive Recht, dem ersten Nachwuchs von San und Baobao einen passenden Name zu geben.

Das Spendenziel der Kampagne beläuft sich auf mindestens 13.000 EUR. Alle Spender erhalten neben der versprochenen Prämie selbstverständlich eine Spendenbescheinigung.

 

 


"Carlo" hängt jetzt ab


11. September 2018: Faultier Carlo hängt ab sofort im Tropenhaus des Hoyerswerdaer Zoos ab. Das junge Zweifingerfaultier ist am 11. September offiziell in sein neues grünes Reich eingezogen.

Carlo wurde am 10. Juli 2017 im Zoo Krefeld geboren. Seine Mutter ist die Zweifinger-Faultierdame Trixi. In seinem bisherigen Zuhause fraß Carlo am liebsten gekochtes Gemüse. Das bekommt er natürlich auch im Hoyerswerdaer Zoo. Die Tierpfleger werden in den nächsten Tagen schauen, womit sie das Faultier noch verwöhnen können.

 

 

 

 

Faultier "Carlo"


In den vergangenen Wochen wurde das Tropenhaus bereits so umgestaltet, dass Carlo hoffentlich immer gut zu sehen ist. Zwischen den Grünpflanzen wurden gemütliche Baumhöhlen angebracht und an dicken Ästen sowie Tauen kann er durch sein neues Revier klettern.  


Faultiere stammen ursprünglich aus den tropischen Wäldern Südamerikas. Sie schlafen viel und bewegen sich sehr langsam. Carlo und seine Artgenossen ernähren sich rein pflanzlich und bevorzugen dabei Blätter sowie ab und zu auch Blüten und Früchte. Etwa einmal pro Woche verlassen Faultiere ihren Platz im Grünen, um am Boden ihr Geschäft zu erledigen.


Carlo ist nun das größte freilaufende Tier im Tropenhaus des Zoos. Das Füttern oder gar Anfassen ist dennoch nicht gestattet.


Bonus für Tierpaten


Der Zoo Hoyerswerda sucht noch einen Paten für Carlo. Mit einer solchen Patenschaft werden die optimalen Haltungsbedingungen unterstützt. Für echte Freunde gibt es natürlich auch einen Bonus: Der Zoo organisiert für den Paten ein Meet & Greet mit Carlo. Interessenten können sich in der Zooverwaltung Am Haag 20 in Hoyerswerda melden.



Überraschender Nachwuchs


3. September: Tierpfleger im Zoo Hoyerswerda haben gestaunt, als sie vor wenigen Tagen vier kleine Königspythons im Tropenhaus entdeckten. Der Nachwuchs ist für das Zooteam eine echte Überraschung, denn die Schlange hatte die Eier so gut versteckt, dass sie bis zum Schluss unentdeckt blieben. Die Tierpfleger hatten sich in den vergangenen Tagen nur über das ungewöhnliche Verhalten der Python gewundert. Diese hatte bei der Fütterung immer wieder aggressiv gezischt und sogar eine der Pflegerinnen leicht in die Hand gebissen. Jetzt ist das Rätsel gelöst: Die Schlange wollte nur ihren Nachwuchs beschützen.

Die vier Mini-Pythons erfreuen sich bester Gesundheit und sind inzwischen in ein eigenes Terrarium umgezogen.



Großer Wunsch zum 60.

 

Eugène Bruins berichtet beim Tiergartengfest über das Projekt.

3. September 2018: Im Zoo gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Eugène Bruins, Zoologischer Leiter, hat während des 40. Tiergartenfestes am 2. September, Neugier geweckt, sich genauer umzusehen. Als größte Veränderung nannte er den Umzug der Kamele, Lamas und Esel. Damit ist der Weg frei, dass ein Wunsch, den es schon viele Jahre gibt, sich erfüllen kann. Der Wirtschaftshof bekommt am Rande des Zoos einen neuen Standort. Und auf dem Areal des Wirtschaftshofes entsteht eine Afrika-Savanne. Das sind tolle Aussichten, die aber auch Unterstützung  erfordern. Darum ist der Zoo dankbar für jede finanzielle Hilfe.

Das gilt auch für das neueste Projekt. Es soll eine neue Leopardenanlage entstehen. Dort, wo einst die Löwen ihr Zuhause hatten, soll das Leopardenpärchen nicht allein leben, sondern auch für Nachwuchs sorgen.  Das sei für das internationale Zuchtprogramm für China-Leoparden super wichtig, erfuhren die Gäste. Darum läuft seit dem letzten August-Tag auf www.99Funken.de eine große Crowdfundingaktion, die sowohl dem Zoo hilft, zum 60. Jahr seines Bestehens, 2019, diesem Ziel näher zu kommen, sondern auch Spendern tolle Erlebnisse bescheren kann, wie wir vor wenigen Tagen auf unserer Facebook-Seite berichteten.

Wie fühlt sich das Fell eines Leoparden an? Eugène Bruins ermöglichte Tierparkfest-Besuchern, mal über ein Fell zu streichen. Außerdem war die Frage gestellt, wie viele Punkte ein Leopard hat?  Das ist ganz schön knifflig. Ein gutes Auge ist gefragt. Und - nur nicht verzählen.



Namen für Krokodil-Nachwuchs


2. September: Seit Sonntag, 2. September, haben die sechs jungen Krokodile im Zoo Hoyerswerda jeweils einen Namen. Die Entscheidung darüber hatte Karsten Bormann, Vorsitzender des Vereins der Zoofreunde, im wahrsten Sinne des Wortes in der Hand. Denn er zog, assistiert vom Zoologischen Leiter Eugène Bruins, aus den Namenvorschlägen, die beim Zoo für jedes kleine Kubakrokodil eingereicht worden waren, jeweils einen. Seitdem heißen die beiden "Mädchen" Jada und Shelly, die vier "Jungen" Yoko, Micky, Keto und Rudi. Viele Besucher nutzten die Möglichkeit, sich den Krokodil-Nachwuchs im Tropenhaus anzusehen. Dort hatte es, wie Eugène Bruins informierte, noch eine weitere Überraschung gegeben. Bei einer Königspython hat sich Nachwuchs eingestellt. Nun ist auch klar, warum die ansonsten zutrauliche Schlange eine Tierpflegerin biss, aber nicht ernsthaft verletzte, denn die Königspython verteidigte ihre Eier, erläuterte der Zoochef dem Publikum. 


Die Entscheidung über die Namen des Krokodilnachwuchses war einer der Programmpunkte beim 40. Tiergartenfest, das an dem ersten September-Sonntag gefeiert werden konnte. Als Stargäste wurden Michael Holm und Andreas Lück begrüßt und gefeiert. Sie schwelgten mit ihrem Publikum im Festzelt in so mancher musikalischen Erinnerung.

Auch die Natur sorgte an dem Tag für eine Besonderheit. Denn nach dem Regen standen nach Wochen wieder mal Pfützen auf Wegen im Zoo. So etwas war schon lange nicht zu sehen gewesen.

 

 

 

 

Tiergartenfest 2018


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Munteres Erdmännchen-Trio

2. September 2018: Das Tropenhaus ist derzeit auch die Kinderstube für vier kleine farbige Sinaloa Milchschlangen. Die Babyschlangen sind der erste Nachwuchs dieser Art im Zoo Hoyerswerda und wurden am 21. August geboren. Die 28 Zentimeter langen Tiere schlüpften nach 60 Tage bei 28°C. Anders als bei den Krokodilen ist das Geschlecht noch nicht bekannt. Bei Schlangen wird das Geschlecht durch Chromosomen geregelt, fast wie bei Menschen.


Im Amazonasbecken im Tropenhaus gibt es ebenfalls Nachwuchs. Sieben kleine Jesus-Echsen wurden von den Tierpflegern zur Sicherheit in ein anderes Becken umgesetzt, damit sie nicht von den anderen Tieren im Aquaterrarium als Beute erlegt werden.

  

Bei den possierlichen Erdmännchen hopst auch wieder Nachwuchs durchs Gehege: Die drei wenige Wochen alten Jungtiere sind inzwischen immer öfter zusammen mit ihrer Familie im Freien zu sehen und erkunden die Anlage. Weitere Nachzuchten gibt es bei den Bankivahühnern und Pfauen. Ein im Zoo geborener Steinkauz wird in Kürze im Harz ausgewildert.


 

 


Gesucht Zeitzeugen und historische Fotos


5. Juli 2018: Im kommenden Jahr feiert der Zoo Hoyerswerda "Geburtstag". Anlässlich des 60-jährigen Bestehens will der Zoo gemeinsam mit Besuchern, Aufbauhelfern und Freunden auf eine Zeitreise in die Vergangenheit gehen.


Gesucht werden Hoyerswerdaer, die beim Aufbau der Gehege mit angepackt und zum Beispiel mit ihren Brigaden Extraschichten geschoben haben, sowie Stammgäste, die dem Zoo seit vielen Jahren verbunden sind. In Interviews sollen Erinnerungen, Anekdoten und Erlebnisse dieser Zeitzeugen festgehalten werden, damit auch künftige Generationen erfahren, wie der Tiergarten in Hoyerswerda einst entstand und zum beliebten Ausflugsziel heranwuchs. Zeitzeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 03571/4763700 oder per E-Mail (zoo@zookultur.de) zu melden.


Eines der begehrtesten Foto-Motive im Zoo Hoyerswerda sind die Bronze-Ziegen, die am Tigergehege stehen. Generationen von Kindern haben auf der Skulptur Platz genommen und die Momentaufnahmen sind in zahlreichen Fotoalben verewigt. Im Rahmen der Feierlichkeiten zu „60 Jahre Zoo“ ist eine Foto-Ausstellung geplant, bei der genau diese Motive aus den vergangenen Jahrzehnten gezeigt werden sollen.

Das Zoo-Team freut sich auf Ihre Ziegen-Bilder ebenso wie auf andere alte Fotos aus dem Zoo. Die Aufnahmen können unter Angabe der Kontaktdaten per E-Mail unter zoo@zookultur.de schicken oder auf dem Postweg an Zoo Hoyerswerda, Am Haag 20 in 02977 Hoyerswerda, gesendet werden.


 

 

 

 

Bären beim Spielen




Wildkamele in Gefahr


26. Juni 2018: Zoo und Artenschutz gehören zusammen. Das sagt der Zoologische Leiter Eugène Bruins nicht allein, er lebt es auch. Und so hat er bei der Einweihung der neuen Anlage für Kamele, Lamas und Esel im Zoo Hoyerswerda genutzt, um öffentlichkeitswirksam ein Schild zu enthüllen, das auf die bedrohten zweihöckrigen Wildkamele hinweist. Kamele seien nicht allein Dromedare und Trampeltiere, sondern die Wildkamele seien eine dritte Art, die unbedingt geschützt gehört, erfahren die Gäste. 


Lediglich 1000 Tier soll es noch in Zentralasien, vornehmlich in der Mongolei und China, geben. Der Lebensraum der Tiere sei gefährdet, da ihr Weideland eingeschränkt werde und somit auch ihr Zugang zu Wasserressourcen. Die Wildkamele gehören bei den großen Säugetieren zu den bedrohtesten Arten. 


Eugène Bruins hat eine Initiative der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz in Zusammenarbeit mit dem Verein Altweltkamele aufgegriffen. Während der Mitgliederversammlung der ZGAP im vergangenen April in Hoyerswerda verkaufte er Knollen der Teufelszunge. 35 Knollen waren das. Den Erlös stellte er für ein Projekt zur Unterstützung der Wildkamele zur Verfügung. Nun werden auch die Besucher im Zoo Hoyerswerda um Unterstützung gebeten und auf die Gefahren für die imposanten Säugetiere hingewiesen. "Das finde ich sehr wichtig", sagt Eugène Bruins und hofft, dass seine Aktion möglichst viele Unterstützer findet.

 

 

 

 

Eugène Bruins bei der Einweihung des Schildes.

 

 

 

 

 

Mehr als eine Einweihung


26. Juni 2018: Erste die Kamele, dann die Lamas und schließlich die Esel. Sie alle haben am 26. Juni ein neues Gehege im Zoo Hoyerswerda offiziell beziehen können. Der Zoologische Leiter Eugène Bruins begrüßte die beiden Kameldamen mit Möhren. Das Gehege ist großzügig, der neue Stall, der den beiden Trampeltieren und den sieben Lamas ein Zuhause bietet, ebenfalls. Die Lebensbedingungen für die Tiere konnten dadurch verbessert werden, jene für die Tierpfleger ebenfalls. Rund drei Jahre hat es von der Planung bis zur offiziellen Einweihung am Dienstag gedauert. Das bisherige Kamelhaus wird künftig als Unterkunft für die fünf Esel genutzt.

 

 

 

 

Neue für Kamele, Lamas, Esel


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Doch die Veränderungen sind weit mehr als eine Einweihung, denn jetzt sind die Voraussetzungen geschaffen, dass auf der bisherigen Kamelanlage der neue Wirtschaftshof des Zoos entstehen kann. Das ist wiederum Grundlage, um bei der Umgestaltung in einen Geo-Zoo voranzukommen, vor allem mit den  Afrika- und Asien-Bereichen, erläuterte Eugène Bruins. Wann mit dem Bau des Wirtschaftshofs begonnen werden kann, dafür gibt es noch keinen Termin. Doch es ist eine wichtige Etappe, dass dafür die Voraussetzungen geschaffen werden konnten.


Daran Anteil haben auch Mitglieder und Freunde des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda. Sie hatten während des Frühjahrsputzes jene Areale in Ordnung gebracht, auf denen jetzt die Tiere ihre Ausläufe haben.


"Sie freuen sich über die großzügigen Anlagen", ist der Zoologische Leiter überzeugt. Er fügt an, dass er keinen Zoo kenne, der seinen Lamas ein Badebecken bieten kann, in dem sie nicht allein mit den Beinen stehen, sondern sich ganz erfrischen können. Am Dienstag, zumindest vor Publikum, hatten die Lamas noch keine Lust auf ein Bad. Da war das frische Grün auf der Anlage interessanter. Und die beiden Kameldamen schauten ihren künftigen Mitbewohnern zu, wie sie die Anlage erkundeten. In einigen Wochen, nach der Eingewöhnungsphase, werden die Tiere, Kamele, Lamas und Esel, die Durchgänge passieren und den gesamten Bereich von immerhin 2300 Quadratmetern nutzen können. 


Die Gehege wurden mit neuen Schildern mit interessanten Informationen versehen. Und Besucher können sich sogar mit den beiden Kameldamen auf einem Selfie verewigen. Dafür steht ein Aufsteller, der die beiden Trampeltiere zeigt, bereit. Die Tiere darauf bewegen sich nicht, so dass zumindest aus der Sicht verwacklungsfreie Bilder garantiert sind. Da muss der Besucher nur noch eine ruhige Hand haben. 


Es gibt also wieder mehrere Gründe, den Zoo Hoyerswerda zu besuchen.



Hilfe für den Wachschutz 

  

Graureiher

31. Mai 2018: Der Wachschutz im Zoo Hoyerswerda hat am Wochenende tierisch starke Unterstützung bekommen. In der Nacht zum Sonntag hatten sich fünf Personen aus dem Raum Hoyerswerda Zutritt zum Zoo verschafft und waren lautstark zwischen den Gehegen herumgelaufen. Daraufhin schlugen die Graureiher, die in den Baumkronen auf dem Zoogelände nisten, vehement Alarm. Ein Mitarbeiter der Zoo, Kultur & Bildung Hoyerswerda gGmbH, der zu diesem Zeitpunkt am Zoo vorbei lief, wurde durch den ungewöhnlichen Lärm der tierischen Alarmanlage aufmerksam, bemerkte die Eindringlinge und verständigte die Polizei. Die Einsatzkräfte griffen die Tatverdächtigen kurz darauf in der Altstadt auf. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei.

 

Wie die Personen in der Nacht auf das Zoogelände gelangten und auf welchem Wege sie es wieder verlassen haben, ist noch unklar. Der Zoo Hoyerswerda wird Anzeige erstatten. Zugleich warnt die Einrichtung mögliche Nachahmer vor: Zoo und Schloss sind alarmgesichert und werden täglich mehrfach in unregelmäßigen Abständen von einem Wachschutz kontrolliert.

 


Interview mit Eugène Bruins 

 

28. Mai 2018: Was gibt es Neues im Zoo Hoyerswerda? Wir unterhielten uns mit dem Zoologischen Leiter Eugène Bruins.


Wie kommen die Tiere mit den hohen Temperaturen zurecht? 

Eugène Bruins

Bruins: Um die hohen Temperaturen für die Zootiere erträglicher zu machen, stellen die Tierpfleger einige Abläufe um und bieten ihren Schützlingen auch das eine oder andere Extra zur Abkühlung. Die wichtigsten Grundregeln sind wie bei uns Menschen auch; möglichst viel Schatten und immer genug trinken. Deswegen bleiben bei vielen Tieren die Türen zum kühlen Innenstall offen und die Tierpfleger achten darauf, dass in Gehegen ohne automatische Tränken immer genug Wasser vorhanden ist. Denn natürlich trinken die Zootiere bei hohen Temperaturen auch mehr als sonst. Bei einigen Tieren wie den Bären oder Ottern ist der erfrischende Pool gleich ins Gehege mit eingebaut worden. Die Pinguine genießen ihr Wasserbecken zwar auch, an richtig heißen Tagen reicht ihnen der Sprung ins kühle Nass aber nicht aus. Dann bekommen sie von den Tierpflegern einen Rasensprenger ins Gehege gestellt, damit sich die gesamte Anlage abkühlt.


Die Lamas machen bei der großen Hitze auch gerne ausgedehnte Pausen. Ihre dicke Wolle hält dabei aber ganz schön warm. Deswegen bekommen sie als besonderen Service ab und an eine kühle Dusche von den Tierpflegern. Außerdem nutzen sie gerne ihre Wasserbottiche als erfrischendes Fußbad. In das neue Gehege, das 26 Juni eröffnet wird, ist sogar ein Badebecken für die Lamas eingebaut, die werden sich freuen. Wie auch Emu "Hilde" sich freut, jedes Mal wenn sie neues Wasser in ihr Badebecken bekommt. Dazu haben wir  ein Video  erhalten von Tierpflegerin  Carolin Adler, das sie uns über Facebook geschickt hat.

https://www.facebook.com/Zoo.HY/videos/1899245440085772/


Die Erdmännchen sind eigentlich echte Sonnenanbeter, die gerne ein ausgedehntes Bad in der Sonne nehmen. Wenn es selbst ihnen zu heiß wird, dann machen sie ein kurzes Nickerchen in ihren kühlen Erdhöhlen oder machen einen Abstecher in den isolierten Stall, um sich an der Snackbar zu bedienen. Als kleine Geheimwaffe gegen heiße Tage geben die Tierpfleger den Raubtieren auch mal ein Eis aus. Die Geschmacksrichtungen sind allerdings gewöhnungsbedürftig. Bei Raubkatzen darf es gerne gefrorenes Blut mit oder ohne Fleischstücke sein, denn Katzen haben kein Interesse an Süßem. Die Bären lieben Eis aus Obst, Nüssen und Fleischbrocken, die in Brühe eingefroren wurden. Eine große Erleichterung für alle sind natürlich auch die großen, alten Bäume im Zoo, die für angenehmen Schatten sorgen.

Die Hitzestrategien von Mensch und Tier unterscheiden sich also recht wenig. Aber über Besuch freuen sich die Zootiere bei jedem Wetter.


Welche Vorhaben stehen derzeit bei Ihnen an erster Stelle?

Bruins: Die letzten Arbeiten laufen an der neuen Kamel/Lama/Esel-Anlage. Die Eröffnung ist, wie erwähnt, für den 26. Juni geplant. Sehr freue ich mich, dass der Verein der Zoofreunde dabei unterstützt, einen Teil der Pinguinanlage für Besucher begehbar zu machen. Ich hoffe sehr, dass wir dieses Projekt noch 2018 verwirklichen können. Sehr wichtig für uns ist, dass wir auf weitere Spenden Spenden hoffen, um den Bau einer Leopardenanlage verwirklichen zu können. Diese würden wir uns gern Anfang 2019 schenken, zum 60-jährigen Bestehen des Zoos Hoyerswerda. Das wäre doch wunderbar, wenn wir das hinbekommen, ein modernes Leopardengehege für San und BaoBao. Außerdem wäre das ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der dieser bedrohten Art. 


Außerdem: Die Schlossbrücke wird gerade saniert. Wahrscheinlich ist sie im August Juni fertig. Möglichst in der zweiten Hälfte im Juni sollen die  Flamingos und Pelikane wieder aus dem Schlossgraben kommen. Wir planen eine Übernetzung vom Flamingogehege. Das würde es möglich machen, dass  die Tiere auch nachts draußen bleiben und dann auch brüten können. Das Schildkrötenhaus wird in diesem Jahr saniert. Auch das wird zu Verbesserungen führen. 


Was sollten sich die Leute derzeit unbedingt ansehen?

Bruins: Alle Jungtiere: Sehr erfreulich ist, in der letzten Woche sind zwei Weißbüscheläffchen im Tropenhaus geboren. Meistens findet man die Elterntiere in drei Meter Höhe auf der Heizung. Weitere Jungtiere gibt es bei den Kranichen (2), bei den Erdmännchen (1), bei den Bankivahühnern (4), bei den Silberfasanen, beim Steinkauz, bei den Quessantschafen (3), bei den maras, den Kängurus, den Kaiserschnurrbarttamarinen (2) und den Igeltanreks (6). Von den Krokodilen gibt es Eier. Hoffentlich gelingt es, die vier Stück auszubrüten. Andere Zoos haben Interesse an Krokodilnachwuchs. 


Gibt es Neuzugänge bei Tieren?

Bruins: Geplant ist eine neue Gruppe von Madagaskar Taggeckos. Nach der Quarantäne ist vorgesehen, ein Männchen und zwei Weibchen zu  den Fidschileguanen zu setzen. Wir haben auch Tiere an andere Zoos abgegeben. Berlin bekam ein Paar von den Bankivahühnern und 50 Laubfrösche, die Wilhelma in Stuttgart 20 Laubfrösche, 50 Kaulquappen und einen Basilisken. Der Schwarzwaldpark hat ein Stachelschwein-Pärchen erhalten. Für uns bedeutet das übrigens, dass es bald wieder junge Stachelschweine geben könnte..

  

Mit Harke, Schere und Schubkarre 

 

 

14. April 2018: Das Wetter am Sonnabendmorgen, 14. April,  ließ noch Zweifel aufkommen. Würde das Vorhaben Frühjahrsputz im Zoo durch den Verein der Zoofreunde verwirklicht werden können? Regen ist nun mal für solch eine Aktion kein guter Begleiter. Doch je näher die Startzeit rückte, umso schöner wurde es. Von Regen keine Spur mehr, die Sonne lachte. Das wirkte sich auf die Stimmung aus, als Vereinsvorsitzender Karsten Bormann und der Zoologische Leiter Eugène Bruins die Teilnehmer begrüßten. 35 Leute fanden sich ein, um ihren Beitrag zur Verschönerung des Zoos zu leisten. Die Aufgaben waren schnell verteilt.

 

Auf der einen Seite des Zoos, unweit des Haupteingangs, war Sichtschutz am Zaun anzubringen, auf der anderen mussten die Reste Wilden Weins und wilde Sträucher weichen, damit auch hier weitere Arbeiten für eine ansprechende Außenansicht fortgeführt werden können. Blumenzwiebeln waren zu stecken, so Gladiolen.  Natürlich waren auch Laub und Winterschmutz zu beseitigen. Vor allem in einem Graben am Lama-Gehege hatte sich reichlich davon angesammelt. Da füllte sich Schubkarre um Schubkarre. Die Lamas fanden das spannend. Immer wieder schauten sie vorbei, wie weit die Arbeiten gediehen waren. Ivo Fuchs bot wieder uneigennützig seine Spezialdienste an, um dem Zoo dabei zu helfen, das Wasserbecken dicht sind. Der Verein hatte zudem drei Bäume gekauft, die in die Erde kommen sollten und nun ihren Platz am Känguru-Gehege oder daneben haben, der Baum des Jahres 2018, eine Esskastanie, sowie eine Platane und eine Kornelkirsche.

 

Sehr zufrieden von dem Arbeitsergebnis zeigten sich Karsten Bormann und Eugène Bruins zu Mittag. Wieder war viel geschafft worden. Stück für Stück werde der Zoo schöner, freute sich Eugène Bruins. Er bedankte sich auf besondere Weise bei den Teilnehmern des Frühjahrsputzes. So erlebten sie nach dem Imbiss am "Sambesi" im Tropenhaus eine Fütterung der Kuba-Krokodile, lernten die Neuzugänge im Tropenhaus kennen und durften in die Kinderstube bei Familie Igeltanrek schauen. Sechs Jungtiere waren hier auch für das Zoopersonal überraschend zur Welt gekommen.

 

Eugène Bruins lud bereits jetzt zum Herbstputz, wahrscheinlich am ersten November-Sonnabend, ein. Da steht viel Arbeit an. Nicht allein wegen des Laubs, das dann womöglich herunter gefallen ist. Es sollen Vorbereitungen für eine Blütenpracht im Frühjahr 2019 getroffen werden. Blumenzwiebeln sind zu stecken. Sie sind bereits geordert: rund 24 000 Stück.

 

 

 

 

Frühjahrsputz im Zoo



 

 

 

Osterführung am Karfreitag

 

25. März 2018: Am Karfreitag, 30. März, wird wieder zum Osterspaziergang in den österlich dekorierten Zoo Hoyerswerda eingeladen. Bei den kommentierten Führungen um 10 und 14 Uhr haben die Besucher die Möglichkeit, allerhand Neues zu erfahren.

 

Erst seit kurzem sind im Tropenhaus wieder die Weißbüschelaffen für den Besucher hautnah zu erleben. Die Schnee-Eulen sind innerhalb des Zoos umgezogen und leben nun in einer großzügigen Voliere direkt neben den Pelikanen. Der erste Nachwuchs des Jahres zeigt sich auch schon. Gleich zwei Jungtiere gab es bei den Kaiserschnurrbarttamarinen, drei kleine Bennett-Kängurus befinden sich in den Beuteln der Mütter, bei den Maras erblickte bereits ein Jungtier das Licht der Welt und ein Pinguinpärchen brütet ein erstes Ei aus.

 

Erdmännchen mit Ei

Natürlich gibt es auch die ein oder andere Geschichte zu den Zoobewohnern. Denn wer möchte nicht gern wissen, was die Bärenbrüder Björn und Bengt zu Ostern so treiben? Oder ob Erdmännchen gerne Ostereier mögen? Und welches Tier legt überhaupt Eier und warum? Antworten auf diese und andere Fragen erhalten die Besucher bei den geführten Rundgängen am Karfreitag. Zudem gibt es  kleine Osterleckereien für Mensch und Tier. Auf Grund des großen Andrangs in den vergangenen Jahren bietet der Zoo wieder zwei Führungen, jeweils um 10 Uhr und 14 Uhr, an.

 

Osterspaziergang im Zoo Hoyerswerda
Start: 10 Uhr und 14 Uhr
Erwachsener 8 Euro, Kind 5 Euro
Familien ab 14 Euro
Treffpunkt: Vor der Tropenhalle


Vorstand ist gewählt

 

 

Karsten Bormann

21. März 2018: Der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda wird auch in den nächsten vier Jahren von Karsten Bormann geführt. Darauf hat sich das Gremium in seiner konstituierenden Sitzung verständigt. Zuvor war den Kandidaten jeweils einstimmig in der Mitgliederversammlung im Schloss Hoyerswerda das Vertrauen ausgesprochen worden. Als Stellvertreter des Vorsitzenden ist weiterhin André Jakubetz tätig, Schatzmeisterin ist Brigitte Trunte, Schriftführerin Evelyn Blut. Als Beisitzer gehören dem Vorstand an Michael Ratzing, Karl-Heinz Seitz, Frank Grommisch und, wie in der Satzung geregelt, der Zoologische Leiter Eugène Bruins. Als Buch- und Kassenprüfer wurden Christian Frank und Thomas Gröbe gewählt.

 

Von den Mitgliedern waren zuvor der Arbeitsbericht des Vorstands und das Ergebnis der Buch- und Kassenprüfung gebilligt worden. Dem Vorstand wurde Entlastung für das zurückliegende Jahr erteilt. Außerdem bestätigte die Mitgliederversammlung den Finanzplan, der auf die weitere Unterstützung des Zoos sowohl bei baulichen Vorhaben als auch bei Veranstaltungen bis hin zum 40.Tiergartenfest ausgerichtet ist.

Karsten Bormann wies darauf hin, dass der Verein auch 2017 maßgeblichen Anteil an der Modernisierung des Zoos getragen und erfolgreiche Projekte abgeschlossen hat. Dazu zählen die Sanierung von Wasserbecken, ein neuer Fußboden in der Besucherhütte an der Bärenanlage und die Umgestaltung des Aquariums in der Tropenhalle.

 

Zu den Besonderheiten im Vereinsleben gehörte der im Dezember organisierte Vortrag, in dem Dr. Dieter Hohmann, der heute in Delitzsch lebt, von seinen Erlebnissen als Direktor vom Zoo Hoyerswerda berichtete. Da auch der einstige Direktor, Dr. Werner Jorga, und der heutige Zoologische Leiter Eugène Bruins daran teilnahmen, konnten den interessierten Besuchern 40 Jahre lebendige Zoogeschichte präsentiert werden. Der Vorsitzende bedankte sich ausdrücklich beim Zoo-Team, das mit viel Engagement neben seiner eigentlichen Arbeit zusätzliche Aufgaben zur Bereicherung des kulturellen Lebens in der Stadt bewältigt habe.

Der Zoologische Leiter Eugène Bruins hatte in der Diskussion mit einer kleinen Video- und Bilddokumentation an das vergangene Jahr erinnert und auf die ersten Wochen 2018 geschaut, die dem Zoo schon einige Jungtiere beschert haben.

 

 

 

 

 

Olaf Zinke

Nach der Mitgliederversammlung referierte Olaf Zinke vom Elementarium in Kamenz zu den Galapagosinseln. Er hatte dabei nicht allein die Besonderheiten in der Tierwelt im Blick, sondern ging auch ausführlich auf die Bedrohungen durch die Menschen, den Tourismus und den Müll ein, Gerade der Abfall bedeutet eine große Gefahr für Fauna und Flora.

 

 

Als nächster Termin im Arbeitsplan des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda ist der 14. April festgehalten. Da wird zum Frühjahrsputz eingeladen. Los geht es um 9 Uhr. Treffpunkt ist wie in den Vorjahren vor dem  Tropenhaus..


 

 Gezählt, gemessen, gewogen

 

8. Februar 2018: Der Zoo Hoyerswerda beherbergt zum Inventurstand (31.12.2017) insgesamt 1048 Tiere in 108 Arten bzw. Haustierrassen. Bei vier Revieren und vielen unterschiedlichen Tieren ist das Zählen nicht so einfach. Am schwersten hat es das Vogelrevier zu dem Fische, Insekten, Amphibien, Reptilien und natürlich die Vögel zählen. Während die Frösche noch teilweise ruhig verharren, dafür sich aber gut tarnen können, sind die Fische recht flink im Wasser unterwegs. Um sie aber dennoch zählen zu können, wird ein Foto gemacht und die Tiere darauf gezählt. Für die drei anderen Reviere, die meist die größeren Säugetiere betreuen, reicht manchmal ein einfacher Blick um zu schauen, ob alle ihre Schützlinge da sind. So wie die zwei Braunbären Björn und Bengt oder die zwei Trampeltierstuten Gerda und Jeannie. Allerdings gibt es auch bei den Säugetieren besonders flinke Kandidaten. Bei den Totenkopfaffen ist deshalb Geduld und ein gutes Auge gefragt. Während sie von einer Klettermöglichkeit zur anderen springen, versuchen die Tierpflege sie nicht nur zu zählen, sondern auch zu unterscheiden.

 

„Zusätzlich zum Zählen bietet sich bei einer Inventur auch gleich die Gelegenheit für einen Gesundheitscheck der Tiere. Wenn es möglich ist, überprüft man auch Gewicht und Größe, die Auskunft über das Wohlbefinden des Tieres geben können.“, erläutert der Zoologische Leiter Eugène Bruins. Bei der Kontrolle der Fidschi Leguane ist das Männchen dem Weibchen immer voraus. Er wiegt zehn Gramm mehr und ist einen Zentimeter länger als seine Partnerin. Sie wiegt normale 140 g und ist 16 cm (ohne Schwanz) lang.

 

Der leichte Rückgang der Individuen erklärt sich mit der planmäßigen Reduzierung von einzelnen Insekten wie Fauchschaben, Rosenkäfern und Gespenstschrecken. Dafür kamen aber bei den Fischen und Säugetieren neue Tiere hinzu. Besonders der Zuchterfolg des letzten Jahres bei insgesamt zwanzig Arten führte zu einem Anstieg der einzelnen Individuen. Darunter drei Kängurus, zwei Stachelschweine, drei Ouessantschafe, vier Totenkopfaffen und vier Erdmännchen. Die größere Anzahl der Tierarten hat vor allem mit dem Aquaterrarium zu tun. Dort wurden insgesamt zehn neue Arten angeschafft wie der Schwarze Teufelsrochen oder der Stirnlappenbasilisk. Aber auch Emudame Hilde, zwei Kolkraben und die Kubafinken sind gänzlich neue Arten in 2017 gewesen.

 

Weitere neue Bewohner im Zoo Hoyerswerda sind unter anderem Fischotter Baltazar, ein Fennekmännchen, ein Marabock, zwei Bennettkänguruweibchen, Zwergflussdame Paula und ein Erdmännchenmann. Aber auch komplette Pärchen fanden hier ihr Zuhause wie Goldfasane, Silberfasane oder Weißbüscheläffchen.

  

 

 

                            

 

Individuen

Arten

Wirbellose

361

10

Fische

313

18

Amphibien

36

1

Reptilen

44

18

Vögel

124

28

Säugetiere

170

33

 

 

 

Übrigens: Das älteste Tier im Zoo Hoyerswerda ist die Galápagos-Riesenschildkröte Jolante mit 58 Jahren. Das schwerste Tier ist Trampeltierstute Jeannie mit ca. 500 kg. Die wohl kleinsten Säugetiere im Zoo Hoyerswerda sind die Zwergmäuse. Die jüngsten Zoobewohner sind zwei kleine Kaiserschnurrbarttamarine, die erst Ende Januar geboren wurden. Am längsten leben vier Flamingos in Hoyerswerda, sie kamen bereits 1981 in den Zoo.

Nachwuchs bei Bartträgern

 

6. Februar 2018: Noch keine zwei Wochen alt ist der jüngste Nachwuchs im Zoo Hoyerswerda. Erst vor kurzem erblickten zwei kleine Kaiserschnurrbarttamarine das Licht der Welt. Die nicht einmal zehn Zentimeter großen Krallenaffenjungtiere sind bereits der zweite Nachwuchs des Zuchtpärchens. Das ältere Geschwisterchen kam erst Ende Juli 2017 zur Welt. Noch steht das Geschlecht der Zwillinge nicht fest. In ihrer Anlage direkt hinter den Pinguinen sind sie aber bereits zu sehen.

 

Zurzeit ist der Lieblingsort des Affennachwuchses der Rücken des Papas und das kann auf Dauer ganz schön anstrengend werden. Bis zu sieben Wochen verbringen die Jungtiere auf dem Rücken der Erwachsenen. Erst danach werden sie selbstständiger und erkunden ihre Umwelt. Die Mutter nimmt das Jungtier nur zum Säugen. Für die Aufzucht ist der Rest der kleinen Gruppe verantwortlich. Auch das Jungtier des letzten Jahres übernimmt schon Verantwortung. Den prägnanten weißen Schnurrbart, der an Kaiser Wilhelm erinnert und den Affen ihren Namen gab, ist auch jetzt schon leicht sichtbar.

 

 

 

 

 

Kaiserschnurrbarttamarine sind in den Regenwäldern des Amazonas und seinen Nebenflüssen in Bolivien, Brasilien und Peru beheimatet. Die kleinen Affen ernähren sich hauptsächlich von Früchten, Baumsäften und kleinen Insekten. Tamarine leben in kleinen Gruppen verwandter oder fremder Affen zusammen. Nur das dominante Weibchen pflanzt sich mit allen Männchen fort. Zwillingsgeburten sind bei den kleinen Krallenaffen die Regel. Somit ist die Chance, dass ein Jungtier überlebt größer. Kaiserschnurrbarttamarine können bis zu 20 Jahre alt werden.

 

 

 

Über 100 000 Besucher

 

23. Januar 2018: Zoo und Schloss Hoyerswerda konnten im vergangenen Jahr 106 456 Besucher begrüßen. Zwar liegen die Gesamtbesucherzahlen etwas unter denen des Vorjahres, jedoch trug das erfolgreiche Zoojahr dazu bei, dass der erwartete Rückgang der Besucher auf Grund der Sanierung des Schloss und Stadtmuseums Hoyerswerda und die damit verbundene zeitlich begrenzte Schließung des Schlosses in den Sommermonaten nicht so hoch ausfällt, wie zu befürchten war.

 

Seit Mitte Juni war das Schloss bis Anfang September für die Besucher nicht zugänglich. Mit Beginn der Sanierung im März waren zwar das ErlebnisReich und einige Teilbereiche geöffnet, jedoch musste der gesamte linke Flügel für die Zeit der Baumaßnahmen geschlossen bleiben. Um für die Besucher dennoch attraktive Sonderausstellungen zu ermöglichen, wurden auch auf Räumlichkeiten außerhalb des Museums zurückgegriffen wie im Frühjahr die Postkartenausstellung „Geliebte Sidonie“ im Lichthof des Alten Rathauses. Aber auch das Foyer des Schlosses wurde mit einer interessanten Ausstellung - "Strandkreationen-Strandkreaturen"- im September bestückt. Und auch eine weihnachtliche Sonderpräsentation im Dezember lockte die Besucher ins Museum. Die Besucher der Sonderausstellungen konnten technisch jedoch nicht erfasst werden und finden sich dementsprechend in der Gesamtbesucherzahl auch nicht wieder. Besucherstarke Großveranstaltungen wie Mittelalterfest und Weihnachtsmarkt als auch Hochzeiten und private Feierlichkeiten konnten durch die Sanierung nicht stattfinden. Trotzdem ist man im Schloss und Stadtmuseum mit den Besucherzahlen voll zufrieden. Für dieses Jahr wird mit Fertigstellung des LehrReichs, einem weiteren Teil der neuen Dauerausstellung des Stadtmuseums, eine zusätzliche Attraktion zu sehen sein.

 

Für den Zoo Hoyerswerda war das Jahr 2017 ein gutes Jahr. Neue großzügige Anlange und Veranstaltungen zogen mehr Besucher in den Zoo als im Vorjahr. „Mit unseren neuen Attraktionen und Großveranstaltungen konnten wir dieses Jahr mehr Besucher im Zoo begrüßen, als in den Vorjahren“, äußerte sich ZooKultur Geschäftsführer Arthur Kusber über die positive Entwicklung. Fast 50 % mehr Besucher konnten sowohl das Tiergartenfest als auch die Tierische Halloween-Party verbuchen. Aber auch die neue begehbare Känguruanlage mit der dort wohnenden handzahmen Emudame Hilde, das neue Weißschwanzstachelschweingehege mit Futtertisch oder das neue Aquaterrarium sorgten vor allem in den Sommermonaten Juli bis September für zahlreiche Besucher im Zoo Hoyerswerda. Ein lauer Oktober bescherte ebenfalls besucherstarke Tage. Auch in diesem Jahr erhalten einige Zoobewohner neue und großzügige Anlagen. Bereits im Frühjahr können die Besucher die Schneeeulen in ihrer neuen Voliere direkt neben den Pelikanen besuchen. Für Trampeltiere und Esel heißt es ebenfalls Sachen packen für einen Umzug innerhalb des Zoos. Im Tropenhaus können die Besucher wieder mit freilaufenden Weißbüscheläffchen auf Tuchfühlung gehen.

 

Erfreulich ist auch die Tendenz zu mehr Jahreskarteninhabern. Fast 600 Inhaber besuchten Zoo und Schloss durchschnittlich zehnmal im Jahr und haben damit alles richtig gemacht. Schon ab dem vierten Besuch rechnet sich die Dauerkarte, welche damit vor allem für Hoyerswerdaer ein attraktives Angebot ist. Aber auch der Sparfuchstag (immer montags außer an Feiertagen) erfreut sich immer größerer Beliebtheit unter den Besuchern. Die Anzahl der Sparfüchse, die den Zoo schon ab drei Euro besuchen, stieg um beachtliche 30 Prozent.

 

 

Pate für "Balea"

11. Januar 2018: Der dm-Drogerie-Markt übernimmt für einen Flamingo des Zoos Hoyerswerda eine Patenschaft. Am 11. Januar wurde die Patenschaft offiziell übergeben. Carolin Adler, Leiterin des Vogelreviers, stellte dem neuem Paten den rosafarbenen Schützling vor.

 

Rasant aber trotzdem elegant kamen die Flamingos anlässlich der Patenschaftsübergabe aus ihrem Nachtquartier. Ihr neuer Pate, der direkt gegenüber vom Zoo seinen Sitz hat, wollte sie nämlich kennenlernen. Ende Oktober sammelten die Händler bei einer Geschenktütenaktion zum Filialgeburtstag Geld für einen guten Zweck. Der Erlös ging in Form von einer Patenschaft an den Zoo Hoyerswerda. Für eine Drogerie gab es natürlich kein geeigneteres Tier als den Flamingo, der durch seine schöne Färbung und sein anmutendes Aussehen perfekt zum Drogeriemarkt passt. Einen entsprechenden Namen für den Vogel gibt es auch schon "Balea", der Name einer  hauseignen Marke.

 

Bei einer Tierpatenschaftsübergabe im Zoo Hoyerswerda erfahren die Paten nicht nur mehr über den Charakter der jeweiligen Zoobewohner, sondern auch Wissenswertes zu ihrem Lebensraum und -weise. Eine Tierpatenschaft kommt immer direkt dem Tier zu Gute, denn die daraus gewonnen Mittel werden zur Verbesserung der Haltungsbedienungen genutzt. Insgesamt gibt es im Zoo Hoyerswerda 57 Tierpaten, darunter elf Firmenpatenschaften.

Nähere Infos zu den Tierpatenschaften im Zoo Hoyerswerda gibt es unter www.kulturzoo-hy.de

Auf dem Foto: Carolin Adler (links), Leiterin Vogelrevier und Nadine Kummich, Filialleiterin in Hoyerswerda


 

 

 

 

Großes Interesse

 

27. Dezember 2017: Der Zoologische Leiter Eugène Bruins hatte nicht zu viel versprochen. Bei der Weihnachtsführung am 27. Dezember kamen die Besucher auf ihre Kosten. Sie konnten einmal zusehen, wenn Kuba-Krokdile gefüttert werden. Das geschah in der Nachbarschaft des Amazonas-Aquariums (im Bild). Die Gäste lernten zudem, so es noch nicht geschehen war, die Emu-Dame "Hilde" kennen.

 

Der Andrang war groß. Eine große Besucherschar hörte von den anspruchsvollen Plänen, die verwirklicht werden sollen. Dazu gehört der Aufbau einer Afrika-Savanne, die der zoologischen Einrichtung im Herzen von Hoyerswerda ein neues Gepräge geben wird. Wer diese und weirere Projekte aktiv unterstützen möchte, der kann sich gern dem Verein der Zoofreunde Hoyerswerda anschließen. Er setzt sich mit ganzer Kraft für den Zoo ein.

 

Auskünfte zu neuen Attraktionen 

 

24. Dezember 2017: Der Zoo Hoyerswerda lädt am Mittwoch, 27. Dezember 2017, um 10 Uhr zur traditionellen Weihnachtsführung ein. Nicht nur für alle „Weihnachtsheimkehrer“ bietet sich die Gelegenheit auf einen individuellen Zoorundgang, sondern auch für alle Einheimischen. Die letzten Jahre hat sich der Zoo Hoyerswerda weiter in Richtung Geozoo gewandelt und einige neue Attraktionen eröffnet. Darunter die Erdmännchenanlage, die neue Weißschwanzstachelschweinanlage, das neue Aquaterrarium im Tropenhaus oder die neue begehbare Känguruanlage mit der handzahmen Emudame "Hilde".

Zu der diesjährigen Führung wird es ein besonderes Highlight geben, denn die beiden Kubanischen Rautenkrokodile bekommen ein nachträgliches spannendes Weihnachtsgeschenk in Form von Futter am Spieß. Wer also eine spektakuläre Krokodilfütterung einmal live erleben möchte, sollte sich die Weihnachtsführung nicht entgehen lassen. Zudem gibt es noch ein Treffen mit Emudame "Hilde".

Die Führung, die von Eugène Bruins, Zoologischer Leiter, durchgeführt wird, beginnt wie gewohnt um 10 Uhr. Treffpunkt ist der Bereich vor der Tropenhalle. Die Besucher haben an diesem Tag somit die Möglichkeit, eine individuelle Zooführung zum ganz normalen Eintrittspreis zu erhalten.

 

Hinweis: An Heiligabend, 24. Dezember, bleiben Zoo und Schloss Hoyerswerda geschlossen. Zum Schutz der Tiere vor Feuerwerkskörpern und Lärm bleiben Zoo und Schloss Hoyerswerda zudem auch  Silvester geschlossen. An allen anderen Tagen sind Zoo und Schloss Hoyerswerda wie gewohnt von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

 

Außergewöhnliche Geschichtsstunde

 

13. Dezember 2017: Sein Herz schlägt noch immer für Hoyerswerda. Dr. Dieter Hohmann, Direktor des Tiergartens Hoyerswerda, fühlt sich der zoologischen Einrichtung und der Stadt noch immer sehr verbunden. Und so bekennt er am 13. Dezember im Schloss: "Ich komme immer wieder gern nach Hoyerswerda". Bevor er im Schloss auf Einladung des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda, zu dem er ebenfalls gute Kontakte pflegt, in einem Vortrag einige seiner Erinnerungen preisgibt, hat er natürlich den Zoo besucht. Über dessen heutiges Aussehen äußert er sich anerkennend. "Ich bin sehr zufrieden, wie sich das entwickelt hat."

Dr. Dieter Hohmann kam im Jahre 1974 in den Tiergarten Hoyerswerda. Zuvor war er als Umweltbiologe in Schwarze Pumpe tätig. Dass diese neue Arbeitsstelle mal sein ganzes Leben verändern und bestimmen würde, hatte er da noch nicht vermutet. Hier traf er mit berühmten Tiergärtnern zusammen. Die Gäste im Schlosssaal sehen Fotografien, auf denen Dr. Bernhard Grzimek (1909 bis 1987), der weltweit anerkannte Tierarzt, Verhaltensforscher und Direktor des Zoos Frankfurt (Main) durch den Tiergarten Hoyerswerda geht, ebenso Prof. Heinrich Dathe (1910 bis 1991) aus Berlin.

 

Dr. Dieter Hohmann trat offiziell zu Jahresbeginn 1975 in Hoyerswerda die Nachfolge von Günter Peters an, der mit Unterstützung vieler Einwohner und Betriebe den Tiergarten in Nachbarschaft des Schlosses aufgebaut hatte. Er schuf ein Ensemble aus Tieren, Pflanzen und bildender Kunst, beschreibt es Dr. Dieter Hohmann. Er bedankt sich mehrfach bei seinen einstigen Mitstreitern, die im Publikum Platz genommen haben. So bei Tierarzt Dr. Werner Tschirch, der auch viele Jahre dem Vorstand des Vereins der Zoofreunde angehörte. "Ohne diese Leute wäre der Tiergarten nicht das geworden, was er heute ist", sagt der Referent. Und er bekennt: "Ich zehre noch immer von den Dingen, die mir Günter Peters beigebracht hat."  Auf sehr unterhaltsame Weise unternimmt Dr. Dieter Hohmann eine Zeitreise durch seine Arbeit im Tiergarten Hoyerswerda. Dabei würdigt er auch die Leistungen von seinem Nachfolger Dr. Werner Jorga, der ebenfalls anwesend ist, und dem jetzigen zoologischen Leiter Eugène Bruins.

1984 wechselt Dr. Dieter Hohmann als Chef in den Dresdener Zoo. "Ich bin nicht gern aus Hoyerswerda weggegangen, aber die große Aufgabe in Dresden hat mich gereizt." 1990 wird er dann Direktor im Zoo Delitzsch, bis 2007. Dort gehört er auch dem Förderverein an, so dass dieser auf seinen großen Erfahrungsschatz bauen kann.

 

Dr. Dieter Hohmann beendet seinen Vortrag, indem er auf die Bedeutung der zoologischen Einrichtungen verweist. Sie haben eine große Verantwortung für den Artenschutz und die Bildung. Nach der Veranstaltung nutzen ehemalige Hoyerswerdaer Tiergarten-Mitarbeiter im Tiergarten die Gelegenheit, mit dem Wahl-Delitzscher Erinnerungen aufzufrischen.

 

Karsten Bormann, Vorsitzender des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda, war Dr. Dieter Hohmann sehr dankbar für den unterhaltsamen Vortrag. Mit der Nachmittagsveranstaltung verfolgte der Verein der Zoofreunde zwei Ziele. Zum einen bedankte er sich kurz vor Jahresschluss bei aktiven Mitgliedern für ihre Leistungen. Zum anderen bot er durch den Vortrag, der für jedermann zugänglich war, die Möglichkeit, eine besondere Zoo-Geschichtsstunde zu erleben. Darüber freute sich auch Eugène Bruins sehr. Er habe viel über die Zeit des Aufbaus des heutigen Zoos erfahren. Dafür sei er Dr. Dieter Hohmann (im Bild während des Vortrags im Schloss) dankbar.

 

 

 

 

Zoo-Geschichte unterhaltsam


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Ehrenmedaille erhalten 

 

5. Dezember 2017: Am Tag des Ehrenamtes wurde Karl-Heinz Seitz in Hoyerswerda mit der Günter-Peters-Ehrenmedaille ausgezeichnet. Gewürdigt wurde damit ein engagierter Hoyerswerdaer, der sich im Vorstand des Vereins der Zoofreunde mit Herzblut seit Jahren für die zoologische Einrichtung im Herzen der Stadt einsetzt und zu den Aktivposten gehört. Außerdem ist er Mitglied im Traditionsverein der Feuerwehr (1969 trat er in die Freiwillige Feuerwehr Hoyerswerda-Altstadt ein), im Angelverein und im Schützenverein "Heideland" Bröthen-Michalken.   

Aus Krakau nach Hoyerswerda

  

16. November 2017: Der Zoo Hoyerswerda hat ein neues Eurasisches Fischottermännchen. Es heißt "Baltazar", ist gerade mal ein Jahr alt und stammt aus Krakau. Er soll nun mit der im Zoo aufgewachsenen Fischotterdame "Fibi" für Nachwuchs sorgen. Beim ersten Kennenlernen zeigte er sich ziemlich neugierig.  Nach einer kurzen Weile erkundeten sie gemeinsam das Wasserbecken und die Flusslandschaft der Anlage. Und sogar eine erste gegenseitige Fellpflege gab es zur Begrüßung. Nun hofft der Zoo Hoyerswerda mit diesen beiden Tieren auf einen Zuchterfolg.

 

Mit ihrem vorherigen Partner "Baba" hatte die Fischotterdame keinen Nachwuchs "Baba" war im März dieses Jahres verstorben. Er bleibt dem Zoo Hoyerswerda aber weiterhin als Wappentier und Maskottchen erhalten.

 

 

Berge an Laub versetzt

 

4. November 2017: Der Herbst steht nicht allein auf der Leiter und malt wie Blätter an, wie es in einem bekannten Lied heißt, sondern er wirft auch mit ihnen um sich. Und so verschwand auch im Zoo Hoyerswerda inzwischen so manches Areal unter einem dicken Laubteppich, dessen Farbe mittlerweile von farbenfroh in tristes Dunkelbraun gewechselt hatte. Dem wurde am 4. November zu Leibe gerückt. Immerhin 43 Mitglieder des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda und Sympathisanten ...trafen sich am Vormittag zum traditionellen Herbstputz. Die einzige Aufgabe an diesem Tag, die der Zoologische Leiter Eugène Bruins gemeinsam mit seinen Zoomitarbeitern ausgab, lautete: Laub harken und abtransportieren.

In mehreren Gruppen gingen die Freiwilligen ans Werk und versetzten wahre Laub-Berge, denn am Außenzaun zur Stadt, im Kranich-Gehege, bei den Kamelen und auf der Grünanlage inmitten des Zoos waren reichlich Blätter gefallen. Mit vereinten Kräften wurden zunächst daraus Berge, die mittels Schubkarren und Wagen in große Container versetzt wurden. Nur einer hatte sich einer anderen Aufgabe gewidmet. Ivo Fuchs von der Firma SysCoFox sorgte mit einem Spezialbaustoff dafür, dass der Teich im Gehege vom Roten Sichlern, Kahnschnabel und anderen dicht wird. Am Ende des Herbstputzes, so bescheinigte Eugène Bruins den Fleißigen bei einer kurzen Auswertung im "Sambesi", im Zoorestaurant war nach getaner Arbeit zu Bockwurst und Getränk eingeladen worden, seien 120 Prozent geschafft zu haben.

Zudem hatte der Zoologische Leiter bei den Teilnehmern noch Neugier geweckt, sich genauer im Zoo umzusehen, denn Nachwuchs gab es in jüngster Zeit nicht allein bei den Erdmännchen, sondern auch bei den Totenkopfäffchen, den Schönhörnchen und den Stirnlappenbasilisken. Eugène Bruins sprach bereits eine Einladung zum Frühjahrsputz 2018 aus. Nach getaner Arbeit werde es eine Krokodilfütterung geben. Das ist etwas, was nicht häufig zu erleben ist.

Der Vorsitzende des Vereins der Zoofreunde, Karsten Bormann, bedankte sich ebenfalls bei den vielen fleißigen Helfern, die gut drei Stunden lang mit Besen, Harken, Schippen, Schubkarren und Wagen hantiert hatten. Zugleich warb er Noch-nicht-Mitglieder für die Mitarbeit im Verein der Zoofreunde, in dem im nächsten Jahr Vorstandswahlen anstehen. Hier sind engagierte Leute, die bereit sind Verantwortung zu übernehmen, besonders willkommen.

 

 

 

 

Herbstputz 2017


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Nach der Jagd etwas gruselig

 

29. Oktober 2017: Am 31. Oktober ab 16 Uhr wird es im Zoo Hoyerswerda schaurig schön, wenn kleine Hexen, Geister und Monster bei der jährlichen Halloween-Party ihr Unwesen treiben. Durch Spinnenweben, vorbei an Grimassen ziehenden Kürbissen, riesigen Insekten und vielen Lichteffekten wird die Tour durch den nächtlichen Zoo ein gruseliges Erlebnis. Die Nerven der Besucher werden an diesem Abend gleich mehrmals auf die Probe gestellt. Egal, ob man sich traut kuriose Insekten zu berühren oder in Kästen mit mysteriösem Inhalt zu fassen. Im Gruselkabinett im Schlosssaal wird es besonders unheimlich.

  Zu basteln gibt es natürlich auch etwas und wer möchte, kann sich an diesem Tag ein schaurig schönes Gesicht schminken lassen. All jene, die einfach nur die gespenstische Atmosphäre genießen wollen, können sich am Lagerfeuer ein leckeres Stockbrot zubereiten oder die große Feuershow zum Abschluss, um 18:30 Uhr, auf der Terrasse des "Sambesis" bestaunen. Verkleidungen, Taschenlampen und Laternen sind an diesem Abend ausdrücklich erwünscht. Die Halloween-Party beginnt um 16 Uhr. Der Zoo empfiehlt, die Zookasse bereits ab 15 Uhr zu passieren, da sich vor Veranstaltungsbeginn längere Besucherschlangen bilden können.

 

Vor der Halloween-Party wird 13 bis 16 Uhr im Zoo Hoyerswerda auf die Jagd nach ganz anderen Wesen gegangen. Gemeinsam mit dem Zoologischen Leiter, Eugène Bruins, können besondere Halloween-Pokémons gefangen werden. Dafür spendiert der Zoo wieder mehrere Lock-Module, die um 13 und um 15 Uhr jeweils eine Stunde aktiv sind. In der Pause dazwischen, um 14:15 Uhr, werden die beängstigenden Tyracrocs mit Rattfrätze gefüttert. Ein spannendes Erlebnis nicht nur für Pokémon-Fans!

 

Eintritt: Erwachsene sieben Euro, Kinder fünf Euro, Familien ab 14 Euro

 

"Paula" ist eingezogen

 

25. Oktober 2017: Seit heute hat der Zoo Hoyerswerda ein neues Zuchtpärchen bei den Zwergflusspferden. Hombori, das Männchen des Zoo Hoyerswerdas, hat eine neue Partnerin bekommen. Sie heißt Paula und kommt aus Arnheim. Rücken graulen mag sie besonders gern wie Eugène Bruins, Zoologischer Leiter des Zoo Hoyerswerdas, selbst schon erleben konnte.

 

 

 

 

 

Paula ist da

Mit zehnfacher Manneskraft wurde der Tausch der beiden Damen vollbracht. Jeweils um die 250 Kilogramm Zwergflusspferd mussten vom Transportfahrzeug in die Tropenhalle des Zoos und zurück in das Fahrzeug rangiert werden. Gerade einmal eine Stunde dauerte dieser für die Zucht so wichtige Tausch. Arrangiert wurde er durch das Zuchterhaltungsprogramm EEP und den zuständigen Zuchtbuchkoordinator, denn Zwergflusspferddame Paula und Flusspferdmann Hombori sind für eine Zucht genetisch sehr wertvoll. Durch Zerstörung ihres Lebensraumes und die Bejagung durch den Menschen sind Zwergflusspferde heute stark bedroht. Katka, die vorherige Partnerin, und Hombori haben im Zoo Hoyerswerda nicht gezüchtet. Nun hofft der Zoo mit diesem Pärchen auf einen Zuchterfolgt.

 

Zwergflusspferde gehören zur Familie der Flusspferde und sind nicht wie der Name es vermuten lässt mit den Pferden verwandt, sondern mit den Schweinen. Diese kleine Art der Flusspferde wird gerade einmal 80 cm hoch und kann dafür aber bis zu 250 kg wiegen. Rein optisch sind sie die kompakte Miniatur der großen Verwandten. Kurze, kräftige Beine, großes Maul und ein pummeliger Körper prägen ihr Erscheinungsbild. Beheimatet sind Zwergflusspferde in den tropischen Regen- und Urwäldern Westafrikas. Sie sind Vegetarier und können in Zoos oder Tierparks ein Alter von etwa 40 Jahren erreichen.


Ganz nah dran

 

24. September 2017: Am Sonntag fand ab 14 Uhr der Deutsche Zootag im Zoo Hoyerswerda statt. Besucher hatten die Möglichkeit, Einblick in die tägliche Arbeit eines Tierpflegers zu erhalten und viel über den Zoo und seine Tiere zu erfahren. Leider war das Wetter nicht so toll. Interessierte fanden sich aber dennoch ein, die einen interessanten Nachmittag verlebten. Erläuterungen gab es neben anderem zum Stirnlappenbasilisken.

 

 

Stirnlappenbasilisk

Hilfe für und durch das Zwergfaultier

 

 

 

22. September 2017: Das Zwergfaultier ist auf der zehnten Postkarte für den Artenschutz der Gemeinschaft Deutscher Zooförderer (GDZ) zu sehen. Mit dem Erlös der Karte, die auch im Zoo-Shop in Hoyerswerda zu bekommen ist, werden konkrete und nachweisbare Artenschutzprojekte unterstützt. Zugleich wird auf die Bedrohung der Zwergfaultiere auf der Insel Escudo de Veraguas vor der Nordküste Panamas hingewiesen.

 

Um die Produktion, Herstellung und Kostenübernahme der Tier-Postkarten kümmerte sich erneut der Freundes- und Förderkreis vom Zoo Leipzig, dem die Mitgliedsvereine der GDZ, also auch die Zoofreunde Hoyerswerda, dafür dankbar sind.

 

 

 

 

Postkarte vom Zwergfaultier

 

  

 Besondere Exponate für Umweltschutz 

 

14. September 2017: Im Foyer vom Schloss Hoyerswerda ist eine kleine Sonderschau unter dem Titel „Strandkreationen – Strandkreaturen, die geheime Leidenschaft des Eugène Bruins, Zoodirektor im Zoo Hoyerswerda“ zu sehen. Sie beinhaltet mehr als 30 Kreationen beziehungsweise Kreaturen aus Muscheln, Knochen, Holz und Stein. Eugène Bruins, seit 2016 Leiter des Zoos Hoyerswerda, entdeckte während eines Urlaubs an der Nordsee 2014 seine Leidenschaft für das Fertigen von Figuren aus Naturmaterialien, die er am Strand findet. Die teils seltsam-schaurig, teils aber auch niedlich anmutenden kleinen Kunstwerke haben einen ernsten Hintergrund. Für den Zoodirektor ist es nicht nur ein kreatives Hobby. Er möchte damit auf den Umweltschutz aufmerksam machen und ausdrücken, dass jeder seinen Beitrag leisten kann, die Strände sauber zu halten und keinen Unrat zu hinterlassen.

Die kleine Ausstellung ist im Foyer des Schlosses Hoyerswerda bis zum Ende des Jahres zu sehen. 

 

Eins der Exponate

  

  

Mit Freunden Erfahrungen ausgetauscht

 

3. September 2017: Der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda wurde bei der Mitgliederversammlung der Gemeinschaft Deutscher Zooförderer (GDZ) in Hannover in Niedersachsen vom 1. bis zum 3. September  von Eveline Blut und Frank Grommisch vertreten. Hauptthema des Treffens, organisiert von den Zoofreunden Hannover, waren die unterschiedlichen Aktivitäten von Zoos und Vereinen für den Artenschutz. Dabei wurden neben anderem Möglichkeiten aufgezeigt, wie auch kleine Vereine tatkräftig dabei helfen können, bedrohte Arten vor dem Aussterben zu bewahren. Der Zoo Hannover engagiert sich zum Beispiel für den Nordafrikanischen Rothalsstrauß (Foto).

 

Die Gemeinschaft Deutscher Zooförderer hat sich neben anderem darauf verständigt, dass künftig auch Fördervereine anderer europäischer Länder in ihr mitarbeiten können. Dazu erfolgte eine Satzungsänderung. Die Anregung hierfür kam von Zoofreunden aus dem niederländischen Rotterdam. Absprachen wurden auch für das 25-jährige Bestehen der GDZ getroffen. Das kann im Jahr 2019 im September  gefeiert werden. Zum Programm wird dann auch ein Benefizkonzert in Berlin gehören.   :  

 

Nordafrikanischer Rothalsstrauß

39. Tiergartenfest

 

27. August 2017:  Das 39. Tiergartenfest konnte bei bestem Wetter auf dem Erholungsareal inmitten der Stadt gefeiert werden. Die Palette der künstlerischen Angebote reichte vom Orchester Lausitzer Braunkohle über Countrymusik und Zaubershow bis hin zu Darbietungen von Mädchen und Jungen der Hoyerswerdaer Musikschule. Der zoologische Leiter Eugene Bruins gab zudem Informationen zu den nächsten Entwicklungen. Im nächsten Jahr kann dann das 40. Tiergartenfest gefeiert werden.

 

 Ausflug nach Dresden

 

24. Juni 2017: Der Ausflug des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda führte diesmal in den Zoo Dresden. 35 Mitglieder und Freunde des Vereins gingen gemeinsam auf Tour. In Dresden wurden die von den dortigen Zoofreunden betreut. Danke für die Gastfreundschaft! Ein hoch interessanter Zoo-Bummel wurde geboten. Auch einige Sehenswürdigkeiten in der Elbmetropole wurden besichtigt.

 

 

 

 

Vereinsausflug 2017


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 Besuch willkommen bei den Kängurus 

 

11. Juni 2017: An diesem Sonntag wurde die neue begehbare Känguruanlage offiziell eröffnet. Anwesend waren Oberbürgermeister Stefan Skora, Steffen Grigas, Geschäftsführer der Versorgungsbetriebe Hoyerswerda GmbH (VBH), Arthur Kusber, Geschäftsführer der Zoo, Kultur und Bildung Hoyerswerda gGmbH und Eugène Bruins, Zoologischer Leiter Zoo Hoyerswerda.

Jetzt können Besucher den Kängurus ganz nah sein.

 

Finanziert wurde der Bau der Anlage durch die VBH. Für Steffen Grigas ist die Förderung der Region eine Herzensangelegenheit: „Wir als regionaler Versorger haben es uns zur Aufgabe gemacht, unsere Region zu fördern und aktiv für unsere Bürger und Besucher mitzugestalten.“ Arthur Kusber schätzt die Partnerschaft mit dem regionalen Unternehmen: „Wir wissen, dass es für Firmen nicht selbstverständlich ist, so großzügige finanzielle Unterstützung zu leisten. Umso mehr freut es uns, unseren Besuchern Hilfe der VBH ein besonderes Tiererlebnis ermöglichen zu können.“

 

Entspannt beäugten die Kängurus ihre Gäste auf der Anlage. Weder Kängurubock "Ludwig" noch die beiden Damen "Maja" und "Mila" mit ihren zwei Jungtieren ließen sich von den großen Zweibeinern aus der Ruhe bringen. Ganz im Gegenteil, sie schauten eher neugierig hinterher oder hüpften sogar an den Besucher vorbei. Die neue begehbare Känguruanlage ist mit 1.000 Quadratmetern viermal so groß wie die alte Anlage. Für die drei erwachsenen Bennettkängurus mit den zwei Jungtieren bedeutet dies ausreichend Platz zum Springen. Genügend Rückzugsmöglichkeiten geben den Tieren die nötige Ruhe. Künftig wird die Anlage insgesamt sechs erwachsene Kängurus beherbergen. In den nächsten Wochen ziehen noch zwei weitere Känguruweibchen auf die Anlage.

 

Bennettkängurus, auch Rotnackenwallaby genannt, stammen aus dem südöstlichen Australien und Tasmanien. Ihren Namen verdanken sie dem rötlich gefärbten Fell im Nacken- und Schulterbereich. Das Sozialverhalten der Bennettkängurus ist nicht sehr ausgeprägt. Sie leben entweder allein oder in kleinen Gruppen. Gräser und Kräuter gehören zur Hauptnahrungsquelle dieser kleinen Känguruart. 

 

 

Maras und Nandus auf größerer Anlage 

 

31. Mai 2017: Die Maras und Nandus haben im Zoo Hoyerswerdas ihre neue Gemeinschaftsanlage direkt neben dem Zooteich bezogen. Auf der gut 800 Quadratmeter großen Anlage leben insgesamt vier Nandus und derzeit noch zwei Maras. Zwei der Nandus kamen Anfang Mai aus dem Tierpark Nordhorn in Zoo Hoyerswerda. Zu den zwei Maraweibchen wird sich in den nächsten Wochen noch ein Zuchtmännchen gesellen. Neu auf der Anlage ist auch, dass man Einblick in den Innenstall der großen Laufvögel und Nagetiere erhält.

Mara

 

Durch die im letzten Frühjahr abgeschlossene Renaturierung des Zooteiches konnte die Landfläche von 800 Quadratmetern hinzugewonnen werden. Nun bietet die Gemeinschaftsanlage optimale Bedienungen für die beiden Arten. Maras und Nandus sind sehr gesellige Tiere und gewöhnen sich schnell aneinander. Wichtig für eine Vergesellschaftung ist ausreichend Platz und Struktur im Gehege, damit sich die beiden Arten bei Bedarf auch aus dem Weg gehen können. Und nach einer Eingewöhnungszeit arrangieren sich die Tiere mit ihren neuen Nachbarn, die ja auch für eine willkommene Abwechslung im Alltag sorgen.

 

 Dem Nachwuchs ganz nah

 

27. April 2017: Gerade einmal 80 Gramm leicht und nicht ganz so groß wie eine Hand ist der jüngste Bewohner des Zoo Hoyerswerdas. Das erste von zwei Humboldt-Pinguinküken ist geschlüpft. Der graue Federflaum ist besonders weich und dicht und hält das kleine Küken schön warm. Das Besondere an diesem Schlupf: man kann die Aufzucht des Kükens selbst miterleben und beobachten. Humboldt-Pinguine brüten üblicherweise in Nisthöhlen. Da aber die Vogelgrippe dieses Jahr dafür sorgte, dass die Pinguine des Zoo Hoyerswerdas länger in ihrem Winterquartier verbleiben mussten, haben sich zwei Pärchen dort ihre Nester gebaut.

 

Das Winterquartier der Humboldt-Pinguine ist mit zwei großen Besucherscheiben ausgestattet, die eine gute Sicht auf die Tiere ermöglichen. Bereits Anfang März konnte man zwei Pinguinpaare im Winterquartier beim Brüten beobachten. Sie hatten sich Brutplätze direkt an der Scheibe ausgesucht. „Man hat nicht immer die Möglichkeit, eine Pinguinaufzucht so genau mitzuerleben“, so Anne Siegl, Reviertierpflegerin im Vogelrevier. „Für die Besucher sind Pinguinküken normalerweise erst zu sehen, wenn sie schon gut genährt und den ersten Federwechsel überstanden haben“, erläutert sie weiter.

 

Insgesamt leben zwölf südamerikanische Frackträger im Zoo Hoyerswerda. Erst im November des vergangenen Jahres kamen sechs Pinguine aus dem Zoo Rostock und zwei aus dem Zoo Landau nach Hoyerswerda. Pinguine leben in monogamen Einehen und sind deshalb bei der Partnerwahl manchmal recht wählerisch. Haben sie jedoch den passenden Lebensgefährten gefunden, kann sie nichts mehr trennen. Es kommt in der Natur und in Zoos auch schon einmal vor, dass sich gleichgeschlechtliche Paare zusammenfinden.

 

  

Deutlich über 100 Prozent

 

1. April 2017: Beim Frühjahrsputz des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda am 1. April wurde weit mehr geschafft als geplant. Das lag zum einen an der guten Vorbereitung durch den Zoo. Dessen Zoologischer Leiter Eugène Bruins hielt sich nicht lange bei der Vorrede auf, sondern sorgte dafür, dass es kurz nach der Begrüßung der Teilnehmer, immerhin hatten sich 31 Frauen und Männer dazu eingefunden, an die Arbeit ging. Und zum anderen sorgte der Fleiß der Beteiligten fü...r ein überragendes Ergebnis.

 

 

 

Eine der größten Gruppe waren die "Maler", die sich darum kümmerten, dass Vogelvolieren einen neuen Anstrich bekamen. Andere waren damit befasst in der Nähe des Teichs "Wohnungen für Amphibien" zu bauen. Dafür kamen zum Beispiel alte Äste zum Einsatz, die von den Bäumen herabgefallen waren und die nun etwa von Kröten als Unterschlupf genutzt werden können. An mehreren Stellen befand sich auch noch reichlich Laub, das zusammengeharkt und abtransportiert wurde, etwa in der Nachbarschaft der Steinadler, aber auch am Teich. Diese Arbeiten stießen zunächst bei dem Singschwan-Pärchen auf Widerspruch. Es mochte in seinem Revier, so kurz nachdem die Stallpflicht für sie aufgehoben worden war, keine Eindringlinge. Womöglich wollten sie sich  einen Platz zum Nestbau aussuchen. Das mussten sie um wenige Stunden verschieben, haben aber nun einen ordentlichen Uferbereich. Ordentlicher ist es auch im Bärengehege. Hier wurden herumliegende Steine, die beim Buddeln der Bären zum Vorschein gekommen waren, aufgesammelt und abtransportiert.

 

Eine der größten Überraschungen gab es für den Zoologischen Leiter selbst, denn er wurde von einem vom Zooverein organisierten Fachmann überrascht, der das defekte Außenbecken am Tropenhaus abdichtete, so dass es wieder Tiere beherbergen kann, eventuell Sumpfschildkröten.

 

Zum Ausklang des mehr als dreistündigen Arbeitseinsatzes gab es für die Beteiligten auf der Terrasse des Restaurants "Sambesi" eine Stärkung. Karsten Bormann, Vorsitzender des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda, freute sich, dass so viele an diesem schönen Frühlingstag so fleißig beim Frühjahrsputz zugepackt hatten, Mitglieder wie Freunde des Zoos. Er zollte allen Beteiligten großen Respekt, ebenso Eugène Bruins. Er war stolz, dass so viel geschafft wurde, mehr als vorgesehen. Und er lud alle ein, wahrscheinlich ab dem 12. April einen Besuch im Zoo einzuplanen, denn dann wird es erneut eine Premiere geben. Viele in hiesigen Breiten ungewöhnliche Schmetterlinge werden dann im Tropenhaus herum fliegen.

 

 

 

 

Frühjahrsputz


 

Trauer um Vorstandsmitglied 

 

Karl-Heinz Lepom

 

27. Februar 2017: Der Verein und der Vorstand des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda trauern um Karl-Heinz Lepom. Das Mitglied des Vorstands ist am 27. Februar im Alter von 66 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. Der Verein verliert eines seiner engagiertesten Mitglieder. Karl-Heinz Lepom hat sich über Jahre für den Zoo eingesetzt und intensiv für die Entwicklung von Zoo und Verein gearbeitet.  Dafür sind wir ihm sehr dankbar. Wir werden sein Andenken in Ehren halten. Unser Mitgefühl gehört seiner Familie.

 

 

Gemeinsam für attraktiven Zoo

 

15. März 2017: Der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda hat sich am 15. März zu seiner Jahresmitgliederversammlung getroffen. Während der Beratung im Schloss hielt Vorsitzender Karsten Bormann im Bericht des Geschäftsjahres Rückschau auf die Ereignisse des vergangenen Jahres. Dabei konnte er eine Vielzahl an Aktivitäten zum Wohle des Zoos aufzählen, und er erinnerte an das 25-jährige Bestehen des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda, das während des Tiergarten...festes im September 2016 öffentlichkeitswirksam gewürdigt wurde.

 

 

 

 

Karsten Bormann

Zu den nächsten großen Vorhaben im Zoo gehört der Bau der Afrika-Savanne. Er forderte die Mitglieder auf, gemeinsame Bemühungen zu unternehmen und "verstärkt für Spenden für unseren Zoo zu werben". Der Aufbau der Afrika-Savanne sei ein guter Anlass, die erfolgreiche Arbeit weiterzuführen.

Die Mitglieder stimmten den Berichten zu und billigten den Vorschlag, dass der Vorstand für bestimmte Themen, etwa in Fragen Bauvorhaben sowie Steuerrecht sach- und fachkundige Unterstützung in Anspruch nehmen kann.

 

 

 

 

 

Eugène Bruins

Der Zoologische Leiter Eugène Bruins lobte die Arbeit des Zoovereins. So erwähnte er die großzügige Unterstützung bei der Gestaltung des Amazonas-Beckens im Tropenhaus sowie den Eifer, mit dem Mitglieder und Freunde des Zoos bei den Arbeitseinsätzen zu Werke gingen. Zu den nächsten Vorhaben gehört neben der Afrika-Savanne die Fertigstellung des Amazonas-Beckens und das Schaffen einer begehbaren Känguru-Anlage. Dafür sind bereits wichtige Arbeiten erfolgt.

 

Der Frühjahrsputz des Vereins der Zoofreunde soll übrigens am Sonnabend, 1. April, erfolgen.

 

Nach dem offiziellen Teil der Mitgliederversammlung nahm der frühere Zoo-Direktor Dr. Werner Jorga seine Zuhörer mit auf eine Reise nach Borneo. Mit vielen Bildern veranschaulichte er, was für lebende Schätze dort beheimatet sind, aber er wies auch auf die Gefahren hin, die den Tieren durch den Menschen drohen. Sein Vortrag trug den Titel "Zu Besuch bei den Orangs und den ehemaligen Kopfjägern von Borneo". 

 

Großzügige Spende für Afrika-Savanne

 

28. Februar 2017: Den eigenen Augen kaum trauend, staunte eine Mitarbeiterin der Zoo, Kultur und Bildung Hoyerswerda gGmbH, als sie beim routinemäßigen Abruf des Zookontostandes auf eine Spende im deutlich sechsstelligen Bereich stieß. Ohne Vorankündigung überwies eine äußerst großzügige Spenderin eine der größten Spenden, welche der Zoo jemals von einer Person erhalten hatte. Die Spende ist zweckgebunden für den Bau der neuen Afrikasavanne und wird selbstv...erständlich in voller Höhe in die Umsetzung dieses Projektes fließen.

ZooKultur-Geschäftsführer Arthur Kusber und Zoochef Eugène Bruins bedankten sich noch am gleichen Vormittag mit einem prächtigen Blumenstrauß und vereinbarten mit der Spenderin, welche anonym bleiben möchte, einen gemeinsamen Zoorundgang. Nach der Fertigstellung der großen Savanne soll eine kleine Ehrentafel auf die großzügige Spende hinweisen. Auf eine der Größe der Spende angemessene Tafel möchte die bescheidene Spenderin lieber verzichten.

 

"Die Spenden einzelner Personen können einen unglaublichen Schub für die Entwicklung des Zoos Hoyerswerda entwickeln. Schon das Vermächtnis von Else Schulz, welches mit der Unterstützung des Zoovereins die Errichtung der nach ihr benannten Bärenanlage ermöglichte, zeigte, wie einzelne Personen über Jahrzehnte und über das eigene Leben hinaus den Zoo prägen und bereichern können", stellte Arthur Kusber zufrieden fest. Ein ähnliches Beispiel ist der im Oktober 2016 eingeweihte Kräutergarten inklusive eines neuen Barfußpfades, welcher komplett durch eine Privatspende finanziert wurde.

 

Die künftige Afrika-Savanne wird die größte Anlage des gesamten Zoos werden und sich von der heutigen Zebraanlage bis zum heutigen Gibbonhaus erstrecken. Diese Anlage stellt das Herzstück der Neugestaltung des Zoos dar und wird das Erscheinungsbild des gesamten Zoos prägen. Mit dem Anschub durch diese Spende versucht der Zoo Hoyerswerda nun, die dennoch notwendigen Fördermittel in sechsstelliger Höhe zu akquirieren.

 

Jede weitere kleine oder große Spende würde helfen, dieses spannende Projekt zu verwirklichen. Spenden nimmt der Zoo unter dem Verwendungszweck "Afrika-Savanne" auf dem Spendenkonto (IBAN: DE89 8505 0300 31003327 75; SWIFT-BIC: OSDDDE81XXX) gern entgegen. Wer sich persönlich über die Themen Spenden und Vererben sowie die bevorstehenden Projekte informieren möchte, kann unter der Telefonnummer 03571/4763700 gern einen Gesprächstermin vereinbaren.  

 

 

Lageplan Afrika-Savanne

 

 Mit prächtiger Blüte

 

13. Februar 2017: Eher als erwartet, ist die seit letzter Woche im Tropenhaus des Zoos Hoyerswerda zu sehende Teufelszunge, schon erblüht. „Ich dachte, dass die Pflanze noch gut zwei Wochen zum Erblühen benötigt. Dass es jetzt so schnell geht, habe ich nicht erwartet“, äußerte der Zoologische Leiter Eugène Bruins überrascht.

In den vergangenen Tagen ist die tropische Teufelszunge noch einmal fünfzig Zentimeter gewachsen und erreicht so eine Gesamthöhe von 1,70 Meter.

Interessierte, die die Pflanze blühen sehen möchten, sollten nicht so viel Zeit vergehen lassen, denn die Teufelszunge blüht nur für circa eine Woche. Auch sollte man sich auf den nach Aas anmutenden Geruch der prächtigen Blüte einstellen.

 

 

 

 

Der Zoologische Leiter Eugène Bruins beim Vermessen der Blüte der Teufelszunge

 

Seltenes Gewächs

 

7. Februar 2017: Im Tropenhaus vom Zoo Hoyerswerda ist eine seltene und eindrucksvolle Pflanze der Gattung Amorphophallus zu sehen. Die hier gezeigte Art, die Teufelswurzel oder umgangssprachlich auch „Penispflanze“ genannt, wird nur für circa eine Woche blühen. Interessierte können den Wachstumsprozess bis zum Erblühen der großen Blüte im Tropenhaus verfolgen. Allerdings kann es noch gut zwei Wochen dauern, ehe die bis zu eineinhalb Meter hohe Blüte sich öffnet.

 

Ursprünglich stammt die Pflanze aus dem Südostasiatischen Raum. Die Teufelszunge ist eine Pflanze, die nicht jedes Jahr blüht und auch die Knolle muss erst eine gewisse Größe erlangen, bevor sie überhaupt eine Blüte ausbilden kann. Und wenn sie blüht, versprüht sie einen nach Aas duftenden aber dennoch süßlichen Geruch. Jedes Jahr nach der Winterruhe wächst aus der Knolle ein großes Blatt, das breitgefächert ist und aussieht, als wäre es ein kleiner Baum. Im Herbst vertrocknet das Blatt und die Knolle tritt wieder in eine Ruhephase. In der Wurzel der kuriosen Pflanze ist der Lebensmittelzusatzstoff E425 enthalten und wird in Asien für die Herstellung von Gummitieren verwendet. Der große Bruder der Pflanze ist der Titanwurz, die größte und meisten stinkende Pflanze der Welt.

  

Wer sich selbst einmal an der Pflanze versuchen möchte, kann in der Zooverwaltung Tochterknollen erwerben. Ein Teil des Erlöses geht an ein Naturschutzprojekt.

Gezählt und neu gestaltet

 

18. Januar 2017: Winterruhe, davon kann im Zoo Hoyerswerda keine Rede sein. Zu den ersten Aufgaben im neuen Jahr gehört die Inventur. Wie viele Tiere leben in der zoologischen Einrichtung inmitten von Hoyerswerda? Derzeit werden die Zahlen erfasst und abgeglichen, lässt der Zoologische Leiter Eugène Bruins wissen. Hierfür wird ein neues Computerprogramm genutzt. Ist erst mal alles eingetragen, dann sei es in der Folge einfach, stets den Überblick zu behalten.... So viel verrät der Zoo-Chef schon mal: 92 Tierarten haben im Zoo ein Zuhause.

Dazu gehören auch die Nashornleguane "Antonia" und "Anton" (im Bild). Sie sind jetzt wieder zusammen. "Antonia" schien sich nach ihrem Einzug in Hoyerswerda im Dezember zwischenzeitlich mal nicht so wohlzufühlen. Ein Zeichen dafür war ihre Fressunlust, so dass sie intensiver betreut und ihr Gewicht regelmäßig kontrolliert wurde. Doch diese Phase ist überwunden und Eugène Bruins ist zuversichtlich, auch im Hinblick auf das Miteinander mit "Anton".

 

Zufrieden ist der Zoologische Leiter, dass jetzt Terrarien im Tropenhaus mit neuer Technik versehen werden können, mit moderner Beleuchtung und Heizung. "Das war wirklich erforderlich."

 

Voran gehen auch die Arbeiten bei der Neugestaltung des Aquariums. Der Zoo-Chef wartet jetzt auf die Lieferung eines Wasserfalls, so dass der Landbereich weiter gestaltet werden kann. Auch die Anzucht von Pflanzen läuft, lässt er wissen. Gern wäre er schon weiter, um den Zoobesuchern eine neue Attraktion bieten zu können. Es entsteht ein Amazonasbecken mit Amazonasrochen, verschiedenen exotischen Fischarten und Stirnlappenbasilisken. Wie gesagt, von Winterruhe im Zoo keine Rede.

 

 

 

 

"Anton" und "Antonia"



 

Vogelhochzeit wird gefeiert

 

15. Januar 2017: Das Schloss und der Zoo Hoyerswerda laden Familien ein, m am 21. und 22. Januar die Vogelhochzeit zu feiern. Nach diesem alten Brauch bitten die Vögel die Menschen zum Dank für die Winterfütterung am 25. Januar jeden Jahres zu ihrem „Hochzeitsfest“. Im Schloss erfahren die Besucher Interessantes über das Fest und das Vogelhochzeitslied. Zusätzlich gibt es ein thematisch passendes Kreativangebot. Bei der Führung durch den Zoo werden spannende Geschichten erzählt, wie Vogelmännchen tatsächlich ihre Frauen finden, wie Vögel wirklich „heiraten“ und was in den Vogelfamilien dann passiert. Die Eintrittspreise: ermäßigt fünf Euro, Erwachsene sieben Euro. Dauer etwa anderthalb Stunden. Es wird um Voranmeldungen gebeten.  Buchungen über die Zooverwaltung (Frau Richter) unter 03571/47 63 700 oder per E-Mail an zoo@zookultur.de

 

Mit Ideen, Erfahrungen und Engagement

 

22. Dezember 2016: Für Eugène Bruins, den Zoologischen Leiter im Zoo Hoyerswerda, war das am Donnerstag, 22. Dezember, ein bewegender Moment. In seinem aktuellen Projekt, der Neugestaltung des Aquariums im Tropenhaus, konnte nach den wesentlichen Vorarbeiten zur Neugestaltung, ein entscheidender Schritt vollzogen werden. Als die moderne Beleuchtung installiert war, wurde erstmals Wasser eingelassen. Würden die Gestaltungselemente halten, wird das Wasser durch den neuen Sand getrübt?  Mit dem Ergebnis war er später sehr zufrieden.

 

Eugène Bruins gestaltet hier ein Amazonasbecken. In die Waagschale wirft er dafür seinen umfangreichen Erfahrungsschatz, gesammelt in anderen zoologischen Einrichtungen. Einziehen sollen Amazonasrochen, exotische Fische und drei Stirnlappenbasilisken. Noch ist etwas Geduld erforderlich, denn erst einmal müssen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass sich die künftigen Bewohner wohlfühlen können. Doch in einigen Wochen wird das Aquarium eine neue Attraktion im Tropenhaus sein, in dem in jüngster Vergangenheit übrigens einige neue Reptilienarten eingezogen sind.

Seit Anfang Juli 2016 arbeitet Eugène Bruins als Zoologischer Leiter in Hoyerswerda. Seine Rückschau auf dieses halbe Jahr fällt überaus erfreulich aus. "Ich finde es super hier", sagt er. "Es ist besser, als ich es erwartet habe." Ihm stehe ein professionelles Team zur Seite. Das habe ihn sehr gefreut. Es sei viel geschafft worden, auch dank der Unterstützung des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda. Er hilft auch finanziell beim Neugestalten des Aquariums in der Tropenhalle. Und wenn der Zoologische Leiter gefragt wird, was er zu den bemerkenswerten Erlebnissen 2016 rechnet, dann nennt er den Herbstputz des Zoovereins. Dass so viele Leute freiwillig für den Zoo arbeiten, "das habe ich bis jetzt so nicht gekannt. Das finde ich klasse!" Er lobt die Arbeit des Vereins, der sich nunmehr seit 25 Jahren für den sechs Hektar großen Zoo inmitten von Hoyerswerda einsetzt.

 

Auf die Frage nach den Vorhaben für 2017 nennt er erst mal drei Projekte: eine begehbare Känguru-Anlage womöglich mit Emu, die Fertigstellung des Stalls für die Maras und Nandus (derzeit dient das neue Gebäude als Notunterkunft für Schwäne) und deren Umzug auf das Areal am neugestalteten Teich und natürlich das neue Aquarium in der Tropenhalle. 

 

Einiges bewegt


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Ein großes Lob zollt er seinen Mitarbeitern auch für das schnelle Handeln, als die Festlegungen zur Stallpflicht für Vögel wegen der Vogelgrippe getroffen worden waren. Innerhalb von drei Stunden seien die erforderlichen Arbeiten im Zoo erledigt gewesen, würdigt er die Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter. Ein Zeichen der besonderen Situation sind auch die Flatterbänder, die über der  Pinguinanlage gespannt wurden (im Bild). Sie sollen Enten und Reiher davon abhalten, hier zu landen.

 

Für die kommenden Monate hat sich Eugène Bruins viel vorgenommen. Er wird sich weiter engagiert für einen attraktiven Zoo in Hoyerswerda einsetzen. Daran lässt er keinen Zweifel. "Die Chancen, die sich bieten, werde ich nutzen."


 

 

 

 

Überraschung für Zootiere


Futtermännchen für die Erdmännchen

16. Dezember 2016: Der Zoo Hoyerswerda lädt am Sonntag, dem vierten Advent, um 14 Uhr, zur vorweihnachtlichen Bescherung der Zootiere ein. Möglich macht es der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda e.V., eines von vielen Projekten, die dieses Jahr durch die Unterstützung des Vereins realisiert werden konnte. Durch seine Spende konnte der Zoo Tierbeschäftigung in Form von Leckereien anschaffen. Ein geschmückter Weihnachtsbaum mit Obst, Fleisch oder Fisch, je nach Geschmack des Beschenkten natürlich, oder ein gefüllter Karton mit Stroh und Mehlwürmer steht nicht jeden Tag auf dem Speiseplan. Die Besucher können dabei sein, wenn Lamas, Erdmännchen, Bären, Affen und Co. ihre Geschenke bekommen. Zooschulpädagogin Silke Kühn wird gemeinsam mit den Besuchern die Weihnachtsüberraschungen an die Zootiere verteilen.

 

Über die Futtergabe wird auch in Zoos versucht, den Alltag so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Gerade im Winter, gibt es weniger Besucher und viele Tiere können wegen der Kälte nicht in ihre Außengehege. Dadurch fällt ein wichtiger Teil des täglichen Unterhaltungsprogramms der Tiere weg und die Tierpfleger müssen sich immer wieder neue Überraschungen einfallen lassen. Denn die Tierbeschäftigung trägt maßgeblich zum Wohlbefinden der Zoobewohner bei und fordert die Tiere nicht nur physisch, sondern auch psychisch.

Jahresresümee gezogen


12. Dezember 2016: Der Vorstand des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda hat sich zu seiner letzten Sitzung in diesem Jahr getroffen, das arbeitsintensiv, aber auch schön war. Schließlich konnte der Verein auf sein 25-jähriges Bestehen blicken, was neben anderem beim Tiergartenfest, vom Verein großzügig unterstützt, gewürdigt wurde.

Vorsitzender Karsten Bormann wies auf einige Schwerpunkte in der Arbeit hin. Dazu gehörten die beiden Arbeitseinsätze im Frühling und im Herbst, bei denen viel für die Verschönerung des Zoos geschafft wurde. Karsten Bormann dankte allen fleißigen Helfern. Das Haus für die Beobachtungen an den Gehegen der Bären und Fischotter wurde mit einem neuen, besucherfreundlichen Fußboden versehen. Der Widderkopf, ein Kunstwerk, das beim Bildhauersymposium entstand, wurde angekauft und hat gegenüber den Alpensteinböcken seinen Platz gefunden. Gewürdigt wurde auch, dass Vereinsmitglieder den Zoo bei Großveranstaltungen bei der Kassierung im Eingangsbereich unterstützten.

Der Zoologische Leiter Eugène Bruins würdigte die Leistungen des Vereins und wünschte eine weitere gute Zusammenarbeit. Zu den nächsten Vorhaben gehört die Neugestaltung des Aquariums im Tropenhaus. Der Verein der Zoofreunde leistet hierfür finanzielle Hilfe. Die Arbeiten haben bereits begonnen. Eugène Bruins hofft, dass dieses Projekt innerhalb kurzer Zeit umgesetzt werden kann und den Besuchern eine neue Attraktion geboten werden kann.


Nürnbergerin eingezogen


28. November 2016: Der Schneeeulenmann im Zoo Hoyerswerda hat eine neue Partnerin. Die Nürnbergerin erreichte den Zoo am Sonntagabend. Nachdem im Mai das vorherige Schneeeulenweibchen plötzlich gestorben war, wurde seitdem nach einer neuen Partnerin gesucht. Das erste Kennenlernen verlief ohne viel Tamtam, und nun sitzen beide schon eng nebeneinander. Aufgrund der Stallpflicht für Geflügel in Sachsen, müssen die Besucher in dem Gehege etwas genauer hinschauen, denn alle Vogelvolieren sind mit Planen so abgedeckt, dass kein Wildvogel mit den Zootieren in Berührung kommen kann.


Schneeeulen gehören zur Familie der Eulen. Die Weibchen sind größer und das Gefieder stärker mit dunklen Punkten versehen als bei den Männchen. Beheimatet sind Schneeeulen im nördlichen Skandinavien und Russland sowie auch im nördlichen Sibirien, Alaska und Kanada. In den arktischen Regionen gehören die Eulen zu den größten dort vorkommenden Vögeln. Wühlmäuse und Lemminge sind die Hauptnahrung der großen Eulen. Als reine Fleischfresser stehen auch kleine Vögel wie das Moorschneehuhn auf dem Speiseplan. Schneeeulen sind für Eulen ungewöhnlich tagaktiv. Während der Paarungszeit finden sie sich zu Saisonehen zusammen, manchmal bleiben sie aber auch Jahre lang zusammen. Schneeeulen können in freier Wildbahn bis zu neun Jahre alt werden und in Zoos sogar bis über 20 Jahre.

 

 

 

 


Berge versetzt


5. November 2016. An diesem Sonnabend wurden im Zoo Hoyerswerda Berge versetzt, Berge aus Laub. Blätter waren bereits üppig gefallen in den vergangenen Tagen, so dass die Mitglieder des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda und mehrere freiwllige Zoofreunde beim Herbstputz am Vormittag gut zu tun hatten, um das Laub von Wegrändern, Wiesen und aus Gehegen zu bekommen, Aber gemeinsam und mit viel Tatkraft wurde das geschafft. Und das gelang bei recht günstigem Wetter. Die Regenfront erreichte Hoyerswerda erst, als die Container gut gefüllt und die Laubrechen und Schubkarren abgestellt waren.

35 Leute beteiligten sich an dem Herbstputz. Für den Zoologischen Leiter Eugène Bruins war das eine neue Erfahrung. Aus den Niederlanden kenne er solch einen Herbstputz nicht. Umso mehr freute er sich über die Resonanz. Der große Zuspruch sorge bei ihm für Gänsehaut, wie er bei der Begrüßung bekannte, wie auch das Ergebnis der dreistündigen Arbeit, wie er beim Ausklang im "Sambesi" bei Bockwurst und Getränken wissen ließ. Auch Karsten Bormann, Vorsitzender des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda, dankte den Teilnehmern herzlich. Er wie auch Eugène Bruins sprachen die Hoffnung aus, dass sich auch im Frühjahr wieder so viele Helfer einfinden, um einen wesentlichen Beitrag zur Verschönerung des Zoos zu leisten.

 

„Immer in Bewegung“

 

2. September 2016: Die Wohnungsgesellschaft mbH Hoyerswerda übernimmt für das im Juli geborene Erdmännchenjunges des Zoo Hoyerswerdas eine Patenschaft. Zooleiter Eugène Bruins stellte der Geschäftsführerin der Wohnungsgesellschaft mbH Hoyerswerda, Margitta Faßl, das kleine Jungtier vor, welches Geschlecht es hat, ist noch nicht klar. Trotz des Gewusels der Großen war das Kleine immer vorn mit dabei und hinterließ einen guten Eindruck bei seinen neuem Paten. Für Frau Faßl wurde schnell klar, dass die Erdmännchen gut zur Wohnungsgesellschaft passen. „Als der Entschluss für eine Tierpatenschaft im Zoo Hoyerswerda fest stand, wussten wir, dass es die Erdmännchen sein mussten. Denn so wie auch wir für die Bürger unsere Stadt immer in Bewegung sind und dabei alles im Blick haben, so sind es die Erdmännchen auf ihrer Anlage auch“, begründete Margitta Faßl ihre Wahl des Patentieres. 

Bei einer Tierpatenschaftsübergabe im Zoo Hoyerswerda erfahren die Paten nicht nur mehr über den Charakter der jeweiligen Zoobewohner, sondern auch Wissenswertes zu ihrem Lebensraum und ihrer Lebensweise. „Wir als Zoo freuen uns immer, wenn wir für unsere Tieren Paten haben und wir ihnen die Tiere näher vorstellen dürfen“, äußerte sich Zooleiter Eugène Bruins freudig. Eine Tierpatenschaft kommt immer direkt dem Tier zu Gute, denn die daraus gewonnen Mittel werden zur Verbesserung der Haltungsbedienungen genutzt. 

 

Neuer Zoochef in Hoyerswerda

4. Juni 2016; Eugène Bruins ist der neue Leiter des Zoos Hoyerswerda. Er vertritt  die bisherige Zooleiterin, Dr. Kathrin Kaltwaßer, welche Ende Juli in den Mutterschutz und anschließend in Elternzeit gehen wird. Mit seinem ersten Arbeitstag am 4. Juli begann der 48-jährige seine intensive Einarbeitungsphase.

Mit dem Niederländer Eugéne Bruins findet der Zoo Hoyerswerda einen Nachfolger, der mit seiner vielfältigen Berufserfahrung, z.B. als langjähriger Kurator im Zoo Amsterdam und als leitender Kurator mehrerer SEA LIFE Standorte, zu überzeugen wusste. "Es ist nicht immer einfach, Führungskräfte zu einem Umzug nach Hoyerswerda zu bewegen. Wir sind daher sehr froh, diese Stelle erneut so hochwertig besetzen zu können. Herr Bruins wird die Entwicklung des Zoos sicherlich mit spannenden Innovationen vorantreiben", äußerte sich ZooKultur-Geschäftsführer Arthur Kusber zufrieden.

Im nahezu perfekten Deutsch äußerte sich auch der neue Zooleiter voller Vorfreude: "Es war nur logisch, dass ich mich auf diese interessante Stelle beworben habe. Es ist ein großartiger weiterer Schritt in meiner Karriere. Ich habe bei verschiedenen Zoos und Großaquarien gearbeitet und die Qualität mit neuen, einzigartigen Ausstellungen, Gehegen und Tierarten verbessert. Ich bin sicher auch dem Zoo Hoyerswerda weiterhelfen zu können. Das Potential ist sicherlich da. Auch wenn ich nur etwa 1.5 Jahre da sein kann, werde ich genügend Ideen anreichen, mit denen dieser Zoo noch jahrelang weiter arbeiten kann. Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe."
 

Entdeckertour in Cottbus


18. Juni 2016: 21 Zoofreunde des Vereins und der Stadt starteten am 18. Juni zu der jährlich stattfindenden Exkursion. Das Wetter spielte mit. Diesmal ging es in den benachbarten Tierpark Cottbus, wo wir schon erwartet wurden. Bei einer fachkundigen Führung durch den Vereinsvorsitzenden Dr. Helmut Schmidt bewunderten wir die vielen Neuerungen wie die neue Tigeranlage, auch altbekanntes  was sehr sehenswert war. Ein Höhepunkt war die Elefanten-Fütterung. Beim Kaffee trinken im Tierpark Café erzählten wir Anekdoten und es wurde viel gelacht. Danach ging es weiter im Tierpark Cottbus. Nach der dreistündigen Führung ging es wieder nach Hause An alle Vorbereitenden ein dickes Lob, besonders an den Vereinsvorsitzenden Dr. Helmut Schmidt von den Tierparkfreunden Cottbus, und den Organisatoren vom Verein der Zoofreunde Hoyerswerda. "Und nächstes Jahr wünschen wir uns wieder einen so wunderbaren Ausflug", so Karsten Bormann, Vorsitzender des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda.

 

 

 

 

Auf Exkursion in Cottbus


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Freude über Neuzugänge

18. Mai 2016: Im Zoo Hoyerswerda tummeln sich einige neue Bewohner. Bereits Ende April sind zwei Mandschurenkraniche geschlüpft. Die kleinen braunen Federknäule weichen ihren Eltern nicht von der Seite. Genauso wackelig und tapsig wie die kleinen Kraniche sind auch die Lachshuhnküken, die im Brutkasten geschlüpft sind und nach ihrem anstrengend Start ins Leben nun auf dem Hühnerhof zu sehen sind. Aber es gab nicht nur Nachwuchs im Zoo Hoyerswerda auch einige neue Wahlhoyerswerdaer. Die Pinguine und Totenkopfaffen freuen sich über neuen Herrenbesuch. Beides sind Tiere die unter den Zoos getauscht wurden, um in den jeweiligen Gruppen für frischen Wind zu sorgen. Auch eine junge Kängurudame aus Schwerin wird demnächst hoffentlich dem Kängurumann Ludwig den Kopf verdrehen. Tiertausche wie diese finden in Zoos regelmäßig statt, um für eine Blutauffrischung bei der Zucht zu sorgen. Damit aber nicht verwandte Tiere mit einander getauscht werden, gibt es das Zuchtbuch für die jeweilige Tierart. Ein Zuchtbuchkoordinator teilt so den Zoos und Tierparks die künftigen Bewohner zu oder stimmt einem Tausch bei. Ein völlig neues Tier ist im Tropenhaus zu sehen – ein Fidschileguanmännchen. Der einjährige Leguan stammt aus dem Zoo Köln und zieht erst einmal allein ins sein neues Terrarium, später bekommt er aber noch eine Partnerin. Fidschileguane sind in Wäldern auf den Fidschi-und Tongainseln beheimatet. Sie ernähren sich hauptsächlich vegetarisch und leben als Einzelgängern. Aufgrund der Bejagung in seiner Heimat ist der Fidschileguan vom Aussterben stark bedroht.

Viel Arbeit am Zooteich


13. Mai 2016:  Mit der feierlichen Einweihung des Zooteiches ist die gut dreimonatige Bauphase der Verkleinerung des Teichs im Zoo Hoyerswerda abgeschlossen. Gemeinsam mit Sponsoren und ausführenden Firmen wurde der unter anderem von der VBH finanzierte Besuchersteg offiziell freigegeben. Auf diesem Steg können die Besucher künftig die Flora und Fauna des Teiches aus nächster Nähe beobachten. „Der Umbau selbst war durch die großzügige Unterstützung der VBH erst in diesem Maße möglich. Auch der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda trägt dazu bei, den Teich für Besucher und künftige Bewohner attraktiver zu gestalten, denn der Verein sponserte den neuen Fischbesatz des Teiches und pflanzte zu seinem alljährlichen Frühjahrsputz den Schilfgürtel“, bedankte sich Arthur Kusber, Geschäftsführer der ZooKultur, bei den anwesenden Sponsoren. Das frischgepflanzte Schilf dient im Teich künftig als Nährstoffbinder. Auch die zwei neuen Sprudleranlagen helfen dabei, das Wasser ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Denn durch die Situation, dass der Zooteich ein Stillgewässer ist und es aufgrund des hohen Nährstoffeintrages durch die umliegenden Bäume und die inzwischen ansässige Graureiherkolonie zu einer stetigen Verschlechterung der Wasserqualität kam, war der Teich für heimische Arten kein geeigneter Lebensraum.

 

 

Es ist geschafft. Der umgestaltete Zooteich wird eingeweiht.


Die Baumaßnahmen zum Umbau begannen im Dezember 2015 durch das Umsetzen der Fische aus dem Teich in den Schlossgraben und anschließendem Abpumpen des Wassers. Danach wurde mit der Entschlammung begonnen. Mehrere Lkw-Ladungen Schlamm wurden entfernt. Teile des Teiches wurden mit Sand befüllt und so neue Uferbegrenzungen und eine natürliche Teichgestaltung geschaffen. Die durch die Verkleinerung gewonnene Landfläche von über 800m² wird als neue Mara- und Nanduanlage genutzt. Die Bauarbeiten dazu haben schon begonnen. Zudem wurde der ursprüngliche Besucherweg entlang der Südostseite des Teiches verlagert, damit wurde wieder zusätzliche Fläche gewonnen, die der neuen begehbaren Känguruanlage zu Gute kommen wird. Der verlagerte Besucherweg ist nun auch ein geeigneter Rettungsweg für Einsatzfahrzeuge. „Und wir können so unseren Mitarbeitern und Besuchern eine höhere Sicherheit in Notsituationen gewährleisten“, erläuterte Arthur Kusber weiter.

 

chdem der Zooteich im Zuge der Baumaßnahmen der Pinguinanlage in den 1990er Jahren von der direkten Anbindung an die Elster abgetrennt wurde, war er seit dem ein Stillgewässer. Dadurch verschlechterte sich die Wasserqualität zusehends. Durch die Verkleinerung wird der Wasseraustausch leichter zu bewerkstelligen sein und gewinnt zusätzlich durch die naturnahe Gestaltung noch an Attraktivität für Besucher und kann zukünftig heimischen Arten als Lebensraum dienen. Durch den hohen Nährstoffeintrag, ohne entsprechenden Wasseraustausch, ist es im Teich zu einer starken Eutrophierung gekommen. Im Jahr 2008 wurde der gesamte Teich nach 30 Jahren komplett entschlammt. Bei dieser Entschlammung stellte sich heraus, dass die Abwässer der Antilopen- und Raubtieranlagen ungeklärt in den Teich geleitet wurden. Die betreffenden Tieranlagen wurden daraufhin an das städtische Abwassernetz angeschlossen und für den Teich wurde durch ein Wasserentnahmewerk an der Alten Elster wieder eine Wasserzuführung ermöglicht. Der Zoo erhielt 2009 die wasserrechtliche Erlaubnis, dem Teich über dieses Entnahmewerk Wasser zuzuführen, um die Verdunstungsverluste auszugleichen. Auf dem Zooteich wurde Wassergeflügel gehalten, so dass er eher als Teil eines Geheges, denn als Biotop zu sehen ist. Aufgrund des hohen Nährstoffeintrages durch die umliegenden Bäume und die inzwischen ansässige Graureiherkolonie verschlimmerte sich die Euthrophierung trotz Wasserzuführung zunehmend. Seit ca. fünf Jahren kommt es jährlich zu einer deutlichen Algenblüte. Im Jahr 2010/11 wurde versucht, die Wasserqualität des Teichs durch eine bakterielle Beimpfung zu verbessern. Auch diese Maßnahme brachte nicht den gewünschten Effekt. Im Jahr 2013 erhielt der Zoo Hoyerswerda die Genehmigung, 3x jährlich Wasser aus dem Teich in die Elster abzupumpen und anschließend frisches Wasser aus der Elster zu zu pumpen. Hierdurch sollte eine Verbesserung der Wasserqualität erreicht werden. Allerdings haben diese Maßnahmen bisher nicht zu dem gewünschten Ergebnis geführt. Die Untersuchung des Teiches für die geplante Teichverkleinerung ergab, dass sich seit der letzten Entschlammung im Jahr 2008 bereits eine neue, bis zu 80 Zentimeter dicke Schlammschicht gebildet hatte.